mittlerweile ungluecklich

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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weepi
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mittlerweile ungluecklich

Beitrag von weepi »

:cry:

Hallo, ich bin mittlerweile mit dem stillen einfach ungluecklich.Ich habe den grossen mit 14 Monaten komplett abegstillt gehabt, bei dem kleinen habe ich nun das Gefuehl das ich nicht mehr mag.Er ist nun 11monate alt geworden, steckt in einem Schub schon seit drei wochen; bekommt Zaehne. Das alles macht ihm zu schaffen , ich weiss das.Aber ich mag trotzdem nicht mehr.
Er isst n un mit bei uns, stillen nutzt er eigentlich nur noch als nuckeln,denn nach dem stillen isst er teilweise noch 2 Brote!!! :shock:

Ich weiss selber das man das alles beruecksichtigen soll, das man nicht einfach so aufhoeren soll.Ich verweiger mich tagsueber und abends mag ich auch nicht mehr.Wobei er nie beim stillen einschlief, er schlief schon immer alleine ein.
Nachts einmal stillen, finde ich ok. Aber ich sitze dann in meinem Stillstuhl und warte das er abdockt.

Ich bin Stillberaterin, aber ich will momentan nichts vom Stillen hoeren.

Er trinkt aus seiner Flasche ungefaehr 250ml Wasser am Tag. Wie gesagt er isst 3 Mahlzeiten , zwischendrin mal nen Babykeks Obst verweigert er ausser Apfelschnitze.

Die letzten eineinhalb Wochen brachte mein Mann den kleinen ins Bett.Nun arbeitet er wieder und ich bin im Konflikt. Weint er doll und schimpft nach der brust, dann stille ich ihn natuerlich.

Der Prozess kam schleichend, ich wollte es mir nicht eingestehen, dachte ich sei eine schlechte Mutter. Ich konnte es nicht aussprechen aber nun kann ich es und mache es auch :oops: :oops:

ICH WILL NICHT MEHR STILLEN.

Leider sehe ich auch nicht das es bald so vorbei sein wird...

ich will keine Vorwuerfe bitte, einfach nur ein paar Worte und erfahrungen!

Danke
weepi
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von weepi »

soviele Klicks...keiner ein paar worte?
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MamaFabienne
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von MamaFabienne »

Weiß leider nicht was ich dir raten kann, entscheiden mußt du sowieso allein.
Ich hatte mal Momente wo ich aufhören wollte zu stillen, aber die vergingen wieder.
Wenn du nicht mehr magst, dann würd ich schon in Richtung abstillen gehen. So langsam nach und nach. Red mit deinem kleinen drüber, er versteht es zwar nicht so wie du es vielleicht gern hättest, aber er fühlt ja bestimmt auch , das du dich unwohl beim stillen fühlst
Alles liebe
L83 mit FJ 07/08 und FJ 08/10 :12:

meist kleingeschrieben da nur einhandschreiben
Potsdame
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Potsdame »

Wo ist dein Peoblem? Willst du dich zum Stillen zwingen? Versuche es doch mit Abstillen. Dein Kind wird doch dadurch nicht depressiv und unglücklich bis zu seinem Lebensende sein.
Stillen soll beide glücklich machen.
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
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Caty
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mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Caty »

Bin auch der Meinung, wenn es für dich nicht passt, dann still besser ab. Klar am Anfang wird es evt. für ihn schwer sein.
Aber schlussendlich ist es auch für ihn auch besser...
Boy Mai 07 + Boy Januar 09 ( leider beide nur 3 Wochen gestillt)
+ Girl September 10 (wurde cirka 3.5 Jahre gestillt und schläft im 2. Teil der Nacht meistens im Familienbett)
+ Sternenbabyboy 10.7.14-21.7.14
+ Babygirl Januar 16
+ kleines Sternchen November 13



Sorry wegen den Schreibfehlern. Bin meist mit dem Iphone hier. Da gibt es noch recht schnell Tippfehler.... ;-)
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Mohnblume
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Mohnblume »

Der Prozess kam schleichend, ich wollte es mir nicht eingestehen, dachte ich sei eine schlechte Mutter. Ich konnte es nicht aussprechen aber nun kann ich es und mache es auch :oops: :oops:

