Abstillen nach Gordon

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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ingek
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Abstillen nach Gordon

Beitrag von ingek »

Hallo,

Hier gibt es sich sicher Mütter, die nach Gordon oder vielleicht auch anders abgestillt haben und mir vielleicht von ihren Erfahrungen berichten können?

Mein Zwerg ist inzwischen 21 Monate alt. Seit 4 Monaten habe ich mit Rissen in meinen Brustwarzen zu kämpfen (dazu gibt es einen anderen Thread). Dieses Problem hat am Ende veranlasst, dass ich doch nach und nach abgestillt habe. Seit ca. 2 Monaten wird nur noch im Bett zum schlafen (mittags und nachts gestillt). Leider wacht mein Sohnemann auch nachts so häufig auf, dass das Stillen für mich inzwischen eine Qual ist. Durch die Schmerzen kann ich nicht einfach wie früher beim Stillen weiter schlafen und muss quasi warten bis er mit trinken fertig ist. Leider hat er sich in den letzten Wochen immer mehr darauf verlegt dann auch noch zu nuckeln. Ihn einfach zu lösen ist nicht ohne Verlangen nach weiterem Stillen möglich. Wie dem auch sei. Ich habe jetzt im Oktober wieder angefangen zu arbeiten und geh einfach auf dem Schlauch. Der Kleine steht zu dem (warum auch immer) seit zwei Wochen um fünf Uhr morgens auf... Daher habe ich mich entschlossen nachts abzustillen. Nun mein Problem: Wir kämpfen seit einer Woche. Er wird nachts weiterhin wach und ist natürlich wütend, dass er seine Milch nicht bekommt. (wir schlafen zusammen in einem Bett, ich singe, rede ihm gut zu, er darf auf mir schlafen) An sich beruhigt er sich nach 2-10 min, aber das Spiel geht nachts öfter und wenn er dann um fünf (einmal habe ich es bis sechs geschafft) gestillt wird, dann ist für ihn aufstehen angesagt :( mein Mann meint, der Kleine kann den Unterschied nicht erkennen, nur zum einschlafen und aufwachen gestillt zu werden, nachts aber gar nicht. Ich müsse ganz aufhören. Das fühlt sich allerdings auch irgendwie nicht richtig für mich an. Ich weis nicht, wie ich weitermachen soll. Für mich ist nachts stillen, wegen der o. g. Gründe keine Alternative mehr, aber so wie es im Moment läuft, geht es auch nicht. Inzwischen macht mich der Schlafmangel auch einfach krank. Ich habe Kopfschmerzen, im Moment eine Gastritis und bin soooo müde.

Hat die ein oder andere Mama Tipps für mich, wie ich meinen kleinen am besten Abstillen kann (und in am besten dazu überreden könnte, morgens eine Stunde länger zu schlafen)?



Viele Grüße,
Inge
Grüße, Inge mit Lausemaus (*03.10) & Lausezwerg (*01.14)

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revolte
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Re: Abstillen nach Gordon

Beitrag von revolte »

Hallo, ich verweise dich mal freundlich auf die Suchfunktion. Hier gab es schon soooooo viele Gordon Abstillthreads :)
Bei Tapatalk funktioniert die Suche mMn nicht so gut.
Viel Erfolg .

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ingek
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Re: Abstillen nach Gordon

Beitrag von ingek »

revolte hat geschrieben:Hallo, ich verweise dich mal freundlich auf die Suchfunktion. Hier gab es schon soooooo viele Gordon Abstillthreads :)
Bei Tapatalk funktioniert die Suche mMn nicht so gut.
Viel Erfolg .

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Danke für deine Antwort. Gesucht und gelesen habe ich natürlich schon in den letzten Tagen und Wochen. Da waren leider keine "Antworten" für mich dabei.

Ich habe diesen Thread eröffnet, weil ich im Moment wirklich völlig fertig bin und gehofft hatte, dass hier Mütter dabei sind, die wertvolle Tipps oder Zuspruch für mich hätten. Wenn aber noch ein weitere Abstillthread hier als störend empfunden wird, dürft ihr ihn auch gerne wieder löschen.

Viele Grüße,
Inge
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revolte
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Re: Abstillen nach Gordon

Beitrag von revolte »

Ok,.ich antworte dir später mal.ausführlich.: )

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Re: Abstillen nach Gordon

Beitrag von matje »

Uff, das klingt hart. Ist es eine Option, dass der Papa nachts übernimmt? Ich habe vor einigen Wochen kurzentschlossen nachts abgestillt, weil es eine Reihe richtig schlechter Nächte gab und ich einfach am Stock ging. Ich war überrascht, wie unproblematisch es war [emoji15] Ich bin allerdings für eine Woche ins Nebenzimmer umgezogen. In der ersten Nacht hat sie über einen Zeitraum von eineinhalb Stunden immer wieder kurz geweint, sich aber schneller vom Papa wieder beruhigen lassen als ich es mir anders überlegen konnte (also ziemlich schnell [emoji1]). Dann hat sie 7 Stunden am Stück geschlafen [emoji15] Die folgenden Nächte waren völlig unproblematisch. Seitdem akzeptiert sie es auch, von mir in den Schlaf zurück gekuschelt zu werden. Ich stille jetzt noch abends zum Einschlafen und morgens zum Aufwachen und bin sehr zufrieden mit der Situation.

