Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

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eve
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Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von eve »

Ich habe gerade einen Riesenrespekt vor dem Wochenbett, weil das Stillen meiner Tochter so schlecht funktioniert hat und ich Sorge habe, dass es dieses Mal wieder so kommt. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen und so ein paar Ängste nehmen.

Meine Tochter ist bei eT+12 zuhause geboren, Schwangerschaft und Geburt waren unauffällg, einzig meine gelähmte Gesichtshälfte durch einen gestressten Farcialisnerv gegen Ende der Schwangerschaft war komisch. Aber das ging auch schnell wieder weg. Ich war völlig sicher, stillen zu können, notfalls wollte ich mich einfach an eine Stillberaterin wenden.

Nach der Geburt schlief meine Tochter recht viel, am zweiten Tag fing ich an, sie zum Stillen immer mal zu wecken, anfangs dockte sie nicht richtig an, aber ich glaub, spätestens am zweiten oder dritten Tag, klappte das super, ich hatte nie wunde Brustwarzen. Ich hatte keinen merklichen Milcheinschuss, zwar wurde die Milch irgendwann weiß, aber meine Brüste waren immer weich. Meine Tochter pinkelte, hatte aber nur einmal an Tag 1 oder 2 Stuhlgang, dann erstmal nicht mehr. Und sie nahm ab, genaue Gewichtsdaten hab ich nicht. Die Hebammen fingen an, rumzudoktorn und ich ließ alles geschehen, weil ich irgendwie all meine Vorsätze vergessen hatte. So begann das Zufüttern an Tag 4 mit Tee aus der Flasche :| Weiter ging es an Tag 5 mit kleinen Mengen Pre aus der Flasche nach dem Stillen. Da setzte dann mein Hirn wieder ein und ich kontaktierte eine Stillberaterin, die auch direkt bei uns vorbeikam, auf meinen Wunsch hin ein BES mitbrachte und mir auch eine Pumpe lieh. Das Pumpen war fürchterlich, ich fühlte mich ganz schrecklich dabei und es kamen nur Tropfen raus, sodass ich nach einigen Tagen frustriert aufgab. Mit dem BES hingegen kamen wir super klar. Allerdings hatten wir überhaupt keinen Plan beim Zufüttern, wir gaben ihr einfach immer Pre dazu, wenn wir das Gefühl hatten, sie sei noch hungrig, allerdings versuchten wir die Menge möglichst gering zu halten. Von täglichem Wiegen wurde uns abgeraten, das würde zu viel Stress bereiten. Auf Anraten der Stillberaterin ließ ich beim Gyn überprüfen, ob noch Plazetareste in der Gebärmutter verblieben seien, was nicht der Fall war, und meine Schilddrüsenwerte testen, die in Ordnung waren. Mein - auch heute noch vorhandenes - Übergewicht sprach die Stillberaterin nicht an. Ich habe erst später gelesen, dass es daraufhin zu Milchbildungsstörungen kommen kann.
Die Stillberaterin meinte irgendwann, wir könnten die Premilch ja auch einfach mal langsam reduzieren, meine Brust würde den reduzierten Teil dann schon selbst produzieren. Und weinen würde außerdem auch nicht immer Hunger bedeuten. Das kam mir zwar alles etwas komisch vor, aber Pre reduzieren wollte ich natürlich seeeehr gerne, also versuchten wir das. Schwupps war unser Baby dauerunglücklich. Ich hab die ganzen Zeiten nicht mehr im Kopf, weiß also nicht mehr genau, wann wir mit der Reduktion anfingen und wie lange das arme Kind tatsächlich hungerte :( . Ich weiß nur noch, dass wir, als unsere Tochter ca sechs Wochen alt war, auf eigene Faust wieder damit begannen, ihr einfach immer dann Pre zu geben, wenn wir dachten, sie sei hungrig. Dadurch wurde sie wieder sehr viel zufriedener. Bei der darauf folgenden U war der Kinderarzt von ihrem Gewicht nicht begeistert, aber auch nocht nicht dolle besorgt, ganz, ganz schlimm gehungert hat sie also hoffentlich nicht.

