13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

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deidamaus
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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von deidamaus »

Unilein hat geschrieben:So, die letzte Mumi ist direkt nach dem Abpumpen verfüttert worden. Sie bereiten jetzt Pre für das nächste Mal vor. So richtig will ich das nicht Aber als Alternative sehe ich aber aktuell nur dass sie hungert oder dass ich sie dauerfüttere bis sie einschläft, was ja kein Garant dafür ist, dass sie dann nicht mehr hungrig ist.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Stillrproben ganz korrekt sind.
Also Pre. Zuhause steigen wir dann auf stillfreundliche Methoden um und versuchen parallel, die Milchmenge aus der Brust zu erhöhen. Eine Waage werden wir uns wohl auch kaufen.
Wenn du dabei Begleitung von mir möchtest, sag einfach Bescheid. Ich helfe dir gerne.
Ja, ich hatte der Schwester das Füttern erlaubt. Habe die Zeit genutzt, euch zu schreiben.
Dann ist ja okay. Ich hätte meinen Kindern nur unter Tränen eine Flasche geben können.
Ich weiß nicht, wann sie uns gehen lassen. Ich hoffe, morgen vormittag.
Wie oben schon jemand geschrieben hat, du kannst jederzeit gehen. Und es gibt ja keinen Grund mehr zu bleiben, oder?

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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von EUHswFu »

Hallo,
Ich möchte dir einen dicken Knuddel da lassen, wenn ich darf :-)
Und ich möchte meine Bewunderung aussprechen. Es liest sich echt stressig und ich finde es einfach toll, dass du weiter dranbleibst. viele hätten schon aufgegeben.

Nach Blockaden solltest du gucken lassen.. ja, und auch nach dem Gaumen...

Ich werde hier weiter mitlesen und wünsche dir alles gute!
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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von Unilein »

danat hat geschrieben:Ach so, du hast oben noch geschrieben, "oder ich müsste sie dauerfüttern bis sie schläft" ... Äh, ja klar :D ... clustern ... machen ganz viele Babys, oft abends. Ist ganz normal und regt die Milchbildung weiter an. Sie beruhigt und reguliert sich ja auch an der Brust und will da nicht immer nur aus purem Hunger ran, sondern weil es auch einfach der schönste und sicherste Ort der Welt ist für so ein kleines Würmchen.
Liebe Danat, da hast du mich falsch verstanden. Ich habe prinzipiell kein Problem damit, habe das ja auch zuhause so gemacht. Da ich sie aber offenbar aktuell nicht satt bekomme, ist meine Angst, dass sie sich an der Brust müde nuckelt und über den Hunger hinweg tröstet, und wir dann weiter in die Abwärtsspirale gewichtstechnisch kommen.
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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von Unilein »

deidamaus hat geschrieben: Ich glaube nicht, dass dein Baby hungert. Ich denke eher, dass die Stillproben nicht die korrekten Werte ergeben. Ich würde kein Pre mehr zufüttern lassen und einfach stillen und morgen früh gehen. Es gibt doch keinen Grund mehr zu bleiben, oder?
Ich mache die Stillproben ja selber. Ich achte immer darauf, dass die gleiche Menge "Verkabelung" mit auf der Waage liegt. Wenn die Waage ungenau messen würde, (sei es durch mein Verschulden oder nicht, dann müsste die Differenz ja auch mal in die andere Richtung schwanken. Also angenommen sie tränke in Wirklichkeit 30g, dann würde ich ja nicht immer aus Versehen 20g zu wenig wiegen, sondern auch mal 20g zu viel.

Ich wünschte mir ja sehr gerne, dass die Stillproben irgendwie falsch wären, aber ich weiß beim besten Willen nicht, wie das passieren sollte.

Warum sie uns noch hier behalten? Ich denke mal, es soll erst ein Weg gefunden werden, dass sie von mir zuverlässig ernährt werden kann, so dass sie zuhause nicht wieder an Gewicht verliert. Das finde ich ja prinzipiell auch sinnvoll. Was auch immer genau die Ursache für unseren Abwärtstrend war, sie ist ja nicht behoben worden. Wenn sie zuhause auch immer nur 10g pro Mahlzeit getrunken hat und das der Grund ist, dass sie letztendlich am Freitag so schlapp war, dann muss sich ja etwas ändern, damit wir nicht in drei Tagen wieder hier stehen. Aber Pre zufüttern kann ich tatsächlich auch zuhause, insofern habe ich ja vielleicht Glück und muss nicht entgegen ärztlichen Rat gehen. Der Bili-Wert wurde bisher nicht nochmal kontrolliert. Machen sie ja vielleicht noch vor der Entlassung.

