Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesucht!

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Wurzelkind
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von Wurzelkind »

Hallo Manto,

habe gerade deinen Bericht hier gelesen und wollte dir nur auch kurz Mut zusprechen! Ich habe etwa 4 Monate nur mit Stillhütchen gestillt und auch öfter versucht sie abzugewöhnen und dann irgendwann aufgegeben, weil sie mit meiner (im Vergleich zum Stillhütchen) winzig kleinen BW nix anzufangen wusste. Und dann als ich einfach gedacht habe, dass ich dann halt immer mit Stillhütchen stille, flutschte irgendwann mal eins ab und zack hat sie sich an meine Brust geschmissen und Stillhütchen waren abgeschafft :D

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit dem BES!!
Wurzelkind mit Wurzelzwerg 10/2012

Das worauf es im Leben am meisten ankommt, können wir nicht voraussehen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat.
Antoine de Saint-Exupéry
manto
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von manto »

So, eine Zwischendurchfrage:

Zwerglein hing jetzt von 12.30 bis 15 Uhr am Stillhütchen mit BES. Aber ich habe nicht das Gefühl, daß er so an der Brust saugt, daß er auch was bekommt. Ein wenig kriegt er, denn ich sehe Milch im Stillhütchen. Aber meine Brüste fangen ganz von selbst an zu tropfen, wenn sie nicht regelmäßig entleert werden, sodaß das nicht unbedingt ein Zeichen von Saugen sein muss.
Er hat ja schon mal ganz gut am Hütchen gesaugt, sprich ich habe das auch wirklich als Ziehen in der Brust wahrgenommen. Das fehlt jetzt fast vollständig.
Ab und an kitzelt es mal ein wenig und in 20 min war ein richtiges Sauggefühl dabei.

Ich habe den Eindruck, daß er am BES solange wartet, bis genug in seinen Mund getropft ist und dann schluckt er. Dazu schnullert er so ein wenig am Hütchen, erreicht aber damit die Brustwarze gar nicht. Die sieht auch nicht stimuliert aus.
Nach den drei Stunden hat er natürlich immer noch Hunger und es sind gerade mal 60 ml aus dem BES-Behälter verschwunden. Zwischendrin hat er natürlich immer mal wieder abgedockt und einen Power-Nap eingelegt, aber so bekommt er auf keinen Fall genug, um satt zu werden.

Was mache ich denn jetzt? Ich habe ihn 15 Uhr dann mit der Spritze zugefüttert, jetzt schläft er, wie ein braves kleines Steinchen.
Mache ich was falsch? Sollte ich vielleicht den durchlässigeren Schlauch nehmen?
Das Problem ist, daß er scheinbar wirklich nichts aus der Brust bekommt, außer den paar Tropfen, die von selbst rauslaufen.

Waage kommt übrigens morgen an.

Wenn ich mir ansehe, wie friedlich er die Spritze leersaugt und wenn ich daran denke wie ruhig und zufrieden er die Flasche genommen hat, dann frage ich mich schon, ob ich im Recht bin, ihm meinen Stillwunsch aufzupfropfen. Er will satt werden. Stillen will ich.
Das Leben liest auch nicht Korrektur. ;)
jusl
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von jusl »

Wenn ich mir ansehe, wie friedlich er die Spritze leersaugt und wenn ich daran denke wie ruhig und zufrieden er die Flasche genommen hat, dann frage ich mich schon, ob ich im Recht bin, ihm meinen Stillwunsch aufzupfropfen. Er will satt werden. Stillen will ich.
Zweifel sind normal, aber jetzt gib Dir ruhig erstmal die Zeit, herauszufinden, wie es für Euch BEIDE gut funktioniert. Dein Stillwunsch ist nicht egoistisch - Flaschenfütterung hat nunmal handfeste gesundheitliche Nachteile fürs Baby, Du handelst also definitiv IM INTERESSE DEINES BABYS.
Nach den drei Stunden hat er natürlich immer noch Hunger und es sind gerade mal 60 ml aus dem BES-Behälter verschwunden. Zwischendrin hat er natürlich immer mal wieder abgedockt und einen Power-Nap eingelegt, aber so bekommt er auf keinen Fall genug, um satt zu werden.

