Ich möchte so gerne vollstillen!

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

jusl
Jusl Almighty
Beiträge: 16020
Registriert: 19.03.2007, 10:54
Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich Willkommen hier!

Da habt Ihr ja schon ganz schön schwierige Wochen hinter Euch. Ich kann sehr gut verstehen, dass Du Dir wünschst, ohne Probleme vollstillen zu können - wo Euer Stillstart schon so überschattet war von den Sorgen um Dein Baby.

Ich geh einfach mal der Reihe nach:
Mein Sohn, mittlerweile 8 Wochen alt, wurde direkt nach der (Haus-)Geburt auf die Intensivstation verlegt. Dort lag er im Inkubator, ohne Möglichkeit für mich, ihn zu stillen oder auch nur anzufassen. Erst am nächsten Tag durfte ich ihn zumindest zum Stillen auf den Arm nehmen und begann dann auch abzupumpen.
Die Trennung war sicher schlimm. :( Ein Still- bwzw. Pumpbeginn an Tag 2 ist für die Etablierung einer Milchbildung auf Vollstillniveau jedoch in aller Regel noch früh genug - viele gesunde Kinder, die bei ihrer Mutter bleiben können, stillen nur nach der Geburt ganz kurz und schlafen dann praktisch die nächsten 24 Stunden. Das häufige Stillen beginnt dann erst DANACH. Der leicht verspätete Stillstart war also höchstwahrscheinlich nicht Ursache für Deinen Milchmangel.
Ich habe in den Nächten alle 2 Stunden abgepumpt (20- 8 Uhr) sowie am Tag ca. zweimal und natürlich auch gestillt. Das Abpumpen war nicht sehr erfolgreich, denn ich habe pro Pumpvorgang zwischen 3 Tropfen und 5ml abgepumt. Die Milchmenge hat sich leider gesamten Zeit, die mein Sohn im Krankenhaus verbrachte, nicht erhöht.
Die Pumphäufigkeit war vorbildlich hoch, Hut ab, was Du da geleistet hast. Das Pumpmanagement ist also höchstwahrscheinlich nicht Ursache für Deinen Milchmangel gewesen. Konstant nur wenige ml als Pumpergebnis sind ein deutlicher Hinweis dafür, dass etwas nicht stimmt: entweder dafür, dass der MSR nicht erfolgreich ausgelöst wird (bei normaler Milchbildung reagieren die Brüste dann mit massiven Schwellungen und Stauungen, wenn die Milch über den MSR nicht hinausbefördert wird), oder dafür, dass ein medizinisches/hormonelles Problem vorliegt.
Des Weiteren glaube ich, dass ich keinen Milcheinschuss hatte, weil ich keinerlei Veränderungen an meinen Brüsten feststellen konnte.
Das ist ein zentraler Hinweis. Kannst Du Dich noch daran erinnern, ob Du in den ersten Schwangerschaftswochen deutliche Veränderungen an den Brüsten wahrgenommen hast? Deine Beobachtung jedenfalls, weist in der Tat auf einen fehlenden Milcheinschuss hin, und dies hat immer medizinische Gründe: Drüsenfehlbildungen (zu wenig Gewebe), Hormonstörungen, Plazentareste in der Gebärmutter, die den Milcheinschuss hormonell unterdrücken.
habe ich genau 4 Tage vollgestillt. In dieser Zeit hat mein Sohn erst sehr viel geweint, dann viel geschlafen. Nachdem er von der Hebamme gewogen wurde, stellten wir fest, dass er innerhalb der kurzen Zeit 350g abgenommen hatte. Aus diesem Grund fütterten mein Mann und ich ihn wieder mit der Flasche zu.
Das Zufüttern war auch 100% richtig. Es muss davon ausgegangen werden, dass Dein Baby nicht annähernd genug Milch an der Brust bekam.
Deshalb begann ich mit verschiedenen Maßnahmen, um die Milchmenge zu erhhöhen: Wechselstillen, Brustmassage, 1-2 Abpumpen (Doppelpumpe) täglich zusätzlich zum Stillen, Malzkaffee, alkoholfreies Weißbier, 3 Tassen Stilltee, Bockshornkleesamen, Phytolacca. Das alles setze bis heute ein, doch es nichts, rein gar nichts gebracht.
Da hast Du praktisch alles getan, was geht. Bei Frauen, deren Milchmangel keinen medizinischen Hintergrund hat, sind diese Maßnahmen ausgesprochen wirksam. Da sie bei Dir offenkundig nicht wirksam waren, teile ich komplett die Vermutung Deiner Hebamme:
Meine Hebamme meint, ich hätte nicht genügend Drüsengewebe.
Die Äußerung Deiner Gyn hingegen kann ich dagegen null nachvollziehen - immerhin kann ein Gyn fehlendes/nicht entwickeltes Drüsengewebe relativ einfach per Ultraschall diagnostizieren, das wäre keine große Sache gewesen:
