Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

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Kaba
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von Kaba »

Meeresbrise hat geschrieben: 03.03.2025, 11:30 Das hats wohl für unsere Mütter leichter gemacht, da war es was gutes, wenn das Kind sich alleine beschäftigen konnte. Heutzutage ist ständig ein Wettbewerb ums Fordern und Fördern...
Kommt wahrscheinlich auf die Bubble an, aber ich wurde neulich richtig runtergeputzt, als ich angemerkt habe, dass ich 9 Wochen durchgehend Sommerferien im Kiga vom Sonnenstrahl schon sehr lange finde - et geht immerhin mittlerweile gerne hin, profitiert von den sozialen Kontakten und immer kann man zuhause nicht so viel bieten wie im Kiga (gerade ohne Garten...). Puh da wurde mir an den Kopf geworfen, dass es bedenklich sei, dass mein Kind lieber im Kiga sei (was ich nie gesagt habe!) als zuhause und man doch mit seinen Kindern in den Sommerferien Ausflüge macht. Und warum ich ihm keine 9 Wochen Erholung gönnen will. Steht eh außer Frage, er darf eh nicht gehen, solange ich nur geringfügig arbeite. Aber der Druck seitens jungen Müttern ist enorm.
Hier geben alle Mutter offen zu, dass sie die zwei Wochen Kiga Schließzeit fürchten :lol: 9 Wochen :shock: :shock: :shock:

Im Bad spielen während Mama duscht ist doch eine super Beschäftigung. Kind hat Spielzeug, sieht die Mama, lernt einen immer ähnlichen Ablauf kennen, kann Vorhersehbarkeit üben (wenn das Wasser ausgeht, kommt Mama aus der Dusche), lernt "nass" und "trocken", hört wie die Dusche und deine Stimme aus der Dusche klingen, riecht dein Duschgel, sieht wie die Spiegel vom Wasserdampf beschlagen...usw.

Ich finde es völlig ausreichend, wenn Kleinkinder im Alltag mit dabei sind, mit ihnen gesprochen wird, sie Sachen ausprobieren dürfen (Schublade ausräumen, Kochen "helfen" etc.), sie an verschiedene Orte kommen (Supermarkt, Café, Wald..)...Kleinkinder lernen im Alltag, gezielte Beschäftigung um sie zu fördern ist nicht notwendig und, glaube ich, tatsächlich ein relativ neues Konzept (ich suche bei Bedarf auch Quellen dazu raus).
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
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Meeresbrise
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von Meeresbrise »

Kaba hat geschrieben: 03.03.2025, 13:08
Meeresbrise hat geschrieben: 03.03.2025, 11:30 Das hats wohl für unsere Mütter leichter gemacht, da war es was gutes, wenn das Kind sich alleine beschäftigen konnte. Heutzutage ist ständig ein Wettbewerb ums Fordern und Fördern...
Kommt wahrscheinlich auf die Bubble an, aber ich wurde neulich richtig runtergeputzt, als ich angemerkt habe, dass ich 9 Wochen durchgehend Sommerferien im Kiga vom Sonnenstrahl schon sehr lange finde - et geht immerhin mittlerweile gerne hin, profitiert von den sozialen Kontakten und immer kann man zuhause nicht so viel bieten wie im Kiga (gerade ohne Garten...). Puh da wurde mir an den Kopf geworfen, dass es bedenklich sei, dass mein Kind lieber im Kiga sei (was ich nie gesagt habe!) als zuhause und man doch mit seinen Kindern in den Sommerferien Ausflüge macht. Und warum ich ihm keine 9 Wochen Erholung gönnen will. Steht eh außer Frage, er darf eh nicht gehen, solange ich nur geringfügig arbeite. Aber der Druck seitens jungen Müttern ist enorm.
Hier geben alle Mutter offen zu, dass sie die zwei Wochen Kiga Schließzeit fürchten :lol: 9 Wochen :shock: :shock: :shock:

Im Bad spielen während Mama duscht ist doch eine super Beschäftigung. Kind hat Spielzeug, sieht die Mama, lernt einen immer ähnlichen Ablauf kennen, kann Vorhersehbarkeit üben (wenn das Wasser ausgeht, kommt Mama aus der Dusche), lernt "nass" und "trocken", hört wie die Dusche und deine Stimme aus der Dusche klingen, riecht dein Duschgel, sieht wie die Spiegel vom Wasserdampf beschlagen...usw.