Was mache ich denn jetzt? Ich habe ihn 15 Uhr dann mit der Spritze zugefüttert, jetzt schläft er, wie ein braves kleines Steinchen.
Mache ich was falsch?
Wahrscheinlich ja. Überprüfe noch mal (ohne Baby ;-)) die Technik: Wenn BEIDE Schläuche offen sind, dann läuft die Milch einfach heraus, viiiiiiel schneller als 60 ml in 3 Stunden. Mit den größten Schläuchen tropft es mehrere Male pro Sekunde, also das wären dann eher 60 ml in 3 Minuten. ;-)
Hier lohnt es auf jeden Fall, nach der Ursache zu fahnden. Könnte es sein, dass das Hütchenloch den BES-Schlauch leicht abgeklemmt hat? So dass es deswegen nur langsam oder gar nicht tropft? Hast Du Flasche HOCH genug um den Hals gehängt?

Die Fließgeschwindigkeit beim BES lässt sich über 3 "Schrauben" einstellen, sozusagen von "Sturzbach" bis "kommt kaum was raus":
1. Die Wahl des Schlauchs. Je dicker, desto leichter fließt's.
2. An- bzw. Abklemmen des Zweitschlauchs. Wenn geschlossen, kommt Luft nur durchs Ventil in die Flasche, dann fließt' schwerer. Wenn offen, kommt Luft durchs Ventil UND durch den offenen Schlauch, dann fließt's leichter.
3. Die Aufhänghöhe der Flasche. Je höher sie Dir "unterm Kinn" hängt, desto leichter fließt's.

Die "Sturzbach-Einstellung" wäre also: Dickster Schlauch, Zweitschlauch offen, Flasche hoch. Probiere diese unterschiedlichen Einstellungen noch mal aus!
Das Problem ist, daß er scheinbar wirklich nichts aus der Brust bekommt, außer den paar Tropfen, die von selbst rauslaufen.
Nee, ich würde sagen, das "Problem" ist jetzt erstmal, dass Ihr beide gut mit dem BES zurecht kommen lernen sollt. ;-) Theoretisch MUSS er erstmal GAR NIX aus der Brust kriegen (berücksichtige, dass auch Frauen gibt, die OHNE jede eigene Milchbildung ihre Babys per BES an der Brust ernähren!..). Seine ungünstige Saugtechnik hängt sicher auch mit der Hütchenverwendung zusammen.
Wichtig ist weiterhin, dass er KEINE WEITEREN Sauggelegenheiten hat. Kein Schnuller!
Ich habe ihn 15 Uhr dann mit der Spritze zugefüttert, jetzt schläft er, wie ein braves kleines Steinchen.
Wie genau? Mit der Spritze an der Brust zugefüttert, oder mit der Spritze am Finger, oder mit der Spritze saugfrei?

Kopf hoch, wir kriegen das schon hin. Normalerweise sollte ja eine Stillberaterin vor Ort die erste Zeit mit dem BES begleiten. Du musst Dich jetzt "allein" durchwurschteln, das dauert eben ein bisschen. Ich weiß, in der momentanen Situation fühlt man sich leicht niedergeschlagen, aber schon in wenigen Tagen sieht die Welt wieder ganz anders aus, ganz bestimmt.

