Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

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Jure
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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von Jure »

hast du die Möglichkeit, dass dein Mann die Kleine ins Bett bringen kann?
Bei uns ist es auch so (Kind ist jetzt 9 Monate alt), dass sie nur das Einschlafstillen toleriert hat. Auch sonst kam sie seit sie 3 Monate alt ist alle 2 Stunden (in besonderen Nächten auch öfter).
Sie hat auch immer nach dem Einschlafen gemerkt, wenn ich wieder aufgestanden bin und ist dann sofort aufgewacht...
Gerade hat mein Mann Elternzeit und wir haben ausprobiert, dass er sie ins Bett bringt (sie schläft bei uns im Bett). Ich habe sie ganz normal gestillt, nur eben im Wohnzimmer und er hat die bei uns üblichen Abendrituale im Bett gemacht, mir ihr noch ein wenig gespielt im Bett und geschmust. Das erste mal hat sie schon ein wenig Theater gemacht, hat sich aber gut beruhigen lassen (ich bin auch extra nicht dazwischen gegangen). In der Nacht bekommt sie natürlich ganz normal die Brust, inzwischen kommt sie aber "nur" noch 2-3 Mal.
Also unsere Erfahrung ist, dass wenn ich nicht da bin, auch der Papa sie beruhigen kann, hauptsache es liegt jemand neben ihr.
Wenn ich sie ins bett bringe, stille ich sie trotzdem, da sie das sonst nicht akzeptieren würde ;-). Sie kann sehr gut unterscheiden, wann es die Brust gibt und wann es nicht möglich ist.
Inzwischen kann ich wieder aufstehen nach dem Einschlafen und noch etwas für mich machen, was mir wieder gut tut.
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August
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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von August »

...das wäre mal auszuprobieren.... :D
.....Ist aber auch ein Stück loslassen,gell.... :oops: das fällt mir auch ganz schön schwer-muss ich zugeben.....
Aber dann darf ich auch nicht jammern,ich weiss :wink:
Aber das werde ich heute Abend mal ansprechen und einfach mal testen....
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kiki18
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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von kiki18 »

Huhu ihr,
Ja, die Diskussion geht weiter. ;-)
Bei uns hat sich nicht allzu viel geändert. Wir machen hier seit längerem nicht mehr Einschlafstillen, zum einen, weil wir eh so viel mit Blähungen zu kämpfen haben und wir so das eine Bäuerchen noch "mitnehmen" können. Sprich, ich stille sie im Sitzen, Bäuerchen, dann in den Schlaf hopsen auf dem Pezziball. Naja, und zum andern bin ich immer selber nach dem Einschlafstillen im Liegen so müde geworden, dass es ne Qual war, danach nochmal aufzustehen. Aber momentan wird die Maus schon um 18 Uhr quengelig und da will ich ja nun doch noch nicht ins Bett.
Irgendwelche Versuche weniger zu stillen habe ich nicht unternommen. Zu müde dafür... :?
Katha hat geschrieben:Meist sind wirklich die Schlafphasen nach dem 1. Aufwachen am Längesten
Bei uns leider nicht. :wink: Wir haben hier komplett Ein-Stunden-Abstände, maximal zwei.
Länger schläft die Maus nur beim Dauernuckeln. Klar, es ist ja die Brust, die sie braucht, und wenn die schon da ist, schläft sie einfach weiter. Am erholsamsten sind also hier die Nächte, bei denen ich vor Erschöpfung während des Stillens einschlafe. Im Halb-Wach-Zustand kann ich das Dauernuckeln nicht haben, da docke ich dann ab und sie wird ne Stunde später wieder wach. :roll: Und ans Dauernuckeln gewöhnen will ich sie halt eigentlich auch nicht, sonst wird ja irgendwann mal ein Reduzieren/Gordon noch schwerer.
Ich wusste nicht, dass es bei Gordon auch ums Reduzieren geht. Ich dachte immer, das Gordon-Programm geht nur ums komplette nächtliche Abstillen. Und dass dies unter 12 Monaten nicht empfehlenswert ist, ist mir klar. Ich hätte auch gern mal ne Quelle, dass nächtliches Reduzieren auf Abstände von 2-3 Stunden schädlich ist. Kann mir das nämlich irgendwie nicht vorstellen, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. :)
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Katha
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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von Katha »

