Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht mehr!

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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smurfita
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Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht mehr!

Beitrag von smurfita »

Hallo,

meine Tochter ist jetzt knapp 17 Monate alt. Sie isst mit Begeisterung und trinkt aus allen möglichen Gefäßen und wird zusätzlich nach Bedarf gestillt. Der Bedarf schwankt nach Tagesform und Zahnstatus. ;) Manchmal geht es schon richtig gut ohne und manchmal hängt sie mir dauernd an der Brust. Was ich für mich allerdings merke ist dass ich sie nicht mehr so gerne in der absoluten Öffentlichkeit stille abwohl ich an sich hart im nehmen bin was fremde Blicke angeht. Aber es fühlt sich für mich jetzt zu privat an, eigentlich würde ich es gerne auf zu Hause oder bei Freunden beschränken, das klappt eben mal so und mal so. Aber das ist ja gar nicht mein Thema, sorry fürs abschweifen!
In den letzten Wochen hat meine Tochter relativ häufige Wutanfälle, ich denke auch das ist soweit alles normal. Nur leider wacht sie sehr oft frühmorgens auf, ich weiß nicht ob sie dann schlecht träumt, und ist direkt auf 180 mit Wutgebrüll, treten, schlagen und kneifen. Und auf diese Weise will sie dann meine Brust fordern. Vorletzte Nacht konnte ich sie einmal überzeugen etwas aus der Flasche zu trinken, letzte Nacht wurden jegliche Alternativangebote egal ob Trinken oder Beruhigung mit größtem Zorn bekämpft. Ich fühle mich nicht gut wenn sie auf diese Weise das Stillen einfordert UND ich kann das stundenlange Dauerstillen dass sie dann in den frühen Morgenstunden praktizieren will nicht mehr gut ab.

Hat vielleicht jemand einen Rat für mich wie ich damit umgehen kann? Tipps wie ich dieses Dauerstillen reduzieren kann?

Ich will mir an sich bis sie 2 ist gar keinen Kopf machen um stillen oder nicht. Aber ich merke eben dass ich es langsam ganz gut fände wenn es sich auf bestimmte "Termine" reduzieren würde.

Und als weitere Hintergrundinfo: Es gibt hier keinen Papa und auch sonst niemanden der die nächtliche Beruhigung übernehmen könnte, wir sind ein 2-Mädels-Haushalt.

Danke für Eure Gedanken!
Liebe Grüße!
smurfita mit Tochterkind 05/10
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Kleinkatka
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Re: Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht m

Beitrag von Kleinkatka »

Wir hatten gestern abend auch wieder so eine stundenlange Sitzung bis er mich endlich hat gehen lassen. Da ist mir aufgefallen, dass es die letzten Wochen keine Dauersitzungen gegeben hat. Es kommt also ab und zu vor, geht aber auch wieder vorbei.
Stillst Du im Liegen im Bett? Dann, denke ich, ist es nicht ganz so nervig, versuche ich eben zu schlafen.
Wenn Du grundsaetzlich weiter stillen willst, wuerde ich einfach die Zaehne zusammen beissen. Wenn Du aber eigentlich nicht mehr moechtest, darfst Du selbstverstaendlich die Forderungen zurueckweisen und Alternativen anbieten. Schliesslich ist die Stillbeziehung eine Beziehung mit zwei Beteiligten. Ich habe mich fuer Zaehne zusammenbeissen entschieden, weil mir die Alternativen noch anstrengender erscheinen. So, rumtragen und rumlaufen und ein bisschen Heulen lassen aber freundlich troesten und so. Eine Bekannte hat das hinbekommen, allerdings mit Hilfe ihres Mannes, der dann oft die Kleine uebernommen hat.
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smurfita
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Re: Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht m

Beitrag von smurfita »

Danke für Deine Worte. Ich stille im liegen. Mit nachts stillen habe ich auch an sich nicht so das Problem nur wenn sie mir stundenlang an der Brust hängt kann ich nicht schlafen, fühle mich unwohl und bekomme tierische Schulterschmerzen wegen des auf der Seite liegens.
Ach, es ist auch einfach nicht einfach. Abstillen will ich nicht aber etwas reduzieren fände ich schon schön. Aber irgendwie glaube ich auch dass das ziemlich schwierig ist so ganz ohne Ausweichperson...
Liebe Grüße!
smurfita mit Tochterkind 05/10
EhUKr

Re: Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht m

Beitrag von EhUKr »

Ich kenne das auch, und bei uns ist es ganz klar Hunger. Was nuetzt ist aufstehen und fruehstuecken, auch wenn es manchmal sehr frueh ist.
annanna
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Re: Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht m

Beitrag von annanna »

Ich drehe mich zum Frühmorgen-Kuschelstillen immer auf den Rücken - das ist für mich auch angenehmer und das Küken muss ja nicht mehr einschlafen. Manchmal nervt es mich auch, wenn sie so lange braucht, bis sie bereit ist, den Tag zu beginnen (z.B. wenn ich unbedingt auf Toilette muss oder ich einfach keine Lust mehr habe auf still liegen). Aber meist kann ich es wirklich genießen.
Wenn ich genervt bin, dann atme ich ein paar Mal tief durch und versuche mir bewusst zu machen, was für ein toller Moment das doch ist, diese Kuscheleinheit am Morgen. Meist klappt das. Wenn nicht, dann stehe ich auch auf. Dann stille ich die Kleine eben während ich auf dem Sofa ein Buch lese oder hier im Forum oder beim Tee trinken.