LG
Julia
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julia1982
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von julia1982 »

((Manto))! Ich kann zwar fachlich nichts beitragen, wollte Dich aber wissen lassen, dass ich mitlese/mitfiebere und die Daumen gedrückt hAlte! Ihr macht das toll!
Julia mit kleiner Raupe (03/13) und Herzenskind (03/16)
manto
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von manto »

Wahrscheinlich ja. Überprüfe noch mal (ohne Baby ;-)) die Technik: Wenn BEIDE Schläuche offen sind, dann läuft die Milch einfach heraus, viiiiiiel schneller als 60 ml in 3 Stunden. Mit den größten Schläuchen tropft es mehrere Male pro Sekunde, also das wären dann eher 60 ml in 3 Minuten. ;-)
Also: Das ist so ein Tropfen in der Sekunde mit dem mittleren Schlauch, Flasche so hoch wie möglich um den Hals und beide Schläuche offen.
Bei den drei Stunden waren, wie gesagt, auch immer noch Power Naps dabei. Wie lange sollte es denn etwa dauern, bis 100 ml aus der Flasche sind? Gibt's da Vergleichswerte?
Hier lohnt es auf jeden Fall, nach der Ursache zu fahnden. Könnte es sein, dass das Hütchenloch den BES-Schlauch leicht abgeklemmt hat? So dass es deswegen nur langsam oder gar nicht tropft? Hast Du Flasche HOCH genug um den Hals gehängt?
Nein, der Schlauch passt erstaunlicherweise genau durch das Loch des Hütchens. Naja. Ist vielleicht auch nicht so erstaunlich, ist ja beides Medela. Flasche hängt sozusagen unter dem Kinn. Sie noch weiter hochzuhängen verbietet der Umfang meines Halses. ;)
Nee, ich würde sagen, das "Problem" ist jetzt erstmal, dass Ihr beide gut mit dem BES zurecht kommen lernen sollt. ;-) Theoretisch MUSS er erstmal GAR NIX aus der Brust kriegen (berücksichtige, dass auch Frauen gibt, die OHNE jede eigene Milchbildung ihre Babys per BES an der Brust ernähren!..). Seine ungünstige Saugtechnik hängt sicher auch mit der Hütchenverwendung zusammen.
Wichtig ist weiterhin, dass er KEINE WEITEREN Sauggelegenheiten hat. Kein Schnuller!

Wie genau? Mit der Spritze an der Brust zugefüttert, oder mit der Spritze am Finger, oder mit der Spritze saugfrei?
Spritze am Finger. Schnuller gebe ich nicht, er bekommt zum "schnullern" für die schnelle Beruhigung zwischendurch immer den kleinen Finger. Er hat nur einmal einen Schnuller bekommen, als ich nicht dabei war, das war auf der Kinderintensiv. Hat ihn aber wieder ausgespuckt.
Wir sollten also auch nicht mit der Flasche zufüttern, wegen des Saugers? Zuhause ist die Spritze ja kein Problem, ich hatte nur für draußen halt die Calma-Flasche besorgt.
Kopf hoch, wir kriegen das schon hin. Normalerweise sollte ja eine Stillberaterin vor Ort die erste Zeit mit dem BES begleiten. Du musst Dich jetzt "allein" durchwurschteln, das dauert eben ein bisschen. Ich weiß, in der momentanen Situation fühlt man sich leicht niedergeschlagen, aber schon in wenigen Tagen sieht die Welt wieder ganz anders aus, ganz bestimmt.
Okay. Wir wurschteln weiter. Ich will auch immer zu schnell zu viel, glaube ich, genau wie er beim Trinken. Ganz die Mama ;).
Das Leben liest auch nicht Korrektur. ;)
jusl
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von jusl »

