3-Monatskoliken

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Benutzeravatar
Sakura
Miss SuTiversum
Beiträge: 16267
Registriert: 01.05.2011, 19:17
Wohnort: MEI

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von Sakura »

MaMaJa hat geschrieben:Öhm... bienenmeister hat doch gar nichts von "Schreibaby" gesagt, sondern nur dass das Baby viel weint
in summe aller beschriebenen dinge würde ich aber auch auf schreibaby tippen...
Und natürlich hört man als frischgebackne Mama eher auf die Hebamme als auf die Freundin, DAS ist ja in dem Fall das Schlimme.
hm..... ob die junge mutter von anderer seite andere ratschläge kriegen würde? stillen nach der uhr wird häufig empfohlen.
und das wir die wahrheit gepachtet hätten, das denken die anderen von sich halt auch....
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

Benutzeravatar
bienenmeister
Dipl.-SuT
Beiträge: 4987
Registriert: 31.07.2011, 00:06
Wohnort: Kagamiyama

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von bienenmeister »

Tussi, es tut mir sehr Leid, dass du das Mamasein nicht per se wunderschön findest! Da muss dir in der Tat mein Post als Hohn vorgekommen sein, aber ich sehe jetzt irgendwie den Punkt nicht, warum das Mamasein nicht einfach für mich (wie für viele andere Frauen auch) schön sein sollte, und was daran verkehrt ist, das hier zu schreiben. Ich habe in diesem Fred thematisiert, dass ich es - wie du - schwierig finde, sie zu kritisieren / zu belehren und das es niemals meine Absicht war und ist, sie zu beschämen (das musst du irgendwie großzügig überlesen haben :wink: ). Letztendlich ist dieser Fred auch irgendwie für mich - denn mir geht es mit diesem Konflikt - wieviel "Helfen" ist richtig, wieviel "lass sie machen" ist besser - BESCHISSEN !

Zurück zum Thema, ich war gestern den ganzen Tag bei ihr, also von früh bis spät. Als ich angekommen bin, fand ich es schon durchaus schlimmer, als ich es erwartet habe :( Das Mäuschen ist ziemlich... schwer auszudrücken - ich finde schon matt, abgeschlagen und ja, irgendwie sehr leicht. Mama saß mit Baby auf der Stillwurst auf der Couch und wenn das Andocken nicht gleich geklappt hat, was mit Weinen des Babys kommentiert wurde, hat sie es auf den Bauch in Fliegerposition gedreht (kein Sichtkontakt mit Mama und ja, die Augen waren auf und man hätte welchen herstellen können) und dann über den Kopf kommentarlos den Schnuller gereicht in den schmatzenden Mund "jetzt hat sie wieder ihre Blähungen und kann nicht trinken".

Und das ist kein Schreibaby (Gott sei Dank!). In der ganzen Zeit hat meines viel häufiger und vor allem viel viel viel lauter Terz gemacht - sie hat selbst auch :shock: gestaunt, wie munter so ein Kind sein kann und vorallem, wie es sich wegbrüllen kann :lol: Ich musste wieder eintuchen, bibabutzemann, gefühlte hundertmal Brust anbieten usw. usw. usw. bis er sich beruhigt hat. Ihr Kind hat das Weinen wirklich jedesmal nach einer wie ich fand kleinen Weile aufgegeben und nur noch mit halb geöffneten Augen dagelegen.

Das Seltsame ist, bevor ich eure Posts gelesen habe, hatte ich meine Gedanken sortiert und wollte hier eigentlich thematisieren, dass ich den Eindruck hatte, ihr Kind kann gar nicht so richtig laut schreien (es war immer mehr so ein Wääiiiih - Wimmern, wir konnten uns problemlos weiter unterhalten. Wenn meiner brüllt, krieg ich Tinnitus - wörtlich gemeint - er streckt sich durch, wird knallerot und ist wie von Sinnen) und hier verselbständigte sich in meiner Abwesenheit die Diskussion Richtung Schreikind.

