vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Was kommt nach dem Vollstillen?

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LaLeMi
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von LaLeMi »

Genau mein Thema...
ich finde es auch superschwierig...
Süßes ist derzeit das einzige, was ich irgendwie kontrolliere/rationiere.
Denn da steht sie derzeit total drauf.
Ganz lange hatte sie keinen Kontakt damit bzw. nach den ersten Kontakten hat es sie zunächst auch nicht interessiert.
Letzte Ostern fing es glaube ich an, da war sie fast 2, und da hat sie lauter Schokoeier und Co gegessen und prompt erbrochen :roll:
Letztens nochmal, da bekam sie von einer Bekannten der Großeltern zwei Milchschnitten :evil: :evil: und hat in der Nacht prompt auch gebrochen.
Selbst einteilen usw funktioniert hier momentan bei allem ok, nur bei Süßem nicht. Da würde sie glaube ich essen essen essen.
:(
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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hajar
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von hajar »

Die Frage beschäftigt mich auch ... Lalumama, im Grunde finde ich deine Haltung super - ich weiß, Zucker ist schädlich, kann aber selber nicht ganz ohne (obwohl ich es mir manchmal wünsche), und würde mein Kind gerne vor der Sucht bewahren ...
Bei uns, also als ich Kind war, gab es lange wenn dann, nur Öko-Süßigkeiten :lol: ich weiß noch genau wie ich mir manchmal was anderes gewünscht habe ...
irgendwann wurden meine Eltern dann lockerer, es schlichen sich Dinge ein wie weißmehl, schokolade, twix was früher raiders hieß :wink: , und andere suchtmacher ...
mein taschengeld ging auch öfters für süßes drauf.
Jetzt haben wir generell wenig Süßes zuhause, mein Mann könnte glaub ich sogar ganz ohne Schoko leben - aber ich nicht. :oops: :D
Wobei bei ihm aber der marokkanische Tee extremst gezuckert wird - ich merke echt, wenn ich davon ein paar Gläser zuviel getrunken habe :lol: ...
und bei Besuch haben wir auch immer Kekse oder Kuchen oder sowas da, das gehört irgendwie dazu.
Ich stelle bei mir auch fest, dass ich immer wieder bestimmte Phasen habe: die Coffe-to-go-Phase, die Mohnschnecken-Phase, die Snickers-Phase usw. :mrgreen:
In anderen Zeiten kann ich dafür dann wieder problemlos ohne Süßes leben.
Jeder hat halt seine Schwächen, und in Maßen ist das doch voll normal. Nicht optimal, aber auch nicht direkt so schlimm.

Okay zum Thema: ich hatte mir fest vorgenommen, der Kleine kriegt absolut keinen Zucker in den ersten 3 Lebensjahren (das hatte ich mal als Empfehlung gelesen weiß aber nicht mehr wo ... muss gleich mal suchen gehen).
Jetzt hat er doch schon - ungefragt :roll: - mal Käsekuchen und Butterkeks probiert, nun gut ist halt jetzt passiert aber ich will es nicht zur Gewohnheit werden lassen. Da bin ich echt radikal. Aber wie es dann weitergehen soll, bin ich mir auch noch nicht so recht klar. Gefühlsmäßig würde ich ihm gern einen vernünftigen, maßvollen Umgang mit dem Zuckerzeug mitgeben, und das geht wohl am besten durch vorleben. 8)
Grüße von hajar mit unendlich geliebtem Sohn (03/09)

Danke für eure Hilfe beim Ausmisten!!! Ich bin so frei. :-) Jetzt.
pallina
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von pallina »

hm.. meine tochter steht gar icht so auf süßes...
klar, im ersten lebensjahr gabs nix, aber sonst haben wir eher einen lockeren umgang mit dem thema, wobei wir auch nicht so viel süßes im haus haben.
aber ich würde meinem kind nie ein stück kuchen verwehren. essen hat doch auch was mit geselligkeit zu tun und ein kind dann zu bevormunden und süßes zu verbieten, wenn die anderen es essen, finde ich nicht gut.
wir haben aber in unserer familie auch kein problem mit übergewicht, vielleicht würde ich mir sonst auch mehr gedanken machen...
auf jeden fall liegt hier manchmal wochenlang irgendwas süßes rum und die kleine interessiert sich nicht dafür.
wenn sie süß ist, dann immer in maßen, ganz von selbst. schoki z.b. issst sie maximal ein kleines stück.

was ihr wirklich wichtig ist, ist eisessen im sommer, warum auch nicht? da gibts schon phasen wo sie fast täglich ne kleine kugel eis isst.

ich achte allerdings schon darauf, dass sie wasser trinkt, also ihren durst mit wasser löscht, aber sonst gibts hier schon tägl. ein oder 2 gläser saft.(ich habe in meiner kindheit meinen gesamten flüssigkeitbedarf mit apfelsaft gedeckt, das finde ich nicht so ideal.)
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Sagittaria
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von Sagittaria »