Jetzt die guten Nachrichten: Nachdem ich komatös in einen 2-stündigen Schlaf gefallen bin, hat sich die Milchproduktion anscheinend etwas erhöht. Das Baby hat vermutlich 15g getrunken und ich konnte danach rechts fast 30ml und links fast 20 abpumpen (sonst immer so 20-30 insgesamt und 2h vorher war quasi nichts gekommen) Diesen Erfolg habe ich direkt mit einem Malzbier (igitt!) und einer großen Portion Lanolin gefeiert.

Das Baby hat derweil 70ml Pre gekriegt. Sie wäre auch mit 20ml zufrieden gewesen und eingeschlafen (die ersten 20 hab ich selbst gefüttert) und ich habe echt mit mir gehadert, ob ich den Rest weglassen soll oder nicht. Aber so sind wir ja überhaupt hier gelandet. Ich habe mir und dem Baby vertraut, dass sie sich genug holt und ich ihr genug geben kann und das hat nicht gestimmt. Also habe ich die Schwester ihr den Rest füttern lassen und in der Zeit abgepumpt. In der Hoffnung, dass das die richtige Entscheidung war und sie sich vielleicht ein bisschen daran gewöhnt, viel im Bauch zu haben und dann auch mehr an der Brust trinkt. Ich hoffe, da kann mir morgen meine Hebamme ein bisschen die Ungewissheit nehmen, wie sehr ich nun nach Babys Gefühl gehen darf und wie sehr ich auf Gramm/ml achten muss.
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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von Unilein »

29.06. 3520g Geburt KH
1.7. 3310g Hebamme
4.7. 3400g Hebamme
6.7. 3500g Kinderarzt (U2)
8.7. 3400g Hebamme
10.7. 3300g KH
11.7. 3500g KH
11.07. Abends 3545g KH
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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von Unilein »

Habe gerade den Link zur Brustkompression gelesen. Da wird das richtige Saugmuster als „Mund weit öffnen – Pause – dann Mund schließen“-Saugmuster beschrieben. Gibt es ein YouTube Video, auf dem man das gut erkennen kann?
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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von koalina »

Unilein hat geschrieben:Ich wünschte mir ja sehr gerne, dass die Stillproben irgendwie falsch wären, aber ich weiß beim besten Willen nicht, wie das passieren sollte.
Vorab: Ich MUSSTE Stillproben machen, ärztlich verordnet. Man sollte das UNBEDINGT VERMEIDEN. Sie haben unsere Stillbeziehung sehr belastet!

Die Stillproben waren echt kurios. Es gab eine, da hat Krümel getrunken, sogar Milch aus dem Mundwinkel fließen lassen: 20g. Später hatten wir eine, wo ich dachte er tränke "nichts" mit 70g.

Wenn es machbar ist: besorge dir eine Babywaage, nimm Kontakt mit Hebamme und KiA und gehe nach Hause. Erkläre ihnen, das unter dem Druck im KH Stillen nicht möglich ist. Zuhause könnt ihr genauso PRE zufüttern... wenn du dich im KH sicherer/ wohler fühlst kannst du natürlich bleiben. WIR wären lieber zuhause und würden dort im Lieblingssessel stillen.

Das du wenig Abpumpen kannst sagt gar nichts über die Milchmenge aus. Meine Freundin hat Zwillinge problemlos voll gestillt, konnte aber max. 20ml abpumpen :roll:

Alles Gute euch!!!!
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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von koalina »

Unilein hat geschrieben:Habe gerade den Link zur Brustkompression gelesen. Da wird das richtige Saugmuster als „Mund weit öffnen – Pause – dann Mund schließen“-Saugmuster beschrieben. Gibt es ein YouTube Video, auf dem man das gut erkennen kann?
Gib mal das Suchwort "breast compression" bei youtu be ein. Bei mir kommt als 1. Treffer "Breastfeeding Breast Compression to Help get the Milk with Dr. Jack Newman". Den Link zu dem Video hatte mal irgendwann ein Stillmod gepostet, ich weiß aber nicht mehr wer und mag daher nicht verlinken.
(@Stillmods: Falls das Video doch nicht ok ist, bitte den Hinweis löschen! Danke!)