Hm, also die meisten Kinder brauchen durchschnittlich 8-12 Stillmahlzeiten tgl. um gut zu gedeihen.
Manche brauchen also mehr. Also könnte dann das nächtliche Stillen einfach fehlen.
Abgerichtet bin Nicht-Expertin (hoffe, die Mods melden sich nochmal)
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"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
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Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von kiki18 »

Ja, das kann natürlich sein. Mich würde auch mal die Meinung einer Expertin interessieren...
Dass der Papa sie ins Bett bringt, funktioniert bei uns irgendwie gar nicht. Sie ist eine totale Mama-Schläferin. Selbst, wenn Papa exakt das gleiche Programm fährt, brüllt sie wie am Spieß. Scheinbar ist es nicht egal, WER da mit ihr auf dem Pezziball hopst... :roll: Und auch, wenn sie, bevor ich ins Bett gehe, alle 30 Minuten wach wird, kann sie der Papa nicht einschuckeln, da muss Mama her.
Ich muss auch oft aufpassen, dass ich nicht allzu genervt werde... Aber es stimmt, bei Tageslicht relativiert sich dann alles.

Was bei mir hilft ist nur: Situation akzeptieren, nicht hinhören, wenn alle andern Mamas im real life von ihren Nächten erzählen ("Wie schrecklich, heute ist XY wieder um 3 Uhr mal wach geworden und wollte stillen" :evil: ), mich hin und wieder hier im SuT versichern, dass es gaaaanz viele andere Kids gibt, die genau so ticken wie meine und ich nicht allein auf weiter Flur bin. Tagsüber schlafen ist hier auch etwas utopisch, da haben wir nämlich nur 30-Minuten-Schlafzyklen.
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August
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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von August »

Hallo Kino...also auch immer noch leidensgenossin :wink:
Also, ich glaube nicht dass das reduzieren bzg der Mahlzeiten/Nahrungsaufnahme/Flüssigkeit schädlich ist (!!vorausgesetzt man hat ausreichend stillmahlzeiten!!!) Sondern sehe es eher im psychologischen Bereich schwierig....
Die Zwerge kennen ja noch kein gleich,später,in einer Stunde,Du hast doch eben erst getrunken.......und ich glaube das es somit schwierig wäre zu reduzieren.wie sollen die Zwerge das verstehen??.....die Alternative wäre das nächtliche abstillen,nach der Devise-ganz oder gar mich-hab sicherlich eine höhere Akzeptanz hat als...mal bekommst du die Brust und dann wieder nicht....
Aber das kommt für mich nicht in Frage!!
Aber ich würde mich freuen wenn meine Theorie (ohne jegliches Fachwissen) widerlegt werden würde :wink: dann gebe es vielleicht nämlich noch eine Alternative für uns :)
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August
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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von August »

Kino??? Kiki...meinte ich :lol:
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kiki18
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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von kiki18 »

