Nun äußert sich Jesper Juul, den ich sonst eigentlich schätze, zu dem Thema - und zwar absolut unqualifiziert:
http://www.focus.de/kultur/medien/an-de ... 57887.html
Wieso gehen eigentlich immer alle davon aus, dass bindungsorientierte Erziehung mit Bemutterung und Nicht-loslassen-Können zu tun hat? Ich habe wieder gearbeitet, als der Große 1 Jahr alt war, ich habe ihn zur Tagesmutter getragen, er hat dort selbständig den Kontakt zu anderen Kindern gesucht und hatte stets das Vertrauen, dass wir ihn wieder abholen. Beim Abholen habe ich ihn gestillt und er hat nachts im Familienbett geschlafen. Das Tragen ging bis 2 1/4 Jahren, dann wollte er auch selbst laufen, Stillen und Familienbett hat er bis heute. Ja, das lange Stillen hat mich befriedigt - es hat mein zwischendurch aufkeimendes schlechtes Gewissen als arbeitende Mutter befriedigt
Wieso kapieren die Leute nicht, dass Nähe Selbstbewusstsein schafft, damit man sein Kind in die Welt hinausschicken kann - statt es an sich zu binden?
11/03 ,
07/07 und
06/09