Wenn du morgens überhaupt nicht mehr oder nur kurz stillen möchtest, kannst du vielleicht ein Ritual finden, dass das Stillen für sie ersetzt. Etwas, wobei sie noch nicht richtig wach sein muss. Vielleicht kuscheln und ihr dabei etwas erzählen oder ruhige Musik anmachen, ein Buch ansehen vielleicht, soetwas in der Art.
mit Küken 02/2010
smurfita
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Re: Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht m

Beitrag von smurfita »

Mit früh morgens meine ich das Zeitfenster von 4-7h, dass ist weder für meine Tochter noch für mich eine Zeit um den Tag zu beginnen. Meine Tochter schläft wenn wir keine Verpflichtungen haben in der Regel bis 9h. "Frühmorgenskuschelstillen" gibt es hier auch aber zu späterer Zeit und das sieht dann auch anders aus.

Genießen kann ich stundenlanges Dauerstillen unter Schmerzen beim besten Willen nicht, erst Recht nicht wenn es von jetzt auf gleich mit kratzen und zerren eingefordert wird. Was ist auch nicht genießen kann ist wenn mir dabei permanent in die andere Brustwarze gekniffen wird, das versuche ich ihr seit Monaten zu erklären und abzugewöhnen, leider auch ohne Erfolg. In der Paarung macht mich das alles nachts latent aggressiv, ein Gefühl das ich mit dem stillen eigentlich nicht in Verbindung bringen möchte.

Essen anbieten habe ich auch schon versucht, keine Chance.

Heute Nacht habe ich ihr irgendwann die Brust entzogen, nach mehreren Versuchen hat sie dann noch 5 Minuten gemeckert (nicht geweint oder geschrien) und ist dann erst einmal wieder eingeschlafen.
Liebe Grüße!
smurfita mit Tochterkind 05/10
Tragling
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Re: Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht m

Beitrag von Tragling »

Zum Thema "in die andere Brustwarze kneifen" - ich kenne das in etwas anderer Form: hier wird mit dem kleinen Zeigefinger ständig das Dekolleté rauf und runter gefahren, um dann den kleinen Finger plötzlich aufzustellen und da entlang zu schrammen u zu kratzen :shock:

Leider dürfte das fürs Einschlafen äusserst beruhigend sein, alle Versuche ihr zB einen Finger von mir anzubieten, oder den Handrücken etc endetetn mit wütendem Protestgeschrei und hat das Einschlafen natürlich schön nach hinten verschoben...

Ich habe ein kleines Stofftier besorgt - also eigentlich ist es ein Schnuffeltuch mit einem Kopf drauf - das hab ich dann immer zwischen uns gelegt u ihr die Zipfel in die Hand gedrückt, sobald sie mit dem rumfahren angefangen hat.

Anfangs war sie nicht begeistert von dieser Alternative -mittlerweile schnappt sie es sich selbst und lässt sich schon sehr leicht umlenken.

Aber das Beste ist heute Nacht passiert: 2x (von ungefährt 20 x aufwachen :roll: ) hat es genügt, ihr das Schaf in die Hand zu drücken u sie hat weiter geschlafen. Somit musste ich nur 18x stillen :lol:

Man wird mit der Zeit echt bescheiden :mrgreen:

Aber vielleicht wäre sowas auch für Euch hilfreich - ein bisschen umlenken.

Zum Abstillen selbst kann ich mich nämlich so überhaupt nicht durchringen - auch wenn die Nächte so, so, so anstrengend sind momentan :?
Lg Lizzy mit Hannah (geb. 03/2010) und Theo (geb. 01/2013)
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Kleinkatka
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Re: Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht m

Beitrag von Kleinkatka »

HA HA! Nur 18x stillen!
Ich erinnere mich an eine Diskussion mit meiner Schwaegerin: "Wie oft stillt ihr denn noch?" "Na, lass mal ueberlegen ... weiss nicht so recht ..." "Was? So oft noch?" So von einer erfahrenen Stillmutter zur anderen ....
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EhMibima

Re: Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht m

Beitrag von EhMibima »

Oooh ja! Dein Problem habe ich seit meine Kleine etwa 1Jahr alt ist. Damals ist sie etwa 3Monate lang jeden Tag um 4 aufgewacht, hat 1-2h dauergenuckelt und als beide Seiten endgültig leer waren haben wir gefrühstückt...um 5. Es war eine sehr harte Zeit und niemand wusste Rat(auch hier nicht). Meine Hebi meinte zwar daß ich vlt. zu niedrigen Blutzucker in der Nacht habe und ich solle nachts Banane essen oder Malzbier trinken um die Milchproduktion anzuregen aber gebracht hat das nichts.
Später, als sich die Dauernuckelei auf 6-7 Uhr eingestellt hatte wurde es leichter.
Heute zB. habe ich etwa zw. 6 und halb8 dauergestillt. Klingt jetzt bestimmt nicht ermutigend, wie? Jedenfalls komme ich jetzt auf meine 7-8Stunden Schlaf...das wollte ich sagen.

Vor kurzem habe ich hier in einem Thread gelesen daß, wenn nachts die Milch nicht reicht, es sein kann daß die Brust nicht damit klarkommt daß nachts viel und tags wenig Milch angefordert würde. Man solle dafür tags häufiger anlegen. Ob es bei dir klappt...keine Ahnung...deine Maus will ja stillen/nuckeln und stillen/Milch.
Oder kann es sein daß sie einen Schub hat und sich morgens durch Nuckeln entspannen will? Dann ist "der Spuk" vlt. viel schneller vorbei ;)
EhMibima

Re: Hilfe - frühmorgendliches Dauerstillen - ich mag nicht m

Beitrag von EhMibima »

In der 3. Zeile von unten soll es heißen " will ja nuckeln und keine Milch"
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