Milch - besser nicht

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

lieselliesel
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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von lieselliesel »

Pumafuss hat geschrieben:Hm, im Netz leider nichts dazu gefunden. Wer wirklich Interesse hat, sollte sich ein Buch von Dr.Renate Collier zulegen. Eine ehemalige Mayr-Ärztin (ich weiß nicht, wer von euch die Mayr-Kur kennt? Ein Glas Milch + trockenes Brötchen, kauen bis zum Abwinken etc....) Sie ist die Begründerin der Azidose-Therapie.
Najaaa, sowohl Mayr-Kur als auch Azudosetherapie sind (nett ausgedrückt :wink: ) wissenschaftlich umstritten.

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Pumafuss
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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von Pumafuss »

lieselliesel hat geschrieben:
Najaaa, sowohl Mayr-Kur als auch Azudosetherapie sind (nett ausgedrückt :wink: ) wissenschaftlich umstritten.

:shock: Hui, Vorsicht! :wink: Ich rede hier nicht von einer dahergelaufenen Azidose-Kur, die manche nach einem Wochenendkurs "Gemüsesaftfasten" anbieten. :mrgreen: Es geht um die Kur nach Dr. Renate Collier. Diese bieten nicht so viele Therapeuten in Deutschland an und der Begriff "nach Dr. Renate Collier" ist geschützt. Falls du tatsächlich irgendwelche Links hast, die genau diese Kur durch den Wissenschafts-Kakao ziehen, wäre ich dafür sehr dankbar.
Collier hat übrigens die Mayr-Kur irgendwann nicht mehr so toll gefunden und daraufhin die Azidose-Therapie entwickelt. Trotzdem sind Mayr-Ärzte unglaublich gute Bauch-Diagnostiker! *verteidig* (Vielleicht ist Mayr einfach ein bisschen veraltet... :? )

Um nochmal auf das Grundthema zurückzukommen: viele vertragen Milch einfach nicht. Ob man sie zu sich nimmt, muss man selber wissen. Ob man sie verträgt, kann man testen lassen. 8)
Wenn man Calcium sicher zu sich nehmen will, sollte man sich einfach ausgewogen ernähren - ob mit oder ohne Milch. Meiner Meinung nach ist alles schädlich, was militant und dogmatisch ist. Die Freude am Essen darf einfach nicht verloren gehen!
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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von lieselliesel »

Pumafuss hat geschrieben:Um nochmal auf das Grundthema zurückzukommen: viele vertragen Milch einfach nicht. Ob man sie zu sich nimmt, muss man selber wissen. Ob man sie verträgt, kann man testen lassen. 8)
Wenn man Calcium sicher zu sich nehmen will, sollte man sich einfach ausgewogen ernähren - ob mit oder ohne Milch. Meiner Meinung nach ist alles schädlich, was militant und dogmatisch ist. Die Freude am Essen darf einfach nicht verloren gehen!
Juhu, GAAAANZ meine Meinung.
:shock: Hui, Vorsicht! :wink: Ich rede hier nicht von einer dahergelaufenen Azidose-Kur, die manche nach einem Wochenendkurs "Gemüsesaftfasten" anbieten. :mrgreen: Es geht um die Kur nach Dr. Renate Collier. Diese bieten nicht so viele Therapeuten in Deutschland an und der Begriff "nach Dr. Renate Collier" ist geschützt. Falls du tatsächlich irgendwelche Links hast, die genau diese Kur durch den Wissenschafts-Kakao ziehen, wäre ich dafür sehr dankbar.
Collier hat übrigens die Mayr-Kur irgendwann nicht mehr so toll gefunden und daraufhin die Azidose-Therapie entwickelt. Trotzdem sind Mayr-Ärzte unglaublich gute Bauch-Diagnostiker! *verteidig* (Vielleicht ist Mayr einfach ein bisschen veraltet... :? )
Ich hab keinen Link dazu. Aber dieser ABsatz von ihrer Website
"Eine der wirklichen Grundlagenerkenntnisse unserer Zeit ist die Übersäuerung des Körpers. Sie greift an der Wurzel des Stoffwechsels schlechthin und widmet sich genau dem Gewebe des Körpers, welches der Speicher aller Säuren, Gifte, Abfallstoffe etc. ist: dem Bindegewebe"
ist naturwissenschaftlich-medizinisch nicht korrekt.
Das mit AIDS hier ist ja wohl der Abschuss und disqualifiziert alles Folgende "PROF. HARTMUT HEINE hat die selben Vorgänge mit Hilfe elektronenmikroskopischer Untersuchungen erforscht und ausführlich beschrieben. Brennt das Bindegewebe durch schleichende Übersäuerung langsam aus (HEINE), folgen chronische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, AIDS, Rheuma, Degenerationen, Allergien, Krebs und viele andere".
Und da erlaube ich mir mal 8) die ganze Therapie in Zweifel zu ziehen, wenn die Grundannahme falsch ist. Das führt hier aber zu weit.
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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von Pumafuss »