Wenn Anna etwas möchte bekommt sie es in der Regel auch - außer es ist Schokolade direkt nach dem Aufstehen oder so ;)

Ich schränke bewusst nicht ein, will aber keinen vollen zugriff bzw. eine offen rumstehende Schale hätte ICH abends leer gefuttert und Anna würde dann in ihrem Zimme rrumkrümeln und das will ich nicht :D
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas

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Zaarambar
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von Zaarambar »

Lalumama hat geschrieben:
Zaarambar hat geschrieben:Ausserderm weiss der Koerper von alleine, was er braucht.
Und wozu braucht mein Körper abends eine Tafel Schokolade, ein paar Gummibärchen und zum Nachtisch Chips?? :oops:

Klar, wenn nur Obst, Gemüse und naturbelassenen Lebensmittel zur Auswahl stehen, greift man zu dem, was der Körper gerade braucht.
Aber da Gummibärchen in der Natur nicht vorkommen, können sie durchaus schon mal mit sehr reifem Obst verwechselt werden! :wink:
Weil dein Körper das schon so gut kennt. Er kann ja auch nur auf das zurückgreifen, was er kennt. Und deshalb liegt das an dir und der Umgebung um ihn (den Körper) an viele unterschiedliche Geschmäcke zu gewöhnen (oder auch nicht). Gut, das Chips und Süsses Zusatzstoffe enthalten, die zu Sucht führen können, gehört aber doch noch mehr dazu diese Sucht auszulösen. Vieles ist emotionsbedingt, wie ein Kind sich fühlt (darauf möchte ich aber nicht genauer eingehen, dass waere zu lang). Und wenn du genug Chips und Süsses gegessen hast, wird der Körper schon von alleine nach was anderem fragen.

Und wenn ein Kind trotz Gefühl auf Obst auf Gummibärchen zurückgreifen will, wird der Körper früher oder später auch rebellieren. Es wird dem Kind schlecht, oder es fühlt nachw as anderem. Es sit ja auch nciht so, dass man als Eltern keine HIlfestellugn geben darf. Die kannst sehr wohl, dass wäre aber eine indirekte Einmischung, die nciht schadet, sondern gutes tun kann.

Tomsmama
Das merkt dein Kind bestimmt. Und es wäre dann unfair ihm nichts zu geben. Wir kommen also nicht wirklich drumherum. Das sit das schlimme, aber ich denke, in dem man ihnen die Freiheit lässt, ist dass der sichere Weg von allem. Was dennoch als Mutter grosse Ueberwindung kosten muss, ist auch verständlich. Trotzdem kannst du ihm immer wieder das "gute" (was du als dieses siehst) anbieten und kein Drama draus machen, wenns nicht akzeptiert wird und locker an die Sache gehen, wenn dein Sohn auch mal was Süsses will. Denn Kinder spüren sehr wohl, dass man als Mutter mit etwas unzufrieden ist, was das Kind macht und ein Kind kann sich dann nicht akzeptiert fühlen. Du kannst auch das Süsse aus der Wohnugn verbannen, aber die Umgegbung zeigt ihm dennoch was Süsses ist. Ausserdem kannst du dir vorstellen, du verbietest es ihm oder gibst ihm das nur eingeschränkt, dann kann er wohl oder übel sehr gut andere Wege finde (vom Taschengeld kaufen und verstecken, oder bei Freunden essen). Du kannst ihn leider nicht dein Leben lang kontrolieren. Er muss es auskosten. Kennst du keine Situationen bezogen auf Dich, wo du was eingeschränkt bekommst? Befriedigt dich das 100%? Ich denke nicht. Wo wir zB die Wii bekamen, wollte ich auch nicht nur ein Spiel damit spielen, ich habe solange gespielt wie ich wollte und nun spiele ich kaum. Aber in der HInsicht bin ich befriedigt. HiHiHi
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von Sternenfaengerin »

zaarambar, mich würde interessieren, wie alt dein kind/deine kinder sind und ob du das wirklich so vor ihrem ersten geburtstag gehandhabt hast mit den süssigkeiten :shock: ?

ich denke ganz klar, irgendwann ist der kontakt da, aber ich muss doch nicht als mutter das kind bewusst so klein heranführen! oder verstehe ich da was miss?
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Zaarambar
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von Zaarambar »

silk81 hat geschrieben:zaarambar, mich würde interessieren, wie alt dein kind/deine kinder sind und ob du das wirklich so vor ihrem ersten geburtstag gehandhabt hast mit den süssigkeiten :shock: ?