ICH WILL NICHT MEHR STILLEN.
hierzu möchte ich dir sagen: gut so, dass du mutig bist und auf deine Bedürfnisse hörst. Es ist absolut legitim, zu sagen: ich will nicht mehr! Es ist ja schließlich kein Wettbewerb à la "Wer am längsten stillt ist die beste Mutter" ;-) - ich lese us deinem Posting raus, dass du dir selbst deswegen ein schlechtes Gewissen machst: das ist Quatsch! du hast 11 Monate gestillt und magst jetzt nicht mehr. Das ist doch vollkommen OK!

Als Stillberaterin weißt du ja selbst, dass du bei einem 11 Monate alten Kind leider nicht darauf hoffen kannst, dass er dir den Gefallen tut und sich selbst abstillt (von Ausnahmen mal abgesehen). Du musst also, wenn du dich entschieden hast abzustillen, selbst aktiv abstillen. Auch wenn dein Kleiner das am Anfang natürlich nicht so toll finden wird... Aber das kann ja auch sehr gut sanft und einfühlsam geschehen. Da können dir andere hier, die abstillerfahren sind, sicher noch mehr Tips geben. Wenn du ihn dabei liebevoll begleitest, wird das schon klappen!
mit dem Großen (01/10) und dem Kleinen (07/13)
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tania
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von tania »

puh, was soll ich da schreiben? ich finde unter einem jahr abstillen absolut unangemessen. wo bist du denn stillberaterin, wenn du deinen ersten sohn nur 14 monate gestillt hast? bei LLL zum beispiel dauert die ausbildung ne weile und bei einem solchen frühen abstillen (also damit meine ich jetzt 14 monate) müsste ich mir von meinen ausbilderinnen ganz schöne nachfragen gefallen lassen..

du willst aufmunternde worte: schau dein kind an beim stillen. wie sehr es ihm gefällt. wenn er jetzt schon so viel isst und trinkt, kann es sein, dass er nicht mehr lange stillen wird (also damit meine ich schon mindestens noch ein halbes jahr - das wäre schon frühes selbstständiges abstillen). es gibt einige dinge am kinder haben, die mir nicht immer unbedingt spaß machen und ich tue es trotzdem. nach phasen, in denen mich das stillen genervt hat, kamen immer phasen, in denen ich das stillen genossen habe.

alles gute!
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Mohnblume
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Mohnblume »

puh, was soll ich da schreiben? ich finde unter einem jahr abstillen absolut unangemessen. wo bist du denn stillberaterin, wenn du deinen ersten sohn nur 14 monate gestillt hast? bei LLL zum beispiel dauert die ausbildung ne weile und bei einem solchen frühen abstillen (also damit meine ich jetzt 14 monate) müsste ich mir von meinen ausbilderinnen ganz schöne nachfragen gefallen lassen..
hmm, das finde ich jetzt aber schon harten Tobak...
ich hab keine Ahnung von den verschiedenen Ausbildungen zur Stillberaterin. Aber ich dachte, beim Stillen geht es immer noch um die BEZIEHUNG zwischen Mutter und Kind. Und die muss halt mal gegenseitig sein, also auch von der Mutter aus gewünscht. Sooo viele Mütter stillen ihre Kinder gar nicht oder nur 3-4 Monate... da finde ich 11 Monate doch super! Was heißt denn in dem Zusammenhang "unangemessen"?
Damit keine Mißverständnisse entstehen, ich bin absolut dafür, das Stillen und auch das LANGE Stillen zu fördern... aber da so einen Leistungsdruck aufzubauen à la Je länger desto besser, halte ich nun doch für den falschen Weg. Das zeigt mir auch, dass die LLL, so ehrenwert ich ihre Ziele doch finde, für mich einfach einen Tick zu ideologisch ist.
mit dem Großen (01/10) und dem Kleinen (07/13)
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jusl
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von jusl »

Ich möchte an dieser Stelle darum bitten, in diesem Fred einfach bei weepi zu bleiben, anstatt auf LLL und co zu fokussieren. Vielleicht ganz kurz zur Klärung: Lange Stillerfahrung ist z.T. Voraussetzung bei den Stillverbänden, um dort die Ausbildung zur Stillberaterin absolvieren zu können. Dies bedeutet aber nicht, dass die Stillverbände auch alle "anderen" Mütter zum langen Stillen anhalten oder sonstwie ideologisch vorgehen.

