mittlerweile ungluecklich

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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krikri
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von krikri »

vicci hat geschrieben: Wenn das Kind ernsthaft miteinbezogen wird, bleibt die entgültige Entscheidung beim Kind und es bestimmt somit den Zeitpunkt des Abstillens selbst. Ich beziehe ja auch meinen Mann mit ein, ohne daß ich über seinen Kopf hinweg entscheide, also bestimmt er gleichberechtigt mit und eben auch selbst(ständig)....und unterwirft sich nicht meiner Macht :wink:
Also ich sehe das so, dass es immer schwammiger wird und wenn das Einbeziehen durch ein "ernsthaft" ergänzt werden muss (wir reden über einen wissenschaftlichen Fachbegriff), wird es für mich nicht überzeugender.
Ich will mich gar nicht über eine Definition für einen Begriff streiten, den ich an sich schon falsch finde. Ich hab lediglich gestaunt, weil natürliches Abstillen für mich seit der letzten Diskussion bedeutete:
Das Kind stillt, bis es nicht mehr will.
Daran kann ich nichts schwammiges erkennen.

In etwa so, wie wenn Du sagst: Ich beziehe meinen Mann ein in die Entscheidung, welches Auto wir kaufen.
Oder Du sagst: Mein Mann bestimmt, welches Auto er kauft.

Bei der ersten Variante bedeutet es ja auch nicht die entgültige Entscheidung liegt bei ihm. Bei der zweiten hingegen schon.

vicci hat geschrieben: Du tust Julia unrecht mit Deinen persönlichen Interpretationen eines Satzes, der treffender formuliert ist, als es bei dieser Angelegenheit möglich wäre.
Welche persönlichen Interpretationen nehme ich vor? Die, das "mit einbeziehen" von unterschiedlichen Menschen sehr unterschiedlich interpretiert wird?
Man sieht doch schon in diesem Thread, dass das der Fall ist. Ich finde hier tust eher Du mir unrecht. :wink:

Ich sehe es auch so, dass ein Abstillen pro Kind ist, wenn die Mutter ohne stillen besser für das Kind da sein kann, als mit. Vielleicht kannst Du dir so eine Situation nicht vorstellen und würdest auch nie in so eine geraten, aber das heisst ja nicht, dass andere es nicht erleben.
Wenn man natürliches Abstillverhalten ansieht (bei Tieren meine ich), geht es dabei vermutlich darum Ressourcen zu schonen für die Mutter und vor allem für das nächste Kind. (Auch wenn man davon ausgeht, dass die meisten Tiere dies instinktgesteuert tun.) So gesehen wär das auch Pro. Nur eben erst fürs nächste.

LG
krikri
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anjali
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von anjali »

vicci hat geschrieben:
anjali hat geschrieben:@weepi - wie geht es Euch denn mittlerweile?

@vom Kind bestimmtes Abstillen - ist ja ein netter Gedanke. Und ich finde es auch völlig ok, wenn jemand das so macht. Ich frage mich dennoch: sind Kinder wirklich gleichberechtigt? Anders gefragt: Können wir ihnen zumuten, gleichberechtigt sein zu müssen? Ich sehe das als eine totale Überforderung. Kinder brauchen bei aller Liebe immer noch Eltern, die ihnen auch mal Grenzen aufzeigen, die nun einmal da sind. Wenn mein Dreijähriger sein Leben komplett selbstbestimmt entscheiden dürfte, sähe es wirklich lustig aus, er würde täglich Wienerle, Schokolade und Limo zu sich nehmen, niemals seine Haare waschen, seine kleine Schwester ärgern, etc. pp. Aber beim Thema Stillen soll plötzlich das Kind allein entscheiden und die Mutter wird zur Milchkuh degradiert? Natürlich wird jetzt das Argument kommen, daß Stillen ja gut und gesund ist im Gegensatz zu Limo und Schoki, und da muss ich natürlich zustimmen :wink: aber ich verstehe diese starren Altersgrenzen, ehrlich gesagt, auch nicht. In der Entwicklung der Kinder sind sooooo riesige Spannen und Unterschiede, wieso nicht auch hier? Ein Kind läuft mit 8 Monaten, das andere mit 18 Monaten, in der Sprachentwicklung gibt es noch größere Unterschiede, die als völlig normal angesehen werden - aber beim Stillen soll es nur EINE Norm geben? Kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen.