Ich finde es völlig ausreichend, wenn Kleinkinder im Alltag mit dabei sind, mit ihnen gesprochen wird, sie Sachen ausprobieren dürfen (Schublade ausräumen, Kochen "helfen" etc.), sie an verschiedene Orte kommen (Supermarkt, Café, Wald..)...Kleinkinder lernen im Alltag, gezielte Beschäftigung um sie zu fördern ist nicht notwendig und, glaube ich, tatsächlich ein relativ neues Konzept (ich suche bei Bedarf auch Quellen dazu raus).
Ich fürchte einfach, dass wir danach wieder eine wochenlange Eingewöhnung haben. Letzten Sommer waren es "nur" 5 Wochen und es gab danach wieder viele Tränen und es dauerte mehrere Wochen, bis er wieder eingewöhnt war. 9 Wochen ist trotzdem ne Hausnummer. Ich glaube wir werden den gesamten Sommer über im Freibad sein, ich hoffe, ich traue mir das dann mit 2 Kids noch zu, wenn die Meeresprinzessin dann richtig mobil ist.
Für Tipps für heiße Sommertage mit 2 Kleinkindern wäre ich sehr dankbar 😁
Danke für die tolle Sichtweise 😊
Beim Duschen gabs auch kein Gemecker, nur beim Kochen dann. Ich freue mich riesig drauf, wenn sie im Lernturm stehen kann, im Hochstuhl sitzen ist nicht so ihres. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil sie doch sehr häufig warten und meckern muss. Wenn ich dem Sonnenstrahl am WC helfe, Zähne putze, anziehe... Jacke und co an für jedes Rausgehen. Dann noch wenn ich selbst Zähne putze, anziehe, hier noch Essen richte und einpacke, Tisch abwischen, Geschirrspüler einräumen. Da kommt über den Tag einfach sehr viel zusammen an "Mecker" Zeit.
I tried to hold on but it hurts too much
I tried to forgive but it′s not enough
To make it all okay
You can't play on broken strings
You can′t feel anything
That your heart don't want to feel
I can't tell you something that ain't real
Oh, the truth hurts and lies worse
How can I give anymore
When I love you a little less than before?

Meeresbrise ist so glücklich mit Sonnenstrahl (02/21) und Meeresprinzessin (06/24) an der Hand
Gute Reise ihr kleinen Sternchen *** - 02/23 u. 07/23
Mau
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von Mau »

Dafür hat sie einen großen Bruder, den sie beobachten und bewundern kann und bald hinterher laufen. Allein dadurch bekommt sie doch eine Menge Input.
9 Wochen sind übel :shock: Ich wüsste gar nicht wie ich die rumkriegen sollte selbst ohne Baby dabei. 4 Jährige brauchen nämlich schon was zu tun und vor allem andere Kinder.
Mini 4/21 <3
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ShinyCheetah
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von ShinyCheetah »

Hier sind es drei Wochen und das finde ich schon zu viel ;)
Mir tut es echt leid, dass in deinem Umfeld so heftig verurteilt wird. Das ist hier gar nicht so. Eltern sollten sich gegenseitig bestärken und nicht fertig machen :/
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
Teelicht
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von Teelicht »