lieselliesel hat geschrieben: Ich hab keinen Link dazu. Aber dieser ABsatz von ihrer Website
"Eine der wirklichen Grundlagenerkenntnisse unserer Zeit ist die Übersäuerung des Körpers. Sie greift an der Wurzel des Stoffwechsels schlechthin und widmet sich genau dem Gewebe des Körpers, welches der Speicher aller Säuren, Gifte, Abfallstoffe etc. ist: dem Bindegewebe"
ist naturwissenschaftlich-medizinisch nicht korrekt.
Das mit AIDS hier ist ja wohl der Abschuss und disqualifiziert alles Folgende "PROF. HARTMUT HEINE hat die selben Vorgänge mit Hilfe elektronenmikroskopischer Untersuchungen erforscht und ausführlich beschrieben. Brennt das Bindegewebe durch schleichende Übersäuerung langsam aus (HEINE), folgen chronische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, AIDS, Rheuma, Degenerationen, Allergien, Krebs und viele andere".
Und da erlaube ich mir mal 8) die ganze Therapie in Zweifel zu ziehen, wenn die Grundannahme falsch ist. Das führt hier aber zu weit.
:roll: ja, das ist wohl ein wenig...sagen wir mal "übertrieben".
Aber im Ernst: ich kenne sehr viele, die durch eine Azidose-Kur echt richtig Fortschritte gemacht haben. Baby weint, lege morgen nochmal nach... :mrgreen:
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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von lieselliesel »

Pumafuss hat geschrieben:Aber im Ernst: ich kenne sehr viele, die durch eine Azidose-Kur echt richtig Fortschritte gemacht haben.
Hey, das glaub ich schon. Aber diese Beispiele gibt es ja auch zb bei der Homöopathie und auch die ist naturwissebschaftlich-medizinisch ohne Grundlage.

Ich hab ja nur bezweifelt, dass die Frau Dr Collier eine gute Referenz für die Aussage ist, dass pflanzliches Calcium besser (oder überhaupt?) als tierisches verwertet werden kann. Nur deshalb hab ich mich zur wissenschaftlichen Reputation geäussert.

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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von Pumafuss »

lieselliesel hat geschrieben:
Pumafuss hat geschrieben:Aber im Ernst: ich kenne sehr viele, die durch eine Azidose-Kur echt richtig Fortschritte gemacht haben.
Hey, das glaub ich schon. Aber diese Beispiele gibt es ja auch zb bei der Homöopathie und auch die ist naturwissebschaftlich-medizinisch ohne Grundlage.

Ich hab ja nur bezweifelt, dass die Frau Dr Collier eine gute Referenz für die Aussage ist, dass pflanzliches Calcium besser (oder überhaupt?) als tierisches verwertet werden kann. Nur deshalb hab ich mich zur wissenschaftlichen Reputation geäussert.

Ma
:mrgreen: Das ginge mir wahrscheinlich auch so, wenn ich so nen AIDS-Quatsch auf der Seite einer Therapie läse... Bei Homöopathie sollte man einige Aussagen auch getrost überlesen. Da gibts ja schließlich auch so ne Art Anti-AIDS-Kügelchen :shock:
Da ich so viele Erfolge durch ihre Kur gesehen und selbst erlebt habe, überlese ich solche Sätze und würde sie als Ernährungs-Keks-Pertin immer wieder überall zitieren. :wink: 8)

Die Erklärung, warum Milchcalcium schlechter verwertbar ist, würde hier jetzt einfach zu weit führen. Es sei nur kurz gesagt, dass unsere Vorvorvorfahren seeeeeeeeeeeeeeehr lange ohne Milch und mit sehr wenig tierischem Eiweiß zurechtgekommen sind, unser Körper darauf angelegt ist (unser Darm ist z.B. für Fleischfresser viel zu lang) und es eigentlich evolutionstechnisch nicht vorgesehen ist, solche Massen an tierischem Eiweiß aufzunehmen --> Belastung des Darms ---> schlechtere Aufnahme von jeglichen Nahrungsinhaltsstoffen, etc.
Ein gesunder Verdauungstrakt kann bestimmt aus einem Glas Milch alle paar Wochen sehr gut Calcium ziehen, aber unter den heutzutage gegebenen Umständen...naja.

Sag mal, Lieselliesel - wieso bist du denn in dem Thema so versiert? Aus persönlichen Gründen, oder hast du beruflich damit zu tun?
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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von lieselliesel »

Pumafuss hat geschrieben:Sag mal, Lieselliesel - wieso bist du denn in dem Thema so versiert? Aus persönlichen Gründen, oder hast du beruflich damit zu tun?
Ganz klar Beides! Ich studier halt Medizin :mrgreen: und interessier mich sehr für evidenzbasierte Medizin. Und wenn man dann im Internet in Foren unterwegs ist, in denen viele Mütter/Eltern schreiben, muss man sich unweigerlich mit den Alternativen heilmethoden auseinandersetzen. U.a. dehalb (aber auch schon davor) hab ich mich damit eingehender beschäftigt als der "normale" Medizinstudent.