Meine Tochter z.B. hat sich mit 13 Monaten nach und nach selbst abgestillt. Natürlich werden nun die Stillideologen alle Kopf stehen und behaupten, das KÖNNE gar nicht sein, ich muss ihr das aufgezwungen haben, das arme Kind! "Komischerweise" war dem aber gar nicht so - sie hat da die Welt entdeckt, hat lauter buntes Obst und Gemüse gegessen und alles Mögliche andere, hat Wasser und auch etwas Kuhmilch (auf eigenen Wunsch) getrunken. Parallel dazu hat sie die Brust einfach "vergessen" - es gab keinen Stillstreik, keine Probleme, einfach ein schrittweises Ausfaden, ohne dass eine von uns das eigentlich groß zur Kenntnis genommen hätte. Ich hab ihr dann die Brust durchaus wieder angeboten, wir hatten ja beide die Stillzeit sehr genossen, aber sie wollte nicht mehr trinken, hat sie lieb gestreichelt, aber klar zu verstehen gegeben, daß es damit auch gut ist. Körperkontakt hat sie dennoch sehr, sehr viel. Ich hätte sie schon auch noch länger gestillt, eigentlich hatte ich mir gar keine großen Gedanken gemacht, sondern einfach nach ihren Bedürfnissen gehandelt. Die Stillzeit zu verlängern hätte bedeutet, ihr etwas aufzuzwingen. Da kommt es mir schon etwas spanisch vor, wenn hier Leute behaupten, dass KEIN KIND sich JEMALS vor 12 Jahren abstillen würde, mal ganz überspitzt formuliert. Mein Kind hat es getan, ganz von selbst und auf eigenen Wunsch und das mit 13 Monaten. Und jetzt? Passe ich in keins der Schemen der Stillideologen und werde sicher abgestempelt als eine der böswillig früh abstillenden Mütter :wink: nun ja, damit kann ich leben, da es mir viel wichtiger ist, daß es meinem Kind und mir gut geht, als die Müttermedaille für sich aufopfernde Langzeitstillerinnen zu bekommen.
Du hast vollkommen recht! Ich diskutiere den Unterschied zwischen gleich beRECHTigt und gleichWERTig fast täglich. Mein Kind ist gleichwertig und darf deshalb Angelegenheiten, die sein persönliche Befinden betreffen mitentscheiden. NICHT BESTIMMEN, mitentscheiden. In manchen Situationen ist sie aber nicht gleichberechtigt, denn dann muß ich über "richtig" oder "falsch" entscheiden. Und auch wenn mein Kind leider zuviel Schoki isst und Limo trinkt ( :? ) und sich sehr sehr ungerne die Haare waschen läßt - Ab und zu spiele ich den Big Boss und sag an, was Sache ist :wink:

Nur mal so: Hatte Dein Kind einen Schnuller, Nuckeltuch oder ab und an Fläschen?
Eine Medaille kannst Du trotzdem bekommen, wir Stillideologen von der La Leche sehen es nicht als nötig an sich bis zur Erschöpfung aufzuopfern und sich selbst zu vergessen :mrgreen:
danke :mrgreen:

Zu Deiner Frage: sie hatte nie einen Schnuller oder ein Nuckeltuch, und ein Fläschchen erst nach ihrem selbstbestimmten :wink: Abstillen ganz gelegentlich mal, eigentlich trinkt sie fast nur aus dem Becher. Sie ist ein Persönchen, das sehr in sich ruht, fröhlich, selbstbewusst und ausgeglichen ist, und ziemlich genau weiss, was sie will. Sie kuschelt unglaublich gern, aber sie scheint kein sehr großes Saugbedürfnis zu haben, sie lutscht auch nicht am Daumen oder am Essen, braucht kein Kuscheltier oder -tuch, etc. Ich biete ihr auch heute dann und wann mal die Brust an, daran wird dann ein bisschen gezupft und gestreichelt :wink: mehr aber nicht... ich hätte mich irgendwie gar nicht aufopfern können, ausser ich hätte sie zum Stillen gezwungen, aber das ist wohl auch eher kontraproduktiv. Ein bisschen wehmütig war ich schon, da ich das Stillen sehr genossen habe, aber es fühlte sich dennoch richtig an, weil sie es ja so wollte...
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Thistle
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Thistle »

Oh, mich würde die Relevanz dieser speziellen Nachfrage auch noch interessieren. Soph hatte bzw. hat weder Nuckeltuch, Schnuller oder Flasche.
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krikri
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von krikri »

Thistle hat geschrieben:Oh, mich würde die Relevanz dieser speziellen Nachfrage auch noch interessieren. Soph hatte bzw. hat weder Nuckeltuch, Schnuller oder Flasche.
Da schliess ich mich mal an. :wink:
LG
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Nachtfrau
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Nachtfrau »

ich habe die diskussion gelesen und finde sie sehr interessant und "bunt". toll, wieviele unterschiedliche aspekte und nuancen beleuchtet werden, das liebe ich an diesem forum.
ich muss aber auch sagen, dass ich sehr schlucken musste, wie vicci von einigen angegangen wurde. sie hat eine differenzierte persönliche ansicht auf eine sehr liebevolle und freundliche art rübergebracht, und ihr wurden die worte im mund umgedreht, aussagen unterstellt, die sie nie gemacht hat, sie wurde sogar beleidigt. vor meinem inneren auge sah ich immer wieder den begriff STROHMANN-ARGUMENT aufblinken. diese reaktionen haben mich wirklich erschrocken.
*rausschleich*
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Zierbanane
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Zierbanane »

Erst jetzt gelesen, interessant.

