Krippeneingewöhnung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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annascosmos
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Krippeneingewöhnung

Beitrag von annascosmos »

Hallo meine Lieben,
mein Kleiner ist jetzt ein Jahr alt geworden und ist immer noch ein leidenschaftliches Stillkind :)
Allerdings muss er langsam in die Krippe. Er läuft schon und mittlerweile kann ich das auf der Arbeit einfach nicht mehr unter einen Hut bringen.

Wir haben mit der Krippeneingewöhnung letzte Woche begonnen und der Anfang war Horror pur. Die Türken kennen das Berliner Modell nicht. Stattdessen wird das Kind für ein bis zwei Stunden von der Mama weg in die Gruppe geholt. Und dieser Zeitraum jeden Tag ausgedehnt. Da wir erst um 10 Uhr kommen sollten, fiel das ausserdem noch genau in die Zeitspanne von Lemis erstem Schläfchen (den er natürlich nicht bekam). Der Kleine hat so geheult, dass er schon nach Luft schnappen musste und am Freitag gar nicht mehr gehen wollte. Als wir ankamen in der Krippe, hat er mich gar nicht mehr loslassen wollen.

Ich habe dann die Leitung überzeugt, dass wir das Berliner Modell ausprobieren sollen und einen entsprechenden Link geschickt. Seitdem sitze ich mit in der Gruppe und es klappt eigentlich ganz gut. Er geht auch zur Lehrerin und will hochgenommen werden, wenn er müde und quengelig wird, was ich als Vertrauenszeichen auffasse.

Nun bin ich mir aber nicht sicher, wie ich das mit dem Stillen machen sollen. Denn er kommt ja immer noch zu mir, um zu stillen. Soll ich es ihm dann erlauben? Oder herauszögen?

Und wie ist das mit dem Einschlafstillen? Bisher schläft er eigentlich (außer wir sind draußen unterwegs) immer an der Brust ein. Gestern hat die Lehrerin mal versucht, ihn einzuschläfern, was überhaupt nicht funktioniert hat. Lemi hat wieder furchtbar gebrüllt.

Da weder ich (bin ja keine Pädagogin :) ) noch die Krippe sich mit dem Berliner Modell und besonders mit Stillkindern auskennen, dachte ich, ich frage mal hier nach.

Mir ist schon klar, dass Lemi sich daran gewöhnen wird und sicherlich auch verstehen kann, wo es Milch gibt und wo nicht. Aber wie müssen wir vorgehen, um ihm den Übergang so sanft wie möglich zu gestalten?
Bin mittlerweile einfach nur noch fertig, weil ich mich da so alleine fühle und mir meine kleine Maus auch so leid tut.

Vielen lieben Dank schonmal für eure Antworten.
ixcacienfuegos
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Re: Krippeneingewöhnung

Beitrag von ixcacienfuegos »

Ich habe im Gruppenraum nicht gestillt. Ich habe ihm immer gesagt, dass das erst geht, wenn wir nach Hause gehen (in der Garderobe, wenn es absolut eilig war).
Beim Schlafen hat B. auch erst fürchterlich geheult. Ich finde aber auch, dass man den Kindern Protest zugestehen muss - sie müssen sich ja total umgewöhnen.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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julia1982
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Re: Krippeneingewöhnung

Beitrag von julia1982 »

Ich habe überall gestillt, unsere Eingewöhnung hat super geklappt, ich wollte, dass er weiterhin die Sicherheit hat, dass wenn Mama da ist, alles wie immer ist.


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Baummaedchen
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Re: Krippeneingewöhnung

Beitrag von Baummaedchen »

Ich glaube das mit dem Stillen macht jeder anders. Wir haben erst zu Hause gestillt, wenn ich dabei war. Die Eingewöhnung hat aber zum großen Teil der Papa gemacht.

Beim ersten Schlafversuch waren wir schon nicht mehr dabei. Der wird erst bei uns nach erfolgreicher Trennung gemacht, wenn die Trennungszeit schon bis zur Schlafenszeit reicht. Es hat angeblich gut geklappt mit wiegen auf dem Arm. Die Erzieher hätten sie aber auch in der krippeneigenen Frl. Hübsch rumgeschleppt zur Not. Das war bei uns auch die Papavariante für Mittagsschlaf. Ich habe zum Einschlafen gestillt und das auch weiter gemacht.

Was uns geholfen hat zu Hause die Essens- und Schlafenszeit ungefähr an die Krippenzeiten anzupassen.
mit Mauzi (08/2014) und Mäuserich (09/2016)
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annascosmos
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Re: Krippeneingewöhnung

Beitrag von annascosmos »

Danke für eure Antworten :)
Heute waren wir ja wieder. Und es lief am Anfagn wieder gut.
Lemi liebt den Kontakt mit den anderen Kindern.

