Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschläge.

Was kommt nach dem Vollstillen?

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josie81
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von josie81 »

Habt ihr denn fixe Stillmahlzeiten, die ersetzt werden können, so wie morgens, mittags, Nachmittags usw? Hier ist es nämlich genau so wie Julia es beschrieben hat: es gibt Tage an denen meine Tochter (11 Mon) stündlich stillen will, und an anderen Tagen ist soviel los dass ich tagsüber nur 3x stille. Bei uns gäbe es gar keine Mahlzeiten zu ersetzen, so gesehen.

Lass es einfach auf dich zukommen, bis Juli/August wird sich noch soviel verändern bei deinem Kind ;) Ich mach es auch so. Wenn ich im April wieder arbeiten gehe ist meine Tochter 15 Monate alt, und ich mache auch dann so weiter wie bisher, also stillen nach Bedarf und feste Nahrung ebenfalls nach Bedarf. Ich denke wenn man eine gewisse Zeit problemlos stillt wird auch die Milch nicht plötzlich wegbleiben ;)

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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von SiLu2623 »

josie81 hat geschrieben:
Lass es einfach auf dich zukommen, bis Juli/August wird sich noch soviel verändern bei deinem Kind ;) Ich mach es auch so. Wenn ich im April wieder arbeiten gehe ist meine Tochter 15 Monate alt, und ich mache auch dann so weiter wie bisher, also stillen nach Bedarf und feste Nahrung ebenfalls nach Bedarf. Ich denke wenn man eine gewisse Zeit problemlos stillt wird auch die Milch nicht plötzlich wegbleiben ;)

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Das unterschreibe ich so.
Ich hatte anfänglich auch "geplant", mit 1 Jahr Max noch nachts zu stillen und eben nach dem üblichen Mahlzeitenkonzept Brei und später Familienessen einzuführen. Liest sich ja in den Ratgebern auch ganz einfach und unkompliziert :-).
Als die Beikostzeit immer näher rückte und der Zwerg eben wie Julia schrieb aber zu vollkommen unterschiedlichen Zeiten stillte, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das klappen sollte. Beim Mahlzeiten ersetzen wird ja üblicherweise von 4-5 Mahlzeiten ausgegangen, wir hatten lange locker 8-10 mal Stillen nur am Tag. Wo soll man da bitte anfangen zu ersetzen.
Also, mal bisschen rumgesurft und informiert und auf BLW gestoßen und für passend befunden.
Mit einem Jahr ging es dann in die Krippe, die Mengen, die der Zwerg bis dahin verputzte waren überschaubar, Stillen je nach Tagesform und -Programm 2/3 mal oder auch 9/10 mal am Tag. Er hatte von Anfang an keine Probleme ohne Stillen dort auszukommen, in dem Alter können die Zwerge das schon gut unterscheiden.
Ich sehe das auch so, geh da ganz entspannt ran, biete deinem Kind ganz unabhängig vom Stillen Brei oder Familienessen an, und vertrau ganz auf dein Kind, dass es irgendwann Essen viiiiel spannender findet.

LG
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Carraluma
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von Carraluma »

Julia hat das ja schon toll erklärt.

Es ist wirklich gar nicht so schwer wie es sich anhört.

Ich erzähle mal, wie es bei uns lief:
Ich habe mit einem halben Jahr mit Brei angefangen. Also zu unserem Mittagessen um zwölf, der Maus Brei angeboten, später dann auch einen zum Abendessen usw. Gestillt habe ich weiterhin nach Bedarf unabhängig vom Essen (sie hat auch nicht deutlich mehr oder weniger gegessen, egal, ob ich kurz oder länger vorher gestillt habe). Meine Maus hat aber auch nie große Mengen Brei bzw. festes Essen, als sie Zähne hatte, gegessen.
Trotzdem war es kein Problem als ich zum Arbeiten weg war (13 Monate). Sie hat dann auch ihre kleinen Portionen festes Essen und Wasser zu sich genommen und früh, abends und nachts gestillt bzw wenn ich nicht arbeiten musste auch tagsüber soviel sie wollte.
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FuFu
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Re: AW: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Rats

Beitrag von FuFu »

Carraluma hat geschrieben:Julia hat das ja schon toll erklärt.

