Familienbett und kein eigenes Bett

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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moneo
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Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von moneo »

Hallo Ihr,

jetzt muss ich mal fragen, mein Zwerg ist drei geworden und er schläft bei mir im großen Bett. Seit der Trennung von meinem Mann im August schläft er auf dessen Seite, vorher in der Mitte. So ab vier Uhr klemmt er sich fest an mich, d.h. er schläft fast auf meiner Matratze mit drauf und schieb Arm oder Bein unter meinen Körper.

Er hat auch gar kein eigenes Bett. Er möchte gern ein Spielbett, also so ein halbhohes, und bisher war mir das zu früh. Da er sowieso nicht ohne mich schlafen möchte und mich das auch nicht stört, sehe ich wenig Sinn drin, ihm ein Bett zu kaufen das er nie benutzt. Meine Mutter hat tierische Angst vor dem halbhohen Bett und der Unfallgefahr. Somit schiebe ich es jetzt wieder auf, ich finde es ja eigentlich selbst nicht wichtig.

Vorgestern habe ich ihm ein Zelt im Zimmer aufgebaut und er hat es gesehen, sich total gefreut und schaute mich dann richtig ängstlich an und sagte "Mama, darf ich jetzt nicht mehr bei Dir schlafen?". Der Süße hat das völlig falsch verstanden und dachte wohl, das sei sein neuer Schlafplatz :-| Ich habe ihm natürlich sofort versichert, dass er weiter bei mir schlafen darf solange er mag und das Zelt nur als Kuschelecke und zum spielen da ist.

Jetzt die eigentliche Frage: Kam erst das Huhn oder das Ei, sprich: Muss es ein Bett im Kinderzimmer geben, damit er irgendwann den Wunsch äußern kann, dass er dort schlafen will oder kommt er auch ohne vorhandenes Bett auf die Idee, dass er in seinem Zimmer nächtigen will wenn er einfach so weit ist?

Ich möchte ihm die Möglichkeit der Entscheidung nicht nehmen, indem ich kein Bett kaufe. Ich glaube eigentlich, dass er auch ohne vorhandenes Bett sagen wird, wenn er in seinem Zimmer schlafen möchte (glaube aber nicht, dass das die nächsten Monate passieren wird, da er noch sehr anhänglich ist nachts). Ich wollte nur mal ein paar Meinungen hören. Mit den meisten Leuten im "richtigen Leben" kann man über so was ja gar nicht sprechen...
Liebe Grüße von moneo

Sohn: *12/2010. Fußballer aus Leidenschaft.
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clermontine
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Re: Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von clermontine »

Mein Sohn hat zwar ein eigenes Bett, aber das ist an meines angestellt, so wie er es von Geburt an kennt. Er kann also jederzeit rueberrutschen und kuscheln (und ich ihn wegschieben, wenn ich Platz brauche :D )
Unsere Kinder haben momentan noch kein eigenes Zimmer, da sie mir sowieso immer dahinfolgen, wo ich mich aufhalte.
Ich persoenlich vertraue darauf, dass mein Sohn sich aeussern wird, wenn er ein eigenens Zimmer haben und dort auch schlafen moechte. Bisher hat er in seiner Entwicklung zur eigenen Selbsstaendigkeit immer selbst den Anstoss gegeben und wir respektieren das dann.
Was andere denken, ist sowieso egal.
Bisher haben Freunde unseres Sohnes sich zwar immer gewundert, dass er kein eigenes Zimmer hat, letztendlich wollten sie dann aber immer das ihre Eltern das auch so handhaben wie wir, also einen grossen Wohnraum mit Platz fuer alle und ein grosses Kuschelbett.
LG Clermontine mit Sohn (09/09) und Tochter (04/12)
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zierfisch
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Re: Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von zierfisch »

