Mein kleiner ist jetzt 21 Monate alt, mit dem Stillen lief eigentlich immer alles bestens, auch dank Recherche hier im Forum natürlich
Mein Zwerg hat mal immer weniger gestillt, dann haben wir es langsam auf "nur noch zu Hause" verlegt, was er auch akzeptiert. Ja, ich finde auch, dass Frauen in der Öffentlichkeit stillen dürfen und dürfen sollten ohne schräg angeschaut zu werden, aber ich will da aus meiner eigenen Einstellung dazu einfach kein Politikum machen. Das mach ich in vielen anderen Sachen, erzähle allen wie toll Tragetücher und Stoffwindeln sind aber beim Stillen, ich weis nicht, das ist mir eins zu viel. Es ist mir doch zu intim, zu privat. Ich will das nicht ständig verhandeln oder rechtfertigen.
Zu Hause fordert er das auch deutlich ein und wenn wir abends besuch haben, dann eigentlich nur von sehr vertrauten personen, die auch alle keine Kinder haben. Vor denen macht mir das Stillen keine Probleme, die haben natürlich nachgefragt "jetzt noch? wie lange noch? Ist das normal?" aber durchweg interessiert, bzw. einfach uninformiert, was für mich ok war. Dann erklär ich auch gerne wie ich das sehe und warum ich mich so entschieden hab. Jetzt bekommen wir aber am Wochenende das erste mal Besuch von anderen Eltern, keine engen Freunde (noch nicht zumindest), von einem Kind aus der Kita. Wir freuen uns darauf haben uns auch schon mal nachmittags bei ihnen getroffen und für nett befunden. Jetzt also bei uns und der Zwerg wird das Stillen einfordern. Ich weis, dass sie nicht mehr stillt. Ich will zum einen meinem Kind nichts verwehren, was es sonst immer bekommt, zum anderen aber auch nicht die anderen Eltern verschrecken (wir können Elternfreunde und die damit verbundene eventuelle Babysitterallianz echt gut gebrauchen) und aber auch nicht so wirken als wäre mir die Situation die ganze Zeit unangenehm. Ich fühl mich dabei irgendwie blöd und auch ein bisschen kindisch. Würde mich freuen von euch zu hören, wie ihr mit solchen Situationen umgeht. Denn mal im Ernst: Es ist einem ja eben doch nicht immer egal, was die anderen von einem halten. Oder doch? Oder nicht jedem. Oder zumindest nicht bei jedem