Austausch zur "Clutterbug"-Methode

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Jia
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von Jia »

Dorkas hat geschrieben: 14.02.2024, 09:58 Jia, bei dir klingt das nach „undifferenziert, aber zur ‚Ordnung‘ erzogen/trainiert“. Also dass du eigentlich die groben Kategorien bevorzugst, aber die Vorteile der detaillierten Kategorien kennst und dir antrainiert hast.
Ich denke, da muss jeder individuell schauen, was am besten passt.
Das klingt plausibel, aber ich habe mal ein bisschen darüber nachgedacht und denke, dass es eher umgekehrt ist. Meine Mutter ist ganz klar ein (chaotischer) Schmetterling, Ordnung halten musste ich mir selbst erarbeiten, das habe ich zuhause nie wirklich gelernt, von detaillierter Ordnung ganz zu schweigen. Je gröber die Kategorien, je einfacher das System, desto grösser die Chance, dass es funktioniert hat. Und jetzt wohne ich mit einem Schmetterlingsmann und potenziell Schmetterlingskindern, da funktionieren dieselben Schemata. Das heisst, überall dort, wo noch jemand anderes in mein Ordnungssystem involviert ist, mache ich automatisch eher grobe Kategorien, weil sich das ein Leben lang bewährt hat. Und dort, wo es nur mich selbst angeht, sind die Kategorien feiner. Bspw. Desktop oder Mailbox: das, was da rum"liegt", ist mein visueller Anteil, das sind nämlich die Dinge, die ich innerhalb von 2-3 Wochen regelmässig brauche. Von den aktuell 34 Dateien auf meinem Desktop sind 29 jünger als 4 Tage. Aber wenn ein Projekt fertig ist, werden die fein säuberlich in passende Ordner versorgt. Deshalb schätze ich inzwischen, dass ich eine Biene bin, die sich einfach gut an ihre Schmetterlingsumgebung angepasst hat. Aber eigentlich spielt das gar keine so grosse Rolle, denn da ich den Haushalt ja nicht alleine bewohne und führe, ist es ja auch wichtig, dass sich die Schmetterlinge in der Familie orientieren können.

Ich bin nur gerade etwas desillusioniert. In meiner Phantasie habe ich nämlich immer von einem sauber aufgeräumten Haus geträumt, so wie im Katalog. Und ich dachte, ich müsse einfach nur lernen, wie man richtig aufräumt, dann klappt das irgendwann dann schon. Aber ich fürchte, wir visuellen Typen sind einfach nicht gemacht für klare freie Flächen. Denn ja, es sieht bei uns eigentlich ständig unaufgeräumt aus, ist es aber eigentlich nicht, denn das, was da herumsteht, steht aus gutem Grund da und wird benutzt, und aussen ist das Chaos eigentlich immer schlimmer als in den Kästen/Kommoden drin. Wenn es aber an unserer Art liegt und nicht am "nicht gelernt", dann ist es auch nicht sinnvoll, das wirklich ändern zu wollen.
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britje
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von britje »

Jia hat geschrieben: 15.02.2024, 07:26 Aber ich fürchte, wir visuellen Typen sind einfach nicht gemacht für klare freie Flächen. Denn ja, es sieht bei uns eigentlich ständig unaufgeräumt aus, ist es aber eigentlich nicht, denn das, was da herumsteht, steht aus gutem Grund da und wird benutzt, und aussen ist das Chaos eigentlich immer schlimmer als in den Kästen/Kommoden drin. Wenn es aber an unserer Art liegt und nicht am "nicht gelernt", dann ist es auch nicht sinnvoll, das wirklich ändern zu wollen.
Das finde ich eine sehr gute Erkenntnis und darüber werde ich für uns auch mal nachdenken. Die Biene wird mir tatsächlich, je mehr ich meinen Haushalt anschaue auch immer 'sympathischer'.
Liebe Grüße von Christiane
schneebesen
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von schneebesen »

So richtig viel schlauer bin ich jetzt auch nicht nach dem Video. Ich glaube, dass ich einfach hauptsächlich pragmatisch bin und in der momentanen Lebensphase mit kleinen Kindern muss es einfach und schnell sein. Und da der Kopf voll ist mit allem möglichen, brauche ich die visuelle Erinnerung. Deswegen stehe Sachen draußen. Wobei ich gemerkt habe, mit Labeln geht auch vieles hinter Türen.