Ich persönlich würde wohl schon die Möglichkeit einräumen, dass er in einem eigenen Bett (ein-) ) schlafen KÖNNTE. Ob er es dann macht, kann er dann aussuchen.
Und das hätte auch ganz simple Gründe dazu: Bett und Matratze können auslüften, bevor das Kind drauf schläft.
Du hast genug Zeit, das Teil zusammen zu bauen und musst nicht bis heute Abend fertig sein.
Ihr habt Zeit, nach einem schönen Bett und vernünftiger Matratze zu gucken. Ich würde nämlich behaupten, ein dreijähriger, der beschließt, im eigenen Bett im eigenen Zimmer zu schlafen, möchte das AB SOFORT. ;)

Viele grüße.
Meine Gedanken dazu.
Bärchen (09/08) & Mäuserich (04/11)
fanta
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Re: Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von fanta »

Das Bett von meinem Sohn stand (bzw steht) auch als offenes Gitterbett an unserem dran und er hat bis Anfang November drin geschlafen. Im Kinderzimmer hab ich bis dahin mit der Kleinen geschlafen.
Es gab also quasi kein anderes Bett für ihn ;-)
Anfang November beschlossen wir, nach einem Urlaub, in dem er sehr glücklich in seinem eigenen Kinderzimmer schlief, dass wir ihm vorschlagen umzuziehen. Er fand es super und schläft seit dem begeistert dort. Die Kleine hat nun sein Bettchen übernommen, was ihm überhaupt nichts ausmacht.
Er ist natürlich noch etwas jünger als Deiner, aber ich schätze, er hätte nicht von sich aus gesagt, dass er umziehen will. Es kam halt als Vorschlag von uns (und in dem Augenblick als er begeistert Ja! sagte guckten wir so :shock: und überlegten, ob WIR tatsächlich schon reif dafür wären :mrgreen: )
Lange Rede, kurzer Sinn. Ich glaube auch, dass das Bett schon da sein sollte. Ich glaube eben nicht, dass ein Kind das äußert, wenn es die Möglichkeit noch nicht gibt (wie gesagt, meiner ist kleiner, vielleicht ist das mit dem Wünsche haben in einem Jahr schon anders?)
Macht es doch so, wie zierfisch vorschlägt. Kauft gemeinsam ein schönes Bett, richtet es ein und wenn Du dazu bereit bist und das Gefühl hast, er könnte es auch sein, schlägst du es einfach vor. Dann wirst du ja sehen,
ob er umziehen möchte.
Liebe Grüße und gute Nacht.
LG fanta
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anirahtaK
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Re: Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von anirahtaK »

hm Madame schläft ja auch noch bei uns, solang sie nachts noch trinkt.
Sie hat aber seit hm 3 Monaten ihr eigenes großes Bett in ihrem Zimmer. Höhe im Moment Matratze bis Boden 40 cm. Davor liegen Polster. Da macht sie ihren Mittagsschlaf drin und klettert danach selber raus und kommt zu mir ins Wohnzimmer.
Ich wollte halt auch gleich ein großes Bett haben, es wird dann mitwachsen, bis sie unter der Decke schläft irgendwann ;) Ich finde ein halbhohes auch nicht zu gefährlich für einen 3 jährigen. Kind klettert inzwischen auch allein aus unserm Ehebett, rauf kommt sie halt noch nicht selber weil wir nichts davor gelegt haben.

Wenn deiner recht unruhig ischläft, kannst Du ja immer noch Absturzsicherungen dran machen. Also ich würds schon mal aussuchen und aufbauen, damit auch wie schon geschrieben wurde die Matratze lüften kann. Und bevor er die Nacht da verbringt, kann man prima Mittagsschlaf machen und Kuschel/Tobestunden einlegen.

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Jamelek
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Re: Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von Jamelek »

Also bei meinem Großen war es so, dass er mit 2 1/2 ein halbhohes Bett mit Rutsche wollte und ich dies zum Anlass nahm, ihn auszuquatieren. Also er hat es bekommen, um darin auch zu schlafen. Hat auch so geklappt, er wollte dann auch darin schlafen.

