Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Sibi
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Sibi »

Bienenmeister,
das hört sich anstrengend an! ((()))

Vor einem Jahr hatten wir auch so ein Kind, das gegen Mitternacht zur Ruhe kam. Kurz darauf wurde der zweite Tagschlaf gekippt (von selbst) und Kind schlief um 19 Uhr - das war auch erst mal komisch!

Gerade sind wir dabei, den Mittagsschlaf abzuschaffen und haben ebenfalls wieder ein um 20 Uhr statt um 22 Uhr plus x schlafendes Kind.

Ich weiß nicht, ob es dir Hoffnung macht, aber es ändert sich bestimmt bald von selbst.

Zum Bespielen: Wenn das Kind nicht müde ist - ja, haben wir auch gemacht, unabhängig von der Zeit. Wenn es müde ist, ist unseres immer zum Einschlafstillen gekommen. :?
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beccarei
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von beccarei »

Mensch, Bienenmeister. Fühl Dich gedrückt. ((( Bienenmeister )))
Bei uns ist es nicht ganz so schlimm abends, die Kleine spielt vergnügt und wenig quakig, aber vor 23 Uhr ist hier selten an Schlaf zu denken. Vor ein paar Minuten sind ihre Augen zugefallen. Leider darf ich dann nicht mehr von ihrer Seite weichen, sonst schlägt hier gleich der Mama-nicht-da-Alarm an und Schlafen ist wieder vorbei...

Ich kann Dir auch "Schlafen statt Schreien" ans Herz legen. Hier liegt es rum, bin auch schon recht weit mit lesen. Angewendet haben wir es noch nicht. Es klingt aber plausibel.

Ich versuch es hier wie mucha zu halten und einfach meine Einstellung zu ändern... klappt aber nicht immer (und momentan immer weniger). Mein Mann steht aber voll zu mir und animiert mich immer wieder jetzt doch endlich mal in die Sauna zu gehen und mal ohne Kind abends was zu machen.

Vielleicht wäre das ja auch was für Dich, denn die beiden scheinen ja gut klar zu kommen. Lass sie spielen und geh raus. Spazieren, Sauna, Kneipe, Spieleabend, was auch immer, ein paar Stunden.
Danach ist dann auch wieder ein bisschen Kraft da für die zehrenden Abende.
Liebe Grüße,
Becca
(Mit der Bari-Sax-Spielerin (2012), dem Posaunisten (2015) und dem Kämpfer im Herzen (2015)
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Cocorella
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Cocorella »

Das hört sich alles sehr bekannt an. Dieses Nicht-einschlafen-wollen hatten wir eine zeitlang auch sehr schlimm.

Es gibt aber auch Kinder, die sich vor dem Schlafen nochmal hochdrehen müssen. Mein Sohn ist so eins. Monatelang habe ich die gängigen Ratschläge befolgt, vor dem Zubettgehen zur Ruhe zu kommen und dann habe ich gemerkt, dass das für ihn einfach nicht funktioniert.
Wenn ich ihn ins Bett bringe, toben wir immer erst noch eine halbe Stunde im Bett rum. Aber spätestens wenn er anfängt zu jammern oder sich die Augen aus dem Kopf reibt, ist damit Schluss.
Zu der Zeit als er so gar nicht einschlafen wollte, bin ich abends sehr langweilig geworden. Habe mich mit Buch oder Handy ins Bett gelegt und ihn kaum beachtet. Gespielt wurde nicht mehr und ich habe immer wieder gestillt, solange bis er endlich eingeschlafen ist.

Vielleicht macht es dir ein wenig Mut wenn ich dir erzähle, dass mein Sohn mittlerweile ganz freiwillig seinen Schlafsack anschleppt, wenn er schlafen will. Das Einschlafen ist hier zur Zeit ein Traum und hättest du mir das vor einem halben Jahr erzählt, wäre ich wahrscheinlich in hysterisches Gelächter ausgebrochen.