Deidamaus schieb es sicher schon: Malzbier bringt für die Milchbildung nicht viel. Was echt hilft ist Bockshornklee. Vielleicht magst du das Probieren? Die Stillberaterinnen hier begleiten dich sicher gern. Ein Kind hungern zu lassen würde hier KEINER tun.
Oberstes Gebot ist IMMER "feed the Baby".

Viele Grüße
koalina :piepmatz:
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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von jiu21 »

Zu den Stillproben möchte ich noch kurz schreiben, dass letztendlich ja die wöchentliche Zunahme deines Babys zählt und nicht die Stillproben an sich. Die können nur ein grober Anhaltspunkt sein. Es gibt sicher Kinder die gut bzw. normal zunehmen obwohl bei den Stillproben immer nur geringe Zunahmen zu verzeichnen waren... Zudem lässt sich von den Stillproben ja auch nur schwer auf die tatsächlich aufgenommene Kalorienzufuhr schließen, da sich MuMi (im Gegensatz zu Pre) während des Stillens verändert.
Weiterhin viel Kraft und ein hoffentlich bald entspannteres Stillen :)
mit einem Sohn 08/2014
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deidamaus
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Re: 13 Tage altes Baby an Infusion. Pre unausweichlich?

Beitrag von deidamaus »

Unilein hat geschrieben:
deidamaus hat geschrieben: Ich glaube nicht, dass dein Baby hungert. Ich denke eher, dass die Stillproben nicht die korrekten Werte ergeben. Ich würde kein Pre mehr zufüttern lassen und einfach stillen und morgen früh gehen. Es gibt doch keinen Grund mehr zu bleiben, oder?
Ich mache die Stillproben ja selber. Ich achte immer darauf, dass die gleiche Menge "Verkabelung" mit auf der Waage liegt. Wenn die Waage ungenau messen würde, (sei es durch mein Verschulden oder nicht, dann müsste die Differenz ja auch mal in die andere Richtung schwanken. Also angenommen sie tränke in Wirklichkeit 30g, dann würde ich ja nicht immer aus Versehen 20g zu wenig wiegen, sondern auch mal 20g zu viel.
Ich Zweifel trotzdem an der Richtigkeit. Nicht daran, dass du etwas beim Wiegen falsch gemacht hast, sondern einfach, weil es bei mehrmaligem Wiegen direkt hintereinander passieren kann, dass das Baby unterschiedlich viel wiegt. War die Waage denn auf 5g genau geeicht?
Ich wünschte mir ja sehr gerne, dass die Stillproben irgendwie falsch wären, aber ich weiß beim besten Willen nicht, wie das passieren sollte.
Schon allein deswegen , weil Waagen auch nicht immer exakt wiegen. Hast du dein Baby mal vor und nach der Flaschengabe gewogen?
Warum sie uns noch hier behalten? Ich denke mal, es soll erst ein Weg gefunden werden, dass sie von mir zuverlässig ernährt werden kann, so dass sie zuhause nicht wieder an Gewicht verliert.
Zufüttern kannst du auch selber. Dafür brauchst du nicht da zu bleiben.
Das finde ich ja prinzipiell auch sinnvoll. Was auch immer genau die Ursache für unseren Abwärtstrend war, sie ist ja nicht behoben worden. Wenn sie zuhause auch immer nur 10g pro Mahlzeit getrunken hat und das der Grund ist, dass sie letztendlich am Freitag so schlapp war,
Vielleicht hat es was mit dem Erbrechen zu tun?
dann muss sich ja etwas ändern, damit wir nicht in drei Tagen wieder hier stehen. Aber Pre zufüttern kann ich tatsächlich auch zuhause, insofern habe ich ja vielleicht Glück und muss nicht entgegen ärztlichen Rat gehen.
Richtig.
Jetzt die guten Nachrichten: Nachdem ich komatös in einen 2-stündigen Schlaf gefallen bin, hat sich die Milchproduktion anscheinend etwas erhöht. Das Baby hat vermutlich 15g getrunken und ich konnte danach rechts fast 30ml und links fast 20 abpumpen (sonst immer so 20-30 insgesamt und 2h vorher war quasi nichts gekommen) Diesen Erfolg habe ich direkt mit einem Malzbier (igitt!) und einer großen Portion Lanolin gefeiert.
Trink das nächste Mal lieber etwas, was dir schmeckt. Ich habe es oben schon mal geschrieben. Malzbier bringt nichts für die Milchbildung. Probiere es mit Bockshornkleesamen als Kapseln. Anfangsdosis 2,7 g pro Tag aufgeteilt in drei Dosen.
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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