Ich fand meine Wessi-Kindheit auch phantastisch, ganze viele Playdates, wo sich viele Mütter und Kinder getroffen haben. Das war wahrscheinlich mein Ideal für die Kleinkinderzeit und wurde kein Stück erfüllt, weil hier alle arbeiten. Also auch ich. Ich habe manchmal bitter an meine eigene Kindheit gedacht und gedacht, dass es meine Mutter viel leichter hatte als ich. Ich muss Arbeit, Kinder - „alles“ - jonglieren und war lange Zeit von allem gestresst.
Aber dann hat mir meine Mutter was gesagt, nachdem ich und mein Mann uns über die Organisation der nächsten Tage mit kranken Kindern diskutiert hatten. Sie sagte „wow, das wäre früher mit deinem Vater nicht gegangen. Der wollte keine Verantwortung übernehmen. Selbst als ich Vollzeit gearbeitet habe, musste ich alles um euch herum organisieren. Er hat nichts übernommen. Meine Arbeit wurde nicht für voll genommen. Toll, dass ihr die Tage 50/50 aufteilt.“
Seit dem denke ich nicht mehr, dass meine Mutter es besser hatte.

Ich glaube es gibt ganz viel, dass wir heute nicht sehen.
Kind 1: September 2012 ❤️
Kind 2: Juni 2015 ❤️
Schlumpfine32
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von Schlumpfine32 »

Ich hab vor ein paar Tagen eine Doku zu kinderlandverschickubgen gesehen. Da sagten viele Kinder sie seien in der Verschickung während ihre Eltern im Urlaub seien. Die meisten klangen damit recht zufrieden. Die Eltern würden eh Kirchen besichtigen und so langweiligen Kram.
Ich fand das irgendwie spannend. Heute fährt kein Eltern mehr ohne Kind in den Urlaub. Also zumindest nicht als Paar.
Mit Mutzelmade 10/22
chriss
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von chriss »

Ich hab da glaub ich in meiner Familie schlechte Beispiele

Meine Eltern waren beide Lehrer, und meine beiden Großmütter auch, mein einer Opa auch, der andere war Zöllner, also auch öffentl. Dienst.
Da war das alles irgendwie halbwegs einfach zu organisieren, meine Eltern waren eigentlich immer zeitgleich mit uns Kindern am frühen Nachmittag zu Hause.
In der Grundschule musste ich morgens eine halbe Stunde allein zu Hause warten bis ich losging und manchmal nach der Schule noch eine Stunde, da machte ich die Hausübung inzwischen und durfte danach Fernsehen.
Meine Eltern hatten immer alle Ferien mit uns gemeinsam frei - wir hatten einen Ford Transit mit Schlafdach und waren damit viel unterwegs, meist in Frankreich. Mit 14 war es mir dann zu blöd alle meine Ferien mit der Familie weit weg von meinen Freunden zu verbringen und blieb von da an allein zu Hause. Im Notfall waren Oma und Opa nebenan.

Wenn ich mir vorstelle ich würde meine große Tochter heuer mit 14 9 Wochen im Sommer allein zu Hause lassen - irgendwie echt unvorstellbar.
Chris mit J 9/10, und S 03/13
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von Seiltänzerin »

Schlumpfine32 hat geschrieben: 05.03.2025, 20:47Heute fährt kein Eltern mehr ohne Kind in den Urlaub. Also zumindest nicht als Paar.
Freunde von meinen Eltern haben regelmäßig das Enkelkind, wenn die Eltern Urlaub machen.
mit den drei Wirbelwinden (2015,2019,2021)
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Toony
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von Toony »

Seiltänzerin hat geschrieben: 05.03.2025, 21:24
Schlumpfine32 hat geschrieben: 05.03.2025, 20:47Heute fährt kein Eltern mehr ohne Kind in den Urlaub. Also zumindest nicht als Paar.
Freunde von meinen Eltern haben regelmäßig das Enkelkind, wenn die Eltern Urlaub machen.
Ich kenne auch mehrere Familien, bei denen die Eltern regelmäßig ohne Kinder weg fahren. Zwischen Wochenende und drei Wochen. Manche der Kinder sind bei den Großeltern, manche auf Ferienfahrten oder auch beides in Kombination.
Toony mit Zwerg (11/12), Maus (12/14) und Schnecke (01/18)
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jessy80
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?

Beitrag von jessy80 »

Ich kenne auch Familien die ohne Kind im dem Urlaub fahren.
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)
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