Es ist wirklich gar nicht so schwer wie es sich anhört.

Ich erzähle mal, wie es bei uns lief:
Ich habe mit einem halben Jahr mit Brei angefangen. Also zu unserem Mittagessen um zwölf, der Maus Brei angeboten, später dann auch einen zum Abendessen usw. Gestillt habe ich weiterhin nach Bedarf unabhängig vom Essen (sie hat auch nicht deutlich mehr oder weniger gegessen, egal, ob ich kurz oder länger vorher gestillt habe). Meine Maus hat aber auch nie große Mengen Brei bzw. festes Essen, als sie Zähne hatte, gegessen.
Trotzdem war es kein Problem als ich zum Arbeiten weg war (13 Monate). Sie hat dann auch ihre kleinen Portionen festes Essen und Wasser zu sich genommen und früh, abends und nachts gestillt bzw wenn ich nicht arbeiten musste auch tagsüber soviel sie wollte.
Hier war es so ähnlich, nur dass ich Vollzeit angefangen habe zu arbeiten als Klein-FuFu acht Monate alt war. Die ersten sechs Wochen habe ich mittags eine Stillpause eingelegt. Danach nicht mehr.

Sie hat beim Papa halt gegessen und wenn ich da war nach Bedarf gestillt.

Ganz ehrlich, sich sechs oder mehr Monate im voraus Gedanken zu machen bringt es nicht wirklich. Da passiert noch so so viel. Das kann man nicht planen. [emoji4]

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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von Vemala »

Übrigens, Käferli, ich bin - und damit bin ich nicht alleine - der Meinung, dass Brei und BLW sich nicht ausschließen. Wichtig ist nur, dass es beim Angebot bleibt. Dein Baby darf sich dagegen entscheiden, und zwar bei jeder Mahlzeit. Und es darf auch nach 5 Löffeln genug haben und muss nicht die ganze Portion aufessen. Und Brei kann man ganz herrlich Be-greifen und erfahren ;-) und selber essen geht auch ganz gut, klebt ja schön am Löffel :-)
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Re: AW: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Rats

Beitrag von FrauMahlzahn »

Zum Thema Brei oder nicht: Das wird Deim Kind entscheiden. Die meisten Kinder essen ihn ganz gerne, aber Fräulein Mahlzahn war schon immer sehr befremdet Babyessen zu bekommen. Und ich habe mir drei Monat lang Mühe gegeben.
Im übrigen ist es vom Aufwand her egal, ob man Kartoffeln kocht oder Kartoffeln kocht und dann zermatscht. Extra für die Kinder kochen ist halt immer blöd. Was isst denn Dein Großer?
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von nido56 »

Hallo,
ich zitiere mich hier mal kurz selber aus einem anderen Thread:
Ich habe nach 5 Monaten wieder angefangen zu arbeiten. Anfangs habe ich zweimal täglich für je ca. 15 min abgepumpt. Damit konnte ich gut die Hälfte des Tagesbedarfs des Kleinen abdecken. Zusätlich gab es Pre, was für mich in dem Alter OK war.

Ich habe einen Monat voll gearbeitet, dann hatte ich einen Monat frei. Den Urlaub haben wir für die Beikosteinführung genutzt. Wir haben auch grösstenteils Brei gefüttert. Nach dem Urlaub wollte er in der Krippe nur noch Brei und hat dort die Flasche verweigert. Zuhause hat er gestillt.

