Fragen zu Dauertragebaby

Hauptforum: Trageberatung

Moderatoren: Springerle, Cocolin

lenemum

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von lenemum »

Ich glaube, es ist das Geschaukel, die Begrenzung und vielleicht die Wärme, die ihn im Tuch schlafen lassen. Im Bett schläft er auch gepuckt besser.
Habt Ihr schonmal eine Federwiege getestet?
Vielleicht wäre das ja was?
Benutzeravatar
karibe
gehört zum Inventar
Beiträge: 575
Registriert: 03.02.2016, 10:32

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von karibe »

Das wird schon. Ganz ganz langsam, ein Schritt voran und zwei zurück und dann drei nach vorne.. Mit 9 Wochen ist er ja noch gar nicht auf der Welt angekommen. Vielleicht ist es ja der 8.Woche Schub.. Das wird sich noch alles ändern.
Soweit ich mich erinnern kann hat es so ca 3 Monate auch gedauert, bis meiner etwas ruhiger geschlafen hat, da ändert sich einiges noch im Schlafrhythmus.




von Unterwegs mit J. seit 11/15
mit J. seit 11/15 :)
februarkind16
Profi-SuTler
Beiträge: 3006
Registriert: 31.08.2015, 14:34

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von februarkind16 »

Oh, 9 Wochen ist ja noch sehr jung. Das war bei uns auch die anstrengende Einschlafphase. Nur Mut, das wird besser! Am besten wirklich mit einem Schläfchen zum Üben beginnen, die anderen wie immer im Tuch. Dann ändert sich nicht zu viel auf einmal fürs Kind. Und dann nach und nach ausweiten. Das ging bei uns sehr gut.

Bei uns war es so, dass sich die Strampelmaus abends überhaupt nicht hat beruhigen lassen, er war einfach total überdreht und hat nur noch geschrien. Einschlafstillen ging zwar, sobald ich ihn in sein Bett legen wollte, war er aber sofort wieder wach. Wir haben es dann wirklich so gemacht, dass ich zu einer bestimmten Zeit erst mit ihm gekuschelt habe, ihn dann gestillt habe, ein Gute-Nacht-Lied gesungen habe und dann wach ins Bett gelegt habe. Dann hat er an den ersten Tagen zwar sofort angefangen zu weinen, aber nicht lange. Zuerst bin ich immer im Raum geblieben, das hat es aber nur schlimmer gemacht. Also haben wir es so gemacht, dass ich immer ganz kurz raus gegangen bin und wenn er sich dann beruhigt hat, war es gut, hat er weiter geweint, bin ich nach 30 sek -1 min wieder reingegangen, habe ihn gestreichelt, mit ihm geredet, bin dann wieder raus usw. Die erste Woche war es schwer, aber dann hatte er das verstanden. Er hat sich dann nach dem Abendritual ins Bett legen lassen und ist eingeschlafen. Die Regelmäßigkeit war wichtig und auch unsere Abwesenheit! Er konnte einfach nicht einschlafen, wenn jemand neben seinem Bett saß oder stand. Das hätte ich nie gedacht. Das ist auch nur durch Zufall mal aufgefallen. Er weinte und ich musste schnell zur Haustür. Als ich wieder zurück wollte, hatte er sich auf einmal beruhigt.
Mama mit großem Sohn (02/15) und kleinem Sohn (07/19) und kleinem Sternchen (09/18)
Benutzeravatar
MamaMonster
Dipl.-SuT
Beiträge: 5347
Registriert: 03.03.2015, 12:10
Wohnort: Schweiz

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von MamaMonster »

Ich schreibe hier auch mal mit, wir hatten auch lange ein Dauertragebaby. Tagsüber hat er noch bis fast mit 10 Monaten nur im Tuch geschlafen. Lange musste ich dazu auch stramm marschieren, irgendwann klappte konnte ich mich nach dem Einschlafen auf den Schaukelstuhl setzen und noch später (als deutlich älter, als bei deinem Baby), konnte ich ihn ablegen. Abends habe ich ihn in den Schlaf gestillt und dann noch eine Weile gehalten. Erst später habe ich ihn hingelegt. Beim Papa einschlafen klappte nur im Tuch.