Meine Gynäkologin ist nicht dieser Ansicht, ihr Allheilmittel ist: "Anlegen, anlegen anlegen."
Selbstverständlich ist Anlegenanlegenanlegen KEIN Allheilmittel. So ein Unsinn... Wer keine Brustdrüsen HAT, oder keine Prolaktinrezeptoren, oder keine intakten Nerven von Brust zum Gehirn usw., der braucht auch nicht anlegenanlegenanlegen, denn da kommt nichts!
Mittlerweile ist es so schlimm geworden, dass er bei jeder Mahlzeit die Brust verweigert und es wohl über kurz oder lang darauf hinausläuft, dass ich gar keine Milch mehr habe. Es würde mir ja schon reichen, wenn ich wenigsten noch abgepumpte Milch zufüttern könnte, aber ich gewinne max. 25ml Milch oder -so wie heute, obwohl er keinen Schluck getrunken hat- 2 Tropfen. Ich weiß nicht mehr weiter: Ich liebe es, trotz der ganzen Quälerei, mein Kind zu stillen. Ich habe mich in der Schwangerschaft unheimlich auf die Stillzeit gefreut und bin nun am Boden zerstört, dass ich ihn nicht einmal annähernd vollstillen kann.
Liebe sutnahpele, ich kann Deinen Wunsch so gut verstehen - das können sicher alle Mütter, die ihre Stillzeit genossen haben und wichtig finden und das Stillen klar als Teil ihrer mütterlichen Identität auffassen. Aber: bei manchen Frauen geht es nicht. Nicht alle Frauen können sehen, nicht alle können hören, nicht alle können auf zwei gesunden Beinen laufen, nicht alle können stillen. Nicht oder nicht annähernd genug Milch bilden zu können, ist genauso eine Körperbehinderung wie nicht laufen Können oder kein Baby austragen Können. Bei manchen Menschen sind eben nicht alle Organe vollständig gesund. Leider ist das so, und das ist traurig. Gefühle wie Trauer, Wut und Nichtakzeptanz sind ganz normal. Immer wenn Körperteile nicht so funktionieren wie sie eigentlich sollten, heißt es: Abschied nehmen. Von den Plänen, die man hatte, von allem, das man sich so schön ausgemalt hatte. Und vom Selbstbild auch - Du wollstest eine STILLMAMA sein, das wird wohl so nicht gehen...
Ich danke jedem, der das liest und mir vielleicht noch einen guten Tipp geben kann.
Also, so weh es tut: Deine Chancen auf voll- oder annähernd vollstillen, sind sehr gering, und das tut mir sehr leid. Evtl. könntest Du nochmal beim Gyn nach Plazentaresten schauen lassen, oder (bei einem GUTEN) Gyn (der sich damit auskennt!) einen Brustultraschall machen lassen, oder mal einen Termin beim Endokrinologen machen zwecks Hormonstatus und Blutbild. Manchen Frauen hilft es, wenn sie die Ursache schwarz auf weiß kennen; das macht das Akzeptieren möglicherweise leichter. Und spätestens dann MUSS es ums NACH VORNE SCHAUEN gehen, nicht zuletzt Deinem Baby zuliebe: Du bist eine tolle Mama, die ganz viel Kraft und Engagement gezeigt hat! Das ist das allerwichtigste für Dein Baby. So sehr Du es liebst, Dein Kind zu stillen: mit genau DIESER Liebe kannst Du Dein Baby auch per Flasche ernähren.
Das BES habe ich ausprobiert, aber leider er damit nicht besser, sondern regt sich wie immer auf.
Der Grund hierfür ist höchstwahrscheinlich, dass sich Dein Baby bereits an die Saugtechnik gewöhnt hat, die fürs Flaschetrinken nötig ist, und diese perfekt beherrscht. Das Trinken an Flasche und Brust erfordert unterschiedliche Techniken; Mund-, Kiefer- und Zungenstellung sind bei beiden Methoden unterschiedlich, und das Mundgefühl ist völlig anders. Viele Babys kommen deswegen mit einem Wechsel zwischen beidem nicht gut zurecht - diese Schwierigkeiten nennt der Fachmensch "Saugverwirrung". Du kannst Dich also entscheiden: Du kannst bei der Flaschenfütterung bleiben - oder kannst versuchen, mit Hilfe einer in Saugstörungen erfahrenen Stillberaterin oder Hebamme mit Deinem Baby ein Saugtraining zu machen, bei dem Dein Baby die Brusttechnik neu lernt. Ihr wärt dann aller Voraussicht nach bei allen Mahlzeiten aufs BES angewiesen, und das gelegentliche Geben von Fläschchen wäre voraussichtlich (erstmal) nicht empfehlenswert, da Dein Baby sozusagen schon gezeigt hat, dass es wie die meisten jungen Säuglinge für Saugverwirrung anfällig ist. Hier musst Du gemeinsam mit Deinem Partner schauen, was Ihr MÖCHTET.