Also: Das ist so ein Tropfen in der Sekunde mit dem mittleren Schlauch, Flasche so hoch wie möglich um den Hals und beide Schläuche offen.
Dann nimm mal den größten Schlauch. Ein Tropfen pro Sekunde ist etwas schlapp.
Bei den drei Stunden waren, wie gesagt, auch immer noch Power Naps dabei.
Nichts gegen Powernapping :lol: , aber vielleicht kannst Du versuchen, Dein Baby wach zu halten. In der Linksammlung Stillwissenfindest Du effektive Wecktipps für schläfrige Babys.
Wie lange sollte es denn etwa dauern, bis 100 ml aus der Flasche sind? Gibt's da Vergleichswerte?
Ja, gibt's. Eine typische BES-Stillmahlzeit dauert für gewöhnlich irgendwas zwischen 10 und 30 Minuten.
Nein, der Schlauch passt erstaunlicherweise genau durch das Loch des Hütchens. Naja. Ist vielleicht auch nicht so erstaunlich, ist ja beides Medela. Flasche hängt sozusagen unter dem Kinn. Sie noch weiter hochzuhängen verbietet der Umfang meines Halses. ;)
OK, gut dass der Schlauch gut durchpasst (sonst einfach das Loch etwas erweitern!). Es kann trotzdem sein, dass Dein Baby den Schlauch versehentlich irgendwie im Mund abgeknickt hat oder so. Eine Lösungsmöglichkeit wäre, den Schlauch NICHT durch das Hütchen zu fädeln, sondern außen zu lassen. Also erstmal Hütchen ganz normal auf die Brust, und dann den Schlauch drüber legen, evtl. etwas festkleben. Das behalten wir mal im Hinterkopf. ;-)

Viel Erfolg beim "Weiterwurschteln", und gedrückte Daumen!
LG
Julia
manto
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von manto »

So, hier mal noch die Daten von gestern:

19.04. 3950 g Geburt, direkt zugefüttert per Spritze, Hütchen,--> Nein, Zugefüttert wurde mit Flasche. Wieviel weiß keiner, ich war zu platt vom Kaiserschnitt.
22.04. 3590 g U2, per Flasche WIE VIEL zugefüttert? --> Nein, seit 21.04 wurde per Spritze zugefüttert. Pro Mahlzeit ca. 30ml Pre, wenn ich mich recht entsinne. Anlegen ging noch nicht, das kam erst ab ca. dem 23.04. glaube ich. Dann mit Hütchen. Unveränderte Zufütterung mit Spritze. Ich kann mich nicht wirklich erinnern, aber ich denke wir hatten unsere 8 Mahlzeiten/ Tag. Die sind da je sehr strukturiert im KH.
02.05. 3930 g Hebamme,
04.05. 3960 g Hebamme
09.05. 3920 g Hebamme WIE VIEL zugefüttert? In vier Tagen zwischen dem 04.05 und dem 09.05. insgesamt 2 x Pre à 120ml, einmal am 06.05 und einmal am 08.05. Ab dem 09.05 wieder regelmäßig Pre zugefüttert, wieviel kann ich leider nicht mehr rekonstruieren.
13.05. 4300 g Hebamme, bis jetzt 5 (Still? --> Nein, alles Spritzen-)Mahlzeiten, (zusätzlich? --> insgesamt), die eben genannten 5 Mahlzeiten schlüsseln sich so auf: 180 MuMi (2 Mahlzeiten) 350 Pre (3 Mahlzeiten), per Spritze, 2 x Stuhl, 5 oder 6 x PiPi.
14.05 8x gefüttert, 1x BES 120 MuMi BES, Rest: Spritze 670Pre, 160 MuMi, 3x Stuhl, 6 Pipi
---------


Die BES-Mahlzeit ohne Powernapp dauert ziemlich genau 48 Minuten für die 100 ml. Dazu war es wie folgt eingestellt: dickster Schlauch, höchstmögliche Position am Hals, zweiter Schlauch offen und hochgeklebt. Zusätzlich habe ich ununterbrochen immer wieder die Flasche gedrückt, damit mehr rausläuft.
Sturzbach gibt es nur, wenn der Behälter gedrückt wird. Mit dem dickeren Schlauch tropft es zwar schneller, aber selbst mit Drücken finde ich das sehr lang.
Irgendwas scheint nicht zu stimmen. Oder?
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jusl
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von jusl »