Aber kaum, dass er müde wird, will er nur mich und die Brust.
Und wenn er sie nicht bekommt, weint er so furchtbar. Das habe ich vorher nur einmal erlebt gehabt, als er sich mit heißem Wasser die Hand verbrannt hat.
Ich halte das kaum aus.

Die Lehrer/Erzieherin nimmt ihn dann zwar auf den Arm und versucht ihn zu beruhigen oder mit Muttermilch im Fläschchen zu beruhigen, aber er lässt sich nicht beruhigen.

Ach, es zerreißt mir das Herz.

Am liebsten würde ich den Job schmeißen. Aber als Hauptverdienerin ist das eigentlich unmöglich :(
Lanali
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Re: Krippeneingewöhnung

Beitrag von Lanali »

Ich würde mal sagen, so lange du als Milchquelle da bist, wird er zum Schlafen auch zu dir wollen. Wenn ihr also jetzt schon schlafen in der Krippe probieren wollte, dann müsstest du vorher gehen. Also bevor er müde wird natürlich und nicht erst dann, wenn er weint.
Normalerweise sollte die Eingewöhnung ja so laufen, dass das Kind zu der Zeit gerade nicht müde ist. Am Anfang geht man dann einfach wieder mit Kind nach Hause, später geht man dann bevor das Kind müde ist, sonst haben die Erzieher echt keine Chance.
Meine Kinder hätten sich von den Erzieherinnen auch ohne dass sie gestillt werden wollen nicht ins Bett bringen lassen, wenn ich dabei gewesen wäre.
Liebe Grüße
Lanali mit B. (01/2010), S. (11/2012) und N. (09/17)
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annascosmos
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Re: Krippeneingewöhnung

Beitrag von annascosmos »

Hallo meine Lieben,
ich wollte mich mal wieder melden.

Wir haben das mit der Krippe jetzt sein gelassen. Obwohl ich den Gruppenleitern und der Psychologin (!) Infos zum Berliner Modell in Türkisch gegeben habe, haben sie da nicht wirklich mitgemacht und meinen Kleinen extrem lange weinen lassen, bevor sie mich geholt haben. Mein kleiner Sonnenschein (ja er ist eigentlich ne Dauergrinsebacke) war plötzlich ein extrem verunsichertes Kind, völlig fahrig und hat abends und nachts so geklammert...
Abgesehen von anderen Dingen, die ich nicht so toll fand.

Jetzt machen wir es mit Oma :) Das klappt super, er liebt Oma und spielt mit ihr. Ich kann sogar für 2 bis 3 Stunden weggehen.
Aber, das dumme dumme Aber, sobald er müde wird, geht nix mehr. Dann weint er, bis ich komme. Wobei Oma ziemlich flott Bescheid gibt, damit er nicht so schlimm weinen muss.

Jetzt ist das mit dem Müdewerden so eine Sache. Er hat momentan einen Schlafrhythmus mit zweimal Schlafen tagsüber. Einmal gegen 10/11 Uhr und dann nochmal so um 16/17 Uhr.
Da ich von 9-14 Uhr arbeiten werde, fällt definitiv ein Schlaf in diese Zeit. Und da liegt unser Problem. Er will nur bei mir an der Brust schlafen. Und weint dann eben, wenn er das nicht bekommt.

Habt ihr da Tipps? Abstillen kommt für mich nicht in Frage. Ich denke auch nicht, dass es alleine daran liegt (obwohl alle um mich herum das behaupten). Er schläft, wenn richtig ausgepowert, doch auch bei Papa auf dem Arm oder im Kinderwagen ein.

Ich werde morgen mal unseren Kinderwagen mitnehmen zur Oma, dann kann sie es mal damit versuchen. Aber das ist ja auch keine Dauerlösung, oder? Ansonsten wäre ich wirklich über Tipps dankbar. Vielleicht mache ich auch was falsch?

Vielen Dank!
Serafin
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Re: Krippeneingewöhnung

Beitrag von Serafin »

Ist doch schön, dass es bei Oma klappt. Aber lasst doch, wenn es klappt, den Kinderwagen bei Oma stehen und zu Hause tragen? Oder für Oma einen zweiten gebrauchten kaufen?
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
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Brianna
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Re: Krippeneingewöhnung

Beitrag von Brianna »

Ich würde auch den Kinderwagen nehmen, wenn er darin schläft. Man kann ja nicht nur im Bett schlafen.
J 05/13 L 12/15
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Carraluma
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Re: Krippeneingewöhnung

Beitrag von Carraluma »

Noch eine Stimme für den Kinderwagen.
Bei uns benutzen den die Großeltern zum Kind schlafen lassen (auch im Haus!).
Wahrscheinlich würde es auch anders funktionieren, aber damit fühlen sich die Großeltern m sichersten. :wink:
Und gerade das Vormittagsschläfchen klappt bei uns immer am besten.
Das klappt bei euch bestimmt auch!
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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