Ich habe in 2-3 Tagen das Abpumpen auf null reduziert und hatte danach nie ein Problem. Vermehrtes Stillen am Wochenende und sogar Vollstillen bei Krankheit funktionierte immer problemlos. Wir haben insgesamt 2 Jahre gestillt.
Ich habe nie gezielt darauf hingearbeitet, Mahlzeiten zu ersetzen. Es gab zu (mehr oder weniger) festen Zeiten etwas zu essen (als Angebot, mal hat er reingehauen als gaebe es kein Morgen mehr, mal nur ein paar Loeffelchen genommen), und drum herum wurde weiter nach Bedarf gestillt. Fuer der Piaten war es dann kein Problem, unter der Woche tagsueber nur zu essen (und Wasser zu trinken) und abends und nachts zu stillen. Am Wochenende hat er auch tagsueber zwischendurch mal gestillt. War alles kein Problem fuer meine Brust, obwohl wir einen schwierigen Stillstart hatten und ich lange gebraucht hatte, meine Milchproduktion anstaendig in Gang zu bringen. Ich gehoere also wahrlich nicht zur Kathegorie "Hochleistungsschwarzbunte". Aber die Milch ist mir nach Beikosteinfuehrung nie weggeblieben.
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Re: AW: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Rats

Beitrag von FuFu »

Ich war eher eine Hochleistungsschwarzbunte [emoji23]
Aber es hat sich auch bei mir super eingependelt. Anfangs hatte ich auf dem Heimweg halt ein ordentliches Dekolleté [emoji3]

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Re: AW: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Rats

Beitrag von Käferli »

FrauMahlzahn hat geschrieben:Im übrigen ist es vom Aufwand her egal, ob man Kartoffeln kocht oder Kartoffeln kocht und dann zermatscht. Extra für die Kinder kochen ist halt immer blöd. Was isst denn Dein Großer?
Den Brei koche ich aber vor und muss nicht jeden Tag Mini-Mengen kochen. :) Unser Großer isst unter der Woche in der Kita und sonst bei uns ganz normal (gewürzt mit). Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass das Essen in der Kita kindgerechter ist, aber für das Wochenende haben wir meistens was von meiner Mutter da zum essen.

Ich denke ich werde es einfach mal versuchen, dass ich ihr einfach, wenn wir essen, Brei gebe und ansonsten normal stille. Aber an sich will ich ja schon irgendwann mal abstillen. Solange sie das nuckeln an der Brust noch braucht zur Beruhigung oder zum einschlafen oder so, stille ich sie natürlich gern weiter. Ich stille ja grundsätzlich total gern, aber ich finde Nähe kann ich ihr auch anders geben. Mein Sohn war ja nun leider Flaschenkind, aber die Nähe, die er brauchte, hat er immer bekommen.

Was ich mir eben schwierig vorstelle, wenn ich das Brei füttern nicht an Stillmahlzeiten ist zu unterscheiden wann sie stillen will. Jetzt ist es immer so, dass sie weint und dann entweder müde oder hungrig (und müde) ist. Was es jetzt genau ist merke ich eigentlich nur wenn sie sich z. B. durch rumtragen nicht beruhigt. Dann weiß, dass es wohl eher Hunger ist und stille dann (währenddessen sie dann meistens auch einschläft). Sicher, dass es am Hunger liegt bin ich mir immer nur, wenn seit der letzten Mahlzeit schon 3 Stunden oder länger rum sind. Dann probier ich gar nicht groß rum sondern stille gleich. Wenn ich aber zwischen den Stillmahlzeiten statt zu den Stillmahlzeiten Brei gebe, fängt dann wieder das rumprobieren an. Aber mal sehen wie sich alles so entwickelt.

Sie hat keine festen Zeiten, aber ich hätte dann eben einfach zu irgendeiner Mahlzeit immer den Brei gegeben. Das wäre dann eben mal um 11 und mal erst um 13 Uhr oder noch später. Wie es eben passt. Ich habe ja auch keine festen Essenszeiten sondern esse wenn ich hungrig bin.
Mama vom zuckersüßen Löwetiger (08/2012) und vom bezaubernden Igelchen (07/2014)!
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von Brianna »

Ich hab lange einfach zuerst stillen angeboten, wenn J unruhig, quengelig oder müde war. Erst wenn er das nicht wollte, hab ich was anderes probiert. Seit er besser zeigen kann, was er will, hat er mich auch mal zum Stillkissen geführt, wenn er zu Hause stillen will oder mir mit dem Finger auf die Brust getippt. Will er Essen oder Trinken, führt er mich zum Obstkorb oder zum Wasserhahn.
Gruß Brianna
J 05/13 L 12/15
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