Die Begründe, die Du schreibst, wegen der besseren AUfnahmefähigkeit des pflanzlichen Calciums ist ja rein anthropologisch. Andererseits weiß man doch quasi nix über den Calciumgehalt der damaligen PFlanzen etc. Ausserdem sind ja die Leute vor 10000 Jahren (zu der Zeit hat sich die genetische Mutation der Laktosetoleranz in der europäischen Bevölkerung durchgesetzt) schon mit 35 Jahren gestorben sind. EIne Auswirkung auf zB Osteoporose bei latenten Ca-Mangel (der ja durchaus trotz "Deiner" Begründung hätte bestehen können) könnte also nicht beobachtet werden.

Für mich zählt eigentlich nur die Bioverfügbarkeit des jeweiligen Ca. Da hab ich hier nun nen Link (weit runterscrollen), wo folgendes steht: "Calcium ist nicht nur in Milch und Milchprodukten, sondern auch in einigen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, wobei die Bioverfügbarkeit aus Milch deutlich höher ist." DAS war eben auch mein Wissensstand.


Nur nochmal gesagt, damit wir uns nicht falsch verstehen: ich bin kein "die-Milch-machts"Fan. Ich finde nur, dass Milhc hier oft verteufelt wir. Und das ist mMn nicht richtig. Milch ist für mich ein Lebensmittel wie viele andere: per se weder gesund noch ungesund. Allein die Menge machts.

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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von Pumafuss »

lieselliesel hat geschrieben: Für mich zählt eigentlich nur die Bioverfügbarkeit des jeweiligen Ca. Da hab ich hier nun nen Link (weit runterscrollen), wo folgendes steht: "Calcium ist nicht nur in Milch und Milchprodukten, sondern auch in einigen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, wobei die Bioverfügbarkeit aus Milch deutlich höher ist." DAS war eben auch mein Wissensstand.
Ja, das ist auch das allgemein verbreitete. Ich denke, dass man immer das zu lesen bekommt, was in der jeweiligen Szene grad angesagt ist... :mrgreen: Bei den Alternativmedizinern wird es eben genau umgekehrt formuliert. (Doof - irgendwie finde ich auf die Schnelle keine Links dazu. Muss nochmal ausführlicher suchen... :? ) Was stimmt - wer weiß das schon?! Kommst du als Med-Studentin nicht an schöne Studien dazu ran? Fänd ich ja mal spannend, was da so erforscht wurde!

Medizin fand ich ja auch immer spannend und ich habe auch lange überlegt, das zu studieren, war mir dann aber doch zu hart das Studium (und das mit so zwei lütten Kiddies?! Wie schaffst du das denn??? :shock: )
Wie wäre es denn, wenn du deine Doktorarbeit zu dem Thema machst? Eine in-vivo-Studie zur Calcium-Bioverfügbarkeit! :mrgreen: Ich würde sie lesen!!! :lol:

Nur nochmal gesagt, damit wir uns nicht falsch verstehen: ich bin kein "die-Milch-machts"Fan. Ich finde nur, dass Milhc hier oft verteufelt wir. Und das ist mMn nicht richtig. Milch ist für mich ein Lebensmittel wie viele andere: per se weder gesund noch ungesund. Allein die Menge machts.

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Genau mein Reden! Danke - dann sind wir ja einer Meinung! Diese Dogma-Sch**** find ich echt anstrengend! :roll:
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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von lieselliesel »

Hey, schön mit Dir zu diskutieren!
Pumafuss hat geschrieben:Wie wäre es denn, wenn du deine Doktorarbeit zu dem Thema machst? Eine in-vivo-Studie zur Calcium-Bioverfügbarkeit! :mrgreen: Ich würde sie lesen!!! :lol:
Ääääh, das würd schwierig werden, weil man ja nur ne Doktorarbeit über was machen kann, was noch nicht verffentlicht ist. Und "Bioverfügbarkeit" ist per defenitionem in vivo.

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Re: Milch - besser nicht

Beitrag von Pumafuss »

lieselliesel hat geschrieben: Ääääh, das würd schwierig werden, weil man ja nur ne Doktorarbeit über was machen kann, was noch nicht verffentlicht ist.
Aha, wieder was dazugelernt! Ich habe immer gedacht, es ginge rein um Forschung. Sind in-vivo-Studien eigentlich auch an Tieren möglich, oder heißt das dann anders, oder ist das sogar die Regel? *blödfrag*
Und "Bioverfügbarkeit" ist per defenitionem in vivo.
:mrgreen: Ja, schon klar. War mir nur nicht klar, dass man das nicht doppeltgemoppelt sagt. :oops: Da bist du ja mehr von Menschen umgeben, die das im alltäglichen Sprachgebrauch haben.

Um nochmal auf die Frage zurückzukommen: wie schaffst du das Studium mit 2 kleinen Kindern? Habt ihr ne gute Uni-KiTa???

Und ja: diskutieren mit dir macht Spaß! :mrgreen: 8)
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