Da du aber ja kein Problem mit dem Familienbett hast und ihr auch gerade die Trennung vom Vater habt, würde ich einen Auszug jetzt auch eher für schwierig halten. Ich persönlich würde dann momentan allerdings kein eigenes Bett kaufen. Außer du hast vor, ihn definitiv innerhalb des nächsten Jahres auszuquatieren.
Ca. mit 5 Jahren wurde bei uns das halbhohe Bett uninteressant und wir haben es zum Hochbett umgebaut. Falls dein Sohn also noch mehrere Jahre bei dir bleibt, kann es passieren, dass das jetzige Traumbett überhaupt keinen anreiz mehr bietet.

zur "Unfallgefahr" möchte ich mal anmerken, jedes Klettergerüst auf dem Spielplatz ist gefährlicher. Ein Hochbett hat ja immer eine Absturzsicherung. Also im Schlaf kann ein Kind da nicht rauskugeln. Höchstens tagsüber beim Toben, tja und das kann überall passieren, dass mal ein Ärmchen bricht.
Mein Großer, also immer gewohnt mit Absturzsicherung zu schlafen, hat in jedem Urlaub das Problem gehabt, dass er aus den normalen Betten rausgepurzelt ist, auch noch mit 12 Jahren, weil er es halt gewohnt war im Schlaf sich zu beiden Seiten gegenlehnen zu können.
Jamelek
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moneo
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Re: Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von moneo »

Ich hab inzwischen von ganz vielen gehört, deren Kids schon mit zwei und teilweise jünger in halbhohen Betten geschlafen haben.

Ich muss ja eh erst mal das Geld dazu haben, es steht soviel an dieses Jahr. Und dann schläft der Zwerg dermaßen schlecht zur Zeit, es ist wieder viel schlimmer geworden, er träumt wieder schlecht und kommt dann zu mir, stillt, dann trage ich ihn ins Bett zurück und nachts bzw. gegen Morgen kommt er auch und kuschelt sehr viel. Ich lasse das jetzt nochmal ein paar Monate, ich glaube es bringt nichts.

Wobei wir morgen unser Wunschbett anschauen gehen weil ein Freund dasselbe bekommen hat, mal gucken wie meiner das dann findet.
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Re: Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von Kate »

Ich glaube, du hast es im Gefühl, wenn es soweit ist.

Bis dahin genießt das Kuscheln :D
„Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern.“ (Alexandra)
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Hyndla
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Re: Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von Hyndla »

Wir schlafen hier auch alle zusammen. Neben meinem Bett steht noch das Gitterbett der großen, dass sie zum Einschlafen nutzt (aber auch erst seit einigen Monaten), nachts kommt sie dann angequetscht äh angekuschelt :wink: . Ich frag sie ab und zu mal, ob sie in einem eigenen Bett schlafen möchte bzw. würde ich dann mit meiner Matratze aus dem Zimmer ausziehen, aber im Moment ist es noch nicht so weit. Ich vertrau ihr da aber völlig, sie kann sehr klar ihre Bedürfnisse äußern und wird sich mitteilen, wenn sie soweit ist, dass sie alleine schlafen möchte.
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Re: Familienbett und kein eigenes Bett

Beitrag von youtee »

Also, meine Tochter brauchte kein eigenes Bett um zu entscheiden, daß sie aus dem Familienbett ausziehen wollte. Okay, sie war schon 7 (und das ist den meisten Menschen vielleicht zu spät) und sie hatte ein eigenes, aber leeres, Zimmer. Sie ist dann auf die Gästematte in ihrem leeren Zimmer gezogen, als die Zeit für sie reif war, und hat seitdem ein einziges Mal bei uns übernachtet als der Sturm vorausgesagt war und sie davor große Angst hatte.
ClauWi Trageberaterin, MK 06/12
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