Ich habe z.b. heute morgen im Bad gedacht, eigentlich stört es mich nicht, dass das Zeug rumsteht. Aber es nervt mich, weil dadurch das putzen erschwert wird, weil ich nicht einfach drüber wischen kann. Mittelfristig soll daher das Zeug an andere Stellen im Bad stehen damit swish and swipe besser wird. Declutterpotential ist da ehr weniger, da bin ich hinterher.

Oder auch Kleiderschrank. Ich vergesse wirklich, was ich habe, wenn ich es nicht sehe. Aber ich würde nie einen offenen Schrank haben wollen. Das staubt doch alles ein und ich möchte im Bett liegend schon die optische Ruhe im Raum haben. Daher geschlossener Schrank, auch wenn es nervig ist die Tür aufzumachen. Und deswegen die Wäsche auch mal länger im Korb bleibt.
Ein Raum ohne Deko dagegen finde ich komisch, bzw. geht das nur in reinen zweckräumen (Abstellkammer z.b.) Deko heißt hier hauptsächlich Zimmerpflanzen, Bilder und jahreszeitlicher Fensterschmuck. Ich würde jetzt aber auch nie freiwillig auf z.b. eine Kommode einen Bücherstapel dekorieren oder ein Tablett mit Gläsern draufstellen. Maximal ein korb für Kleinkram in der Hoffnung den Hotspot damit zu zähmen. 😉

Meine Mutter ist wahrscheinlich Ladybug und mein Vater Cricket. Das spiegelt sich auch im Haushalt wieder, aber erst seitdem wir Kinder ausgezogen sind. Meine Schwiegereltern haben einfach erstmal ein enormes declutter-potential. Ich vermute, dass sie sehr visuell sind, aber es kann auch einfach sein, dass kein Platz in den Schränken ist.
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Jadzia
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von Jadzia »

Ich hab auch in dem Videotest 100 Punkte für Schmetterling.

Was ich festgestellt hab : Unordnung außen stört mich gar nicht, wenn ich mit einem Blick sehe dass ich sie in 5 Min beseitigen könnte bei Wunsch oder Bedarf.
Unordnung macht mich fertig wenn sie ein Knäuel von Entscheidungen ist.

Ich hab jetzt ein paar Boxen Haken und Körbe aufgehängt an strategisch wichtigen Punkten und das macht sooooo viel aus für die Nichtbildung von Knäulen.

Für meinen großen Tisch hab ich tatsächlich auch eine Lösung gefunden . In der Mittr stehen ein paar Elemente als nützliche Deko /kleiner Korb für Sammelsurium, bonbonglas, Kalender , Uhr und kleine Vase. Dadurch dass es mehrere sind kann ich sie nicht einfach wegschieben!

Vorne ist der lazy clutter aka Geschirr und sowas. Dahinter parke ich Projekte ( Post oder Klamotten die ich zurück senden will)

Der Tisch ist weiterhin unaufgeräumt, kann aber auch von Dax gut aufgeräumt werden wenn mal nötig, ohne viele Entscheidungen.

Gestern kamen noch ein paar restliche Vorratsdosen und unser Vorrat sieht jetzt so aus
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britje
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von britje »

Dorkas hat geschrieben: 14.02.2024, 23:03 Das sieht sehr hübsch aus, Britje!
Ich habe keine Ahnung ob das jetzt mit dem Zitieren aus dem Flylady Threat so funktioniert, aber die beiden dort von mir geposteten Bilder fand ich, jetzt mit etwas Abstand betrachtet, doch eher 'bienig', oder? Ich habe oft und gerne Körbe (schon vor den Kindern), die oben offen sind, genutzt, die aber in sich noch mal geordnet sind. Sie sind zwar nicht durchsichtig, aber gut einsehbar sprich visuell. Aber halt auch gerne Undurchsichtige mit Deckel aber immer mit Beschriftung.

