mein 6 Wochen junges Babymädchen und ich schleichen langsam auf ein blödes Problem zu. Wobei, eigentlich haben wir das Problem leider schon
Kurze Vorgeschichte zu uns:
Wir mussten im Krankenhaus zufüttern, da sie rund 12 % von ihrem Geburtsgewicht abgenommen hatte und selbst der Stillberaterin keine andere Lösung mehr einfiel. Ich habe fleißig abgepumpt, u.A. natürlich auch um die Milchmenge zu steigern (der Milcheinschuss ließ recht lange auf sich warten) und als Aufstockung bekam die Kleine Pre-Nahrung aus der Flasche (ich weiß, die Zufütterung per Flasche hat ihre Nachteile).
Das Andocken hat sie am Anfang leider nicht gut hinbekommen. Wobei, das Andocken an sich schon, aber sie brachte die Energie nicht auf, angedockt zu bleiben und zu saugen. Wir haben dann im Krankenhaus Stillhütchen bekommen und damit klappte es ganz gut. Sie nahm Brust mit Stillhütchen und Flasche gleich gut an.
Als wir aus dem Krankenhaus entlassen wurden, mussten wir nicht mehr zufüttern, denn das Vollstillen reichte aus .. hurra
In den Stillpausen habe ich hin und wieder mal abgepumpt, um die Gewöhnung an die Flasche nicht ausschleichen zu lassen, z.B. für den Fall, wenn ich demnächst zur Rückbildung gehe, dass mein Mann die Kleine mit der Flasche füttern kann. Ich habe nur alle paar Tage abgepumpt (Handpumpe), da es meine Brustwarzen ziemlich strapaziert.
Das Babymädchen trank in der ersten Zeit zu Hause sehr gut. Sie kann es mittlerweile auch ohne Stillhütchen und wurde immer satt.
Zumindest bis vor etwa 1,5 Wochen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass sie nicht mehr so viel trinkt, dafür viel mehr "trocken" nuckelt und oft beim Stillen einschläft. Sie war bisher nie die Schnelltrinkerin, aber immerhin hat sie vorher langsam, aber konstant getrunken. Jetzt kommen nur noch wenig Schluckgeräusche und danach nur noch das Nuckeln.
Ok, hab ich erst gedacht, sie trinkt jetzt effizienter. Aber wenn ich mir die letzten Tage ansehe, glaube ich das nicht. Selbst wenn wir, wie gerade eben, 1,5 Stunden mit Stillen verbringen (samt zahlreichen An- und Andocken, Seiten- und Positionswechseln), ist sie, wenn ich sie vom Stillkissen nehme, direkt gefrustet, nuckelt an ihrem Händchen und beginnt samt Tränchen zu weinen. Mein Kind hat also vermutlich noch Hunger
Dieser vermutliche Hunger hat auch zur Folge, dass sie nicht mehr gut einschläft. Besonders abends nicht, wenn sie eh Dauerstillen will. Das hat sie am Anfang auch gemacht und das ist für mich total okay, aber am Anfang hat sie wenigstens noch Milch aus der Brust gesaugt, jetzt hab ich das Gefühl, dass da abends überhaupt nichts mehr rauskommt, bzw. von ihr eingesaugt wird. Sie ist dann noch mehr gefrustet und vor ein paar Tagen haben wir aus lauter Verzweiflung (wer will schon, dass sein Kind hungert?!) begonnen, ihr abends nach dem Stillmarathon ein Fläschen Pre zu geben. Das zieht sie sich jeden Abend komplett noch weg (125 ml)
Das ist so aber fern meiner Wunschvorstellung. Ich möchte sie gerne ausschließlich stillen und nicht mit Pulver ernähren!
Dazu kommt, dass ich mir Sorgen mache, dass meine Milch durch das anscheinend zu wenige Trinken zurückgeht, bzw. sich nicht an das Wachstum unserer Kleinen anpasst. Wenn ich abpumpe, bekomme ich nur ein bisschen was raus (30-50 ml gesamt), allerdings ist das bei mir kein Indikator, denn mit der Handmilchpumpe habe ich eigentlich noch nie größeren Erfolg gehabt.
Was kann ich denn da jetzt wohl tun? Wie bekomme ich sie dazu, an der Brust wieder effizienter zu trinken? Ich glaube irgendwie nicht, dass es eine Saugverwirrung ist. Ein paar wenige volle Schlucke trinkt sie ja jedes Mal (sprich: sie weiß definitiv, wie es geht), aber stellt das ganze dann nach ein paar Minuten ein und geht zum Nuckeln über, bzw. schläft ein. Aber vielleicht würde sie ja auch gerne mehr trinken, aber es kommt einfach nicht mehr Milch??
Ihre Gewichtsentwicklung ist allerdings gut. Sie nimmt etwa 150 g die Woche zu. Auch nasse Windeln haben wir 3-4 Mal am Tag. Stuhlgang etwa einmal täglich oder alle zwei Tage.
Wir hatten die Tage eh einen Termin beim Osteopathen und der sah keine Probleme am Kiefer oder eine andere Ursache, die das reduzierte Trinkverhalten erklären würde.
Weiß jemand Rat? Oder ist das vielleicht eine normale Variante des Clusterfeedings? Aber dann würde sie doch nicht nach ein paar wenigen Schlucken aufhören oder?
Danke für's Lesen und viele Grüße,
lindenbäumchen