Ich stille nun seit fast 4 Jahren ununterbrochen, dazwischen nun die zweite SwS und monatelang tandem.

Meine große Tochter war 2,5 Jahre alt, als ich das Abstillen forciert habe. Ich habe mich einfach nicht mehr wohlgefühlt, mich immer öfter entzogen und es schlich sich so recht gut aus, ohne jegliches Trara. Ich fühle mich unheimlich gut mit dieser Entscheidung.

Meine Nachbarin hat 12 Monate gestillt und dass bewusst abgestillt, weil sie nicht mehr wollte. Ich erkenne diese 12 Monate an! Es ist doch im Staate Deutschland eine großartige Leistung sein Kind ganze 12 Monate zu stillen!

Und ich erkenne es immer an wenn eine Frau länger stillt als "normal" üblich.

Stillen ist eben wirklich eine Beziehung zwischen 2 Menschen.
-------------------------------------------------------------------------
Nähen, Stricken, Werkeln: https://www.tragmal.de/blog/
vicci
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von vicci »

Nachtfrau hat geschrieben:ich habe die diskussion gelesen und finde sie sehr interessant und "bunt". toll, wieviele unterschiedliche aspekte und nuancen beleuchtet werden, das liebe ich an diesem forum.
ich muss aber auch sagen, dass ich sehr schlucken musste, wie vicci von einigen angegangen wurde. sie hat eine differenzierte persönliche ansicht auf eine sehr liebevolle und freundliche art rübergebracht, und ihr wurden die worte im mund umgedreht, aussagen unterstellt, die sie nie gemacht hat, sie wurde sogar beleidigt. vor meinem inneren auge sah ich immer wieder den begriff STROHMANN-ARGUMENT aufblinken. diese reaktionen haben mich wirklich erschrocken.
*rausschleich*

Danke Nachtfrau :) Dann ticken wir beide wohl sehr ähnlich, denn genau so habe ich mich gefühlt :) Es hat sich aber schon gelohnt, wenn nur eine Mama das liest und zwei mal darüber nachdenkt, wo sie ihre eigenen Bedürfnisse in einen Kompromiß einbringen kann und wann sie abstillt :wink: Dann bin ich gerne Strohmann :lol:
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
ich geb mein ganzes leben nur für Dich. Ich bin du und du bist ich.
vicci
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von vicci »

Thistle hat geschrieben:Oh, mich würde die Relevanz dieser speziellen Nachfrage auch noch interessieren. Soph hatte bzw. hat weder Nuckeltuch, Schnuller oder Flasche.
Die Nachfrage rührt daher, daß Kinder mit Nuckeltuch, Fläschen, Schnuller oder ähnlichem schlichtweg ihr Saugbedürfnis nicht an der Mutterbrust stillen, sondern an besagtem Ersatz. Dadurch stillen sich viele Kinder recht früh "unfreiwillig" ab, bzw. werden abgestillt.
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
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Thistle
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Thistle »

Ah so. Gut, auf uns trifft's nicht zu, insofern kann ich dann davon ausgehen, dass Soph besagtes Saugbedürfnis nicht (mehr) hatte, als sie sich selbst abgestillt hat?
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vicci
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von vicci »

krikri hat geschrieben:
vicci hat geschrieben: Wenn das Kind ernsthaft miteinbezogen wird, bleibt die entgültige Entscheidung beim Kind und es bestimmt somit den Zeitpunkt des Abstillens selbst. Ich beziehe ja auch meinen Mann mit ein, ohne daß ich über seinen Kopf hinweg entscheide, also bestimmt er gleichberechtigt mit und eben auch selbst(ständig)....und unterwirft sich nicht meiner Macht :wink:
Also ich sehe das so, dass es immer schwammiger wird und wenn das Einbeziehen durch ein "ernsthaft" ergänzt werden muss (wir reden über einen wissenschaftlichen Fachbegriff), wird es für mich nicht überzeugender.
Ich will mich gar nicht über eine Definition für einen Begriff streiten, den ich an sich schon falsch finde. Ich hab lediglich gestaunt, weil natürliches Abstillen für mich seit der letzten Diskussion bedeutete:
Das Kind stillt, bis es nicht mehr will.
Daran kann ich nichts schwammiges erkennen.

In etwa so, wie wenn Du sagst: Ich beziehe meinen Mann ein in die Entscheidung, welches Auto wir kaufen.
Oder Du sagst: Mein Mann bestimmt, welches Auto er kauft.

