vielen, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Nun habe ich doch schon einiges gelernt. Ich werde mal den Kurs nächste Woche abwarten und dann Bescheid geben, was es geworden ist.
Liebe Grüße von Lilyanne
Moderatoren: Springerle, Cocolin
Sehr schön, das hört sich super an!!Lilyanne hat geschrieben: Der Kurs war für mich sehr hilfreich, es war außer uns nur noch eine andere Mama mit Kind da. Die Kursleiterin konnte sich entsprechend viel Zeit für uns nehmen. Wir haben nur die WKT geübt, weil sie meinte, sie macht lieber eine Bindeweise richtig, als uns mit dreien zu verwirren. Fand ich ok. Mein Leihtuch passte von der Länge (4,60 m) perfekt. Es war aber sehr fest und für mich daher schwer zu verknoten.
Genau, übt jetzt mal die Wickelkreuztrage und wenn die gut klappt, dann kannst du ja mal das Känguru probieren. Das kürzere Leo könntest du dann auch super für den Rucksack und /oder das Hüftkänguru nutzen.Lilyanne hat geschrieben:Fürs Känguruh hab ich mir das naturfarbene Leo in 3,70 m ausgeguckt. Das werde ich allerdings erst dann bestellen, wenn ich das Känguruh mal ausprobiert habe, um zu gucken, was es für Vorteile hat und wie ich damit zurecht komme. Zunächst übe ich weiter an der WKT.
Wir empfehlen, keine zusammengerollte Wulst im Nacken zu haben. Das hat v.a. den Grund, dass eine feste Wulst Druck im Nacken ausübt und viele Kinder darauf mit Gegendruck reagieren und sich dann dagegen "stemmen". Zudem mögen es etwas ältere Babys meist nicht, beim Einbinden nichts sehen zu können. Rutscht das Tuch dann in den Nacken zu einer Wulst zusammen, kriegt man es nicht richtig fest. Ich würde dir einfach raten auszuprobieren, mit welcher Methode ihr besser zurecht kommtLilyanne hat geschrieben: Wir haben die WKT anders als beim neuen Video gelernt, nämlich das Tuch soll bis zur Stirn reichen und wird hinterher als kleine Wurst zusammengerollt. Vorteil: Man kann eine Mullwindel mit einwickeln, was bei meinem Sabberfratz wirklich praktisch ist. Gibt es Nachteile aus Eurer Sicht?
Ja, wir raten dazu, bei der Wickelkreuztrage nicht anzuhocken. Dadurch, dass du bei dieser Bindeweise durch die Querbahn keinen richtigen Beutel hast, haben die Oberschenkel durch die Querbahn keine komplette Unterstützung. Schiebst du dein Kind nun mit dem Po weit über das Kreuz hinaus, hängt das Kind in den Kniekehlen an den seitlichen Strängen. Das ist nicht sonderlich bequem. Die Stränge sollten schön breit am Oberschenkel und nicht in der Kniekehle entlang laufen (in der Kniekehle verlaufen viele Gefäße nahe unter der Haut).Lilyanne hat geschrieben:Wir haben gelernt, dass das Kind zum Schluss noch einmal angehockt wird (der Kurs war nach Dresdener Trageschule). Dabei wird der Hintern über die Tuchwurst unten geschoben und das Baby hängt quasi drüber. Ich hab mal Fotos gemacht, wie es aussieht. Bei mir hat sich der Kleine leider gerade stark durchgedrückt, bei meinem Mann sieht man es aber. Bei mir hing er, als er eingeschlafen ist, auch so rund drüber. Ist das ok so? Das Anhocken zum Schluss sollen wir jetzt aber weglassen, richtig?
S.O. Bei der Wickelkreuztrage ist die Spreizung etwas größer als die empfohlenen 90 Grad, daher achten wir hier auf eine geringere Anhockung.Lilyanne hat geschrieben:3. Kann man die Beine eigentlich zu weit spreizen? Er kommt ja noch nicht um meine Seiten, nun habe ich Sorge, dass das weite Spreizen nicht gut für seine Hüfte ist.
Wichtig ist uns hier, dass das Kind nicht in den Kniekehlen an den seitlichen Strängen hängt (s.o.). Wenn ein wenig Tuch des seitlichen Strangs bis zur Kniekehle reicht, ist das nicht schlimm, der Hauptteil sollte aber schön breit und glatt am Oberschenkel entlanglaufenLilyanne hat geschrieben:4. Im Video (ganz großen Dank übrigens dafür!!!) heißt es, dass die Tuchwurst unten nicht in den Knien sitzen soll, sondern glatt unterm Oberschenkel liegt. Wie soll das gehen? Leos Oberschenkel sind viel zu kurz für die große Wurst. Bei ihm ging das Tuch bis in die Kniekehlen. Und man sieht hinterher an den Beinen auch Abdrücke. Ist das schlimm? Würde er quengeln, wenn es ihm wehtut? Er wirkte bisher immer sehr zufrieden.
Die Querbahn muss schön fest sitzen. Ziehe gefühlvoll fest, nicht ruckartig oder mit zu viel Kraft auf einmal. Dein Tuch ist ja diagonalelastisch, d.h. es gibt ein wenig nach, damit dein Baby den Rücken runden kann. Die Querbahn muss fest sitzen, damit dein Kleiner ausreichend Halt bekommt. Ich finde, das sieht auf den Fotos sehr gut aus!Lilyanne hat geschrieben:5. Damit das Kind beim abschließenden Nach-vorne-beugen-Test an meinem Körper bleibt, muss ich das Tuch verdammt straff wickeln. Also blau wird der Kleine nicht, aber ich frage trotzdem mal: Kann ich ihn zu fest einwickeln?
Das müsst ihr für euch ausprobierenLilyanne hat geschrieben:6. Was zum Henker mache ich mit seinen Armen? Irgendwie sind die immer im Weg. Ich stopfe sie in das Tuch und entweder hat er sie dann unter seinem Oberkörper und sie beulen nach draußen aus oder sie hängen seitlich runter und er hat vermutlich keine Chance, sie hochzuwurschteln. Ist runterhängen gut für ihn? Oder besser hochnehmen?
Ja, wenn sie waagrecht verlaufen wäre das gut. Da kannst du ja einfach vor dem Festziehen einen Blick drauf werfen und wenn du siehst, dass sie schräg verlaufen, hol dir einfach auf der Seite, auf der die Streifen nach oben verlaufen, noch mehr Tuch in den Powulst in die Kniekehlen, oder auf der anderen Seite (falls das Tuch sonst du niedrig sitzen würde) noch etwas Tuch nach oben.Lilyanne hat geschrieben:7. Müssen die Streifen beim fertig gebundenen Tuch eigentlich gerade über seinen Rücken (also parallel zum Boden) verlaufen? Theoretisch natürlich schon, aber wenn sie das nicht tun, soll ich dann noch einmal wickeln? Oder ist das egal?