Zuckerfrei(er) leben!

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Lösche Benutzer 18726

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 18726 »

Naja, Ostern waren wir mehrere Tage zu Besuch bei meinen Eltern und da konnte ich beim Geburtstagskuchen (am Samstag) nicht widerstehen. Und Sonntag dann auch nicht. Und Montag ebenso. Und Dienstag waren wir wieder zu hause. Mit dem Osternaschen. Dem konnte ich auch nicht widerstehen. Ich glaub, Du kannst es Dir vorstellen. Und die Mengen werden dann langsam immer wieder mehr. Ich kann leider nicht nur ein bißchen - ich geh immer gleich in die vollen. Daher kommt für mich nur ein totaler Zuckerverzicht in Frage. Und wenn ich also auf Zucker bin, dann nasche ich halt. Letzte Woche habe ich mir sogar nach Arbeit ein Eis gekauft. Sonst finde ich das viel zu süß und ungenießbar. Also meine komplette Ernährung ist dann natürlich nicht über den Haufen, aber ich merke, dass ich weniger Wasser trinke und weniger Gemüse esse, wenn ich nasche. Der Zusammenhang ist mir völlig schleierhaft, aber so ist es. Der Rest der Ernährung ist gleich, nur es kommen eben Süssigkeiten dazu (und deshalb fehlt Hunger für die guten Sachen). Mich stört auch arg, dass Zucker meine Hungergefühle so durcheinander haut. Ich esse also tatsächlich mehr, weil ich gefühlt ständig am essen bin. Ohne Zucker komme ich viel besser hin und esse nur ganz normal zu den Mahlzeiten.

Und zudem bin ich die einzige in meiner Familie, die auf Zucker verzichtet. Hier findet sich also durchaus "Suchtstoff". Und erst heute meinte mein Sohn, ich müsse mal wieder Käsekuchen backen (sein Lieblingskuchen).

Ach und Weihnachten habe ich super durchgestanden und allen Verführungen widerstanden, aber dann Silvester bei Freunden .... Mitternacht .... der Berliner. Ich dachte ich könnte mir den gefahrlos gönnen, aber Trugschluß!

Also das ist mein Muster und ich arbeite daran dieses Verhaltensmuster zu durchbrechen. Und ich nehme mir so viele Versuche, wie ich brauche :wink:.
Grünfrosch
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Grünfrosch »

FrauWeißwasser hat geschrieben: Und zudem bin ich die einzige in meiner Familie, die auf Zucker verzichtet. Hier findet sich also durchaus "Suchtstoff". Und erst heute meinte mein Sohn, ich müsse mal wieder Käsekuchen backen (sein Lieblingskuchen).
Das ist natürlich schon schwierig! Wenn alles vor der Nase herumsteht, ist der Anfang besonders fies. Hast du nicht schon irgendwelche zuckerfreien Süßrezepte? Muffins, Kekse, Kuchen? Ich habe in der Anfangszeit regelmäßig gebacken, um nicht rückfällig zu werden. Ich habe es total gebraucht, gesund naschen zu können. Sonst wäre ich garantiert schnell beim nächsten Bäcker gestanden und hätte mir was gekauft.

Unsere Kinder sind ja noch recht klein und mit vollwertiger Ernährung aufgewachsen. Daher gibt es bei uns zu Hause kein Zuckerzeug. Mein Mann isst auf der Arbeit Kuchen usw mit, die Große im Kindergarten auch (bei Geburtstagen oder so), nur die Kleine und ich sind komplett zuckerfrei. Ich bin sehr sehr gespannt, wie es wird, wenn die Kinder größer werden. Haben wir ihren Geschmack so geprägt, dass sie auf das Zuckerzeug nicht so sehr abfahren? Oder haben sie eine Art Nachholbedarf und hauen total rein? Und auch: wie komme ich damit klar, wenn sie ihr Taschengeld für Schokoriegel und Chips ausgeben? Uh, das wird noch interessant.
Große Maus 08/10 und kleine Maus 08/13
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Berenike
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Berenike »

Da kann ich antworten. Ich esse Marmelade zum Frühstück oder ein süßes Brötchen vom Bäcker, trinke Saftschorlen und alkoholfreies Radler, esse den Rest Joghurt mit Schokostreusel vom Kind, mache an Tomatensoße und Spargel Zucker beim Kochen, esse Eis, und gestern Abend Honig-Salz-Mandeln.

Und so weiter... :roll:
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
vivi
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von vivi »

Also Spargel koche ich auch mit Zucker- das ist ein Muss. Ich sehe das dann aber als Gewürz ;-)
Bei mir ist derzeit der Bierappetit so hoch- schönes Wetter- draußen sitzen- Grillwurst- da kann ich nicht widerstehen. Ich muss mich da echt bremsen, denn wenn es nach meinem Appetit ginge könnte ich wahrscheinlich jeden Tag zum Essen Bier trinken oder ein Glas Wein.
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
vivi
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von vivi »