Bei der ersten Variante bedeutet es ja auch nicht die entgültige Entscheidung liegt bei ihm. Bei der zweiten hingegen schon.

vicci hat geschrieben: Du tust Julia unrecht mit Deinen persönlichen Interpretationen eines Satzes, der treffender formuliert ist, als es bei dieser Angelegenheit möglich wäre.
Welche persönlichen Interpretationen nehme ich vor? Die, das "mit einbeziehen" von unterschiedlichen Menschen sehr unterschiedlich interpretiert wird?
Man sieht doch schon in diesem Thread, dass das der Fall ist. Ich finde hier tust eher Du mir unrecht. :wink:

Ich sehe es auch so, dass ein Abstillen pro Kind ist, wenn die Mutter ohne stillen besser für das Kind da sein kann, als mit. Vielleicht kannst Du dir so eine Situation nicht vorstellen und würdest auch nie in so eine geraten, aber das heisst ja nicht, dass andere es nicht erleben.
Wenn man natürliches Abstillverhalten ansieht (bei Tieren meine ich), geht es dabei vermutlich darum Ressourcen zu schonen für die Mutter und vor allem für das nächste Kind. (Auch wenn man davon ausgeht, dass die meisten Tiere dies instinktgesteuert tun.) So gesehen wär das auch Pro. Nur eben erst fürs nächste.

LG
krikri


Nein, daran ist überhaupt garnichts schwammig! Für Dich hier eine Aussage, auf die Du gerne bestehen kannst: Das Kind sollte stillen, bis es nicht mehr will!
Nehmen wir an, Du isst zu mittag bei mir und hast schon 3 Pfannekuchen intus. Eigentlich bist Du satt aber überlegst hin und her, sie schmecken ja so gut :) Und dann komme ich und sage: Ach laß doch, wenn Du satt bist, ich schneide uns nachher ein paar Äpfel auf, die werden Dir auch schmecken, laß den Pfannekuchen liegen, der ist so schwer. Du entscheidest Dich gegen die Pfannekuchen.....Dann lag trotzdem die entgültige Entscheidung bei Dir. Es wäre jederzeit möglich gewesen zu sagen: "Vicci, ich mag schwere Pfannekuchen und will einen nur aus Lust essen". DU hast entschieden, ganz alleine. Du hast Dich sozusagen abgestillt :wink: ERNSTHAFT abgestillt.
Bei meinem Mann würde es heißen: "ER bezieht mich mit ein, welches Auto wir kaufen" :D Ich könnte ihm tausend mal sagen ein Audi ist so überflüssig wie noch was, ER trifft die letzte Entscheidung, denn ich habe mein Auto und wichtig ist am Ende des Tages nur, daß es ein Kombi ist. Aber egal an dieser Stelle :mrgreen:
Du denkst in Extremen. Nur weil ich ein natürliches Abstillen forciere, heißt das doch nicht, daß das Kind nicht selbst entscheidet! Natürlich abstillen kann ein anschubsen, ein forcieren miteinbeziehen, sagt das Kind aber klar "nein", wird gestillt. Nur, weil die Mutter Einfluß nimmt, heißt das doch nicht, daß das Kind nicht von sich aus sagt: "Ich will nicht mehr". Und umgekehrt sagt ein Kind auch früher oder später "ich will nicht mehr", wenn man das nicht forciert.
Ich habe eine ganz ganz liebe Freundin, die das bestimmt liest *ggg* Die hätte ihren Großen am liebsten in der Schwangerschaft abgestillt, weil es so unangenehm war. Als der Kleine da war hat sie das Stillen des Großen eingeschränkt, ihn aber nie abgestillt. das Stillen hat sich verlaufen und wurde immer weniger. Jetzt ist er 4 Jahre alt, ein ganz wundervoller Junge und hat ihr vor ein paar Tagen verkündet, als er nochmal an die Brust wollte:"IIIIEH MAMA, DEINE MILCH SCHMECKT JA ECKELIG" :mrgreen: Zuckersüß!
Lange Rede, kurzer Sinn: Dieses Kind mußte auch die Bedürfnisse oder körperliche Befindlichkeiten seiner Mutter (ab einem gewissen Alter) innerhalb der Stillbeziehung hinnehmen. Aber er durfte ihr immer so nahe sein, wie er wollte. So lange, bis die Nähe an der Mutterbrust für ihn durch eine andere Art der Nähe ersetzt werden konnte. Er hat sich selbst abgestillt. Ernsthaft, nicht schwammig. Wenn es auch sehr oft schwammig wird, wenn man über eine emotionale Beziehung zwischen zwei Menschen spricht....Bleibt nicht aus!
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
ich geb mein ganzes leben nur für Dich. Ich bin du und du bist ich.
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