Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

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Katja
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von Katja »

Vielen lieben Dank für eure tollen Nachrichten.
Ich danke euch sehr.
Den Calma Sauger nicht ganz zugeschraubt, werde ich mal ausprobieren.

Heute Nachmittag habe ich ihr die Flasche gegeben und als die Kleine eigentlich geschlafen hat, habe ich die Flasche entfernt. Dann gingen kurz die Äuglein auf und sie wollte wieder nuckeln. Dann habe ich ihr schnell die Brust gegeben. Tatsächlich hat sie (wohl quasi schlafend) die Brust genommen und sich weiter in den Schlaf genuckelt. Gerade schläft sie wieder ohne Schnuller.

Ich habe sie dann abgelegt.

Einmal musste ich was Essen, das schaffe ich zu wenig mit den zwei Kids, und ich muss Abpumpen . Jetzt habe ich mich gefragt, ob ich sie das nächste mal besser so schlafen lassen sollte, damit ich sie direkt wieder versuchen kann anzudocken, wenn sie nuckeln will - oder, ob ich lieber Abpumpe. Denn wenn beide Kids wieder wach sind, ist das immer relativ schwierig. Und die Milchmenge muss ja auch hoch bleiben, damit sie einfach trinkt, wenn sie Hunger haben sollte. Also genug Milch da ist, ohne zu viel Anstrengung.

Das mit dem Essen müsste ich dann zukünftig noch anders regeln.

Jetzt Zweifel ich schon wieder, weil ich die Kleine abgelegt habe, anstelle sie vor der Brust liegen zu lassen. Sie hatte sie zwar losgelassen, aber vielleicht hätte ich sie recht einfach wieder andocken können 🙁

Liebe Grüße
Mandragora1822
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von Mandragora1822 »

[quoteJetzt Zweifel ich schon wieder, weil ich die Kleine abgelegt habe, anstelle sie vor der Brust liegen zu lassen. Sie hatte sie zwar losgelassen, aber vielleicht hätte ich sie recht einfach wieder andocken können
][/quote]

Alles gut. Ihr macht das super. Damit du deine Kinder gut versorgen kannst, musst du ja auch ein bisschen nach dir schauen. Wenn das für dein Kind nicht gepasst hätte, hätte es sich schon gemeldet.
Wenn sich das mit dem Andocken wieder gut eingespielt hat, kannst du vielleicht auch in einer Trage oder einem Tragetuch stillen. Dann wird es auch mit der Essenszubereitung und dem Essen einfacher.
Katja
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von Katja »

Danke für deine liebe und schnelle Antwort!

Das klingt ja interessant, Stillen im Tragetuch 🙈

Sollte es jemals wieder so weit kommen, gucke ich mir mal an wie das geht 😊

Liebe Grüße
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deidamaus
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von deidamaus »

Hallo Katja,

ich finde das liest sich schon richtig gut. Ganz klasse, wie ihr das macht. Genau dieser Wechsel im Halbschlaf von Flasche auf Brust ist super. Da klappt es meist gut, dein Kind lernt sozusagen im Schlaf das richtige Stillen und du vermeidest den Schnuller in dem Moment. Verlange nicht zu viel von dir. Im Moment ist das Ziel, dass sie sich wieder zur Brust dreht (eventuell sogar stillt, wenn es gerade passt) und verschiedene Sauger akzeptiert. Parallel dazu ist es gut, wenn du den Schnullereinsatz möglichst gut reduzierst.

Wenn die Milch kurzfristig etwas weniger wird, weil du seltener zum Abpumpen kommst, dann kurbeln wir das wieder hoch, sobald dein Baby an die Brust geht. Das BES wird den Milchfluss dann "unterstützen", so dass dein Baby für seine Mühen belohnt wird.

Und ja: Stillen im Tragetuch bzw. in der Trage ist gerade mit zweitem Kind super für unterwegs.

Lege dir etwas Kalorienreiches zum Naschen an deine Still- bzw. Fütterplätze, so dass du jederzeit etwas Essen kannst. Das Essen kommt mit zwei so kleinen Kindern definitiv oft zu kurz.

Nutze gerne immer wieder jede Gelegenheit, wenn sie sich im Halbschlaf meldet und versuche sie ruhig erstmal anzulegen. Aber keinen Druck ausüben, klappt es nicht, dann füttere sie mit der Flasche (neben deiner bereits ausgepackten Brust). Klappt das, dass sie sich zur Brust hindreht und auch verschiedene Sauger akzeptiert, probieren wir den Schritt mit Flaschensauger (oder auch gleich Stillhütchen) und BES.

Du machst das wirklich großartig. Schaue, dass du dir vielleicht etwas Hilfe auch für dein größeres Kind organisieren kannst, damit der Alltag nicht zu anstrengend wird.

Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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Katja
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von Katja »

Hallo Deidamaus,

ich danke dir für deine lieben und aufmunternden Worte!
Du hast recht- ich muss das Tempo komplett raus nehmen.

Im Grunde kann es ja nur besser werden, sie geht irgendwie noch mal an die Brust oder es bleibt wie es ist und sie bleibt ein Flaschenkind. Muttermilch wird sie noch bis zum 6 Monat in jedem Fall bekommen- das ist mein Ziel. Weiter nur, wenn das Stillen wieder klappt.

Heute als sie an meiner Brust eingeschlafen ist, hat sie gelächelt... da dachte ich, sie muss sich doch zumindest wohlfühlen.

Ich werde die Tage weiter berichten.

Nächste Woche wird eine Herausforderung. Mein Mann ist mit der Arbeit weg, meine Eltern im Urlaub und ich muss Kids und Hund versorgen. Da habe ich großen Respekt, wie das alles trotz Abpumpen klappen soll, besonders nachts.


Ich gebe mir Mühe, alles familiengerecht umzusetzen.

Liebe Grüße
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deidamaus
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von deidamaus »

Melde dich ruhig täglich und berichte, wie es läuft. So kann ich dir zeitnah helfen, damit du und deine Tochter schnell Fortschritte machen und der Aufwand für dich sich im Rahmen hält.

Kannst du dir für nächste Woche Unterstützung holen (Freunde einladen, so dass du nicht mit beiden Kindern alleine bist)? Dein großes Kind ist noch nicht in der Kita, oder?

Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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Katja
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von Katja »

Ganz lieben Dank- ich werde berichten.
M glaube meiner Tochter macht der Schnuller Entzug zu schaffen, da sie nicht gut in den Schlaf findet.

Die letzten zwei Abende waren sehr anstrengend. Sie hat wild gebrüllt, sobald ich sie an die nackte Brust gelegt habe, obwohl dann auch die Flasche kam. Es wirkt , as hätte sie richtig eine Abneigung gegen die Brust oder eben die Position. Beim Osteopathen waren wir schon.
Sie nuckelt dann wie wild an der Flasche, verschluckt sich , schreit und windet sich.
Ich weiß dann gar nicht, ob sie Hunger hat oder, nuckeln möchte. Da es den Schnuller deutlich weniger gibt, könnte es sein, dass sie sich zum Nuckeln auf die Flasche stürzt, obwohl sie gar nicht hungrig ist?

Sie trinkt ca alle 3 Stunden 100/120 ml.
Letzte Nacht hat sie sogar 180 ml verlangt- ansonsten wurde gebrüllt.

Muss ich die einmal aufgewärmte Muttermilch eigentlich wirklich immer wegschütten? Im Krankenhaus als ich mir meinem Sohn auf der Frühchenstation war, haben wir sie bis zu 24 Stunden warmgehalten.

Da sie im Moment mal 60 und dann doch mal 120+ ml trinkt, mache ich entweder immer kleine Portionen warm und habe zwischendurch sehr viel Gebrüll- oder ich muss recht viel wegschütten. Wo mir bei dem Aufwand etwas das Herz bricht 🙈

Nächste Woche werde ich versuchen mir Freunde einzuladen, was unter der Woche oft schwierig ist.

Genau, mein Sohn geht auch noch nicht in die Kita.

Ich werde zeitigst berichten.

Liebe Grüße
Katja
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von Katja »

Heute Nacht hat es wieder nicht geklappt. Ich brauche einfach zu lange.

Ich brauche ja für den Fall, dass es nicht klappt eine Flasche. Ansonsten schreit sie sicher meinen Sohn wach.

Wenn ich also merke, dass meine Tochter wach wird bzw. das jetzt bald die Zeit ist, stehe ich auf und mache schnell die schon vorbereitete Flasche (30 Sekunden). In der Zeit ist sie meistens schon zu wach und quäkt los. An Brust ist nicht mehr zu denken. Da wird nur gebrüllt.

Und auf einmal will meine Tochter nachts mehr als 180 ml, die ich aber nicht vorbereitet habe - also wird wieder gebrüllt.

Tagsüber schafft sie nicht mehr als 100-120 ml in der Regel. Da sind die Trinkabstände kürzer.
Tagsüber bekommt sie alle 2-3 Stunden die Flasche. Nachts nach 4-7 Stunden.
Heute Nacht musste ich ihr auch wieder den Schnuller geben. Sie hat sich nicht beruhigen lassen und mein Sohn wurde wach. Das Problem ist auch, dass sie auch an der Flasche eindöst. Da ich aber ein Bäuerchen machen muss wird sie wieder richtig wach und auch hier wird geschrien.