Wenn du ihn in den Schlaf stillst und auf dir behältst, wacht er dann auch immer wieder auf? Ich würde das öfters versuchen, das ist bequemer als Dauertragen. Wenn der Monsterjunge (oft so nach 20 Min) wieder aufgewacht ist, habe ich ihm einfach wieder die Brust gegeben und er ist sofort wieder weggenickt. Danach hat er meist länger geschlafen und ich konnte ihn dann oft auch ablegen. Hast du das mal versucht?

Die Tragezeit war sehr anstrengend, aber ich denke, dass der Kleine das einfach gebraucht hat und bin froh, dass er seine Bedürfnisse so vehement eingefordert hat. Ich hätte es sonst nicht verstanden und viel weniger auf seine Bedürfnisse geachtet. Inzwischen ist er übrigens ein sehr zufriedenes Kind und ein problemloser Schläfer.

Ich kann verstehen, wie anstrengend das für euch ist, aber ihr findet bestimmt euren Weg. Übrigens, je mehr ich mich innerlich mit der Situation abgefunden habe und mich auf seinen Weg einlassen konnte, desto leichter wurde es für mich. So braucht man auch weniger Energie, auch wenn ich den Aufwand nicht kleinreden möchte.

Und ein unruhiger Schlaf ist nicht unbedingt etwas Schlechtes. So ist zB das Risiko für SIDS bei Babys kleiner, wenn sie in der Nähe der Mutter schlafen, WEIL sie unruhiger schlafen (und somit leichter erweckbar sind). Und wenn dein Kind im Schlaf Meckergeräusche macht, verarbeitet es vielleicht auch gerade etwas? Das muss nichts am Tuch liegen...




MamaMonster mit Monsterjungen 7/14 und Bauchbaby 2/17
Gesendet von iPad mit Tapatalk
MamaMonster mit Goldjungen (7/14) und Goldmeitli (2/17)
Blog:www.goldwaendlerin.ch
dingsda
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 293
Registriert: 18.01.2016, 12:49

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von dingsda »

hallo,

ich hatte zwischenzeitlich auch ein dauertragebaby, jetzt ist er nur noch ein ich-schlaf-nur-beim-tragen-ein-baby.

es begann kurz nach dem 5-wochen-schub. stillen war zu dem zeitpunkt sowieso ganz schwierig, in paar minuten hat er seinen hunger weggetrunken und dann war es nur noch ein kampf an der brust. Stillen zum runterkommen hat plötzlich gar nicht funktioniert, hat ihn sogar mehr in rage gebracht. so kann man natürlich nicht einschlafen.
also blieb mir nur das TT zum beruhigen und einschlafen. zum glück musste ich nicht die ganze zeit herumlaufen wenn er geschlafen hat. ich durfte mich hinsetzen, essen ect und er schlief bis zu 3 stunden auf mir und meldete sich zwischendurch bei hunger.
abends funktionierte zum glück auch einschlafstillen.

nach kurzer zeit änderte sich das und er war im tuch nicht so zufrieden. der schlaf wurde unruhiger und kürzer. ich legte ihn dann immer schlafend ins bett und stillte ihn schnell damit er weiterschläft. das hat oft funktioniert und so konnte ich sogar im haushalt mehr schaffen.

auch das änderte sich leider und es begann ne schwierige zeit. ablegen und nach dem stillen weiterschlafen ging nicht mehr, im tuch weiterschlafen ging auch nicht mehr, und auch das einschlafen im tuch ging nur mit etwas heulen. nur nachts lief es ganz gut (alle 2 stunden stillen und sofort weiterschlafen). am ende sah unser tag nach dem aufwachen morgens ungefähr so aus: 10 minuten zufriedenes baby, dann müde und ne dreiviertel stunde im tuch heulen (kein brüllen am stück, aber immer wieder ein aufheulen, wenn man dachte jetzt schläft er endlich ein), halbe stunde schlafen und wieder von vorne.