Ja, das müsste dann schon was sein, was ganz schnell und ohne Tränen beruhigt. Ich habs ja mal ne Nacht durchgezogen: Wenn ich die Kleine nur schnell auf den Arm nehme, wenn sie dabei ist wach zu werden, ihr den Schnuller gebe und sie schuckle, schläft sie problemlos weiter.
Das ist nun natürlich eine Sache, die nicht auf die Dauer Sinn macht, ist anstrengend, und ich habe auch zwischendurch nicht gut geschlafen, weil ich immer auf die Zeichen des Wach-Werdens gelauert habe. Wenn es allerdings so wäre, dass sich nach 3-4 Nächten ein neuer Rhythmus einstellt und sie dann gar nicht mehr wachwird, wär das natürlich der Lotto-Jackpot... :wink: Bei Gordon ists ja doch auch so, dass man drauf spekuliert, dass die Kleinen nach einigen harten Nächten durchschlafen oder zumindest ganz selten mal aufwachen.
Ich glaube aber inzwischen, dass das bei meiner Süßen nicht funktionieren würde. Sie geht momentan gegen 18 Uhr ins Bett und wird alle 30 bis 60 Minuten wach, obwohl ich sie da dann nicht stille, sondern nur kurz hochnehme und schaukle. Wenn das also funktionieren würde mit dem neuen Rhythmus, würde sie ja in dieser Phase auch schon länger schlafen, denk ich mal. Etwas besser schläft sie dann erst, wenn ich danebenliege und die Brust in Reichweite ist. :lol:
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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von 08u11 »

August hat geschrieben: Die Zwerge kennen ja noch kein gleich,später,in einer Stunde,Du hast doch eben erst getrunken.......und ich glaube das es somit schwierig wäre zu reduzieren.wie sollen die Zwerge das verstehen??.....die Alternative wäre das nächtliche abstillen,nach der Devise-ganz oder gar mich-hab sicherlich eine höhere Akzeptanz hat als...mal bekommst du die Brust und dann wieder nicht....
Theoretisch kann ich Deine Theorie widerlegen. Die Frage ist allerdings, was Dir das Praktisch hilft. Das mit Mal Stillen und mal nicht funktioniert nur, wenn letztlich das Kind entscheidet, wann Stillen dran ist. Hieß bei uns: Ich biete eine andere Beruhigunsmethode an und hoffe, dass das Kind drauf anspringt. Tut es das nicht, wird letzlich gestillt. Aber beim nächsten Mal eben wieder: erst andere Beruhigungsmethode anbieten, dann Stillen. Wie schnell Stillen: gute Frage, kommt auf Deinen Leidensdruck an, auf das Alter des Kindes (ist bei Dir ja noch recht klein), auf den Abstand vom letzten Stillen, ... . Irgendwann ist J. einfach wieder eingeschlafen - ohne Stillen. Heute läuft das bei uns so: irgendwann nach Mitternacht: J. wird unruhig: Mama Milch! Ich gebe ihm die Hand und sage in etwa: alles gut, Mama da. J. evt. nochmal: Mama Milch! Ich: Milch später ... . Oft schläft er dann wieder ein. Manchmal auch nicht, dann dauert das so lange bis ich wach genug bin, ihn vom beigetstellten Kinderbett zu mir rüber zu holen und anzulegen. Aber das ist dann 1x/Nacht.
Das Problem ist: Bis es soweit ist, kann das Ganze 2-3 Nächte dauern oder auch noch mehrere Monate. Bei meinen Jungs zumindest ging's im Alter von 6-7 Monaten eher wieder (vermeintlich) rückwärts. Aber klar, das ist nur eine Phase - viele Mamas hier haben schon geschrieben, dass die um ist, wenn das Kind krabbeln kann (das ist bei Euch ja hoffentlich nicht mehr lange).

Katha, Du bist keineswegs ein Alien. Ich finde Deine Herangehensweise gut. Für uns war sie nur leider nicht (ganz) passend.
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
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August
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Re: Erfahrungen mit "Nachts weniger stillen"?

Beitrag von August »

Hey kiki :)
Na,wie ist die Lage bei euch??
Bei uns immer noch stündliche Katastrophe :wink: oh man...gähn...wie lange hält man das nur durch.....
Ich sag immer,ich kann nicht mehr :cry: aber wirklich ne Alternative haben wir ja auch nicht...
Hoffe bei dir ist es mittlerweile entspannter....und vielleicht hast du ja den ultimativen tip :D
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