Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

geldbeutel
Herzlich Willkommen
Beiträge: 19
Registriert: 29.10.2011, 06:06

Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von geldbeutel »

Hallo ihr Lieben,

gerade sehe ich, dass ich tatsächlich noch einen Account hier habe :-) Wahnsinn, ich war hier schon gefühlt ewig nicht mehr eingeloggt.
Ich brauche mal eure Hilfe und ein paar ehrliche Meinungen, da ich mich gedanklich einfach im Kreise drehe. Ich versuche mich mal ganz kurz zu fassen, aber das wird schwierig.

Ich habe nach vorzeitigem Blasensprung meine Tochter per KS bei 31+5 (2030g) bekommen. Die Schwangerschaft war insgesamt eine Katastrophe - der Blasensprung war nicht der erste, ich hatte in der 19. Woche bereits einen... Nach der Geburt lag die Maus auf der Neo, anschliessend in der Kinderklinik. Insgesamt waren wir vier Wochen in der Klinik. Ich habe schon am Tag der Entbindung nach einer Milchpumpe genervt ("Erholen Sie sich doch erst mal!") und abgepumpt und gepumpt und gepumpt. Die ersten 3 oder 4 Tage wurde noch mit dieser speziellen Frühchen-Nahrung aufgestockt, ab dann hatte ich genug Milch. Da kam dann noch dieses Pulver hinein (FM85 oder so?), seit wir zu Hause sind brauchen wir das Pulver aber auch nicht mehr.

Ich habe sie von Anfang an soweit das ging angelegt. Also erst stillen, Rest nachfüttern - erst per Sonde, dann per Fläschchen. Ihre Stillmengen reichten nicht aus (Stillprobe!), und mit der Sonde hätte man uns nicht nach Hause gelassen. Ihre Gewichtszunahme war unglaublich gut, und sie wiegt mit exakt 2 Monaten (also am eigentlichen ET) gute 4kg. Das Wiegen vor und nach dem Stillen haben wir zu Hause fortgeführt, ihr gutes Gedeihen steht ja über allem. Ich stille sie, pumpe ab, was fehlt wird nachgefüttert. Das ist bloss nun seit 9 Wochen so, und ich habe einige Probleme:

DIe Milchmenge: obwohl ich sie oft anlege, kann ich gerade so ihren Bedarf decken. Der steigt aber mehr und mehr, da sie nun auch noch unglaublich zu spucken angefangen hat. Ich komme kaum noch hinterher und stehe kurz vorm Zufüttern.

Das Zeitmanagement: ich stille und füttere nach und pumpe ab. Meist steht dann schon die nächste Stillrunde an. Liegen Abpumpen und nächstes Stillen zeitlich zu nah beieinander, fliesst die Milch beim Stillen gar nicht gut. Ich fühle mich permanent unter Druck und gestresst. Überhaupt ist das nur machbar, weil der Mann noch zu Hause ist.

Die "grosse" Schwester (2,5): die musste in der Schwangerschaft schon sehr auf mich verzichten, weil ich oft und lange stationär war und ansonsten ab der 6. Woche Bettruhe, teilweise strengste, hatte. Ich vermisse mein grosses Kind sehr, beweine das halbe Jahr, in dem ich so viel verpasst habe, und bin unglücklich, dass ich jetzt weiterhin so viel verpasse.

Das Rumsitzen: ich sitze und stille. Ich sitze und pumpe. Aber ich will nicht mehr sitzen, ich hab regelrecht "Hummeln im Hintern". Da ich von August bis Januar incl. eigentlich ausschliesslich liegen musste bin ich nun glücklich, springen und flitzen zu können - kann ich aber nicht. Seufz.

Ich habe sogar ein BES besorgt und hier liegen. Aber nachdem ich es ausgepackt, sterilisiert und angelegt hatte habe ich erkannt: das übersteigt meine Grenzen. Komplett.

