Plötzlich 'Angst' vorm Töpfchen?

Babys ohne Windeln? Gibt's denn das? Klar....

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Mette
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Plötzlich 'Angst' vorm Töpfchen?

Beitrag von Mette »

Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier und möchte mich ganz kurz vorstellen.
Ich bin 35 Jahre alt und stolze Mami einer 14 Monate alten Tochter. Ich habe mich schon während der Schwangerschaft mit dem Thema Windelfrei beschäftigt und war total begeistert davon.
Allerdings hat es dann (natürlich) bei uns überhaupt nicht funktioniert. Ich war am Anfang mit der ganzen Elternsituation total überfordert und an abhalten oder ähnliches war überhaupt nicht zu denken. Das fand ich aber nicht schlimm, denn ich hatte von Anfang an vorgehabt mir (oder uns allen) keinen Druck zu machen. Mein Mann war natürlich genauso überzeugt, wie ich!

Wie dem auch sei irgendwann haben wir dann immer mal wieder die Kleine abgehalten (so ab 3 Monaten glaub ich) und hatten schon erste Erfolge. Mit der Beikosteinführung hat sie dann fürchterliche Verstopfungen bekommen und das Abhalten/Töpfchen war unsere Rettung. Sie hat das große Geschäft dann immer durch rot Anlaufen signalisiert (mir ist schon klar, dass das eher kein aktives Signal ist) und wir hatten über Monate erfolge zumindest mit dem Kacken. Pinkeln hat leider nie so richtig, immer eher per Zufall geklappt (z.B. weil wir sie immer Morgens nach dem Aufwachen raufsetzen usw.). Signalisiert hat sie leider nie, wir versuchen es auch schon seit 5 Monaten mit Baby-Gestures immer wenn sie muss oder draufsitzt.

Wir waren aber trotzdem alles in allem recht zufrieden und haben so ja zumindest diese Stinkbomben weitestgehend vermieden.
Seit einiger Zeit funktioniert es aber leider überhaupt nicht mehr und nun kommen wir zum eigentlichen Grund meines Postings.

Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass sie sogar Angst vor dem Töpfchen hat. Jedenfalls will sie partout nicht darauf sitzen. Morgens nach dem Aufstehen muss sie meist sehr dringend. Oft ist das der Grund für das wach werden. Aber seit einigen Tagen weint sie dann fürchterlich, wenn man sie aufs Töpfchen setzt. Ich kann mir nicht erklären, was passiert sein könnte ... Wenn man sie dann wickelt, macht sie ein paar Minuten später in die Windel. Dass die voll ist, stört sie aber auch überhaupt nicht.

Heute meinte mein Mann dann, er möchte ein Experiment machen und ihr einfach den Body ohne Windel anziehen. Er ging davon aus, sie würde da nicht einfach reinmachen. Hat sie dann aber natürlich doch. Er fand das nicht so witzig :lol:

Jedenfalls wollte ich euch mal fragen, ob ihr wisst was da bei der Lütten los ist und wie man ihr das Töpfchen wieder näher bringen könnten und auch ob man ihr jetzt noch das Signalisieren beibringen kann oder Hopfen und Malz verloren ist???

Ganz lieben Dank schon mal an alle, die sich meinen langen Text durchlesen :)
Mette
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WiLada
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Re: Plötzlich 'Angst' vorm Töpfchen?

Beitrag von WiLada »

Mein Sohn hat auch immer nur das große Geschäft ins Klo gemacht, irgendwann hat er einfach wieder in die Windel gemacht. Das ging dann von selbst wieder. Ich hab ihn gelassen und wenn er nicht wollte, habe ich das akzeptiert und erstmal eine Pause gemacht.
Mit etwas über einem Jahr habe ich ihm die Windel nicht mehr angezogen. Natürlich hat er in die Hose gemacht, er musste ja erstmal verstehen, dass er nichts mehr hat was das Pipi abhält. Es dauerte paar Tage und die nassen Hosen wurden immer weniger.
Kurz darauf garkeine Unfälle mehr, musste ihn aber noch öfter mal erinnern und auf seine Anzeichen achten. Dann so mit 14 Monaten war das glaube, war er 100% trocken und hat sich immer gemeldet..er konnte dann Pipi und Kaka sagen und hat dabei noch in den Schritt gefasst.Immer wenn er mal muss, ist er davor total aufgedreht, macht irgedwelche Faxen, kreischt oder singt rum, ich weiß dann schon vorher, dass er in max. einer Minute sagt, Mama komm Pipi....

Mein Tipp: Lasst die WIndel ab. Haltet es durch mal so zwei Wochen mindestens. Ich weiß, dass es manchmal nicht mehr schön ist wenn man gerade vor 30 Min die Hose gewechselt hat und die dann wieder nass ist, aber das ist normal und total okay. Die Abstände werden größer, das Kind lernt die Blase vollständig zu entleeren und kann dann auch 2 Std mal einhalten.
Setzte sie nur dann aufs Klo, wenn sie nach dem Mittagsschlaf aufgewacht ist oder wenn du denkst sie muss am Morgen mal Pipi. Ansonsten lass sie so gut es geht, wenn du meinst sie muss mal, versuche es, aber dränge sie nicht. Wenn sie nein sagt oder deutlich zeigt dass sie nicht will, ist das ok.

Biete ihr die große Toiellte an. SIe muss, du setzt sie aufs Töpfchen, sie weint..dann sag "Oh Maus willst du nicht aufs Töpfchen? Ok dann komm, du darfst aufs große Klo gehen, kannst du das schon?" so nach dem Motto ;) Und dann wenn es klappt sind sie doch meist ganz stolz.


Es ist bestimmt interessant für dich mal meinen Bericht zu lesen: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 5&t=134740 (Achtung: auch lang ;) )
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Re: Plötzlich 'Angst' vorm Töpfchen?

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo, ich glaube es handelt sich um einen normalen Entwicklungsschritt, den man nicht mit Topfzwang begegnen sollte. Wir haben das auch grad. Dann nimmt sie halt die Windel. Ich frag sie, ob sie auf den Topf oder das Klo will und wenn nicht kommentiere ich das nicht weiter. Meist sagt sie von sich aus, dass sie eine Windel möchte.
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metri
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Re: Plötzlich 'Angst' vorm Töpfchen?

Beitrag von metri »

abhalten statt Töpfchen? Oder möchte sie das auch nicht?
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Mette
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Re: Plötzlich 'Angst' vorm Töpfchen?

Beitrag von Mette »

Hallo nochmal und schonmal vielen Dank für eure Antworten!

Tja, das mit dem 2-Wochen-Plan ist bei uns leider so eine Sache, da sie vormittags schon in die Kita geht. Ob das auch halbtags funktioniert?
Abhalten will sie nicht mehr, seit sie auf dem Töpfchen sitzen kann und das mit der großen Toilette hab ich auch schon mal (bei meinen Eltern) probiert aber das fand sie auch ganz blöd.
Ich halte das ja auch für eine Phase aber mein Mann ist etwas genervt davon.
Wenn ich ihm erzähle, das andere Eltern das auch durchhaben, ist er vielleicht beruhigter ;)
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