Zuckerfrei(er) leben!

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Lösche Benutzer 15449

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 15449 »

püppilotta hat geschrieben: 12.01.2019, 12:28 Ich habe jetzt schon mehrmals dem Versuch unternommen, auf Zucker zu verzichten und bekomme jedes Mal üble Kopfschmerzen. Ganz klare Entzugserscheinungen. Das geht mir bei Kaffee und Koffeinverzicht auch ganz genauso. Leider bin ich ziemlich anfällig für Kopfschmerzen und habe die schnell mal. Jedenfalls bin ich deshalb immer wieder eingeknickt und habe doch wieder Zucker zu mir genommen. Kennt das jemand und wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen?
Mir ging es wie JulieSonne: Augen zu und durch. Ich hatte nicht nur Kopfweh sondern auch richtig Zittern (Schüttelfrost einerseits, Händezittern andererseits) - ich hatte zwischendurch echt das Gefühl ich bin auf Heroin-Entzug, nicht auf Zuckerentzug. Und ich merke bis heute sofort, wenn ich Zucker hatte. Jetzt, nach Weihnachten, wo ich für mich mit Kokosblütenzucker gebacken hab - es ist nicht so schlimm wie beim ersten Mal, aber ich merke, dass ich irgendwie nervös bin, jetzt wo die Backwaren alle sind, und das ich vermehrt zu süßen Sachen wie Studentenfutter greife. Auf Dauer wird das auch noch ausziehen - für 100% zuckerfrei. Momentan würd ich sagen, sind wir eher so 80% zuckerfrei, da wir schon ab und an noch Ketchup zum Grillen nehmen oder halt Trockenobst oder Kokosblütenzucker zum Süßen.

Das mit den Kohlenhydraten überdenken wir gerade. Wir haben gestern eine Mitgliedschaft im CSA Hof unterschrieben und da gibt es für die Mitglieder jede Woche auch ein frisch gebackenes Vollkornbrot, wahlweise eine Tüte gemischte Vollkornbrötchen. Ich denke, wir werden erstmal Weißmehl streichen, aber Kohlenhydrate zumindest versuchen zu reduzieren.
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Jia
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Jia »

Ich bin gerade im Tief, denn ich finde es im Moment sehr schwierig, auf Süsses zu verzichten. Bei den Kindern herrscht Ausnahmezustand, das braucht gerade so viel Kraft, dass ich zusätzliche Entzugserscheinungen schlicht nicht wuppen kann. Schon in der Hälfte der Situationen dem alten Muster Zucker=Entspannung zu widerstehen, kostet so viel Energie. Und dass mein Mann von Zuckerreduktion wenig hält und wir deshalb auch reichlich Süsskram im Haus haben, macht es nicht einfacher...
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Lösche Benutzer 15449

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 15449 »

Jia hat geschrieben: 12.01.2019, 18:19 Ich bin gerade im Tief, denn ich finde es im Moment sehr schwierig, auf Süsses zu verzichten. Bei den Kindern herrscht Ausnahmezustand, das braucht gerade so viel Kraft, dass ich zusätzliche Entzugserscheinungen schlicht nicht wuppen kann. Schon in der Hälfte der Situationen dem alten Muster Zucker=Entspannung zu widerstehen, kostet so viel Energie. Und dass mein Mann von Zuckerreduktion wenig hält und wir deshalb auch reichlich Süsskram im Haus haben, macht es nicht einfacher...
Ich empfehle Nüsse. Besonders Cashew. Zusätzlich Vitamin B und D und Eisen. Alles gut für die Nerven. Ernsthaft!!!
Notfalls Studentenfutter statt reiner Nüsse. heißt nicht umsonst Studentenfutter. Die Nahrungsmittel-kombination ist gut für Hirn und Nerven. Und schmeckt durch das Trockenobst süß.
Lösche Benutzer 15449

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 15449 »

Viele Menschen, die auf Süßigkeiten verzichten, essen statt dessen deutlich mehr Nüsse zwischendurch. Übrigens meist ohne zuzunehmen, trotz des hohen Fettgehalts - bei gleichem Effekt auf die Laune wie Süßigkeiten. Liegt am Vitamincocktail in Nüssen!
Reh
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Reh »

Ich meine tatsächlich hauptsächlich beim backen, denn da soll der Teig ja zumindest nach dem backen eine essbare Konsistenz haben.
Wenn irgendwo eine Prise Zucker rein soll, oder beim kochen in die Sauce oder so, lasse ich es schon einige Zeit einfach weg, das hat dann ja keine Auswirkungen auf die Konsistenz (Und Geschmack meist auch wenig bis gar nicht).

