Ich stille seit Mitte 2009 und habe bisher nicht das Bedürfnis, meinen Körper wieder für mich zu haben. Ich finde nämlich, daß ich meinen Körper für mich habe. Mag sein, daß andere Frauen das anders sehen, aber ich fühle mich durch das Stillen überhaupt nicht fremdbestimmt. Bzw. ich empfinde das Stillen nicht als fremdbestimmter als alle anderen Tätigkeiten, die man nunmal mit Kindern erledigen muß. Klar, ab und an nervt es mich, genau so, wie mich auch mal eine Stinkewindel nervt, oder wenn mein Eßanfänger seine Banane überall verteilt, oder wenn meine Tochter zornig ist, und ich nicht verstehe, warum, oder, oder, oder... Aber diese Frustmomente habe ich beim Stillen nicht öfter als bei anderen Tätigkeiten. Im Großen und Ganzen finde ich es schön und freue mich daran, genau, wie ich mich über die ganzen anderen Dinge, die im Zusammenhang mit meinen Kindern stehe, freue. Deshalb habe ich ja Kinder bekommen, ich wollte ja das Zusammenleben mit meinen Kindern, mit allen Konsequenzen, die es nunmal bringt.
Um den ganzen Tag unterwegs zu sein, ohne abpumpen zu müssen, muß man nicht abstillen. Da reicht es ja, wenn das Kind groß genug ist und eher nicht mehr zur Nahrungsaufnahme stillt, sondern wegen der Nähe (beim Einschlafen z.B.).
Alkohol interessiert mich nicht (ich mag ihn nicht), ich trinke sowieso so gut wie nie etwas davon (nur bei irgendwelchen Gelegenheiten, wo man anstoßen MUß

), deshalb muß ich da nicht verzichten.
Bei Medikamenten das Gleiche, ich bin glücklicherweise gesund und nicht auf Medikamente angewiesen.
Nö, ich freue ich nicht auf's Abstillen. Ich bin gespannt darauf, weil es bedeutet, daß meine Kinder größer sind, sich in einer anderen Lebensphase als jetzt befinden, und ich dadurch neue Dinge mit ihnen erleben darf. Aber ich weiß jetzt schon, daß ich dann auch etwas wehmütig sein werde. Wie greenie bird schreibt, irgendwann ist es definitiv vorbei, also genieße ich es doch lieber, solange es dauert, als mich jetzt schon auf die Zukunft zu konzentrieren.