Ich drück die Daumen, dass es auch bei euch bald besser wird.
Liebe Grüße von Cocorella mit ihrer Hamsterbacke 09/11

*Was glauben sie, was hier los wäre, wenn die Leute wüssten, was hier los ist!*
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bienenmeister
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von bienenmeister »

muh hat geschrieben:Sch...., du arme und das arme kind. Das klingt schlimm. Ich an deiner stelle würde das kind schnappen und mich ins bett verziehen. Da sind dann zumindest weniger eindrücke...
Oder mit tragetuch probieren.
Jaaa, mein Kind tut mir soooo Leid :cry:

Im Schlafzimmer hat leider gar nicht geklappt. Im Schlafzimmer glaube ich klappt schlichtweg nicht, weil er es Tatsache nicht gewöhnt ist. Tragetuch gab auch heftig Protest. Ich habs "wie immer" auf der Couch gemacht, TV leise angemacht, hat GsD, leider aber wieder mit Tränen und wildem Kung Fu (Arme und Beine rudern), geklappt. Ich bin der Überzeugung, weil er das Einschlafen dort "kennt" und das Licht/Temperatur angenehm ist, und entsprechend seinem Naturell es nicht stockeduster und leise ist (hat noch nie gut geklappt, am Besten schläft er inmitten einer lauten turbulenten Krabbelgruppe ein :lol: ).

kuscheltiger, die Rezensionen bei amazon fand ich jetzt nicht so gut, aber ich behalte es im Hinterkopf! Vielleicht sollte ich doch mal reingucken oder besser, meinem Mann schenken :?:
Mondenkind hat geschrieben:Puh, klingt doof.

Mir fallen spontan ein paar Punkte ein:
- zu viel Tagschlaf. wieviel schläft er tagsüber?
DAAAAAAANKE! Mein Mann glaubt mir das nämlich nicht, dass es das gibt, dass ein Kind zuviel tagsüber schläft. Klar schläft er locker mit Papa 2-3h wenn sich beide zusammen ins Bett legen. Das war jetzt oft der Fall, dank Feiertage. Ist Papa auf Arbeit und Mama muss alles alleine wuppen, sieht das anders aus, ich habe schlichtweg nicht die Zeit den ganzen Mittag im Bett zu liegen. Dann schläft Alexander im Tuch und eigtl auch nur dort und wenn er mir zu schwer wird, hole ich ihn da auch raus, weil ich finde, wenn er so müde ist, dass er den Schlaf wirklich braucht, dann kann er aus dem Tuch geholt ja gerne im Bett weiterschlafen. Wird er schon beim Ausbinden wach, habe ich kein schlechtes Gewissen, und setze ihn mitten ins Getümmel. Ich bin der Überzeugung, wäre er "zu" müde dafür, würde er sich schon melden.