ich war langsam am verzweifeln. mein mann hat immer wieder versucht mich zu beruhigen, dass es nur ein phase sei. aber es schien von woche zu woche schlimmer zu werden. jedes mal wenn ich mich auf etwas eingestellt hatte wurde es wieder anders, schlechter.

und dann wurde es ca. in der 13./14. woche endlich besser. war fast von einem tag auf den anderen und wird seitdem immer besser. nun muss ich nur noch zum einschlafen tragen. ohne geheule schläft er in ein paar minuten ein (außer er hatte wirklich viele eindrücke oder ist total übermüdet) und ich kann ihn bald ins bett legen, schnell stillen und dann schläft er weiter. inzwischen sind auch die wach- und schlafphasen länger und regelmäßiger (das stillen zähl ich mal nicht als schlafunterbrechung).
manchmal funktioniert das einschlafen nun auch mit der nonomo federwiege. so z.b. in der nacht. da passiert es nämlich noch oft, dass er richtig wach wird, weil er stuhlgang hat. da stillen nicht zum einschlafen führt musste ich früher noch 1-2 mal jede nacht aufstehen und ihn rumtragen. nun muss ich zwar immer noch aufstehen aber im reicht die federwiege und ich kann nebenbei fast wieder pennen auf meinem sessel. manchmal reichen da sogar 5 minuten, solange brauchte ich früher schon mindestens um ihn einzubinden.
ich denke die federwiege ist dann ok, wenn er nicht soviele eindrücke zu verarbeiten hat. das ist ja nachts so. da ist er ja grad mal ein paar minuten wach gewesen. oder auch morgens manchmal wenn er nur kurz rumgetollt hat und ich schnell auf seine müdigkeitssignale reagiere. später am mittag/nachmittag braucht er dringend meine nähe (oder die meines mannes) um runter zu kommen. die gebe ich ihm gerne durch tragen solange er sie braucht.

Es wird besser. es braucht keine schlaf-lern-Programme bei denen man die Bedürfnisse des Kindes ignoriert. Ich konnte zwischendurch auch nicht dran glauben aber wirklich, es wird besser.

@februarkind: Der Unterschied zum Ferbern ist aber nicht groß bei deiner Anleitung, oder? Letztlich ist das doch auch nur schreien lassen, auch wenn du es nicht schreien sondern weinen nennst.
mit kleinem rabauken seit 2/2016
dingsda
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 293
Registriert: 18.01.2016, 12:49

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von dingsda »

Ach ja... Oft hilft uns die Dunstabzugshaube, der Staubsauger oder die white-noise-app bei ein- und weiterschlafen.
Und hilfreich ist natürlich das stillen im Liegen auf der Seite. Weglegen ginge bei meinem Sohn auch sehr schwer aber so liegt er ja schon in unserem Bett und ich muss mich nur noch wegschleichen.

Unser Sohn ist übrigens 20 Wochen alt.
mit kleinem rabauken seit 2/2016
MamaMia13
ist gern hier dabei
Beiträge: 50
Registriert: 26.02.2016, 10:23

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von MamaMia13 »

@MamaMonster: Dein Text hätte quasi 1:1 von mir stammen können. :lol:
verena2222
hat viel zu erzählen
Beiträge: 194
Registriert: 03.03.2016, 10:31

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von verena2222 »

Hallo ihr Lieben,

wir versuchen jetzt seit Samstag, ihn tagsüber an das Schlafen im Bett zu gewöhnen. Abends nimmt der Papa ihn weiter zum Einschlafen ins Tuch und wenn er gar nicht auf dem Arm einschlafen möchte, dann mache ich das natürlich auch tagsüber.