Irgendwas scheint nicht zu stimmen. Oder?
Nee, ich glaube das ist schon in Ordnung. Vielleicht haben wir auch einfach unterschiedliche Vorstellungen von dem Begriff "Sturzbach", das kann schon sein. ;-)
Die BES-Mahlzeit ohne Powernapp dauert ziemlich genau 48 Minuten für die 100 ml.
Achtung, damit da kein Missverständnis entsteht: Sie MUSS die 100 ml keineswegs komplett austrinken!.. Sie darf so lange trinken wie sie mag. Die 100 ml Startmenge habe ich nur vorgeschlagen, damit zunächst wirklich die ganze Zeit über Milch zur Verfügung steht. Die soll nicht unbedingt komplett ausgetrunken werden.
Zusätzlich habe ich ununterbrochen immer wieder die Flasche gedrückt, damit mehr rausläuft.
Mal vom Drücken abgesehen: Wie hat es denn an sich geklappt?? War Dein Baby richtig angedockt (Mund weit auf, Lippen nach außen, Kinn und Nase berühren die Brust, stabiles Vakuum, regelmäßiger Saug-Schluck-Rhythmus)?


Du hattest noch hiernach gefragt:
Spritze am Finger. Schnuller gebe ich nicht, er bekommt zum "schnullern" für die schnelle Beruhigung zwischendurch immer den kleinen Finger. Er hat nur einmal einen Schnuller bekommen, als ich nicht dabei war, das war auf der Kinderintensiv. Hat ihn aber wieder ausgespuckt.
Wir sollten also auch nicht mit der Flasche zufüttern, wegen des Saugers? Zuhause ist die Spritze ja kein Problem, ich hatte nur für draußen halt die Calma-Flasche besorgt.
Richtig, Zufüttern mit der Flasche etabliert eine ungünstige Saugtechnik (egal welche Sorte Flasche). Ich fürchte, Fingerfeeding (="Spritze am Finger") hat bei Euch leider einen ähnlichen Effekt... Sie gewöhnt sich da möglicherweise einfach zu sehr an das spezielle Gefühl im Mund.
Zur Klärung: Bitte beschreib das noch mal genauer, wie das Stillen mit BES genau abläuft, und auch wie das Fingerfeeding für gewöhnlich abläuft (z.B.: eher saugen oder eher kauen?

LG
Julia
manto
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von manto »

Ist ein er ;) .
Achtung, damit da kein Missverständnis entsteht: Sie MUSS die 100 ml keineswegs komplett austrinken!.. Sie darf so lange trinken wie sie mag. Die 100 ml Startmenge habe ich nur vorgeschlagen, damit zunächst wirklich die ganze Zeit über Milch zur Verfügung steht. Die soll nicht unbedingt komplett ausgetrunken werden.
Aber der wird nicht satt. Normalerweise schlürft er seine Mahlzeit weg, dann noch ein wenig Wickeln und Bespaßen oder Kuscheln und Baby macht wieder ein Schläfchen. Wenn ich ihn nach 30 min abdocke, dann ist er unruhig und weint wieder und zeigt Hungerzeichen, sprich die Zunge so vorstrecken und dergleichen.
Mal vom Drücken abgesehen: Wie hat es denn an sich geklappt?? War Dein Baby richtig angedockt (Mund weit auf, Lippen nach außen, Kinn und Nase berühren die Brust, stabiles Vakuum, regelmäßiger Saug-Schluck-Rhythmus)?
Lippen waren nicht so außen, wie man das immer auf Stillfotos sieht. Hat er noch nie gemacht. Der klemmt sich das Hütchen zwischen die Lippen, aber stülpt die nicht nach außen.
Stabiles Vakuum würde ich sagen, aber keinen regelmäßigen Saug-Schluck-Rhythmus. Wie gesagt, er lässt sich eher vollaufen, als das er aktiv saugt. Ab und an saugt er mal ein bißchen, aber selbst das Schlucken erfolgt nicht regelmäßig. Er konnte das schon mal, aber nach der Flaschenverwendung war das alles schlagartig weg. :(
Der Mund wird zum andocken manchmal weit aufgemacht, dann aber kombiniert mit Hin-und Herwackeln des Kopfes und dann regelrechtes Zuschnappen, wenn er das Hütchen, oder auch den Finger zu fassen bekommt. Sieht dann immer sehr zufrieden aus.
Es gibt bei dem Kopfwackeln noch eine andere Variante, bei der er sichtlich unwillig ist, die oben beschriebene sieht aber mehr nach persönlicher Macke aus und ist auch nicht mit Weinen oder Unwillen verbunden.
Kinn und Nase haben die Brust berührt. Geht aber auch kaum anders, da die Brust relativ groß und schwer ist und ihm schwerkraftmäßig entgegenkommt ;).