Wir haben sehr viel gesprochen und sie hat sich einfach mal alles von der Seele geredet. Mein Eindruck ist, dass die Probleme nicht beim Kind liegen, sondern eher im Umfeld der Mutter - keine Unterstützung, wenig Informationen, ein Ehemann/Vater der sich der Verantwortung entzieht / zum Fußballgucken geht / auf der Couch schläft / Frau allein lässt, keinen Bezug zum Kind aufbaut, dann Schwiegermutter, die täglich ein und aus geht und ihr das Kind immer wieder "abnimmt" (und da nehme an auch ihr Ding durchzieht mit Rythmus usw.). Auch die Hebamme (über die ich nun auch mehr erfahren habe), rät der Mutter sich doch mal der Situation zu entziehen, alleine zum Rückbildungskurs, ins Kino, zu gehen. Der Tenor war, wie kann ich Zeit ohne mein Kind verbringen? Sie hat auch keinen live-Kontakt zu anderen Muttis (ich war heute die erste) und ihren Babys, sie ist den ganzen Tag - nach eigenen Angaben - auf der Couch, abends kommt dann der Mann nach Hause, der halt TV sieht statt zu helfen (O-Ton, er könnte das Kind ja wenigstens mal mit vor den Fernseher nehmen um es zu halten - also mit meinem Baby kann man das nicht machen, da ihn der Fernseher viel zu sehr aufregt und es dann wieder Schreistunden gibt).

Sie war ebenfalls sehr erstaunt, dass ich noch nie von meinem Kind getrennt war ("aber das kann doch auch nicht gut sein"), außer dass Papa ihn ein paar Mal um das Haus laufend getragen hat (immer schön in schnell-anlegen-Reichweite).

Gewichtsmäßig ist das Mäuschen an der unteren Grenze :? Und da waren soviele Situationen, wo man gesehen hat, das Kind hat HUNGER. Ich fand es sehr matt, hat die Augen gar nicht richtig aufgemacht, mich und meinen Kleinen hat es nicht wahrgenommen. Als das Mäuselein angefangen hat zu weinen (m.E. Hunger, aber Mama wollte noch nichts geben) habe ich sie ihr mal abgenommen, aufrecht auf dem Arm hat sie sich sehr gut beruhigen lassen, ich hab sie dann eingetucht und sie ist weggepennt, da war ich nun ja, eher besorgt, als beruhigt, weil ich den EIndruck habe, mein Kind würde sich wegbrüllen, wenn er Hunger hat und nix kriegt und von einer fremden Frau eintuchen lassen - never. Beim Aufwachen habe ich sie der Mama zurückgereicht, die sie dann angelegt hat. Das Einbinden habe ich ihr auch noch beibringen können (also ich bezweifle durchaus, dass das mit einem Schreibaby alles an einem Tag möglich ist), und ihre Tochter hat sich im Tuch SOFORT beruhigt und geschlafen. Die Mama war ganz glücklich und stolz, ist sofort in die Küche gesaust und hat sich ein Brötchen gemacht (da hatte wohl auch wer Hunger :lol: ). Ich habe jetzt den Auftrag, ein gebrauchtes Didymos zu besorgen :D

Wie hier im Fred empfohlen, habe ich ihr einfach mal vorgelebt, während sie geredet hat und ich fand die Stimmung wurde dann auch besser - ich muss mein Kind permanent stillen, tagsüber verlangt er gut jede Stunde. Ich hatte schon den Eindruck, dass sie das ermuntert hat, ihr Kind häufiger anzulegen. Sie hat auch nach meinen Erfahrungen gefragt, was ich mache, wenn er "nur saugen" möchte, noch "keinen RICHTIGEN Hunger hat" usw. da ist also druchaus Bedarf zum Austausch, den sie beim besten Willen alleine zu Hause nicht hat.

Man kann nur probieren, den richtigen Weg zum Helfen zu finden, ich habe mein Bestes gegeben. Schlecht geschlafen habe ich trotz alledem, da sich mein Eindruck verstärkt hat, dass das Kind zu wenig kriegt. Ich finde es durchaus eine starke Geste, wenn eine Mama beim kleinsten Wimmern das Kind von sich wegdreht und den Schnuller reinstopft. Und das ist, liebe Tussi, nicht als Kritik gemeint! ICH kann nichts dafür, dass es dort läuft, wie es läuft. Wegsehen und abhaken finde ich auch nicht richtig.