Meine Frage hat gar nicht so viel mit Tragen zu tun, vielleicht habt ihr ja trotzdem ähnliche Erfahrungen gemacht. Das Einschlafen auf dem Arm klappt eigentlich ganz gut, meistens kann man ihn auch (beim 2. oder 3. Versuch ;-)) ablegen. Er wird aber spätestens nach 30 min wach. Dann ist kein Weiterschlafen möglich. Oft wird er auch während der 30 min ein paar Mal wach, dann nehme ich ihn ein paar Minuten auf den Arm und kann ihn wieder ablegen. Oft schreit er auch sehr doll plötzlich aus dem Schlaf heraus los, beruhigt sich aber auf dem Arm sofort. Falls eure Kinder sich ähnlich verhalten haben, wurde das irgendwann bzw. nach absehbarer Zeit besser? :-/

Die Federwiege mag er leider nicht, Einschlafstillen bringt uns leider nicht weiter, weil das Problem ja nicht das Einschlafen ist, sondern das Weiterschlafen...

Ich denke inzwischen, dass er sich einfach an die Bewegung im Tuch gewöhnt hat. Anfangs durften wir uns ja auch hinsetzen, wenn er im Tuch eingeschlafen war. Das geht ja jetzt nicht mehr und wahrscheinlich ist es genau diese Gewöhnung, die ihn auch immer wieder beim im Bett Schlafen wach werden lässt.

Ich würde mich freuen, wenn ihr zu seinem Schlafverhalten eure Erfahrungen mit mir teilen würdet, auch wenn es eigentlich nicht richtig in dieses Forum gehört :-)

LG Verena
februarkind16
Profi-SuTler
Beiträge: 3006
Registriert: 31.08.2015, 14:34

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von februarkind16 »

Hmm, ich habe mal gelesen, dass die Kinder sich merken, wo sie einschlafen (also z.B. auf deinem Arm). Sie werden dann schlafend ins Bett gelegt und wissen aber ja nichts davon, dass sie jetzt da sind. Ca. alle 45 min haben sie wohl eine Schlafphase, die nicht so tief ist. Normalerweise dreht man sich als Erwachsener dann einfach um und schläft weiter. Das Kind registriert dann aber, dass es nicht mehr da ist, wo es eingeschlafen ist (also nicht mehr auf deinem Arm) und dann schreien sie los, weil ja was nicht stimmt. Demzufolge wäre es am sinnvollsten, das Kind in seinem Bett einschlafen zu lassen, du könntest es ja auch dabei streicheln, damit es nicht alleine ist.
Aber wie gesagt, das habe ich gelesen und ob das nun des Rätsels-Lösung ist, weiß ich nicht. Wir hatten diese Probleme aber wirklich nicht mehr, seit mein Kind alleine einschläft ;-).

Was bei uns noch manchmal vorkommt: ab und an haben wir auch Phasen, wo mein Kind nach 30 min brüllend aus dem Schlaf hochschreckt! Anfangs wusste ich immer gar nicht, was los ist. Jetzt wissen wir, dass das immer ist, wenn ihm die Zähne weh tun (also die noch durchkommen wollen ;-)). Wenn er das mehrere Mal immer wieder hat, gebe ich ihm ein Schmerzmittel und dann ist für den Rest der Nacht auch Ruhe.
Mama mit großem Sohn (02/15) und kleinem Sohn (07/19) und kleinem Sternchen (09/18)
Benutzeravatar
karibe
gehört zum Inventar
Beiträge: 575
Registriert: 03.02.2016, 10:32

Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von karibe »

ich hab nur kurz zeit, lies dir mal die artikel bei gewünschtestes wunschkind durch. da ist auch was zum schlafe. das mit dem schreien hatten wir auch ne zeit, haben es sogar beim arzt und osteopathen abklären lassen, ist von alleine weggegangen.

meiner hat 38minütige schlafphasen, nach der zeit wird kurz gecheckt, ob alles ok ist. wenn ich daneben bin, dann wird weitergeschlafen. du musst mal bei deinem gucken, wann er das macht und dann über diese phase da sein, 3-5 minuten reichen meist.


von Unterwegs mit J. seit 11/15
mit J. seit 11/15 :)
Antworten

Zurück zu „Trageforum“