Wofür auch immer Du Dich entscheidest, hier im SuT findest Du Unterstützung und Austausch.

Ich hoffe, diese Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und LG
Julia
Benutzeravatar
youtee
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1184
Registriert: 05.12.2010, 20:44
Wohnort: Franken

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von youtee »

auweh, meine Liebe - das sind traurige Nachrichten!
Du hast wirklich alles fürs Stillen getan, mehr als die meisten Frauen zu tun bereit gewesen wären. Es tut mir sehr sehr leid! Ich wünsche Dir eine gute, fachliche, medizinische Abklärung - und daß Du dann die Stärke, die Du beim Stillwillen gezeigt hast, dann auch für die Verarbeitung der Enttäuschung einsetzen kannst, so weh es auch tut. (ich muß gerade schon ein bißchen mitweinen, muß ich gestehen)
Fühle Dich ganz lieb umarmt, wenn Du möchtest.
ClauWi Trageberaterin, MK 06/12
Fabia
schreibt ganz schön oft
Beiträge: 149
Registriert: 20.09.2011, 11:53

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von Fabia »

Oje - das tut mir leid für dich! So sehr wie du dir gewünscht hast, vollzustillen, ist es jetzt bestimmt schwer für dich, das zu akzeptieren. Ich ärgere mich gerade ein bisschen, dass ich damals gleich einmal drauf losgeschrieben hab, ohne darüber nachzudenken, dass es ja wirklich sein könnte, dass es einfach nicht klappen wird. Drum muss ich da jetzt ein bisschen etwas ergänzen: Stillen zu wollen sehe ich nach wie vor als die beste Grundvoraussetzung - in deinem Fall sehe ich das Stillenwollen obwohl es wahrscheinlich nicht funktionieren wird als die beste Grundvoraussetzung für eine wunderschöne Mama-Sohn-Beziehung. Du willst einfach das beste für dein Baby und hättest dich auf den innigen und intensiven Kontakt gefreut. Das finde ich schön! Viele andere hätten das, was du auf dich genommen hast um es zumindest zu versuchen und es irgendwie zu schaffen, nie durchgehalten! Das bewundere ich wirklich! Und ich finde es schön, dass du so eine einfühlsame Mama bist, die alles bestmögliche für ihr Kind tut und auch bereit ist, dafür so viel auf sich zu nehmen. Aber deinem kleinen Schatz wird es trotzdem an nichts fehlen - auch wenn du nicht stillst! Ich wünsche dir, dass die Trauer und Enttäuschung darüber, dass die Chancen stillen zu können so schlecht stehen, für dich erträglich sind und es dir gelingt, auch ohne stillen einen so innigen und intensiven Kontakt mit deinem Sohn zu genießen.
Fabia mit kleinem Mädl (07/2011)
sutnahpele
alter SuT-Hase
Beiträge: 2347
Registriert: 28.08.2011, 00:21

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von sutnahpele »

