Pumafuss hat geschrieben:Sag mal, Lieselliesel - wieso bist du denn in dem Thema so versiert? Aus persönlichen Gründen, oder hast du beruflich damit zu tun?
Ganz klar Beides! Ich studier halt Medizin

und interessier mich sehr für evidenzbasierte Medizin. Und wenn man dann im Internet in Foren unterwegs ist, in denen viele Mütter/Eltern schreiben, muss man sich unweigerlich mit den Alternativen heilmethoden auseinandersetzen. U.a. dehalb (aber auch schon davor) hab ich mich damit eingehender beschäftigt als der "normale" Medizinstudent.
Die Begründe, die Du schreibst, wegen der besseren AUfnahmefähigkeit des pflanzlichen Calciums ist ja rein anthropologisch. Andererseits weiß man doch quasi nix über den Calciumgehalt der damaligen PFlanzen etc. Ausserdem sind ja die Leute vor 10000 Jahren (zu der Zeit hat sich die genetische Mutation der Laktosetoleranz in der europäischen Bevölkerung durchgesetzt) schon mit 35 Jahren gestorben sind. EIne Auswirkung auf zB Osteoporose bei latenten Ca-Mangel (der ja durchaus trotz "Deiner" Begründung hätte bestehen können) könnte also nicht beobachtet werden.
Für mich zählt eigentlich nur die Bioverfügbarkeit des jeweiligen Ca. Da hab ich
hier nun nen Link (weit runterscrollen), wo folgendes steht: "Calcium ist nicht nur in Milch und Milchprodukten, sondern auch in einigen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, wobei die Bioverfügbarkeit aus Milch deutlich höher ist." DAS war eben auch mein Wissensstand.
Nur nochmal gesagt, damit wir uns nicht falsch verstehen: ich bin kein "die-Milch-machts"Fan. Ich finde nur, dass Milhc hier oft verteufelt wir. Und das ist mMn nicht richtig. Milch ist für mich ein Lebensmittel wie viele andere:
per se weder gesund
noch ungesund. Allein die Menge machts.
Grüßle, Ma