Es hat weniger mit seinem Geburtstag zu tun, den Gedanken habe ich schon länger, bisherige Abstillversuche sind gescheitert. Bzw will ich gar nicht abstillen, sondern einfach nur reduzieren.
Mein Sohn isst gerne, ist aber sehr wählerisch. Am liebsten Reiswaffeln&Co, Erdbeeren, Obst, Müsli, Brot und Würstel
Und dann, dann muss der Busen her. Je mehr er isst, desto mehr will er stillen. Noch dazu stillt er untertags maximal alle 2 Stunden (eher alle 45-90 Minuten), nachts dasselbe (zu Schubzeiten alle 24 Stunden lang alle 20 Minuten, uff). Bei jedem Eisprung habe ich eine Woche lang höllische Schmerzen (die Milch dürfte aber da besonders gut schmecken, dann trinkt er noch mehr).
Wenn ich ihn nicht stillen lasse (also etwas anderes anbiete, ich lasse ihn bitte nicht hungern!) oder wir unterwegs sind, hält ers maximal 2,5 Stunden aus und danach wird getrunken, als wäre er kurz vorm Verhungern. Und seit 1,2 Wochen trinkt er wieder so "lang"- früher warens vielleicht 2 Minuten, jetzt etwa 5. Und dann der andere Busen (bisher hat ihm einer gereicht). Und dann wieder der erste. Und wenns lustig ist bzw abends geht das 6-10 Mal so (über 1-2 stunden verteilt). Allerdings schluckt er nicht mehr wie früher bei jedem mal Saugen, sondern "pumpt" ein, zwei Mal zwischen jedem Schluck.
Was vielleicht noch wichtig ist: Er hat die letzten 4 Monate 1kg zugenommen (aktuell fast 9kg) und ist etwa 74cm groß. Ich lasse ihn nicht weinen, bis es etwas zu trinken gibt, er bekommt sofort den Busen, wenn er zeigt, dass er hungrig ist. Nuckeln am Busen tut er nicht, dafür zieht er den Schnuller vor, er trinkt wirklich jedes Mal beim Stillen. Letztes Monat war ich kurz schwanger, da hat er sich in innerhalb von 10 Tagen fast abgestillt (das war emotional etwas schwierig für mich
So, kindgesteuertes Abstillen, schön und gut, aber das alles ist mittlerweile ehrlich gesagt ziemlich anstregend, vorallem, weil er doch schon "älter" ist
Daher meine Frage: war jemand in derselben Situation? Wie habt ihr das Stillen reduzieren können? Es wäre schön, zumindest auf 2,3 Stillmahlzeiten untertags und einem etwas längeren Abstand nachts zu kommen. Gibt es irgendwann einen Zeitpunkt, an dem das Kind Essen und Trinken als Nahrung und weniger als Köstlichkeit angesehen hat?
Beziehungsweise an die erfahrenen Stillberaterinnen, was könnten Gründe für sein Verhalten sein? Es ist ja nicht so, dass ihm Essen grundsätzlich nicht schmeckt. Ist es geschickter, das Stillen ausschleichen zu lassen (ich habe geplant, mindestens noch ein Jahr weiterzustillen) oder ist eine drastische Reduktion besser?
Vielleicht irgendwelche Tipps für mich?