Im Moment erkenne ich nur noch zwei Möglichkeiten: entweder nur noch stillen und nicht mehr pumpen, erforderliche Menge PRE nachfüttern. Oder: nur noch pumpen, nicht mehr stillen, aber ggf. auch da zufüttern müssen. Denn: ist es realistisch, die Milchmenge beibehalten zu können? Ich habe gelesen, dass beim Nur-Pumpen die Milch früher oder später zurückgeht (warum?).
Ich habe Angst vor einem Umstieg auf PRE. Die Kleine gedeiht so gut, hat ein niedliches Doppelkinn und keinen Stress mit dem Bäuchlein und der Verdauung. Das setze ich aufs Spiel. Ich hab den Eindruck, sie irgendwie "weniger lieb zu haben", denn die Grosse hab ich 23 Monate gestillt. (Mein Mann sagt, das ist Quatsch, und die Kinder werden sicher nicht in 20 Jahren mit vorwurfsvoller Stimme meine Still-Entscheidungen von heute beurteilen, aber wer weiss?) Auf der anderen Seite machen mich die Stillproben, die Zahlen wütend und enttäuscht, so dass ich manchmal in Kissen boxe - oder aber heule. Stundenlang. Fast jeden Tag. Seit Wochen.

Vielleicht habt ihr ja ein paar Erfahrungsberichte oder so für mich. Und wenn nicht hat das Jammern schonmal etwas geholfen, der Mann kann's nämlich nicht mehr hören (oder sehen, wenn ich so rumhänge). Es versteht halt keiner so recht, dass ich mit dem Gedanken "Umstellung auf PRE" solche (gedanklichen) Schmerzen habe :(

Ganz viele Grüsse an diesem schönen Sonnentag!
geldbeutel mit grossem (09/2011) und kleinem (01/2014) Schnäuzchen
CarpeDiem
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 876
Registriert: 05.10.2011, 12:55
Wohnort: Weil der Stadt

Re: Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von CarpeDiem »

Erstmal ((())) und das klingt nach ganz ganz viel Stress.

Ein Stillmod wird sich sicher bald melden. Lies Dir mal den angepinnten Thread zur Stillberatung durch und beantworte die dortigen Fragen hier und poste das Gewicht in klar Daten und wer gewogen hat.

Stillproben sind ein massiver Eingriff (habe ich selbst bei meiner großen erlebt, dass belastet enorm) und machen viel Stress.

Ich kenne Fälle in meinem Umfeld wo in der Tat lang gepumpstillt wurde.

Verstehe ich das richtig? Du stillst, pumpst, gibst das gepumpe nach, stillst wieder und das ganze von vorne? Sie bekommt nichts extra also Pre oder so?

Stillbeziehungen sollte man nicht vergleichen. Kann Dich da aber verstehen. Jedes Kind ist anders und es ist toll was Du geschafft hast, trotz der schwierigen Schwangerschaft und der viel zu frühen Geburt.


Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.
am 14.02.2012 wurde Katharina H. I. mit 51cm und 3730g geliefert
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert


K: unendlich geliebt, stolze große Schwester, wird groß
A: unendlich geliebt, wird groß, stolze große Schwester
F: unendlich geliebt, gestillt, getragen, familiengebettet, macht uns komplett


unvergessen unser Dezembersternchen Pünktchen 2012
Benutzeravatar
MaareMum
Dipl.-SuT
Beiträge: 4462
Registriert: 24.01.2012, 22:10
Wohnort: Deutschland

Re: AW: Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von MaareMum »

Die Still-Mods werden dir hier sicher toll helfen können.
Lies doch in der Zwischenzeit mal die Grundinfo und poste hier die Gewichtsdaten so wie dort angegeben mit Klardatum.

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 5#p1726535
Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle

Dort steht auch was über Stillproben, dass diese nämlich sehr gute Methodik brauchen und vor allem sehr selten notwendig sind und zu unnötigem Stress bei der Mutter führen. Normalerweise reicht einmal täglich wiegen, immer unter gleichen Bedingungen. Das werden dir die Stillberaterin sicherlich raten.