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revolte
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Re: Abstillen nach Gordon

Beitrag von revolte »

So ich nochmal,.ich habe damals auch mit der Gordon Methode nachts abgestillt. Und es hat funktioniert. Ich dachte auch zuerst, woher soll das Kind wissen wann jetzt halb 6 ist usw.
Ich glaub wichtig ist dass du die Stillpause nicht länger als 5 Stunden machst. Und das allerallerwichtigste. Du musst absolut überzeugt davon sein dass du es willst. Ich habe glaube 3 Abläufe gebraucht und bin anfangs eingeknickt. Aber irgendwann konnte ich körperlich einfach nicht mehr und habe dann gestreichelt, beruhigt, erklärt dass die Brust jetzt auch müde ist und schläft. Und klar war der Protest und Frust anfangs groß,.aber ich war da und hab ihn getröstet. Und mit 21 Monaten ist dein Sohn schon in der Lage es zu verstehen, im Gegensatz zu einem kleinen Säugling.
Die Option, dass mein Mann übernimmt bestand bei uns nicht, mein Sohn brauchte mich in dem Moment.
Ich wünsche dir.auf jeden Fall viel Erfolg, es ist nicht einfach. Aber Stillen sollte für beide schön sein und wenn du leidest macht das ja keinen Sinn so :)

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ingek
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Re: Abstillen nach Gordon

Beitrag von ingek »

matje hat geschrieben:Uff, das klingt hart. Ist es eine Option, dass der Papa nachts übernimmt? Ich habe vor einigen Wochen kurzentschlossen nachts abgestillt, weil es eine Reihe richtig schlechter Nächte gab und ich einfach am Stock ging. Ich war überrascht, wie unproblematisch es war [emoji15] Ich bin allerdings für eine Woche ins Nebenzimmer umgezogen. In der ersten Nacht hat sie über einen Zeitraum von eineinhalb Stunden immer wieder kurz geweint, sich aber schneller vom Papa wieder beruhigen lassen als ich es mir anders überlegen konnte (also ziemlich schnell [emoji1]). Dann hat sie 7 Stunden am Stück geschlafen [emoji15] Die folgenden Nächte waren völlig unproblematisch. Seitdem akzeptiert sie es auch, von mir in den Schlaf zurück gekuschelt zu werden. Ich stille jetzt noch abends zum Einschlafen und morgens zum Aufwachen und bin sehr zufrieden mit der Situation.

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Hallo, Danke für deine Antwort. Der Papa hat leider durch beruflichen Streß immer wieder starke Migräne Attacken. Ein Auslöser ist Schlafmangel. Daher möchte ich meinen Mann die Abstillsache ungerne aufbürden. Wenn Papa Migräne hat, leidet die ganze Familie :(.

Viele Grüße,
Inge
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Re: Abstillen nach Gordon

Beitrag von ingek »

revolte hat geschrieben: Ich wünsche dir.auf jeden Fall viel Erfolg, es ist nicht einfach. Aber Stillen sollte für beide schön sein und wenn du leidest macht das ja keinen Sinn so :)
Danke für deinen Erfahrungsbericht und deinen Zuspruch!

Du schreibst, dass du es wichtig findest, dass nicht mehr als 5Std Pause zwischen dem Stillen sind. Heißt das, das nochmal nach dem Einschlafen oder vor dem Aufstehen gestillt wird? Ich meine ist das nicht noch verwirrender für das Kind?

Viele Grüße,
Inge
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Re: Abstillen nach Gordon

Beitrag von revolte »

Ich weiß es nicht, ich glaube es war die von gordon vorgesehene Zeit. Da mein Sohn die ganze Nacht mit der Brust im Mund schlief, schien es für mich plausibel erstmal "nur 5 Stunden " und das dann ggf. zu verlängern
schau einfach was für euch am besten passt.

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blueberry
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Re: Abstillen nach Gordon

Beitrag von blueberry »

Bei uns hat es geholfen, ein für das Kind erkennbares Zeitsignal zu verwenden: Ich habe abends vor dem letzten Stillen erklärt, dass es jetzt nochmal Milch gibt und dann morgen früh wieder, "wenn die Sonne scheint und es wieder hell ist". Nachts bin ich dann bei einem freundlichen "wenn es wieder hell ist, kriegst Du Milch" geblieben, wenn sie aufgewacht ist.

Da es jetzt im Winter so irre lange dunkel ist: ich kenne hier aus dem Forum einen Erfahrungsbericht mit einem Nachtlämpchen mit Zeitschaltuhr: "Lampe aus"=Brust schläft, "Lichtchen an"= Wenn ich möchte, kann ich jetzt nach Milch fragen.

Und ich habe Wasser angeboten. Beide meiner Kinder hatten mit zwei Jahren nachts manchmal auch einfach echt Durst und haben dann ein halbes Glas Wasser in einem Rutsch geleert! :o

Das Einschlafstillen hab ich bei der Kleinen aufs Sofa verlegt: das war für sie besser zu trennen, weil es da schon oft dunkel war und ich im Bett ja nur noch im Hellen gestillt habe.

Achso, ja: und ich habe tagsüber das Stillen wieder verstärkt von mir aus angeboten. Ich hatte das Gefühl, dass vor allem der Große so eine Art 24h-Stillkonto hatte: Soundsoviele Stillminuten pro 24h brauchte er einfach - und mir waren die deutlich lieber tagsüber...

Manchmal ist es auch eine Frage der Zeit: Der Große wurde damals so panisch beim ersten Versuch, dass ich es nach zwei Nächten abbrach. Da war er ziemlich genau 2 Jahre alt. Ein Vierteljahr später war das Ganze ziemlich problemlos in zwei Nächten etabliert.

Alles Gute für Euch! Liebe Grüße,
blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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