Deutsche Grammatik

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FuFu
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von FuFu »

Als Hochdeutsch sprechende Person hört es sich an wie eine Mischung aus hingehen und anfangen. Das würde man im Hochdeutschen völlig anders ausdrücken.

Also in dem Bank Beispiel hätte ich wohl gesagt: Ich möchte mich jetzt nicht hinsetzen.

Beim Kompost: Holst du schonmal die Bütt (was auch immer das ist) aus dem Schuppen.

Hintergehen in dem ersten Beispiel mit Kind scheint eher was wie „Ich gehe schonmal los“ zu sein? Da bin ich mir aber nicht sicher.
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Reh
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von Reh »

Oder: "ich will jetzt nicht extra zur Bank gehen" oder "ich will jetzt nicht da hin gehen" ?
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Schlumpfine32
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von Schlumpfine32 »

Nene. Also ich mein die Sitzbank. Er sollte dahin !!! kommen.
Also es heißt sowas wie "nach dahinten" oder "nach dorthin". Wobei dorthin nicht so recht passt, meist eher "hinten" wie die Bank die hinterm Tisch ist. Oder der Schuppen der irgendwie ja "hinten im Garten" ist (auch wenn der Schuppen vorne vorm Haus ist).
Wir hatten das auch gerade. Mann war bei Edeka einkaufen und ich hatte etwas vergessen aufzuschreiben was ich aber brauchte. Mann sagt "Macht nix, dann fahr ich schnell hinter".
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GemeineEsche
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von GemeineEsche »

Also für mich klingt das wie eine Abwandlung von "hin". Gibt's ja in mehreren Dialekten, zum Beispiel dahinne oder so. Also das "hin" wird zu "hinne" wird zu "hinter". Ist halt Zufall, dass hinter bereits eine Bedeutung hat. Sowas gibts aber in vielen Dialekten.
Ich staune da immer über das österreichische "eh", das für mich immer völlig fehl am Platz klingt, weil es bei uns eine andere Bedeutung hat :lol:
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Valeska
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von Valeska »

Für mich passt in allein Beispielen "dahin", außer das mit dem Kompostwerk, weil da dahin=zum Kompostwerk wäre, gemeint ist aber ja dahin=wo die Bütt ist.
Für mich klingt es, als ob aus "dahin/dorthin" "hinter" geworden ist und dies dann seine Bedeutung leicht erweitert hat von "dahin" mit konkretem Ortsbezug auf dahin und der Ort ist ja bekannt und muss nicht genauer benannt werden :lol:
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Schlumpfine32
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von Schlumpfine32 »

Valeska hat geschrieben: 04.03.2026, 19:34 Für mich klingt es, als ob aus "dahin/dorthin" "hinter" geworden ist und dies dann seine Bedeutung leicht erweitert hat von "dahin" mit konkretem Ortsbezug auf dahin und der Ort ist ja bekannt und muss nicht genauer benannt werden :lol:
Vermutlich. Der Mann badet gerade mit dem Kind. Ich werde das hinterfragen. Er war ganz verwirrt dass ich die grammatikalische Richtigkeit hinterfragt hatte.

Wir hatten schon das Thema meinetwegen / wegen meiner. Da scheint "wegen meiner" durchaus korrekt zu sein. Klingt für mich aber super seltsam.
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saiidi
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von saiidi »

Also bei mir wär hinter (hintri) nach hinten gehen. Als Ortsbezug zum jetzigen Standpunkt. Demzufolge auch vor (viri) nach vorne gehen.
Awi/Owi ist runter/hinunter und aufi ist hinauf.
Liebe Grüße
Saiidi

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MM85i
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von MM85i »

Schlumpfine32 hat geschrieben: 04.03.2026, 08:29 Ist eigentlich "Ich gehe schonmal hinter" grammatikalisch falsch?
Auf der Arbeit sagen das mittlerweile alle, wenn sie zum Klo gehen (hinten im Flur)
Ich kannte es vorher nicht. Verorten kann ich es auch nicht, meine Kollegen sind überwiegend zur Arbeit irgendwo aus Deutschland hergezogen.
fragolapopulare
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von fragolapopulare »

Das ist steigerungsfähig: Do dahanne!
Liebe Grüße, Fragola mit Mini Nr. 1 03/2018 und Mini Nr. 2 10/2022
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ShinyCheetah
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Re: Deutsche Grammatik

Beitrag von ShinyCheetah »

Ich kenne den Ausdruck "hinter gehen" gar nicht und bin ganz fasziniert. Das ist ganz definitiv kein Hochdeutsch sondern irgendein Dialekt.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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