Wie fütterst du zu? Mit Flasche?

Schreib einfach mal genau so auf, wie es in der Grundinfo und in dem Thread "Wie funktioniert" Stillberatung im SuT" steht. Dann haben die Stillbearterinnen direkt was an der Hand.

________________
vom Handy aus
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
Benutzeravatar
Brianna
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7081
Registriert: 13.11.2013, 12:33

Re: Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von Brianna »

Mein Sohn war ein spätes Frühchen und wog wegen SGA bei der Geburt nur 1680g. Ich habe gepumpt, er wurde mit Flasche und Sonde gefüttert und zugefüttert. Bei den Stillproben in der Klinik kamen wir wenn überhaupt auf 5g. Trotzdem haben wir es zu Hause zum Vollstillen geschafft. Pumpen und stillen hätte ich nicht ewig durchgehalten. Wir haben erst tagsüber immer mehr gestillt und nicht mehr mit der Flasche nachgefüttert. Gepumpt hab ich weiter. Schließlich hab ich nur noch gestillt und zusätzlich gepumpt. Dann das Pumpen reduziert. Die erste Woche haben wir gefühlt dauergestillt. Danach ganz normal ca.10-12 mal am Tag. Ich fühlte mich trotzdem besser und nicht mehr ans Haus gefesselt. Stillen geht immer und überall. Ich würde versuchen, vom pumpen und nachfüttern wegzukommen. Mit der tollen Hilfe hier schafft ihr das bestimmt. Wäre es denn schlimm, wenn deine Tochter weniger pro Mahlzeit und dafür öfter trinkt?
Ich wünsche euch alles gute für euren Weg.
Liebe Grüße Brianna
J 05/13 L 12/15
Emmasmami
ist gern hier dabei
Beiträge: 58
Registriert: 19.01.2014, 17:14

Re: Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von Emmasmami »

Hallo ich kann dich total verstehen den wir haben das selbe durchgemacht! Meine Tochter wurde bei 34+0 geboren und mit Gastroschisis ( offener Bauch)..wir haben lange Pumpgestillt! Das heisst im KH wurde ihr zuerst MM durch die Sonde gegeben, dan per Flasche, angelegt hab ich sie 1 Mal täglich dabei hat sie anfangs 10 - 20ml aus der Brust getrunken!
Zuhause dann Pumpen alle drei Stunden jeden Tag mal angelegt.. Ihre Gewichtszunahme eher gering..
Dann hab ich Versucht vor jeder Flasche zu Stillen mit Gewicht vor und nachher dan Flasche geben und ja dan war meisstens wieder Zeit für Abpumpen, den ganzen Tag nichts anderes! Und du hast ja auch noch ein weiteres Kind das ist sichet mega anstrengend! Als sie 10 wochen alt war und 4 kilo hatte hab ich einfach gesagt entweder gibt es jetzt Pre odr es wird nur noch gestillt !
Ich hab mir eine Stillberaterin gesucht und die kam dan jeden Tag es gab nur noch 1 mal am tag die waage und nur noch Brust kein Schnuller mehr keine Flasche mehr und nach 4 anstrengenden tagen mit stillen 24/h :) gings einfach in einen 2 std Rhythmus über sie hat super zugenommen! Voraussetzungen dafür dein Baby hat genug Flüssigkeit und die richtige Technik an der Brust! Ich würde dir eine Stillberaterin sehr empfehlen..
Vielleicht konnte ich dir etwas helfen, es lohnt sich auf alle fälle wir Stillen immernoch ( 20 Monate) ja bis heute will sie keine Flasche und Schnuller mehr :)
So genug gequatscht liebe grüsse und viel Kraft Magdalena
Mäusemädchen geb. 07/12
Benutzeravatar
Morgaine47
Profi-SuTler
Beiträge: 3740
Registriert: 04.11.2010, 22:40
Wohnort: Zwischen Sinsheim und Mosbach