Hallo Jusl, vielen Dank für diese umfangreiche Antwort. Ich muss sagen, dass sie mich zunächst sehr traurig gemacht hat. Mittlerweile bin ich aber ganz froh darüber, da ich nun nicht mehr das Gefühl habe, mich zu wenig bemüht zu haben. Es ist immer noch schwer zu akzeptieren, dass es wohl nie ohne Zufüttern funktioniert, zumal ich davon ausgehen kann, dass es bei einem weiteren Kind nicht anders sein wird, oder? Es waren keine Plazentareste in der Gebärmutter und wegen des Hormonstatus war ich schon beim Endokrinologen. Um einen Brustultraschall werde ich mich noch kümmern, denn es würde mir tatsächlich helfen, wenn ich die genaue Ursache wüsste. Außerdem werde ich versuchen, unsere Stillbeziehung mit Hilfe eines Saugtrainings und des Brusternährungssets aufrechtzuerhalten. Mal schauen, wie mein Kind das Saugtraining findet. Auf der Intensivstation sagte man mir übrigens, als ich Bedenken wegen des Schnullers und der Flaschenfütterung hatte, es gäbe keine Saugverwirrung . :roll: Dort wurde sowieso rein gar nichts getan, um das Stillen zu fördern. :evil:

Fabia & youtee: Dankeschön für eure Anteilnahme! Wenn man um die ganzen Vorteile des Stillens weiß, die ja in diesem Forum besonders betont werden, ist es schwer hinzunehmen, wenn das eigene Kind nicht davon profitieren kann. Aber dank der ganzen mitfühlenden Antworten, die ich hier erhalten habe, fällt es mir wesentlich leichter, nach vorn zu schauen :D
Dezemberkind 2011, Novemberkind 2014, Oktoberkind 2018, Maikind 2023, Januarbaby 2026.
jusl
Jusl Almighty
Beiträge: 16020
Registriert: 19.03.2007, 10:54
Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von jusl »

Außerdem werde ich versuchen, unsere Stillbeziehung mit Hilfe eines Saugtrainings und des Brusternährungssets aufrechtzuerhalten.
Freut mich, dass Dein Thread hier zur Klärung beitragen konnte. Ich wünsch Dir viel Erfolg für die kommende Zeit!
Es ist immer noch schwer zu akzeptieren, dass es wohl nie ohne Zufüttern funktioniert, zumal ich davon ausgehen kann, dass es bei einem weiteren Kind nicht anders sein wird, oder?
Das ist nicht sicher. Das sinnvollste ist in Eurem Fall bei einer neuen Schwangerschaft:
* unbedingt auf einen guten Stillstart achten (keine körperliche Trennung bis zum ersten Stillen, auch nicht für U1- Waschen -Messen, ungestörte Intimsphäre, wenig Besuch, kein Besuch den man nicht mag, möglichst schnell heim, gute Wochenbettbetreuung)
* von Anfang an das Baby einmal täglich unter gleichen Bedingungen wiegen, mehr als 7% sollte es nicht abnehmen und nach 2 Wochen sein Geburtsgewicht wieder erreicht haben
* BES und Säuglingsanfangsnahrung von Anfang an im Haus haben.

LG und alles Gute,
Julia
Benutzeravatar
eve
alter SuT-Hase
Beiträge: 2377
Registriert: 22.04.2010, 15:42

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von eve »

Ich fühl mit dir, sutnahpele!! Mir gings ähnlich wie dir und ich habe die Kröte letztendlich neun Monate mit dem BES gestillt. Anfangs mit viel Stress und Widerwillen, am Ende völlig problemlos und einfach froh darüber, dass ich überhaupt stillen konnte. Ich dachte mir immer, dass jeder Tropfen Muttermilch zählt!! Mit neun Monaten brauchte sie das BES nicht mehr und wir stillen seitdem ohne Hilfsmittel. Ich hoff, es klappt bei euch mit dem BES!!
Novemberkind (2010) und Septemberbaby (2014)
"Ich bin Vegetarier aus gesundheitlichen Gründen, wegen der Gesundheit der Hühner." Isaac Bashevis Singer
bunny
gut eingelebt
Beiträge: 20
Registriert: 03.12.2011, 07:14

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von bunny »

Oh,das tut mir leid.Ich weiß wie du dich fühlst-stecke ich doch in einer ähnlichen Lage-nur ist meine Maus schon beinahe 3 Monate.
Wenn du-so wie ich-in der Anfangphase der SS und auch nach der Geburt keine nennenswerte Veränderung an der Brust festgestellt hast,ist zu wenig Brustdrüsengewebe recht wahrscheinlich.
Eine andere Möglichkeit wäre,daß du zu wenig Prolaktin hast(hast du/hattest du mit SD Problemen zu tun?).Auch ist es wahrscheinlich,daß das Baby den MSR gar nicht erst auslöst,sodaß es nichts kriegt,aufgibt und für die Brust heißt das -Angebot reicht,wird nicht mehr produziert-das alles ist ein Teufelskreis.
Dazu kommen Unsicherheit,Schuldgefühle,Trauer,das Gefühl alle anderen können,NUR ich nicht.
Ich z.B.kriege mit keiner Milchpumpe mehr als 3 Tropfen zusammen und die Kleine kriegt zumindest um die 50 ml pro Stillen.
Ja auch ich wollte/will vollstillen,habe aber nach vielen Rückschlägen einsehen müssen,es geht einfach nicht.
Und ja nachts ist alles anders.Ich schlafe oft früher als die Kleine und sie trinkt nachts sehr viel besser,als tagsüber.