Irgendwann las ich von Bockshornkleekapseln und nahm diese in der gängigen Dosierung ein, brachte nix. Domperidon mochte ich irgendwie nicht probieren. Mit neun Monaten direkt nach dem Dreitagesfieber brauchten wir plötzlich kein einziges BES mehr, obwohl sie nicht auffallend mehr Beikost (ausschließlich Fingerfood) zu sich nahm. Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Sie hatte zuvor mehrmals täglich mit BES gestillt - wie oft genau und wie viel PRE sie getrunken hat, weiß ich nicht. Aufgeschrieben haben wir eh nie was dazu und außerdem irgendwann voller Absicht nicht mehr darauf geachtet, weil mich Tage, an denen sie viel PRE trank, immer so runter zogen. Wir stillen übrigens heute noch.

Ich kannte zwar damals das SuT schon und las auch viel darin, dachte aber, da ich ja eine "echte" Stillberaterin habe, brauch ich keine weitere Hilfe. Das war wohl ein Trugschluss.

Nun steht Ende August die nächste Geburt an und ich hab Schiss, dass es wieder Probleme mit der Milchmenge gibt. Mein derzeitiger Plan ist, das Baby ab Geburt täglich auf einer Waage aus der Apotheke zu wiegen, um frühzeitig zu sehen, ob eine Zufütterindikation besteht und auch direkt zu erkennen, wie viel PRE pro Tag zugefüttert werden sollte. Mehrere BES sind noch vorhanden. Mit meinem Gyn habe ich schon gesprochen, er würde mir bei Bedarf Domperidon verschreiben. Was könnte ich noch vorbeugend tun oder besorgen?
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Neuhier
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Re: Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von Neuhier »

Hier kann dir bestimmt eine stillberaterin jemand kompetenten vor Ort empfehlen. Ich habe auch keine einfache Geschichte beim ersten hinter mir und Julia hat mir für das zweite jemanden empfohlen. Ich hoffe mir für die zweite stillzeit hilfreiche Beratung.
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Teazer
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Re: Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von Teazer »

(((Eve))) Ich kann Deine Sorgen verstehen. Du scheinst mir dieses Mal besser gewappnet zu sein. Allerdings weiß ich nicht, ob tägliches Wiegen ab Geburt wirklich die Lösung ist. Du schreibst, dass bei Deiner Großen bereits ab Tag 4 zugefüttert wurde. Ohne Gewichtsdaten lässt sich jetzt nicht beurteilen, ob das wirklich notwendig war. Jedes Baby nimmt nach der Geburt ab und ich schätze, dass tägliches Wiegen MICH absolut verrückt machen würde. Aber da bekommst Du bestimmt noch Rückmeldung von einer StillMod.

Ich möchte mehrere Sachen aus Deinem Post hervorheben :

- Du bist mittlerweile eine erfahrene Stillmama:D
- Du weißt, wo Du kompetente Beratung erhältst. :)
- Du hast Deinen Gyn auf Deiner Seite.

Außerdem ist es ein neues Kind, ein neuer Stillstart, neue Hormone, etc. Du weißt, dass Tee bei Gewichtsverlust nicht hilft, sondern das Problem vergrößert. Du würdest nicht mehr unkontrolliert zufüttern, sollte es nötig sein.

All das sind gute Voraussetzungen für eine von Anfang an gelingende Stillbeziehung. :)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Re: Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von Brombeerhag »