So jetzt unüberarbeitet abschicken, da mein Kleiner ruft.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
Benutzeravatar
tussi
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1524
Registriert: 12.11.2011, 12:18

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von tussi »

nein, das beschämen hatte ich nicht überlesen.

hier haben dir von anfang an kolikbabymamas geantwortet, davon hast du nix aufgegriffen, sondern dich weiterhin zum maßstab erhoben.

ich war btw die glücklichste mama auf der ganzen weiten welt, 16 monate lang, bis mein 2. kind zur welt kam u ich überfordert wurde, weil ich die erfahrung machen dürfte, dass mein kind sich nicht an mir dran beruhigen lässt.

wie kannst du nur nonstop dein baby zum maßstab aller dinge machen?

ich bin jetzt raus.
lg tussi

Bild BildBild
Wenn aus Liebe Leben wird, hat das Glück einen Namen.
Benutzeravatar
Jägerin
Profi-SuTler
Beiträge: 3077
Registriert: 05.01.2007, 08:33

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von Jägerin »

Ich finde eigentlich nicht, dass bienenmeister ihr Baby zum Maßstab aller Dinge macht. Im Gegenteil finde ich es sehr gut, dass sie der Mutter zuhört und versucht eben nicht, ihr Dinge aufzudrängen.
Ich habe damals bei unserem ersten Kind den Fehler gemacht, meiner Bekannten, jetzt Freundin, zu suggerieren, dass irgendwas bei ihr falsch läuft. Ich hatte ein richtiges Anfängerkind und bei ihr war es deutlich anstrengender. Ich habe immer gedacht es läge an ihr... Bis ich dann meinen Sohn bekam, der mir gezeigt hat, dass eben nicht alle Babys gleich "funktionieren". Ich hatte/habe ein bedürfnisstarkes Schreikind. Daher weiß auch ich jetzt, wie das so ist, wie man sich als Mutter fühlt, wie einen Kritik verletzen kann etc.
Gut getan haben aber Leute, die verständnisvoll waren, Tipps gegeben haben in nicht aufdrängender Weise. Literaturempfehlungen etc.
LG
Jägerin mit (06), (08) und (2012)
Benutzeravatar
bienenmeister
Dipl.-SuT
Beiträge: 4987
Registriert: 31.07.2011, 00:06
Wohnort: Kagamiyama

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von bienenmeister »

@tussi:

Ich weiß nicht, warum du dich so angegriffen fühlst, dass tut mir ehrlich gesagt sehr Leid. Mir tut es weh, dass du meinst, ich würde mein Kind als Maßstab hergeben - was du nicht weißt ist, dass meine Hebamme mich auch schon zum Osteopathen geschickt hat, weil er angeblich soviel schreit und ihrer Ansicht nach Schmerzen hätte. Und dass ich auch schon mit meinem Mann des Nachts auf der Bettkante gesessen und geheult habe, weil unser Kind sich DURCH NICHTS beruhigen ließ und irgendwann vor Erschöpfung eingeschlafen ist, um eine Stunde später schreiend zu erwachen. Was hat meine Familie mich in die Pfanne gehauen, von wegen ich würde dem Kind nicht genug geben, meine Nachbarin hat mich angesprochen, warum ich nicht ENDLICH zufüttere, der Kleine weine ja vor Hunger und das höre man doch durch die Wände durch. Ich weiß durchaus, was es heißt, Kritik von allen Seiten zu bekommen. Jedoch habe ich mein Kind IMMER gestillt und es hat eine gute Zunahme - ihr Kind wird weiterhin durch die Hebamme gewogen, weil sich das Gewicht schlecht entwickelt. Das macht mich weder zu einer besseren Mutter, noch mein Kind zu einem Vorzeigebaby, sondern es ist einfach wie es ist.

