krikri hat geschrieben:vicci hat geschrieben:
Wenn das Kind ernsthaft miteinbezogen wird, bleibt die entgültige Entscheidung beim Kind und es bestimmt somit den Zeitpunkt des Abstillens selbst. Ich beziehe ja auch meinen Mann mit ein, ohne daß ich über seinen Kopf hinweg entscheide, also bestimmt er gleichberechtigt mit und eben auch selbst(ständig)....und unterwirft sich nicht meiner Macht
Also ich sehe das so, dass es immer schwammiger wird und wenn das Einbeziehen durch ein "ernsthaft" ergänzt werden muss (wir reden über einen wissenschaftlichen Fachbegriff), wird es für mich nicht überzeugender.
Ich will mich gar nicht über eine Definition für einen Begriff streiten, den ich an sich schon falsch finde. Ich hab lediglich gestaunt, weil natürliches Abstillen für mich seit der letzten Diskussion bedeutete:
Das Kind stillt, bis es nicht mehr will.
Daran kann ich nichts schwammiges erkennen.
In etwa so, wie wenn Du sagst: Ich beziehe meinen Mann ein in die Entscheidung, welches Auto wir kaufen.
Oder Du sagst: Mein Mann bestimmt, welches Auto er kauft.
Bei der ersten Variante bedeutet es ja auch nicht die entgültige Entscheidung liegt bei ihm. Bei der zweiten hingegen schon.
vicci hat geschrieben:
Du tust Julia unrecht mit Deinen persönlichen Interpretationen eines Satzes, der treffender formuliert ist, als es bei dieser Angelegenheit möglich wäre.
Welche persönlichen Interpretationen nehme ich vor? Die, das "mit einbeziehen" von unterschiedlichen Menschen sehr unterschiedlich interpretiert wird?
Man sieht doch schon in diesem Thread, dass das der Fall ist. Ich finde hier tust eher Du mir unrecht.
Ich sehe es auch so, dass ein Abstillen pro Kind ist, wenn die Mutter ohne stillen besser für das Kind da sein kann, als mit. Vielleicht kannst Du dir so eine Situation nicht vorstellen und würdest auch nie in so eine geraten, aber das heisst ja nicht, dass andere es nicht erleben.
Wenn man natürliches Abstillverhalten ansieht (bei Tieren meine ich), geht es dabei vermutlich darum Ressourcen zu schonen für die Mutter und vor allem für das nächste Kind. (Auch wenn man davon ausgeht, dass die meisten Tiere dies instinktgesteuert tun.) So gesehen wär das auch Pro. Nur eben erst fürs nächste.
LG
krikri
Nein, daran ist überhaupt garnichts schwammig! Für Dich hier eine Aussage, auf die Du gerne bestehen kannst: Das Kind sollte stillen, bis es nicht mehr will!
Nehmen wir an, Du isst zu mittag bei mir und hast schon 3 Pfannekuchen intus. Eigentlich bist Du satt aber überlegst hin und her, sie schmecken ja so gut

Und dann komme ich und sage: Ach laß doch, wenn Du satt bist, ich schneide uns nachher ein paar Äpfel auf, die werden Dir auch schmecken, laß den Pfannekuchen liegen, der ist so schwer. Du entscheidest Dich gegen die Pfannekuchen.....Dann lag trotzdem die entgültige Entscheidung bei Dir. Es wäre jederzeit möglich gewesen zu sagen: "Vicci, ich mag schwere Pfannekuchen und will einen nur aus Lust essen". DU hast entschieden, ganz alleine. Du hast Dich sozusagen abgestillt

ERNSTHAFT abgestillt.
Bei meinem Mann würde es heißen: "ER bezieht mich mit ein, welches Auto wir kaufen"

Ich könnte ihm tausend mal sagen ein Audi ist so überflüssig wie noch was, ER trifft die letzte Entscheidung, denn ich habe mein Auto und wichtig ist am Ende des Tages nur, daß es ein Kombi ist. Aber egal an dieser Stelle
Du denkst in Extremen. Nur weil ich ein natürliches Abstillen forciere, heißt das doch nicht, daß das Kind nicht selbst entscheidet! Natürlich abstillen kann ein anschubsen, ein forcieren miteinbeziehen, sagt das Kind aber klar "nein", wird gestillt. Nur, weil die Mutter Einfluß nimmt, heißt das doch nicht, daß das Kind nicht von sich aus sagt: "Ich will nicht mehr". Und umgekehrt sagt ein Kind auch früher oder später "ich will nicht mehr", wenn man das nicht forciert.
Ich habe eine ganz ganz liebe Freundin, die das bestimmt liest *ggg* Die hätte ihren Großen am liebsten in der Schwangerschaft abgestillt, weil es so unangenehm war. Als der Kleine da war hat sie das Stillen des Großen eingeschränkt, ihn aber nie abgestillt. das Stillen hat sich verlaufen und wurde immer weniger. Jetzt ist er 4 Jahre alt, ein ganz wundervoller Junge und hat ihr vor ein paar Tagen verkündet, als er nochmal an die Brust wollte:"IIIIEH MAMA, DEINE MILCH SCHMECKT JA ECKELIG"

Zuckersüß!
Lange Rede, kurzer Sinn: Dieses Kind mußte auch die Bedürfnisse oder körperliche Befindlichkeiten seiner Mutter (ab einem gewissen Alter) innerhalb der Stillbeziehung hinnehmen. Aber er durfte ihr immer so nahe sein, wie er wollte. So lange, bis die Nähe an der Mutterbrust für ihn durch eine andere Art der Nähe ersetzt werden konnte. Er hat sich selbst abgestillt. Ernsthaft, nicht schwammig. Wenn es auch sehr oft schwammig wird, wenn man über eine emotionale Beziehung zwischen zwei Menschen spricht....Bleibt nicht aus!
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
ich geb mein ganzes leben nur für Dich. Ich bin du und du bist ich.