Ich frage nicht für mich, sondern für meine Freundin. Wir haben beide kleine Babys, sie ein 7 wöchiges Mädchen, ich einen 9 wöchigen Jungen. Da tauscht man sich natürlich oft aus.
Ich stille voll und na klar, am Anfang gabs einige Probleme, ich sage nur Stillhütchen
Heute könnte ich nicht mal sagen, wie oft ich stille oder in welchem Rythmus, bei letzterem verstehe ich dann die Frage gar nicht, waaaas? Ich stille wenn er Hunger hat, so einfach ist das. Oder sich beruhigen will, oder nur einen kurzen Schluck braucht, oder er einfach an der Brust kuscheln will, ich probiere auch einfach häufig aus, will er die Brust? Wenn nicht, kein Problem, dann wird wieder eingepackt. Nachts stillt er auch ganz anders als am Tage, eben im Liegen und ganz ruhig, mit tiefen Zügen. Da machen wir nicht mal ein Bäuerchen, dösen einfach wieder weg. Tagsüber ist vieles oft aufregend und er trinkt hastig, dann Schluckauf, tragen usw... ich kann da keinen Rythmus erkennen.
Meine Freundin stillt auch, hatte im KH sogar eine Stillberaterin, die ihr mit dem Andocken geholfen hat. Ab zu Hause hatte sie dann Hebammenbetreuung, die bis heute andauert.
Diese Hebamme hat bei dem Mädchen 3-Monatskoliken diagnositiziert und meint, dieses Kind würde abnormal viel weinen, wegen der Blähungen. Es wird mit Sab Simplex behandelt. Ich spreche eigentlich täglich mit meiner Freundin und was soll ich sagen, es geht immer nur um Blähungen. Und das diese Blähungen vom Stillen kommen. Deswegen versucht sie jetzt die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten hinauszuzögern und überbrückt mit Tee "damit wir mal zur Ruhe kommen". Ich habe das Gefühl da läuft so einiges falsch. Die Milch fließt wohl auch nicht überreichlich und ihr Kind sei oft "zu faul" an der Brust zu arbeiten, oder "will nur kurz Beruhigungstrinken, das ist dann kein Hunger". Sie meint, wenn sie ihr Kind alle 2h stillen würde, dann würde es 20h am Tag schreien. Aber so wie es jetzt ist scheint das Mädchen auch viel zu weinen. Aus Hunger? Und was heißt schon viel ? Wie kann das eine Hebamme beurteilen, die ja nur mal eben zu Besuch kommt? Und selbst wenn das Mädchen viel weint und nehmen wir mal an, diese Frau hat recht und es läge am Stillen, WIESO sollte man dann weniger Stillen? Ist das dieser alte-Milch-neue-Milch-Quatsch? Funktioniert das?
Wie kann ich sie vom Stillen nach Bedarf überzeugen? Oder überhaupt von Pflege nach Bedarf? Ich weiß nicht wie ich in ihrem Kopf diese Blähungs-Blockade knacken kann. Überhaupt ist alles nach: Wenn ich X tue, dann passiert Y ...
Sie wollte ursprünglich ja auch Tragen (was hier am Besten bei Blähungen hilft), aber ihre Hebamme meinte ihr Tuch sei dafür zu dick. Ahja.
Ich glaube gegen so eine Hebamme habe ich wenig Chancen und ich will dieser Frau ja auch nicht ihre Kompetenz absprechen, bzw. mir keine zusprechen. Aber meiner Freundin gehts echt schlecht und da muss man doch helfen... Zu einer Stillberaterin will sie nich, sie hatte schließlich eine im KH.
Mache mir echt Sorgen, vorallem ob das Kind genug kriegt, wenn es mit Tee überbrückt wird bzw. dann fürchte auch mal schreiend im Bett gelassen wird ??? Das weiß ich allerdings nicht genau, aber sie hat mir ebendies schon mal vorgeschlagen und deswegen ja, nehme ich es an. Was kann ich ihr sagen ?