Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

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Mino93
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Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

Hallo liebes Forum,

ich möchte Mal meine Empfindungen zum Stillen nach (wechselndem) Bedarf mit euch teilen und hoffe, dass mich jmd versteht und Denkanstöße hat :-D.

Es ist so, dass ich mir selbst Stress mache, weil ich in den gleichen Stillabständen bleiben möchte, damit die Brust nie zu voll wird. Meine Kinder haben diesen Tagesziel natürlichen nicht und beim Kleinen (der zb jetzt auch weniger schläft und dann weniger einschlafstillt) bin ich es dann manchmal, die ihn versucht an die Brust zu bekommen und bin irgendwie genervt oder gestresst, wenn er dann nicht will.

Ich denke dann manchmal, wie ich das zb bei Besuch oder unterwegs machen soll, damit die vorhandene Milch auch abgeholt wird 😄. So mach ich mir Sorgen und Gedanken , die mich einfach anspannen. Dann denke ich manchmal, es wäre für mich leichter, wenn ich die Flasche geben würde. Dann wäre es mir egal, wenn Kind plötzlich mehr isst und eine oder paar Trinkzeiten auslässt. Vielleicht würde ich mich sogar darüber freuen und es aktiv fördern ? Beim stillen ist es bei mir seltsamerweise genau anders herum. Ich möchte nicht, dass es reduziert wird... Warum nicht weiß ich auch nicht genau.
Es ist irgendwie total blöd, denn stillen soll ja schön sein und nicht stressen und es ist ja ganz natürlich, dass die Kinder irgendwann reduzieren...

Kennt irgendjemand meine Gedanken? Was kann ich tun, um da entspannt zu bleiben? Immer ne Pumpe mitnehmen und denken egal dann mach ich das eben selbst ? Oder vertrauen, dass die Brust das schon weg steckt ohne Milchstau?

Danke fürs Lesen und beantworten:)
Mino93 mit Babymaus 05/2020
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GemeineEsche
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von GemeineEsche »

Hmm genau in dem Zusammenhang kenne ich den Gedanken nicht, aber mir fällt auf jeden Fall der Übergang schwer, wenn noch nicht so verlässlich gegessen wird. Da hab ich immer der Vollstillzeit hinterher getrauert, ich war immer ewig die einzige Mutter, die kein Essen fürs Kind dabei hatte (kann doch im Notfall Stillen :oops: ). Stillen ist halt einfach super praktisch. Da hab ich auch manchmal das Gefühl, dass ich das Kind erst auf die Idee bringe. Oder Einschlafstillen.
Bekommst du schnell einen Milchstau oder sogar Entzündung oder warum hast du solche "Angst"? Das wäre natürlich sehr verständlich. Aber vielleicht könntest du dir dafür auch Strategien zurecht legen, wie du auch, wenn die Kinder keinen Hunger haben, nicht mit tropfendem Atombusen rumlaufen musst, kurz auf der Toilette ausstreichen o. Â.
Stillst du einfach an Ort und Stelle? Vielleicht wäre es auch hilfreich, sich zurück zu ziehen mit nur einem Kind, damit es keine Ablenkung gibt und Stillen dann doch interessant wird :)
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Larala
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Larala »

Worum genau drehen sich denn deine Sorgen?
Geht es um drohende Milchstaus oder platzende Brüste? Kommt das denn jetzt nach über einem Jahr Stillzeit bei dir noch vor? Milch, die nicht abgeholt wird, baut sich selbst wieder ab. Aber spannende Brüste sind natürlich unangenehm, da kann Ausstreichen helfen.
Oder geht es um das Gefühl, dass die Stillzeit vielleicht langsam zu Ende gehen könnte? Dass das kleine Baby größer wird? Dann hilft es vielleicht diesem Gefühl/der Trauer Raum zu geben.
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Mino93
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

Milchstau hatte ich bis jetzt sehr selten. Aber ich habe halt schon immer gut auf die Zeit geachtet:-D.
Nummer 1 war da ziemlich verlässlich, nr2 ist bisschen anders. Aber im Moment mit Tandem Stillen ist die Gefahr für einen Milchstau auch eher gering.
Nur weil es halt so regelmäßig ist , ist die Produktion auch sehr gut und da sorge ich mich öfter um "andere" Tage, mit Besuchen oder viel draußen sein.
Dann überlege ich mir zb , ob ich von mir aus nicht lieber reduzieren sollte, damit es an solchen Tagen für mich im kopf nicht so ein Stress ist.