Re: Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von Morgaine47 »

Ich würde vorschlagen lieber zu versuchen zum Voll Stillen zu kommen, solange der Mann noch zu Hause ist (und Du dadurch Dich voll darauf konzentrieren kannst). Dann wird es danach deutlich einfacher, da ja das Milch erwärmen udn Flasche sterilisieren und das pumpen wegfällt, wodurch Du schon mal viel Zeit gewinnst.
LG
Morgaine

Große Tochter *17.09.2007
Kleiner Sohn *14.08.2010
Minimädchen *06.06.2014

Live long and prosper - ClauWi-Trageberaterin (GK Mai 2011 & MK Juni 2012)
jusl
Jusl Almighty
Beiträge: 16020
Registriert: 19.03.2007, 10:54
Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators

Re: Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von jusl »

Im Moment erkenne ich nur noch zwei Möglichkeiten: entweder nur noch stillen und nicht mehr pumpen, erforderliche Menge PRE nachfüttern. Oder: nur noch pumpen, nicht mehr stillen, aber ggf. auch da zufüttern müssen. Denn: ist es realistisch, die Milchmenge beibehalten zu können? Ich habe gelesen, dass beim Nur-Pumpen die Milch früher oder später zurückgeht (warum?).
Ich habe Angst vor einem Umstieg auf PRE. Die Kleine gedeiht so gut, hat ein niedliches Doppelkinn und keinen Stress mit dem Bäuchlein und der Verdauung. Das setze ich aufs Spiel. Ich hab den Eindruck, sie irgendwie "weniger lieb zu haben", denn die Grosse hab ich 23 Monate gestillt. (Mein Mann sagt, das ist Quatsch, und die Kinder werden sicher nicht in 20 Jahren mit vorwurfsvoller Stimme meine Still-Entscheidungen von heute beurteilen, aber wer weiss?) Auf der anderen Seite machen mich die Stillproben, die Zahlen wütend und enttäuscht, so dass ich manchmal in Kissen boxe - oder aber heule. Stundenlang. Fast jeden Tag. Seit Wochen.
Hallo geldbeutel,

lass uns ganz in Ruhe gemeinsam schauen, welche Möglichkeiten Du hast und was da verbessert werden kann. In der Tat: Stillen, Pumpen, Füttern, und am besten noch permanente Stillproben dabei und dann alles von vorn - DAS macht weder Spaß, noch ist es die beste Variante für alle Beteiligten.

Beantworte bitte noch die Fragen aus der Grundinfo Wie funkioniert Stillberatung hier im SuT? - und dann schauen wir mal, was bei Euch geht.

LG
Julia
geldbeutel
Herzlich Willkommen
Beiträge: 19
Registriert: 29.10.2011, 06:06

Re: Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von geldbeutel »

Vielen Dank für eure Antworten!
Ich werde mich bemühen, den "Fragenkatalog" zu beantworten, das wird aber leider dauern - ich komme kaum zu irgendwas, geschweige denn zum am-Rechner-sein-können :wink: Die Kleine kriegt seit dem 3. oder 4. Lebenstag bis heute ausschliesslich MuMi, was mir auch wichtig ist - einerseits, aber andererseits leidet das Familienleben beträchtlich darunter. Und so überzeugt ich vom Stillen bin, so stelle ich mir doch inzwischen die Frage, ob es das wert ist...