Auf dem Küchenbild sieht man meine getrockneten Sachen aus dem Garten. Durchsichtige Gläser... auch vor den Kindern schon benutzt. Auch sehr visuell und detailliert... Das ist nun doch wirklich ein sehr klassisches bieniges Bild.
Nochmal aus einer anderen Perspektive.
Bild
schneebesen hat geschrieben: 15.02.2024, 09:15 Aber ich würde nie einen offenen Schrank haben wollen. Das staubt doch alles ein und ich möchte im Bett liegend schon die optische Ruhe im Raum haben. Daher geschlossener Schrank, auch wenn es nervig ist die Tür aufzumachen. Und deswegen die Wäsche auch mal länger im Korb bleibt.
Genau das! Mein Schrankinhalt ist in (tatsächlich transparenten) Einschüben penibel gefaltet, sortiert und beschriftet. Offener Schrank... Definitiv nein!
schneebesen hat geschrieben: 15.02.2024, 09:15 Mittelfristig soll daher das Zeug an andere Stellen im Bad stehen damit swish and swipe besser wird. Declutterpotential ist da ehr weniger, da bin ich hinterher.
Das geht mir auch so, aber bei mir steht der tägliche Kram in einem Holzkasten (Deckel oben ist sozusagen ein Tablett, darunter in der Schachtel dann Sachen, die ich nicht oft, nicht täglich, brauche), um den ich beim SuS morgens einfach herumwische. Das finde ich eine sehr praktische Lösung.
schneebesen hat geschrieben: 15.02.2024, 09:15 Ein Raum ohne Deko dagegen finde ich komisch, bzw. geht das nur in reinen zweckräumen (Abstellkammer z.b.) Deko heißt hier hauptsächlich Zimmerpflanzen, Bilder und jahreszeitlicher Fensterschmuck. Ich würde jetzt aber auch nie freiwillig auf z.b. eine Kommode einen Bücherstapel dekorieren oder ein Tablett mit Gläsern draufstellen. Maximal ein korb für Kleinkram in der Hoffnung den Hotspot damit zu zähmen.
Schneebesen, wir sind uns wohl sehr ähnlich!
Auch das unterschreibe ich zu 110%.
Wie gesagt, meine Deko ist immer irgendwie funktional. Außer die (auch eher minimalistische) Weihnachtsdeko, wobei die nach dem 2.Feb auch SOFORT wieder in den Keller verschwinden darf.

Jazida, ich sehe dich gerade in der Vorschau. Der Vorratsschrank sieht sehr gut aus. Mag ich sehr gerne leiden. Es kam hier doch mal die Frage auf, warum man Vorräte umfüllt. Ich finde es praktischer zu sehen, was und wie viel davon noch in der Packung drin ist und ganz klar: ich will niemals Lebensmittelmotten/-Käfer im Vorrat haben, darum wird alles penibel umfüllt und ich müsste nur den Inhalt von einem Glas entsorgen und nicht den kompletten Vorrat.

Ich bin gerade zum Vorratsschrank in der Küche gegangen und auch da. Ein Griff und ich habe alles visuell offen, aber sehr detailliert geordnet.

Bild

Okay, also, schwere Geburt, aber bei mir ist es vielleicht doch offensichtlich eher die Biene und nicht die Grille, oder?
Liebe Grüße von Christiane
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von Jadzia »

Britje du bist eine Biene wie aus dem Lehrbuch.


Mich macht ja der Anblick von so kleinteiliger Ordnung echt fertig. Da hab ich sofort Angst was falsch zu machen
( wenn ich z.b in einer Bienenküche kochen würde)

Mein Kind ist ja auch so drauf, daher ein Einblick in diese Art. Hat mich etwas erstaunt weil ihr Vater Käfer ist, aber es kristallisiert sich sehr raus.

Ich hab ne Etikettiermaschine gekauft - und wer etikettiert jetzt alles was sich nicht wehrt ? Dax.
Ich weiß dagegen immer noch nicht wie sie funktioniert 😂
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von GemeineEsche »

Ich muss da gerade an Schiebetüren, Rolloschränke, Vorhänge und sowas denken. Das sind alles Möglichkeiten, wie man schnell zwischen offen und geschlossen wechseln kann und es nicht stört, wenn es mal ne Weile offen steht.
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von AnnaKatharina »

Wir haben im Wohnzimmer einen Schrank mit Schiebetüren und ja, der Wechsel von "alles sichtbar" zu "Tür zu" ist super

Ich hätte gerne viel mehr schöne Rolloschränke. Gibt es irgendwie kaum. Muss man selber bauen denke ich.
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Dorkas
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von Dorkas »

Britje, ja, ich denke auch, dass du eine Biene bist und keine Grille. :-) Also die Vorratsgläser finde ich als Grille zum Beispiel toll, weil so detailliert und ordentlich, aber bei mir wären die in einem geschlossenen Schrank verstaut.
Ich hatte mal eine Weile die Vorratsgläser in einem offenen Regal deponiert, und das hat mich optisch immer total gestört, obwohl es an sich ordentlich war.
Dorkas mit dem Großen (11/2016) und der Kleinen (09/2019).
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Re: Austausch zur "Clutterbug"-Methode

Beitrag von AnnaKatharina »

Britje, ich finde dein Bild auch deutlich zu visuell für Cricket.
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