FrauWeißwasser- vielen Dank für deine Erklärung zum Essverhalten. Ich kann das total gut nachvollziehen. Ich habe früher so oft versucht, meine Ernährung zu verbessern und bin immer wieder gescheitert. Ich denke, so lange Zucker eine so wichtige Rolle spielt geht das sehr schwer. Ich habe erst mit Zuckerfreier angefangen mehr Gemüse und Salat zu essen und habe da jetzt auch Appetit drauf. Ist mir vorher nie gelungen.
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
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wirbelkind
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von wirbelkind »

Ich schlitter mal hier rein, nachdem ihr mich so toll durch meine Fastenzeit getragen habt.
6 Wochen habe ich auf Zucker verzichtet, das war wirklich toll. Und dann kam Ostern und mit ihm die Schokolade.
Und mir gehts sowie dir FrauWeißwasser, einmal angefangen, kann ich nicht mehr aufhören und ich bin wieder voll drin in der Sucht :roll:
Ab Montag geht es wieder los.
Fürs Wochenende hab ich natürlich schon wieder tausend ausreden...:-(
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Nuala
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Nuala »

Ich hab's jetzt lange mit Ausnahmen probiert - und es klappt einfach nicht. Es ufert aus.

Und vollkommen richtig: je mehr zuckerhaltiges man isst (und das Zeug macht nun mal süchtig!), umso ungesünder ernährt man sich mit der Zeit. Weil der Magen durch Schoki und Co einfach schnell voll ist (haben ja doch viel Kalorien) und ganz ehrlich: wenn es vollkommen egal wäre und keine Folgen hätte, was ess ich lieber? Nougatschokolade oder Brokkoli?

Zucker ist einfach die ganz schnelle unkomplizierte Energie. Überall verfügbar, immer lecker und schnell sättigend.
Um sich gesund zu ernähren und auch geschmackvoll steht man in der Küche. Und zwar für drei Mahlzeiten täglich 1-2 Stunden plus 1 Stunde aufräumen. Und 2-3 Stunden sind eine ganze Menge!

Andrerseits! Wenn ich mit Freude und Liebe aus knackfrischen gesunden Zutaten koche - dann hat das nicht nur von den Zutaten her einen besonderen Nährwert! Ich glaube die Liebe und die Energie beim Kochen, die manifestiert sich im Essen und das spürt man und das nährt den Körper nicht nur biologisch, sondern auch energetisch in ganz besonderer Weise.

In den letzen 5 Tagen hab ich jedenfalls mehr Gemüse gegessen als in den 2 Wochen davor. Frisches Grün, knackiges Gemüse, Kräuter, Obst, Samen und Nüsse... das nährt einfach Leib und Seele. Und das kostet Zeit. Zeit die ich gerade investiere, aber die ich bei Gott nicht immer habe.

Ich frage mich ernsthaft, wie es passieren konnte, dass Essen, das man fertig kaufen kann derart schrottig ist. Und nein, Qualität kostet zwar, aber das wäre nicht SO der Unterschied. Die wenigen Möglichkeiten wo man gut und normal bis ein wenig höherpreisig (was ok ist) essen kann, normales Essen, kann man hier an einer Hand abzählen (mir fallen im Großraum Wien echt nur 3-5 Lokale ein). Aber es GIBT sie!!! Es müssten mehr werden...
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daisy
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von daisy »

Mir geht es auch so. Ich habe in der letzten Woche angefangen, wieder mehr süßes zu essen und schon bin ich wieder in dieser Spirale, müde, zuckerschub, noch müder, mehr Zucker......

Ich trinke dann auch mehr Kaffee, ich habe gerade das Gefühl, ich werde nicht mehr richtig wach. Furchtbar.....

Gleich muss ich einkaufen, da kauf ich mal für einen leckeren grünen Smoothie ein, hoffentlich bringt das meinen Geschmackssinn wieder auf Trab.
Daisy mit Herbstglück *2008 und Wintersonne *2012, Maikäferchen *2014 und zwei Sternchen
vivi
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von vivi »

Andrerseits! Wenn ich mit Freude und Liebe aus knackfrischen gesunden Zutaten koche - dann hat das nicht nur von den Zutaten her einen besonderen Nährwert! Ich glaube die Liebe und die Energie beim Kochen, die manifestiert sich im Essen und das spürt man und das nährt den Körper nicht nur biologisch, sondern auch energetisch in ganz besonderer Weise.
Das stimmt. So ein Essen macht auf andere Weise satt.
Aber du hast Recht- es ist viel Aufwand , Planung, Nachküche, Zeit. Ob es jetzt 2-3 h täglich sind? Bei mir wahrscheinlich immer mal , aber meist bin ich schneller. Oft bereite ich auch schon etwas für die nächste Mahlzeit oder den nächsten Tag mit vor. Aber es ist schon wirklich immer wieder Selbstmotivation nötig, weiter gut zu essen.
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
Luzia
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Luzia »

Beim obigen Posting kann ich voll und ganz unterschreiben.
Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich mir zur Arbeit schnell ein Brot schmiere oder, was länger dauert, einen Salat zubereite. Das Brot macht mich satt, der Salat macht mich satt, zufrieden und gibt mir das Gefühl, dass ich mich gut um mich gekümmert habe. Danach kann ich viel besser weiterarbeiten.
Von zuckerfrei bin ich weiterhin ein gutes Stück entfernt, leider. Ich gebe mir Mühe, dass das wieder wird.
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