Wir kämpfen jeden Tag aufs Neue um jeden Trpfen Mumi,aber ohne Hilfsmittel ist kein Stillen möglich.
Ich wünsche dir mehr Erfolg,als ich ihn habe.
LG
Benutzeravatar
eve
alter SuT-Hase
Beiträge: 2377
Registriert: 22.04.2010, 15:42

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von eve »

Wie gehts dir denn so inzwischen sutnahpele?
Novemberkind (2010) und Septemberbaby (2014)
"Ich bin Vegetarier aus gesundheitlichen Gründen, wegen der Gesundheit der Hühner." Isaac Bashevis Singer
sutnahpele
alter SuT-Hase
Beiträge: 2347
Registriert: 28.08.2011, 00:21

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von sutnahpele »

Hallo, wir haben eine ganz stressige Woche hinter uns. Mein Mäuserich entdeckt gerade die Welt aus dem Tragetuch heraus, möchte deshalb nicht mehr schlafen und ist dementsprechend schlecht gelaunt. Außerdem hat er enormen Hunger und hasst es, auf die Flasche zu warten :D
Stilltechnisch sieht es leider düster aus, da mein Sohn die Brust mittlerweile komplett verweigert. Ich habe schon eine Logopädin gefunden, die mit ihm ein Sauggtraining durchführen wird. Doch leider hatte der Kinderarzt letzte Woche Urlaub, sodass ich erst diese Woche Donnerstag eine Heilmittelverordnung bekomme :roll:

Eve & bunny: Es ist irgendwie tröstlich, dass auch andere Frauen ähnliche Probleme haben. Die Frauen in meiner Familie und meine Freundinnen mit Kind haben allesamt ohne Probleme vollgestillt oder tun es gerade.
Dezemberkind 2011, Novemberkind 2014, Oktoberkind 2018, Maikind 2023, Januarbaby 2026.
Mena36

Re: Ich möchte so gerne vollstillen!

Beitrag von Mena36 »

Hallo,

als ich Deinen Beitrag gelesen habe, hat es mich an meine Situation vor einigen Monaten erinnert..ich habe jeden gefragt der auch nur annährend was mit stillen am Hut hatte..natürlich auch hier gepostet..Ärtze..ach ich hatte alles durch. Mein Kind 4 Wochen auf der Frühchenstation..ich pumpte ab und legte an ..und als ich zuhause mit ihr war..meine grosse hoffnung mit viiieeel anlegen würde das schon werden..ich hab auch wie Du alles "mittelchen" genommen die es gab. Hab mir sogar aus Brasilien das Synthocinspray besorgen lassen und all sowas.
Es war ziemlich schlimm für mich das jeder mit so Ratschlägen um die Ecke kam die ich doch längst wusste und umgesetzt hatte. MAn fühlt sich dann so ein bisschen wie.." das muss bei jedem klappen ..also auch bei Dir..und wenn nicht machst DU was falsch"..
Leider verstehen da viele irgendwie nicht das man wirklich AAAALLLES gemacht hat und es aber trotzdem nicht geht.

Also ich kann nur ehrlich antworten..es ist nie zum vollstillen gekommen..ich habe bis vor wenigen Wochen noch regelmässig gepumpt um meine immer mal 30-60 ml Muttermilch auch halten zu können..ich lege meine tochter immer an und sie "nuckelt" auch gerne an der Brust, das geniesse ich jetzt einfach..wenn sie dann mehr hunger hat bekommt sie eine flasche und hinterher will sie immer noch an weiter an der BRust nuckeln..ich hab gelernt damit zufrieden zu sein, ich kenne so manche inzwischen da hat es überhaupt nicht geklappt..daher denke ich mir mittlerweile..wir sind alle gesund ..und ich stille halt teilweise..und freu mich über das was ich habe.

ICh wünsch Dir das Du auch eine Lösung für Euch findest und damit Deinen Frieden schliessen kannst.
Antworten

Zurück zu „Stillforum“