Von dem Gedanken ans Vollstillen habe ich mich eigentlich verabschiedet inzwischen. Wenn ich die Maus anlege kann es sein (sehr selten), dass sie eine grössere Menge trinkt, dann ist alles okay. Weit öfter aber trinkt sie lediglich 30 oder 40g, um mal eine Zahl zu nennen, und schläft dann ein. Sie schläft dann zu lange, als dass das als Mahlzeit durchgehen könnte, weckt man sie nach einer Stunde oder so, dann trinkt sie aber auch nicht vernünftig. Ich habe zu viel Angst, dass sie zu wenig bekommt, und ich glaube inzwischen auch nicht mehr, dass ich Tag und Nacht alle 2 Stunden anlegen noch schaffe. Momentan kann der Papa nachts mit anpacken, und das ist auch unbedingt nötig, weil ich mich kurz vorm Zusammenbruch fühle und wenigstens ein bisschen Schlafphase zwingend brauche.

Wie gesagt, ich beantworte die Fragen aus dem anderen Posting, und dann sehen wir weiter.

Bis dahin grüsse ich euch ganz herzlich!
geldbeutel mit grossem (09/2011) und kleinem (01/2014) Schnäuzchen
sandywa
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 770
Registriert: 10.07.2012, 21:21
Wohnort: Bayern

Re: Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von sandywa »

Huhu!

Bei uns war es so ähnlich, meine Maus (auch SGA-Kind) hat auch keine größeren Mahlezeiten geschafft. Und ich hatte sie auch alle 2 Stunden an der Brust, das dauerte dann sicher 40 Min. und ich habe danach gepumpt. Letztendlich hat es bei uns ca. 8 Wochen gedauert, dann lief es plötzlich von selber und ich konnte das pumpen aufhören. Die Angst, dass sie nicht genug bekäme, kenne ich. Sie hat mich bestimmt 6 Monate lang begleitet. Letztendlich war sie unbegründet. Ich habe die Maus aber ewig gewogen, einfach um sicher zu gehen. Was sicher auch nicht nötig gewesen wäre.
Letztendlich möchte ich euch Mut machen, das geht bestimmt vorbei. Vielleicht kann Dein Mann hier rein schreiben, was Du ihm zu dem "Fragenkatalog" sagen kannst?

LG Sandra
Bild
Bild

und Sternentochter Leia immer im Herzen, gegangen in der 25. SSW
, sowie 2 kleinen Sternchen 5+6. SSW
schokoliebe
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 782
Registriert: 18.01.2011, 14:32

Re: Kann man pumpstillen dauerhaft durchziehen?

Beitrag von schokoliebe »

Hallo! Auch von mir erstmal große Anerkennung, was Du alles leistest für Deine Kinder!

Mein Großer war ein spätes Frühchen (Blasensprung bei 35+0, 2100g) und ich habe 6 Wochen lang pumpgestillt. Er hat super zugenommen, aber das Stillen an der Brust hat leider überhaupt nicht geklappt. Saugverwirrung vom Feinsten, leider hatte ich davon vorher nichts gewusst.
Aber da ich unbedingt stillen wollte, haben wir es immer wieder versucht, mit viel Unterstützung durch meinen Mann.
Und nach 6 Wochen hat es dann plötzlich immer wieder mal geklappt, Hauptproblem war das richtige Andocken und die richtige Saugtechnik.
Die Stillproben waren allerdings verheerend. Nach 30min Nuckeln laut Waage nur 5-10ml getrunken.
Ich war fast schon Sklave der Waage und der Milchpumpe und habe nichts mehr gemacht ausser mein Kind zu mästen, denn obwohl er gut zugenommen hatte, habe ich versucht mit der Flasche noch mehr in ihn reinzubekommen. Das war sicher der falsche Weg.
Dann habe ich die doofe Waage und Milchpumpe weggebracht und einfach nur noch gestillt. Und nach einigen Tagen Dauerstillen hat es dann plötzlich richtig gut funktioniert. Das war einfach wunderbar.
Insgesamt haben wir es auf 4 Jahre Stillzeit gebracht bis er sich selbst abgestillt hat.

Ich hoffe das macht Dir etwas Mut.
Aber egal wie Du weitermachst: Deine Kinder haben eine tolle Mutter!!!
Söhnchen 10/2008
Töchterchen 12/2010
Antworten

Zurück zu „Stillforum“