da mich momentan das Stillen ein wenig umtreibt und auch grad mal wieder ein bisschen problembehaftet ist, dachte ich mir, ich frag einfach mal, ob jemand ein paar gute Tipps hat.
Zunächst mal die Situation:
Unser Kleiner ist fast 20 Monate alt und wurde sieben Monate vollgestillt. Danach reduzierte sich das Stillen ziemlich schnell auf „nur noch“ zum Einschlafen und Aufwachen und natürlich nachts. Es lief eigentlich ganz gut, bis ich dann meine Periode wieder bekam, als der Sprotterich ca. ein Jahr alt war. Zuerst gab es nur Haarausfall (ich reagiere immer ziemlich auf Hormonschwankungen, hatte früher auch viel Haarausfall und hab auf verschiedene Pillen nicht gut reagiert), doch dann beobachtete ich, dass das Stillen immer kurz vor der Regel nicht gut klappte. An er Milchmenge konnte es imo nicht liegen, da wir ja immer noch gleichbleibend stillten, und so vermutete ich aufgrund meiner „Hormonanfälligkeit“ die Ursache eher im Ausbleiben des Milchspendereflexes. Ich googlete fleißig und fand schließlich auf einer englischen Seite den Tipp, Calcium einzunehmen um dem ausbleibenden MSR auf die Sprünge zu helfen. Gefunden, getan und es funktionierte. Natürlich immer brav in Kombination mit Magnesium, da dort stand, dass man Calcium nicht allein nehmen sollte.
Das funktionierte eine Weile lang ganz gut, bis wir vor zwei Monaten angefangen haben, auf ein Geschwisterchen hinzuarbeiten. Eigentlich waren wir uns auch sicher, dass es beim ersten Mal geklappt hat, aber es kam dann doch die rote Tante. Allerdings hatte ich eine zweite Beobachtung gemacht: Der Sprotterich wollte wieder verstärkt stillen und zwar auch tagsüber. Begonnen hat dies einige Tage nach dem Eisprung (aufgrund meiner Kinderwunsch-Vergangenheit mit fehlendem ES habe ich meinen Zyklus diesbezüglich beobachtet) und endete prompt mit Zyklusende. Nun kann das natürlich Zufall gewesen sein, doch in diesem Zyklus lief es wieder genauso ab. Kaum war der ES ein paar Tage verstrichen, stand das Kind auf einmal wieder schmatzend vor mir und wollte ein- bis dreimal zusätzlich am Tag gestillt werden. Eigentlich kein Problem, wenn nicht das Einschlafstillen Probleme machen würde. Irgendwie kommt dann oft die Milch nicht mehr, besonders oft abends, aber in den letzten Tage war dies auch mal zum Mittagsschlaf der Fall. Ich nahm also wieder Calcium, aber es wirkt nicht so gut wie sonst, weswegen ich mehr nahm, was dann aber – vermutlich aufgrund des Magnesiums – zu Bauchschmerzen führte. Jetzt versuche ich es mit Milchprodukten, aber das Ganze beschäftigt mich halt trotzdem.
Erste Frage also: Was tun, wenn das Stillen in der zweite Zyklushälfte hakt?
Beim Stöbern im Forum stolperte ich dann allerdings auch noch über diesen Thread: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=126487
Da bei mir im ersten Übungszyklus die Anzeichen für eine Schwangerschaft schon sehr ausgeprägt waren (ja, ich weiß man kann sich viel einbilden, aber es war wirklich seehr eindeutig) frage ich mich jetzt natürlich, ob eventuell das Stillen die Schwangerschaft verhindert hat. Und natürlich weiterhin ob ich, die ich ja so empfindlich auf Hormone reagiere, nun doch abstillen muss/sollte, damit das mit dem zweiten Kind klappt. Wir haben natürlich noch etwas Zeit, aber gerade aufgrund der Tatsache, dass es beim ersten Mal eben nicht „einfach so“ geklappt hat und dabei dir Ursachen wohl in meinem konfusen Hormonhaushalt lagen, drängt sich diese Frage natürlich schon ein wenig auf.
Äh ja. Roman geschrieben und jetzt finde ich keinen guten Abschluss. Aber vielleicht mag sich ja einfach mal jemand mit seinen Erfahrungen zu den Themen Langzeitstillen und Langzeitstillen mit Kinderwunsch äußern.