Was habe ich denn in deinen Augen falsch gemacht? Dass ich auf ihren Wunsch hin zu ihr gefahren bin, auf ihren Wunsch von meinem Kind und seinem Verhalten erzählt habe? Dass ich ihr - ebenso auf ihren Wunsch hin - die Wickelkreuztrage gezeigt habe? Als sie um Rat gefragt hat ("welchen rythmus hälst du für richtig?") habe ich ihr ein Buch geschenkt. Ist das nun auch falsch?


Der Punkt ist einfach, dass sie KEIN SCHREIBABY und auch KEIN KOLIKBABY hat. Dieses Kind lässt sich in null komma nix beruhigen, wenn man es denn auf den Arm nimmt und schmust. Soweit ich informiert bin und es bei dir herauslese, lässt sich ein SCHREIBABY mit Koliken DURCH NICHTS beruhigen. Gestern saß vor mir eine Mutter, die denke ich zu eingeschüchtert von Hebamme/Mann/Schwiegermutter ist, das Kind zu beruhigen ("das schad nix, wenn es brüllt! geh doch mal ins Kino, du musst abschalten/loslassen"). Sie hat ein wenig Ermunterung nur gebraucht durch mich, sich hinzugeben. Es ist doch ein Glück, dass es mit dem Tragen gleich geklappt hat und sie gestern viel mehr gestillt hat als sonst! Ich finde es unverantwortlich etwas zu diagnostizieren, was gar nicht da ist und gegenüber den Müttern, wie dir, auch nicht richtig.

Und ja, wir haben auch über ihre traumatische Geburt gesprochen und ich habe sie in den Arm genommen und mit ihr mitgeweint. Unter der Geburt hatten wir noch telefoniert, ich fühle mich im Nachhinein schrecklich, dass ich nicht weiter helfen konnte (sie wurde seitens des KH zweimal während der Eröffnungsphase nach Hause geschickt, weil die Wehenabstände nicht kurz genug für den hiesigen Kreissaal waren, es wurde eine 50h Geburt mit reichlichen Verletzungen bei der Mutter, Neugeboreneninfektion mit Intensivstation). Mich trifft das sehr hart, dass du mich hier so abbügelst und deswegen möchte ich eine Alternative hören, was ich sonst hätte machen sollen.

Das Kind gedeiht schlecht und ich frage mich, ob es nicht an Fahrlässigkeit grenzt, einer Freundin, die Hilfe erbittet, nicht zu unterstützen.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
Benutzeravatar
bienenmeister
Dipl.-SuT
Beiträge: 4987
Registriert: 31.07.2011, 00:06
Wohnort: Kagamiyama

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von bienenmeister »

Jägerin hat geschrieben:Ich hatte ein richtiges Anfängerkind und bei ihr war es deutlich anstrengender. Ich habe immer gedacht es läge an ihr...

Ich schreibe ihr jetzt nochmal eine Mail, dass ich GENAU DAS nicht will, ich will nicht vermitteln SIE oder ihr Kind sei falsch. Ich denke nicht, dass es an meiner Freundin liegt, oder dass sie eine schlechte Mutter ist. Wer weiß wie ich drauf wäre, wenn ich verlassen und allein den ganzen Tag mit Baby zu Hause hängen würde.

Was ich nochmal herausstellen möchte ist, dass meine Freundin seit Wochen an mich herantritt, dass sie Probleme mit dem Kind hat. Herrgott, was soll ich denn machen? Es ist nicht so, dass ich zu ihr hinrenne und ihr den SuT Standard aufdrücke.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
Benutzeravatar
bienenmeister
Dipl.-SuT
Beiträge: 4987
Registriert: 31.07.2011, 00:06
Wohnort: Kagamiyama

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von bienenmeister »

Und noch eins @tussi:

Nehmen wir an, sie hat ein Schreibaby mit fürchterlichen Koliken - sollte es nicht dennoch nach Bedarf gestillt werden?
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
Benutzeravatar
Sakura
Miss SuTiversum
Beiträge: 16267
Registriert: 01.05.2011, 19:17
Wohnort: MEI