Richtig, Zufüttern mit der Flasche etabliert eine ungünstige Saugtechnik (egal welche Sorte Flasche). Ich fürchte, Fingerfeeding (="Spritze am Finger") hat bei Euch leider einen ähnlichen Effekt... Sie gewöhnt sich da möglicherweise einfach zu sehr an das spezielle Gefühl im Mund.
Zur Klärung: Bitte beschreib das noch mal genauer, wie das Stillen mit BES genau abläuft, und auch wie das Fingerfeeding für gewöhnlich abläuft (z.B.: eher saugen oder eher kauen?
Fingerfeeding:

Baby bekommt den kleinen Finger in den Mund, kommt der Finger macht er das Mündchen eigentlich immer bereitwillig auf, oder schnappt sogar danach, wie oben beschrieben. Der Finger liegt mit dem Nagel nach unten auf seiner Zunge bis ca. zum ersten Glied unter dem Fingernagel im Mund. Die Zunge reicht etwa bis zum Beginn des ersten Fingerliedes, auch wieder vom Nagel aus gesehen. Dann platziere ich die Spritze mit dem Fingerfeederkegel daneben. Wenn der richtig liegt, saugt er so, daß ich einen Zug auf der Spritze merke und dann nur noch leicht nachdrücken muss, damit die Nahrung rauskommt. Es ist also wirklich ein saugen, kein kauen. Seine Kauleisten fassen den Finger im Mund, bewegen sich aber nicht. Das Saugen wird manchmal von so einem Kieferwackeln abgelöst, das ist eine recht schnelle eher zitternde Bewegung mit dem Kinn und Kiefer. Dann wieder Saugen. Mal stärker, mal schwächer.

BES:

Baby dockt an, Hütchen ruht dann im Mund. Zu Beginn wird der Kopf oft hin-und her bewegt, dabei beweigt sich teilweise auch der Rest des Körpers leicht mit. Da ich Baby aber dank der Seitenhaltung gut im Griff habe, kann er nicht abdocken und beruhigt sich dann auch, entspannt sich sichtlich und liegt ruhig.
Ab und an Schluckbewegungen. Sehr sporadisch auch mal ein Saugen, aber ohne jede Regelmäßigkeit. Wie die Zunge dabei liegt, kann ich nicht sagen, daß merke ich durch das Hütchen nicht.


Sollten wir besser auf das Fingerfeeding verzichten? Vielleicht mal die Becher-Variante versuchen? Denn wir müssen Baby irgendwie satt bekommen und der futtert wie eine siebenköpfige Raupe. :?
Das Leben liest auch nicht Korrektur. ;)
manto
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch

Beitrag von manto »

Gerade noch mal getestet, Baby war eben erst wieder wach:

Lippen liegen hinter dem ersten Glied, die Kauleisten sind ziemlich genau auf Höhe des ersten Gliedes meines kleinen Fingers.
Das Leben liest auch nicht Korrektur. ;)
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