Ich war auch etwas traurig, als die Vollstillzeit um war oder es darauf hin ging. Damit wird es auch zu tun haben. Ich erreiche ungern Stillzeiten. Weiß nur nicht warum es so ist. Viele freuen sich ja, wenn das Kind endlich weniger stillen will und mehr isst.

Und ich Stille meistens wirklich allein im Zimmer und wenn es geht nr2 alleine, damit er nicht abgelenkt ist.
Mino93 mit Babymaus 05/2020
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Sommermama2017 »

Selbst wenn die Milch mal weniger werden würde durch ein paar Tage mit viel draußen sein - können deine Kinder das auch locker wieder mehr werden lassen. Da würde ich mir keine Sorgen machen.
Es ist nicht so, dass es immer weniger wird und es kein zurück gibt.
Zb kenne ich aus Krankheitsphasen beim zweijährigen Kind, das schon etwas isst, plötzlich wieder fast vollstillen und nach einem Tag ist da auch wieder genug Milch für da. Dein Körper ist da schon flexibel und kann sich anpassen.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Laramie
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Laramie »

Also ich war auch lange gestresst wenn ich wusste wir sind unterwegs und mein Sohn wird vermutlich zu ablenkt sein um von der Brust zu trinken. Bei mir lag es aber daran, dass ich von Anfang an zu wenig Milch hatte und daher immer die Milchproduktion steigern wollte, weswegen ich dann gestresst war wenn wir unterwegs waren und ich das Gefühl hatte ich hab grad viel Milch die ich nicht "loswerde". Mir hat es tatsächlich geholfen eine kleine Handpumpe dabei zu habe. Dann wusste ich - im Notfall kann ich etwas abpumpen. Inzwischen hab ich etwas mehr vertrauen und weiß, dass ein Tag alleine jetzt nicht gleich die Milchproduktion über den Haufen wirft :)
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Larala
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Larala »

Ich würde auch erwarten, dass deine Brust sich inzwischen gut selbst reguliert. Also ein Tag weniger Stillen sollte nicht direkt zum Milchstau führen.
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Mino93
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

Ja wahrscheinlich habt ihr Recht. Und dass die Produktion immer wieder hochgefahren werden kann, das glaube ich auch. In meinen Gedanken ist das andersherum nur ein Problem. Ich mag keine vollen Brüste plus dass der Zyklus dann vllt schon los geht 😁 da reicht ja angeblich manchmal schon ein Tag oder eine Nacht mit großem Abstand zwischen den Stillzeiten xD...

Ich versuche dann zb bei Besuch immer einen guten Zeitpunkt zu finden, um das kleinere Kind schnell ins Zimmer zu entführen:D. Nur manchmal will es dann gar nicht oder wurde zu viel gefüttert und dann ist es blöd. Nochmal abwarten und hoffen es kommt darauf zurück oder versuchen allein nach zu helfen 😁.
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Kann es sein dass du versuchst, die Zeiten zwischen den Stillmahlzeiten künstlich eng zu halten damit dein Zyklus möglichst lang ausbleibt? Das würde mich auch sehr stressen und geht genau genommen am Bedarf des Kindes etwas vorbei.
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Amber
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Amber »

Mino93 hat geschrieben: 13.01.2025, 22:47 Ich versuche dann zb bei Besuch immer einen guten Zeitpunkt zu finden, um das kleinere Kind schnell ins Zimmer zu entführen:D. Nur manchmal will es dann gar nicht oder wurde zu viel gefüttert und dann ist es blöd.
Das Kleinkind muss also stillen weil du es willst? Bedeutet "zu viel gefüttert" dass du die Menge an Beikost möglichst reduzierst, um Stillhunger zu provozieren? Und das alles nur, um keinen Zyklus (und damit eine vermeintlich sichere) Verhütung zu haben?

"Stillen nach Bedarf" bezieht sich ausschließlich auf die Bedürfnisse des Kindes, nicht die der Mutter.
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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