LG
Julia
vicci
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von vicci »

Mohnblume hat geschrieben:
puh, was soll ich da schreiben? ich finde unter einem jahr abstillen absolut unangemessen. wo bist du denn stillberaterin, wenn du deinen ersten sohn nur 14 monate gestillt hast? bei LLL zum beispiel dauert die ausbildung ne weile und bei einem solchen frühen abstillen (also damit meine ich jetzt 14 monate) müsste ich mir von meinen ausbilderinnen ganz schöne nachfragen gefallen lassen..
hmm, das finde ich jetzt aber schon harten Tobak...
ich hab keine Ahnung von den verschiedenen Ausbildungen zur Stillberaterin. Aber ich dachte, beim Stillen geht es immer noch um die BEZIEHUNG zwischen Mutter und Kind. Und die muss halt mal gegenseitig sein, also auch von der Mutter aus gewünscht. Sooo viele Mütter stillen ihre Kinder gar nicht oder nur 3-4 Monate... da finde ich 11 Monate doch super! Was heißt denn in dem Zusammenhang "unangemessen"?
Damit keine Mißverständnisse entstehen, ich bin absolut dafür, das Stillen und auch das LANGE Stillen zu fördern... aber da so einen Leistungsdruck aufzubauen à la Je länger desto besser, halte ich nun doch für den falschen Weg. Das zeigt mir auch, dass die LLL, so ehrenwert ich ihre Ziele doch finde, für mich einfach einen Tick zu ideologisch ist.
Ich als Mitglied liebe die LLL :mrgreen: Ja, vielleicht bin ich radikal, dogmatisch und ideologisch, vielleicht lehrmeisterhaft oder aufopfernd, intolerant und militantisch aber ist das nicht jeder irgendwo, bei irgendeinem Thema? Und welches Thema wäre wichtiger, als die physische und psychische Gesundheit unserer Kinder?
Ja, es ist eine Beziehung, nur leider sitzt ein Partner dieser Beziehung am deutlich kürzeren Hebel! Von einer erwachsenen und gesunden Frau kann ich erwarten, daß sie sich einschränkt, geduld übt, nachgibt. Von einem 11 Monate alten BABY nicht.
Wir alle erleben Phasen, in denen wir einfach nicht mehr wollen und weiß Gott, bei meiner über 2-jährigen hatte ich dieses Gefühl mit drei durchbrechenden Backenzähnen und unerfülltem Kinderwunsch meinerseits mehr als ein Mal in letzter Zeit! Aber wenn ein Kind einfach nicht ohne die einzigartige Nähe des Stillens leben will, dann hat es als GLEICHWERTIGER Partner meiner Ansicht nach ein Recht auf zumindest einige wenige Stillzeiten. Man könnte tagsüber abstillen oder die Stillzeiten deutlich verkürzen. Aber über den Kopf eines Kindes hinweg abzustillen finde ich ungerecht. Das wäre kein Kompromiß sondern ein Zwang. Das Kind kann einige Stillmahlzeiten aufgeben und die Mutter einige schenken.
Ich denke, daß Frau sich gut beobachten sollte, wenn sie eine arge Abneigung gegen das Stillen hat. Was steckt dahinter? Oft muß ein ganz anderes Problem behoben werden um der Frau Besserung zu verschaffen. Denn wie wird sich eine Mutter wohl fühlen, die mit schlechtem Gewissen abstillt......? WIR können ihr die Absolution nicht geben. Und sollten das auch nicht. Das muß ihr Kind tun.
Ganz Liebe Grüße und an die Fragestellerin viel Kraft und Geduld, Verständnis und Liebe, egal wie sie sich entscheidet!
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
ich geb mein ganzes leben nur für Dich. Ich bin du und du bist ich.
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