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von Sakura »

bienenmeister hat geschrieben:wenn das Andocken nicht gleich geklappt hat, was mit Weinen des Babys kommentiert wurde, hat sie es auf den Bauch in Fliegerposition gedreht (kein Sichtkontakt mit Mama und ja, die Augen waren auf und man hätte welchen herstellen können) und dann über den Kopf kommentarlos den Schnuller gereicht in den schmatzenden Mund "jetzt hat sie wieder ihre Blähungen und kann nicht trinken".
boah.... übel..... ich habe weder kind noch mutter je gesehen, aber so per ferndiagnose klingt das so, wie wenn ein hungriges kind sich wegschnullert.

keine Unterstützung, wenig Informationen, ein Ehemann/Vater der sich der Verantwortung entzieht / zum Fußballgucken geht / auf der Couch schläft / Frau allein lässt, keinen Bezug zum Kind aufbaut, dann Schwiegermutter, die täglich ein und aus geht und ihr das Kind immer wieder "abnimmt" (und da nehme an auch ihr Ding durchzieht mit Rythmus usw.)
tja. es ist eben selten allein die "böse" hebamme, die die sache mit dem rhythmus durchziehen will, wie ich ja auch schon weiter oben schrieb.


ich glaube, da kannst du nur versuchen vorzuleben. dich kümmern, sie oft besuchen, und so oft es geht das gegenteil vorleben. WENN besagte mutter unter der situation leidet, dann hast du eine chance. ich kenne aber auch frauen, die nach der uhr gestillt haben, eine hat ab 4 monaten brei gefüttert, mit 7 monaten abgestillt .... und das kind war dabei die ganze zeit unter der 3. gewichtsperzentile. ich habe meinen senf dazu gegeben, die mutter war unbeeindruckt ( es war ihr zweites kind). mehr an ungefragten ratschlägen gebe ich dann nicht. ich lebe vor, wenn mir was ganz krass ins auge springt, dann spreche ich das mal an (hier konkret dass babys mit stillen besser zunehmen als mit brei), aber wir können eben keine zu ihrem glück zwingen.

vielleicht hast du eine chance, eine stillberaterin zu vermitteln. eine hebamme hat sie ja schon, eine stillberaterin wäre was anderes, eine speziellere fachfrau sozusagen. da bestünde die chance, dass sie auf sie hört, weil es ja eine fachfrau ist. und leider sehe ich die gefahr, dass demnächst der kinderarzt oder die hebamme zur flasche rät, weil das arme kind ja nicht satt wird von der muttermilch.....

ich wünsche dir alles gute und viel kraft für diese ganze geschichte!

lg,
S.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

Benutzeravatar
Jägerin
Profi-SuTler
Beiträge: 3077
Registriert: 05.01.2007, 08:33

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von Jägerin »

bienenmeister hat geschrieben:
Jägerin hat geschrieben:Ich hatte ein richtiges Anfängerkind und bei ihr war es deutlich anstrengender. Ich habe immer gedacht es läge an ihr...

Ich schreibe ihr jetzt nochmal eine Mail, dass ich GENAU DAS nicht will, ich will nicht vermitteln SIE oder ihr Kind sei falsch. Ich denke nicht, dass es an meiner Freundin liegt, oder dass sie eine schlechte Mutter ist. Wer weiß wie ich drauf wäre, wenn ich verlassen und allein den ganzen Tag mit Baby zu Hause hängen würde.

Was ich nochmal herausstellen möchte ist, dass meine Freundin seit Wochen an mich herantritt, dass sie Probleme mit dem Kind hat. Herrgott, was soll ich denn machen? Es ist nicht so, dass ich zu ihr hinrenne und ihr den SuT Standard aufdrücke.
Oh, ich hoffe, du hast mein komplettes Posting oben nicht falsch aufgefasst. ich finde du machst das sehr gut, indem du für sie da bist.
LG
Jägerin mit (06), (08) und (2012)
Bianca86
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1855
Registriert: 21.11.2010, 21:59
Wohnort: MK

Re: 3-Monatskoliken

Beitrag von Bianca86 »

bienenmeister, ich finde es super wie du deiner Freundin hilfst! Du scheinst eine wirklich tolle Freundin zu sein :)
Grüße, Bianca mit Tochter (Februar 2011) und Sohn (August 2014)
Antworten

Zurück zu „Stillforum“