Meine Kleine ist ebenfalls ein dauernuckelndes Kind, das ohne Mama-Kontakt sofort wieder aufwachte. Ich versuch mal die Kurzfassung
Anfangs liegend im Beistellbett einschlafgestillt, aber Aufstehen, nachdem sie schlief, wurde von Woche zu Woche schwieriger. Sie wachte schnell wieder auf und wir fingen von vorne an.
Nachdem sie eines Abends still und heimlich solange im Bett rumgewuselt ist, dass sie vom Ehebett fiel (nix passiert), bekam sie im Kinderzimmer ein richtiges Babybett und sollte von nun an zumindest abends dort schlafen (ich holte sie nachts, wenn ich schlafen ging, dann zu mir ins Bett). Tja, einschlafstillen im Liegen war jetzt also nicht mehr, so setzte ich mich mit ihr auf ein dickes Kissen am Boden und stillte sie dort, bis sie einschlief und legte sie in ihr Bett - wo sie oft sofort oder nach wenigen Minuten wieder aufwachte...und nochmal von vorne. Dann fing sie an, schon aufzuwachen, wenn ich vom Boden aufstand, also einschlafstillte ich von nun an im Stehen (ging anfangs ganz gut, weil sie ein Leichtgewicht ist) und hatte irgendwann raus, wie ich sie in meinem Arm drehen musste, um sie hinzulegen (Bauchschläferin).
Das ging ein paar Wochen ganz gut, dann wurde sie immer schneller wach oder ließ sich gar nicht erst hinlegen. Ich stand ewig in diesem dunklen Zimmer, war nervlich und körperlich am Ende. Also kauften wir einen Sessel, in dem ich sie nun stillte und wartete, bis sie schlief. Aufstehen und hinlegen ging problemlos...für einige Zeit, dann das gleiche Spiel wie immer...wach, stillen, aufs Schlafen warten, hinlegen...vor einigen Wochen war es dann so extem, dass sie teilweise jede Stunde wieder aufwachte und eine halbe Stunde zum Stillen und Einschlafen brauchte, schnell wieder aufwachte. Ich hatte eigentlich keine Zeit mehr für mich, sondern war nur noch mit Stillen und Kind hinlegen beschäftigt.
Dann kam der Punkt, an dem ich sicher war, das nicht mehr lange aushalten zu können, ich wurde zunehmend genervter und bemerkte eine Aggressivität in mir, das wollte ich nicht mehr und beschloss, dass es an der Zeit war, sie nicht mehr zum Einschlafen zu stillen, sondern ihr zu helfen, alleine in ihrem Bett einzuschlafen (ich hatte es die Wochen und Monate vorher schon öfters versucht, aber oft dann doch halbherzig irgendwie, klappte natürlich nicht).
Da sie schon anderthalb Jahre ist und ziemlich viel versteht, hab ich ihr abends beim Wickeln erzählt, dass wir ab heute nur noch im Wohnzimmer stillen nach dem Wickeln und ich sie dann ins Bett bringe und bei ihr bleibe, bis sie schläft, sie aber dabei nicht mehr trinken kann.
Ab hier zitiere ich mal aus einem anderen Forum, in dem ich aktiv bin:
Ich denke, es war für uns beide der richtige Zeitpunkt, sie schläft seitdem viel ruhiger und länger (sonst gab es hier kaum Mittagsschlaf, mal 20min, mehr nicht) und ich bin sehr viel ausgeglichener und ruhiger.Natürlich war es die ersten beiden Tage für sie unglaublich schwer, zur Ruhe zu kommen, aber immerhin akzeptierte sie gleich am zweiten Tag, dass ich sie nicht mehr aus dem Bett holte, sondern sie dort beruhigte. Es kam vor, dass sie im Sitzen weinte und jammerte und dann dabei einschlief...sitzend, mit dem Kopf an die Stäbe gelehnt, einmal hat sie sogar ihr Gesicht in die Stäbe gedrückt. Das war ein Bild, ich musste mich so beherrschen, nicht laut zu lachen![]()
Nach ein paar Tagen weinte sie nicht mehr beim Hinlegen und zwei weitere Tage später legte sie sich einfach selber hin. Jetzt sieht es so aus, dass wir nach dem Stillen ins Kinderzimmer gehen, die Jalousie runterlassen, das Nachtlicht anmachen und sie auf meinem Arm noch etwas kuschelt, während ich singe. Danach lege ich sie hin und muss nur wenige Minuten warten, bis sie schläft. Manchmal wartet sie das Singen auch gar nicht ab, sondern wirft sich fast von meinem Arm ins Bett![]()
Und jetzt haben sich hier einige Dinge sehr verbessert: sie schläft auch mittags so ein und das oft für eine Stunde und abends schläft sie meist von acht bis Mitternacht oder auch mal länger. Ich lasse sie nun auch in ihrem Bett, bis sie das erste Mal wieder wach wird (bisher hab ich sie ja nachts immer schlafend mit rübergenommen). So kommt es tatsächlich vor, dass dieses Kind es auf 6 (in Worten SECHS!!!) Stunden Schlaf am Stück bringt.[...]Noch habe ich mich nicht dazu durchringen können, sie nachts im Kinderzimmer zu stillen und dann wieder hinzulegen, wobei das vermutlich für uns beide ruhigere Nächte geben würde. Aber das mach ich oft im Halbschlaf, dass sie dann einfach rüberhole...damit ich schnell wieder schlafen kann :rot: Mal sehen, ob und wann wir da was ändern.
Sie hat zwar auch jetzt Abende, wo sie nach dem Hinlegen nicht zur Ruhe kommt und dann nochmal nach der BRust fragt. Die bekommt sie dann auch im Kinderzimmer, aber wenn sie fertig ist, dockt sie ab und zeigt mir, dass sie ins Bett will.
Damit habe ich nieeeemals gerechnet und ich bin froh, meinem Gefühl gefolgt zu sein.
Deine Süße ist noch so klein, es wird sich immer wieder irgendwas ändern und du wirst es dann für euch passend ändern, folge deinem Gefühl und dem Verhalten deines Kindes!