hey Eve, ich habe eine ganz ähnliche Geschichte hinter mir. meine Große wurde schon im KH von den Schwestern zugefüttert,nachdem die Milch bei mir nur gaaaaanz zögernd einschoss. zuhause dann nicht mehr. aber sie nahm nicht anständig zu und so haben wir ab der achten/ neunten Lebenswoche zugefüttert. gestillt hat sie dann trotzdem 21 Monate lang
vor der Geburt von Kind2 im Mai hatte ich auch schon Angst wie es wohl diesmal klappen würde und bislang kann ich vermelden: Milcheinschuss direkt nach der Geburt, sofort üppig Milch und einen satten kleinen Mann - eine ganz neue Erfahrung. er hat bislang gut zugenommen , wiegt jetzt in der achten Wochen 1750g mehr als bei Geburt und hat auch schon in der Länge gut acht cm zugelegt. trotz seiner Zufriedenheit war ich immer ganz scharf auf s wöchentliche wiegen - zu meiner Beruhigung. nun fällt das weg, die Nachsorge ist rumm und ich bibbere schon vor der U4 . wenn ich mir zuviele Gedanken mach frag ich nächste Woche in der Rückbildung ob sie ihn wiegen können. bin mal gespannt wielang ich erfolgreich vollstillen muss um das Trauma beim ersten Kind zu überwinden :roll:

lange Rede kurzer Sinn: beim zweiten Kind ist alles anders und wie teazer schon sagte: du bist jetzt eine erfahrene Stillmama und deine Brüste sind erfahrene Stillbrüste :wink: - du wirst sehen, das klappt diesmal super :D
Liebe Grüße von Jessica mit Grüffelokind 02.2012 und Grüffelchen 05.2014

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EhMibima

Re: Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von EhMibima »

eve,((())) ich kann nichts fachliches sagen. Wollte dir nur die Daumen drücken daß diesmal alles klappt! :)
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Re: Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von jusl »

Was könnte ich noch vorbeugend tun oder besorgen?
Nix. Du bist wirklich super vorbereitet, und ich finde Deine Überlegungen und Pläne ausnahmslos sinnvoll.
Lass es entspannt auf Dich zu kommen; Du WEISST ja jetzt, welche Art Unterstützung Dir hilft und auf welche Weise Du gegebenenfalls (was ja keineswegs bereits feststeht) die richtige Menge, also so viel wie nötig und so wenig wie möglich, zufüttern kannst.

LG und alles Gute erstmal
Julia
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eve
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Re: Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von eve »

Vielen Dank für eure Rückmeldungen!!
Schön zu lesen, dass die zweite Stillzeit ganz anders laufen kann, ich bin gespannt und voller Hoffnung..

Ich werde also ne Waage besorgen und mich bei Bedarf hier wieder melden.
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Re: Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von Wölkchen123 »

Hallo Eve,
mich treiben ganz ähnliche Sorgen um, wenn auch mit etwas anderer Vorgeschichte. Ich möchte Dir zum Einen ganz viel positive Energie schicken (du schaffst das!) und zum Anderen fragen, ob du die Waage kaufen oder leihen willst? Einige raten ja vom tägl. Wiegen ab, aber ich will das zu Beginn auch machen oder zumindest alle paar Tage über einen längeren Zeitraum (bei uns kamen dieProbleme erst später). Da würde sich ein Kauf evt. schon lohnen. Die Tage ist nur ob man sich damit unnötig verrückt macht....?
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
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Re: Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von Wölkchen123 »

Tage = Frage ;-)
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
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eve
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Re: Sorge vor erneuten Stillproblemen beim zweiten Kind

Beitrag von eve »

Bisher war mein Plan, eine Waage zu leihen. Mein Gyn meinte schon, er könne sie mir auch verschreiben. Ob die Krankenkassen das anerkennen, weiß ich allerdings nicht.
Ich will auf jeden Fall täglich wiegen, jedenfalls erstmal, ich denke, mich wird es eher beruhigen. Ich hab hier schon sooooo oft gelesen, dass ein einzelner Wert nichts aussagt, er einem also keine Angst machen braucht. Ich denke, das hab ich inzwischen verinnerlicht und kann mit einzelnen niedrigeren Werten umgehen.
Irgendwie hast du mich jetzt doch zum Nachdenken gebracht, ob es nicht doch sinnvoller wäre, eine Waage zu kaufen. Ich werd in den nächsten Tagen mal ein paar Apotheken anrufen und nach den Leihgebühren fragen.

Danke für die Energie :)
Wann ist denn dein eT?
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