Meine Tochter ist bei eT+12 zuhause geboren, Schwangerschaft und Geburt waren unauffällg, einzig meine gelähmte Gesichtshälfte durch einen gestressten Farcialisnerv gegen Ende der Schwangerschaft war komisch. Aber das ging auch schnell wieder weg. Ich war völlig sicher, stillen zu können, notfalls wollte ich mich einfach an eine Stillberaterin wenden.
Nach der Geburt schlief meine Tochter recht viel, am zweiten Tag fing ich an, sie zum Stillen immer mal zu wecken, anfangs dockte sie nicht richtig an, aber ich glaub, spätestens am zweiten oder dritten Tag, klappte das super, ich hatte nie wunde Brustwarzen. Ich hatte keinen merklichen Milcheinschuss, zwar wurde die Milch irgendwann weiß, aber meine Brüste waren immer weich. Meine Tochter pinkelte, hatte aber nur einmal an Tag 1 oder 2 Stuhlgang, dann erstmal nicht mehr. Und sie nahm ab, genaue Gewichtsdaten hab ich nicht. Die Hebammen fingen an, rumzudoktorn und ich ließ alles geschehen, weil ich irgendwie all meine Vorsätze vergessen hatte. So begann das Zufüttern an Tag 4 mit Tee aus der Flasche
Die Stillberaterin meinte irgendwann, wir könnten die Premilch ja auch einfach mal langsam reduzieren, meine Brust würde den reduzierten Teil dann schon selbst produzieren. Und weinen würde außerdem auch nicht immer Hunger bedeuten. Das kam mir zwar alles etwas komisch vor, aber Pre reduzieren wollte ich natürlich seeeehr gerne, also versuchten wir das. Schwupps war unser Baby dauerunglücklich. Ich hab die ganzen Zeiten nicht mehr im Kopf, weiß also nicht mehr genau, wann wir mit der Reduktion anfingen und wie lange das arme Kind tatsächlich hungerte
Irgendwann las ich von Bockshornkleekapseln und nahm diese in der gängigen Dosierung ein, brachte nix. Domperidon mochte ich irgendwie nicht probieren. Mit neun Monaten direkt nach dem Dreitagesfieber brauchten wir plötzlich kein einziges BES mehr, obwohl sie nicht auffallend mehr Beikost (ausschließlich Fingerfood) zu sich nahm. Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Sie hatte zuvor mehrmals täglich mit BES gestillt - wie oft genau und wie viel PRE sie getrunken hat, weiß ich nicht. Aufgeschrieben haben wir eh nie was dazu und außerdem irgendwann voller Absicht nicht mehr darauf geachtet, weil mich Tage, an denen sie viel PRE trank, immer so runter zogen. Wir stillen übrigens heute noch.
Ich kannte zwar damals das SuT schon und las auch viel darin, dachte aber, da ich ja eine "echte" Stillberaterin habe, brauch ich keine weitere Hilfe. Das war wohl ein Trugschluss.
Nun steht Ende August die nächste Geburt an und ich hab Schiss, dass es wieder Probleme mit der Milchmenge gibt. Mein derzeitiger Plan ist, das Baby ab Geburt täglich auf einer Waage aus der Apotheke zu wiegen, um frühzeitig zu sehen, ob eine Zufütterindikation besteht und auch direkt zu erkennen, wie viel PRE pro Tag zugefüttert werden sollte. Mehrere BES sind noch vorhanden. Mit meinem Gyn habe ich schon gesprochen, er würde mir bei Bedarf Domperidon verschreiben. Was könnte ich noch vorbeugend tun oder besorgen?

