Brust verweigerer & schmatzen

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brit
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Brust verweigerer & schmatzen

Beitrag von brit »

Ich möchte meinen Kleinen (heute 8 Tage alt) ja gerne stillen, aber es ist echt schwierig mit ihm.
-Erstmal schmatzt er immer mit der Zunge beim trinken, egal ob Flasche oder Brust.
-Die Brust pur mag er schonmal garnicht, also geht es nur mit Stillhütchen.
-Er saugt nicht richtig bzw. kommt ihm da wieder das schmatzten in die Quere, also bekommt er nur ganz wenig aus der Brust raus :s2
Dadurch hängt den ganzen Tag an der Brust :heul
Nun habe ich mich mit meiner Hebi geeinigt, das er erstmal nur abgepumpte Milch per Flasche bekommt und wir ein paar Tage warten und es dann wieder versuchen......
Aber vielleicht habt ihr auch noch Tips.
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Muschelsucherin
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Re: Brust verweigerer & schmatzen

Beitrag von Muschelsucherin »

Hallo!
Erstmal herzlich willkommen hier und herzlichen Glückwunsch zu eurem Kleinen.

Mir fallen sponatn 2 Sachen ein:
- Lasst bitte schnellstmöglich sein Zungenbändchen überprüfen. Bei manchen Babies ist es zu kurz, dann können sie nicht richtig saugen. Beim Arzt wird es schnell durchgeknipst, das tut nicht weh. Das Baby kann dann problemlos trinken.

- Durch die vielen verschiedenen "Sauger" ist er möglicherweise saugverwirrt und weiß nciht mehr wie er überhaupt trinken soll. Du solltest alle künstlichen Sauger (Flasche, Schnuller, Stillhütchen) weglassen und versuchen ihn direkt zu stillen.

Außerdem solltest du eine Stillberaterin zu Rate ziehen.
http://www.lalecheliga.de/
http://www.afs-stillen.de/cms/cms/front ... p?idcat=19

Auf diesen Seiten findest du eine Beraterin in deiner Nähe, sie kommt zu dir nach Hause.

Alles Gute!
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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ClauWi-Trageberaterin GK
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Iris
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Re: Brust verweigerer & schmatzen

Beitrag von Iris »

Ich kann mich Barbara nur anschließen. Als allererstes sollte wirklich das Zungenbändchen kontrolliert werden. Wenn nämlich dein Kind die Zunge nicht weit genug herausstrecken kann, ist es schlicht nicht in der Lage, die Brust effizient auszumelken.
Ganz besonders problematisch finde ich die Flaschenfütterung, wenn dein Baby sowieso schon Saugschwierigkeiten hat. Es kann sein, dass es dadurch das korrekte Saugen an der Brust verlernt bzw. gar nicht erst richtig lernt. Das Saugen an der Brust funktioniert nämlich völlig anders als das Saugen an der Flasche. Ich empfehle also dringend, alle künstlichen Sauger wegzulassen.
Du hast nun verschiedene Möglichkeiten:
Zunächst könntest du einfach versuchen, dein Kind das Trinken lernen zu lassen, indem ihr euch ins Bett legt (wo ihr ja auch hineingehört - du bist schließlich im Wochenbett! :wink: ) und nichts anderes tut als Stillen und Schlafen. Dabei solltest du allerdings auf sehr korrektes Anlegen achten: Dein Kind muss den Mund ganz weit aufmachen (Da hilft evt. Vormachen!) und nicht nur die Brustwarze, sondern einen Teil des Brustwarzenhofs in den Mund nehmen. Kopf und Rumpf bilden eine Linie (bzw. von der Seite betrachtet: Ohr, Schulter und Hüfte), dein Kind muss den Kopf nicht verdrehen, es liegt außerdem ganz nah an dir dran.
Sollte dein Kind wirklich nicht satt werden, könntest du (am besten mit Hilfe einer guten Hebamme oder Stillberaterin) deinem Kind überwiegend die Brust geben und zusätzlich abgepumpte Milch mit einem kleinen Becher (Schnapsglas, Nuckelflaschendeckel, Eierbecher...) geben. Alternativ dazu gibt es den Softcup - ein sehr intelligenter (und leider nicht ganz billiger) Becher, mit dem es aber weniger Matscherei gibt. Evt. könnte auch ein Fingerfeeder helfen - allerdings muss das auch sehr sorgfältig überlegt werden und es braucht ein wenig Übung. Es gibt auch noch das Brusternährungsset, aber das würde ich erst zum Einsatz bringen, wenn dein Kind das Saugen in den nächsten Tagen nicht sowieso lernt.

Es wäre sehr wichtig, wenn eine im Saugtraining erfahrene Stillberaterin (oder Hebamme) Euch möglichst sofort begleitet. Es kann sein, dass eine der ehrenamtlichen Beraterinnen von AFS oder LaLecheLiga in deiner Nähe dies übernehmen würde, allerdings haben diese oft nicht die Erfahrung und v. a. nicht die Zeit, eine Mutter in Hausbesuchen persönlich zu begleiten. Vielleicht magst du auch eine professionelle Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) konsultieren - die machen häufig Hausbesuche. Beraterinnen findest du HIER. Vielleicht gibt es eine in einem Krankenhaus in deiner Nähe. Bevor du eine engagierst (sie nehmen meist ca. 30 Euro für einen Besuch), solltest du allerdings am Telefon schon abklären, ob sie in deiner Situation erfahren ist oder auch nur Flaschenfütterung empfiehlt. Das wäre zwar fachlich falsch, kommt aber leider gelegentlich vor.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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