Hallo,
also bei uns wird Süßkram auch nicht gern gesehen. Offiziell gilt ein Verbot für Süßigkeiten, Milchschnitte und Joghurt mit Schokostücken (die mit der Ecke waren mal einige Zeit total in

)... aber komischerweise ist es sooo schwer, in unserem Mini-Kiga (es ist nur eine Gruppe, weniger als 20 Kinder in einer Einrichtung mit weiteren Krippengruppen) mit Kindern aus lauter Akademikerfamilien (die Krippe ist von der Uni und die meisten Plätze im Kiga werden an "hauseigene" Kinder vergeben) ein klares Süßkramverbot durchzudrücken!!!
ständig gibts da Probleme, alle 3 Monate muß erneut im Elternbrief darauf hingewiesen werden, dass Süßkram tabu ist und "auch Pudding zu den Süßigkeiten gezählt wird"
Ich hätte ja nichts gegen Marmeladebrot oder Honigbrötchen, das ist finde ich noch ganz normales Frühstück. Nutellaschnitten sehe ich schon eher als Süßigkeiten an (aber auch da wäre ich nicht so streng, ist eben auch ein Brot mit Belag). Aber wieso es unbedingt fertige Schokobrötchen , Pudding und Süßjoghurt mit Schokostücken sein muß, das verstehe ich nicht.
Ich gebe meinen Kindern gern mal ein Hörnchen Nachmittags oder ähnliches, wenn wir am Spielplatz sind wird auch am Bäcker halt gemacht - aber umso mehr achte ich darauf, dass es eben bis dahin möglichst gesunde Kost gibt! Gerade im Kiga ist es doch so, dass die Kinder auch Sachen probieren, die sie sonst zuhause bäh finden, wenn sie viel gespielt und getobt haben, dann haben sie Hunger und Vespern gemeinsam auch ein Frischkäsebrot und ungesüßten Joghurt...
Aber anscheindend sehen das nicht alle so. Ein Junge war schon 2x beim Zahnarzt wegen Löchern, aber seine Mama "lässt ihn eben essen, was er mag" und dazu gehört auch ein riesen Fundus an Süßkram. (Eigentlich mag ich die Mama, aber bei ihren Erziehungsmethoden weiß ich nicht so recht...) Er mag meinen Großen und der isst sich dann oft an seiner Brotbox satt (der Junge hat eigentlich immer mehr dabei, als er essen mag - vielleicht hat die Mama das Gefühl, er isst zu wenig?) - und bringt seine gesunden Brote wieder mit heim

Einige Kinder haben Leckereien dabei, die sie dann an ihre "Freunde" verteilen - das alleine finde ich schon nicht gut, denn so werden leicht Kinder ausgeschlossen und die SüßkramKinder bekommen den Eindruck, dass sie sich Freunde kaufen können....
Und wenn ich beim Elternabend darauf hinweise, dann werde ich schon schräg angeguckt. Da wurde ich darauf hingewiesen, dass ich ja meinem Kind auch Fruchtschnitten mitgebe, was denn der Unterschied zu den Milchschnitten sei

(ich packe jetzt die schnitte immer aus, wenn ich eine mitgebe, "damit es nicht so nach Süßem Riegel aussieht und die anderen neidisch sind" - aber ok, andere bringen ihre Gummibärchen mit...)
Vermutlich ist das Problem, dass die Erzieherin sich gegen die Übermacht von "gebildeten" und somit auch sehr energisch auftretenden Eltern nicht so durchsetzen kann.
Naja, ich kann damit leben; zumindest wird die Süßkramflut eingeschränkt und es gibt auch täglich ungesüßtem Joghurt (nach den Flecken auf den Kleidern meines Sohnes zu urteilen, isst er den auch immer

) ...und ich bleibe hart - nur weil xyz den Joghurt mit Schoko dabei hat und qwx eine Milchschnitte, werde ich das Zeug nicht kaufen. Bisher klappt das ganz gut. Ich habe aber Angst vor der Zeit, wenn der Große Taschengeld bekommt...
LG Muli