In 95% der Fälle, wenn man mit den Kindern das Haus verlassen will, gibt es ein Riesentheater. Die Kinder wollen grundsätzlich zuhause bleiben. Ganz egal, wo es hingehen soll - Oma und Opa, Cousinen, bester Freund des Großen, Spazieren, Spielplatz, Kindergarten... Es gibt kein "Ziel", bei dem es mit Sicherheit kein Theater gibt. Theater heißt bei uns: sie schreien, kreischen, rennen vor uns weg, verstecken sich, lassen sich nicht anziehen...
Ich weiß, dass Kinder Probleme mit Übergängen haben können, aber ich habe es soooo satt, mir 30 Minuten oder länger den Mund fusselig zu reden, um ihnen das Ziel schmackhaft zu machen, und dann klappt es am Ende doch nur unter Geschrei (von beiden Seiten). Wenn wir dann mal ausnahmsweise draußen sind (Spielplatz, Spaziergang usw.) haben sie Spaß, wollen auch ganz oft nicht wieder nach Hause. Bei Besuchen woanders auch. Wenn sie/wir "gelüftet" sind, finde ich es auch zuhause viel harmonischer, sie streiten gefühlt weniger, ich habe mehr Motivation, wieder Playmobil, Lego oder Schleich mit ihnen zu spielen. Aber ich habe höchstens einmal in der Woche die Kraft und die Nerven, sie zu einem Spaziergang oder zum Spielplatz zu nötigen.
Genauso wenig sehe ich ein, zum Beispiel den Wocheneinkauf immer dann zu erledigen, wenn mein Mann die Kinder nehmen kann. Ich erledige ja schon den größten Teil der Hausarbeit, wenn mein Mann nicht arbeitet oder die Kinder im Bett sind, weil sie sonst rummosern, dass ich mit ihnen spielen soll. Da reicht dann irgendwann einfach nicht mehr die Zeit...
Ich habe es schon mit einem Wochenplan und einem Timer probiert, aber das hat nicht geholfen. Am besten funktioniert es (für meine Nerven) noch, wenn ich die Kinder einfach schnappe, mit körperlichem Zwang anziehe und sie raustrage. Aber das kann es doch auch nicht sein?? Habt ihr noch Tipps?