Wie ist das beim Brot backen? Braucht die Hefe wirklich Zucker um zu gehen? Ich habe bisher dann doch eine Prise Zucker rein gegeben, weil ich ja will, dass die Hefe geht. Ist das notwendig, oder wird das Brot auch so etwas?
5 * im Herzen, Rehlein 02/18, Rehkitz 07/20, Reh-Mini 03/23

Ich kann Groß- und Kleinschreibung, mein Handy nicht immer...
Lösche Benutzer 7240

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 7240 »

@Wölfin: Ich hab mal eine Wocher auf Zucker verzichtet (aber frisches Obst gegessen), mit dem Erfolg, dass ich ständig Hunger hatte, Mandelmus und Nüsse in rauhen Mengen gegessen habe und nach der Woche ein Kilo zugenommen hatte :lol:
Ich scheine der KH-Typ zu sein und hab zumindest in der einen Woche original gar keinen positiven Effekt gespürt. Ich hab dann wieder damit aufgehört :wink:
Lösche Benutzer 15449

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 15449 »

Reh hat geschrieben: 12.01.2019, 19:24 Ich meine tatsächlich hauptsächlich beim backen, denn da soll der Teig ja zumindest nach dem backen eine essbare Konsistenz haben.
Wenn irgendwo eine Prise Zucker rein soll, oder beim kochen in die Sauce oder so, lasse ich es schon einige Zeit einfach weg, das hat dann ja keine Auswirkungen auf die Konsistenz (Und Geschmack meist auch wenig bis gar nicht).

Wie ist das beim Brot backen? Braucht die Hefe wirklich Zucker um zu gehen? Ich habe bisher dann doch eine Prise Zucker rein gegeben, weil ich ja will, dass die Hefe geht. Ist das notwendig, oder wird das Brot auch so etwas?
Auch beim Backen kommt es etwas auf das Rezept an. Meistens ersetze ich einfach 100% Zucker durch 50% Kokosblütenzucker. Das geht eigentlich immer.
Bei anderen Alternativen kommt es etwas drauf an.

Hefe braucht tatsächlich etwas Zucker - die Bakterien brauchen den als Nahrung, damit der Teig geht. Der Zucker ist nachher aber raus aus dem Teig, den essen die Hefebakterien, nicht du. ;)
carolina hat geschrieben: 12.01.2019, 19:27 @Wölfin: Ich hab mal eine Wocher auf Zucker verzichtet (aber frisches Obst gegessen), mit dem Erfolg, dass ich ständig Hunger hatte, Mandelmus und Nüsse in rauhen Mengen gegessen habe und nach der Woche ein Kilo zugenommen hatte :lol:
Ich scheine der KH-Typ zu sein und hab zumindest in der einen Woche original gar keinen positiven Effekt gespürt. Ich hab dann wieder damit aufgehört :wink:
Stimmt. :lol: Klingt nach KH Typ. Aber es gibt ja deutlich gesündere KH als Zucker... Ich würd es an deiner Stelle noch mal ohne Zucker probieren und dafür bewusst viele Vollkorn-KH einplanen, wie zB ONOs, Kartoffeln, Vollkornbrot, brauner Reis,... und dem ganzen mal 2-3 Wochen geben, dann ist der Entzug vorbei...
Lösche Benutzer 7240

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 7240 »

Mir geht es gut so glaube ich. Solange ich nicht vollkommen übermüdet bin, merke ich recht gut, ob mein Körper etwas braucht (dann bringt schnöder Zucker oder der klassische Süßkram, den ich nicht besonders mag und der mir auch nicht guttut, gar nichts, auch nicht die berühmte "schnelle Energie") oder ob ich etwas Süßes haben möchte. Und ich fand die eine Woche ohne Zucker ziemlich - unaufregend :oops: Da kam keine Energie, Klarheit, klare Haut und auch keine Entzugserscheinungen. Da eß ich lieber Zucker und Weißmehl.
Ich finde das spannend mit den unterschiedlichen Typen! Was sind denn ONOs?
LariZZa
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von LariZZa »

Nö, Hefe, zumindest Trockenhefe, braucht nicht unbedingt Zucker. Ich geb zB zum Pizzateig nie Zucker, der geht trotzdem super auf. Ich meine, ich hab das auch schon mit frischer Hefe gemacht, aber meine Haupterfahrung bezieht sich auf Trockenhefe in Pizzateig. Ich hätte jetzt Mal hart vermutet, dass das auch bei Brot funktioniert. Bei meinen Pizzabrötchen geht es auch. Ich guck halt immer, dass der Teig wirklich Zeit zum gehen hat. Entweder im warmen, wenn es schnell gehen soll oder wenn ich Zeit hab, auch mal über mehrere Stunden im Kühlschrank.

Ich hab zumindest schon Waffeln und vereinzelt Kuchen komplett ohne Zucker und stattdessen mit Apfelmark oder Banane gebacken, da war das von der Konsistenz kein wirkliches Problem. Ein bisschen anders schon, aber weder zu hart, noch zu klitschig. Da gibt es sicher bei BLW auch viele Rezeptideen, da wird ja viel ohne zugesetzten Zucker gebacken.
Bei Kitakindern fängt der Elternabend 16:30 Uhr an. Richtig, das ist jetzt unser Abend. Denn unser Morgen ist die Nacht von früher. - Kirsten Fuchs

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Sternenfaengerin
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Sternenfaengerin »

Honig oder Ahornsirup wären zumindest industriezuckerfreie Alternativen.

Ich nehm auch leider von Nüssen aller Art zu, auch wenn ich (nahezu) zuckerfrei bin. Dabei bin ich garkein KH-Typ (wenn ich das richtig deute müssten mich kh dann besser sättigen?), sondern eher durch Eiweiß zu sättigen.

Nach der Weihnachtsschlemmerei achten wir hiervauch wieder etwas mehr und ich auch für mich. War schon exzessiver diesmal als sonst :oops: und ich merke schon, dass ich dann in so ner Spirale bin.
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