Wieder sehr traurig. Weil ich auch denke, wenn ich es schaffen würde sie früher an die Brust zu legen, bestünde Chance, dass sie trinkt. Jetzt sitze ich hier- wieder nach lautem Gebrüll, zwei wachen Kids, wieder beruhigen und Pumpe ab. Meistens kostet mich das nachts 2 Stunden am Stück. Und hier fehlt mir das 15-20 Minuten stillen und kuscheln wieder sehr, dass ich weinen könnte.

Mein Mann hat für das ganze Spektakel kein Verständnis (mehr). Er sagt, dann mach die Flaschenmenge nachts auf 200 m oder eben mehr, dann trinkt sie bis sie nicht mehr kann und wir haben kein Theater in der Nacht.

Gibt es Ideen, wie ich das besser hin bekommen kann, die Flasche für den Notfall zu haben und sie trotzdem noch im Halbschlaf an die Brust zu bekommen?

Oder muss ich es wirklich umgekehrt- also ohne Flasche probieren und sie im Notfall schreiend ablegen, um die Flasche zu machen?

Mein Sohn wird im Moment dann eben wach. Aber durch welches Geschrei ist ja eigentlich egal.


Das ist für mich schon sehr schwer.
Fernweh
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von Fernweh »

Unterstützt dein Mann dich denn so gar nicht?
Er könnte ja die Flasche herrichten, während du in Ruhe stillst und dann hast du sie bei Bedarf fertig.

Ich drück dich mal! Und hoffe, dass ihr jetzt alle noch zu etwas erholsamen Schlaf kommt. Dann beginnt ein neuer Tag und ihr werdet wieder viele kleine Erfolge erzielen. Ein Schritt nach dem anderen!
Schnucks 08/16
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Re: Flaschenkind wieder an die Brust- Verzweifelt

Beitrag von Leominor »

2 Gedanken von mir: Warum muss sie unbedingt ein Bäuerchen machen? Haben wir nie gemacht, wenn sie eingeschlafen war, genau aus dem Grund, dass sie sonst wieder wach war und gebrüllt hat. Für das Tigermädchen war das kein Problem!

Und der zweite Gedanke: Ihr schlaft im Familienbett, oder? Was passiert denn, wenn du ihr nach 2 Stunden im Schlaf versuchst die Brust zu geben? Also einfach mit der Brust ein bisschen kitzeln? Vielleicht dockt sie dann an und trinkt und ist dann nicht so furchtbar hungrig, wie wenn sie nach 7 Stunden erst trinkt. Du hattest ja geschrieben, dass sie im Schlaf an die Brust geht, richtig? Bei meiner Tochter ging das immer recht gut (allerdings hatte sie auch keine Saugverwierung).
Alternativ wenn das nicht klappt, evtl. einfach nach spätestens 3-4 (?) Stunden wecken und ein Fläschchen mit weniger drin geben, dass sie nicht völlig ausgehungert ist wenn sie von alleine aufwacht? Für ein Stillkind wäre das ja auch eher der Normalfall, dass es sich häufiger meldet und dann weniger trinkt.

Ansonsten wäre es natürlich am praktischsten, wenn du versuchen könntest zu stillen, während dein Mann die Flasche macht. Ist ja jetzt kein so wahnsinnig großer Aufwand, dass das für ihn nicht zu schaffen wäre. Wenn er nachts auf‘ s Klo muss ist er ja auch mal 30 Sekunden wach. Allerdings klingt es nicht so, als würde er dich sonderlich unterstützen... Kannst du ihm vielleicht nochmal sehr deutlich sagen, dass das praktische am Stillen ist, dass er sich um nichts kümmern muss? Bei einem Flaschenkind kann er ja dann gerne das (nächtliche) füttern übernehmen... Vielleicht ist er ja dann eher geneigt dich die kurze Zeit zu unterstützen, die es dauert bis ihr wieder stillen könnt. Denn ja, das ist gerade furchtbar anstrengend, aber das bleibt ja nicht ewig so!

Bzw. noch eine Idee: Pumpst du nachts nicht eh ab? Oder abends vor dem Schlafen gehen? Man kann Muttermilch doch bei Raumtemperatur 6(?!) Stunden aufbewahren. Stell doch die Milch nach dem Abpumpen direkt an‘s Bett und füttere sie, ohne sie vorher warm zu machen! Auch das ging bei uns gut! Wurde mir im Krankenhaus von einer Stillberaterin so geraten, da war das Tigermädchen knappe 2 Wochen alt. Dann ist es auch nur 1 Handgriff, wenn sie hungrig ist und sie weckt deinen Sohn nicht auf!

Ansonsten lass ich dir einfach mal einen Drücker da, wenn du magst (((Katja)))) Das ist alles gerade nicht einfach, aber du machst das wirklich richtig toll!
Leominor mit Tigermädchen (2017) und Bärenjunge (2020)
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