ich denke ganz klar, irgendwann ist der kontakt da, aber ich muss doch nicht als mutter das kind bewusst so klein heranführen! oder verstehe ich da was miss?
HI Tomsmama,

nee bewusst ranführen tue ich meine Kinder auch nicht. Meine Tochter ist 6 und mein Sohn ist 2. Ich muss aber ehrlich gesagt zugeben, dass ich im ersten Lebensjahr meiner Tochter mehr Stress hatte als alles andere. Da schwiegerfamilie nicht so viel Wert auf das Weglassen der Süssigkeiten hielt. Ich hatte richtige Kämpfe und doch wurde der Kleinen immer wieder was Süsses (und leider auch Würstchen,obwohl ich sie vegetarisch ernähre) in den Mund gesteckt. Meine Schwiefam hat auch keine Probleme damit Kindern die BIerflasche an den Mund zu halten um zu sehen wie sie reagieren. Zum Glück hat meine Tochter bis heute nicht das Verlange Alkohol zu probieren. Puuh, sonst stehe ich doof da. :)

Dann haben wir eben alles in eine Schublade gesteckt, wo sie immer rankonnten. Und da war eben auch (wie oben schon mal erwähnt meistens nur gutes aus Reformhaus drin). Aber denncoh biete ich direkt nie an, sie bekommen von uns immer alles andere, was ich auch esse. Und mein Sohn experiementiert nun viel mit Süsses rum, wie mit allem anderen. Er isst nicht viel, er lutscht vielleicht einmal dran. Ich habe halt gute Erfahrung damit gemacht, kein AUfsehens bei Süssem zu entwickeln. Wobei mich dennoch immer noch ärgert, dass sie, wenn sie beim Papa sind auch von allen Seiten Chips und Co bekommen. Aber die Familie kann man auch nicht mehr erziehen. Ausserdem kann man das beim zweiten Kind nciht wirklich verheimlichen, wenn dir Grosse auch mal was in der Hand hat.
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Leesha
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von Leesha »

Bei uns gibt es Süßigkeiten zu einer bestimmten Uhrzeit. Das ist am Nachmittag (so gegen 15.00 Uhr) und heißt bei uns Kaffeetrinken (obwohl keiner Kaffee trinkt, außer ich meine Latte)
Dann dürfen sich die Kinder aus dem Süßigkeitenfach etwas aussuchen. Die Menge bestimme aber ich. Wie viel das ist, kann ich nicht genau sagen, aber es sind keine Unmengen.
Ich mache aber schon die Einschränkung, dass sie ihr Mittagessen aufgegessen haben müßen.

Zwischendurch gibt es meistens keine Süßigkeiten, sondern Obst. Die Kinder fragen auch nicht nach Süßen zwischendurch. Wenn wir wollen, dass die Kinder zwischendurch nichts Süßes essen, dann dürfen wir es auch nicht, was aber nicht immer gelingt. Oder wir naschen dann mehr am Abend wenn die Kinder im Bett sind.

Unser Süßigkeitenfach quitscht beim öffnen. Das bekommen die Kinder natürlich mit und wollen auch etwas. Sie bekommen dann auch eine Kleinigkeit (z.B. 1 Gummibärchen), da es mir schwer fällt zu erklären, warum wir etwas Süßes essen dürfen und sie nicht.

Selbstbedienung am Süßigkeitenfach ist bei uns verboten und das respektieren die Kinder auch.
Viele Grüße!

Mama mit 3 tollen Kindern
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von Leesha »

Ach so, ich wollte nur noch dazuschreiben, dass diese Regelung nur für unsere Großen gilt. Unsere Kleine hat bis jetzt nichts süßes bekommen (außer ein kleines Stück Keks). Ich finde auch bis zu einem Jahr müßen keine Süßigkeiten sein. Dananach habe ich mit ganz kleinen Mengen angefangen und dann gesteigert, wenn sie selber danch verlangt haben.
So habe ich es bei meinen Großen gemacht und werde es bei unserer Kleinen auch so machen.
Viele Grüße!

Mama mit 3 tollen Kindern
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hajar
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Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten

Beitrag von hajar »

@Leesha: eure Regelung gefällt mir auch gut.
Ich fürchte, mein obiges Posting hier kommt etwas radikal rüber, das möchte ich doch lieber nochmal etwas weichspülen:
generell fände ich es schön, wenn mein Kind unter 3 so gut wie keinen Industriezucker zu sich nimmt, einfach aus gesundheitlichen Gründen.
Das heisst aber nicht, dass ich ihm die Geselligkeit etc. beim Kuchen essen verwehren will. Eher fände ich es toll, wenn ich zu solchen Gelegenheiten etwas weniger schädliches anbieten könnte (Obst, Gebäck ohne Zucker...). Wenn es keine Alternative gibt, werde ich ihn sicher auch mal ein bisschen "normale" Süßigkeiten probieren lassen, es sollte aber eben nicht zur Gewohnheit werden. Um ihm aber als gutes Beispiel dienen zu können, möchte ich gleichzeitig an meinen eigenen süßen Gewohnheiten arbeiten.
Grüße von hajar mit unendlich geliebtem Sohn (03/09)

Danke für eure Hilfe beim Ausmisten!!! Ich bin so frei. :-) Jetzt.
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