Mondenkind hat geschrieben: - Einschlafstillen funktioniert nicht ewig. Vielleicht braucht ihr ein neues Abendritual?
Oh wow, du nimmst mir meine Illusionen :lol: Gut, wir brauchen ein Abendritual.
Mondenkind hat geschrieben:- Läuft da irgendwie ein "Machtkampf" zwischen Dir und Deinem Mann? Wie könnt Ihr das klären, könntet Ihr da noch mal in einer ruhigen Minute darüber reden? Damit Ihr Euch irgendwie einig sein könnt, wie Ihr es macht.
- Und, ganz sicher: es ist nur eine Phase!
Komisch zu erklären, es ist eben kein Machtkampf, weil wir dank unserer schrecklichen Eltern sämtliche auf Macht basierende Beziehungen verabscheuen. Er versucht mir wirklich damit zu helfen, weil er ja merkt, wie allein ich mit der Betreuung des Kindes bin und abends sicher das eine oder andere Mal genervt war, wenns nicht auf der Couch geklappt hat. Und er möchte auf keinen Fall, dass eventuelle Bedürfnisse des Kindes unerhört bleiben, er hat wirklich die Sorge, das Kind könne Hunger/Durst/Spiellust o.ä. haben uns schläft deswegen nicht. Und er möchte sicherstellen, dass das Kind "freiwillig" schläft, das möchte ich ja auch. Aber ich habe es eher so gesehen, dass wir dem Kind mit einem Abendritual helfen, in den Schlaf zu finden und nicht ihn zum Schlaf per Gewöhnung zwingen, damit die Eltern ihre Ruhe haben. Ich glaube wirklich, dass wir uns hier jeden Abend diesen Affentanz liefern, weil jeder von uns eben doch das Beste fürs Kind will.
mucha hat geschrieben: Was mir in schlimmen Phasen immer geholfen hat, war eine Änderung meiner Einstellung. Knick die Abende. Es gibt in nächster Zeit einfach keine Abendzeit für dich. Mach deinen Frieden damit und gestalte euer gemeinsames Insbettgehritual. Esst gemeinsam, mach den Kleinen und dich bettfertig, geht ins Schlafzimmer, schaut ein kleines Büchlein, sing ein Lied, mach das Licht aus und still ihn, wenn er mag. Schlaf ein und hadere nicht mit deinem Schicksal. Es kommen auch wieder andere Zeiten.
Nimm den Druck raus. Vermutlich wird er eine Million mal wieder aufstehen. Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, verbreite Schlafstimmung. Du musst aber wirklich dahinter stehen und nicht darauf lauern, bald wieder ins Wohnzimmer zu kommen.
Die Zeit spielt für dich.
Danke! Der letzte Satz hat mir wirklich geholfen. Ich habe kein Problem damit, alles für mein Kind zu tun. Ich kann auch die Abende knicken. Aber ich kann nicht mehr schlafen. Es war einfach viel zu lange so, dass ich das Kind abends im Tuch spazieren getragen habe und dann einschlafgestillt und dann ans Bett gefesselt war (und ja, mein Mann hat dann im WoZi gesessen und Fußball geguckt :evil: ). Ich kam an den Punkt, dass ich meine eigene Stimme in meinem Kopf nicht mehr gehört habe, weil ich mich komplett aufgegeben habe und ich hab zwar einen Weg gefunden, so weiterzumachen (ohne aggressiv gegen mich selbst oder das Kind zu werden), aber ich bin kreuzunglücklich. Wenn mein Kind wenigstens einfach nur aufstehen und wach sein würde, aber es ist ja immer schreien schreien schreien, gefolgt von Jammern und Kung Fu. Er ist so laut und so oft unzufrieden, ich kann das nicht im Liegen im Schlafzimmer ertragen. Entweder wir stillen oder wir stehen auf. Dazwischen gibts für mich nicht mehr. Und mit Ruhe ist ja nicht, wenn er wach wird, seilt er sich mittlerweile auch gleich aus dem bett ab, krabbelt weg und weint und schimpft dann dort wo er gelandet ist *ratlosbin*
Pupu hat geschrieben:Wie schaut es aus mit Einschlaftragen? Klappt das?
Das klappt nicht mehr, bzw. dauert länger, als ich bereit bin das zu machen (ich trage Vollzeit und pack das nimmer, ihn Abends noch zwei Stunden zu tragen).
novi hat geschrieben: Ich denke, es ist schon wichtig, dass Ihr mit Eurem Sohn dennoch versucht, das Schlafritual weiterzuleben, so dass er es eben nicht verlernt.
Aktiv spielen würde ich nicht mit ihm, ihm eher verdeutlichen, dass "seine" Zeit vorbei ist.

Auf jeden Fall klingt der kleine Mann nach einem aufgeweckten kleinen Jungen, der um nichts in der Welt eine Minute von der spannenden Umwelt verpassen möchte. :wink:
Das mit dem Aktiv spielen finde ich eben auch wenig hilfreich. Und ja, mein Junge ist zu aufgeweckt für ein ruhiges Ritual, er sitzt zum Beispiel nicht auf dem Schoß - ein Buch angucken oder so das klappt nicht. Ohne Stillen legt er sich auch nicht hin (und auch Stillen mag er im Wachzustand eigentlich nur im Vierfüßlerstand oder auf meinem Oberschenkel reitend). Wenn er wach wird, geht er in den Vierfüßlerstand oder in den Kniesitz und nichts anderes, man kann auch nicht mit ihm "kuscheln" oder so, irgendwas bewegt sich bei ihm immer, und wenn es ein Fuß ist, der vehement klopft und wackelt.
Sibi hat geschrieben:Bienenmeister,
das hört sich anstrengend an! ((()))

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Wie schafft man Schlafphasen ab?

Dank euch! Kind meckert...
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Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

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bienenmeister
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von bienenmeister »

Cocorella hat geschrieben:
Es gibt aber auch Kinder, die sich vor dem Schlafen nochmal hochdrehen müssen. Mein Sohn ist so eins. Monatelang habe ich die gängigen Ratschläge befolgt, vor dem Zubettgehen zur Ruhe zu kommen und dann habe ich gemerkt, dass das für ihn einfach nicht funktioniert.
Wenn ich ihn ins Bett bringe, toben wir immer erst noch eine halbe Stunde im Bett rum. Aber spätestens wenn er anfängt zu jammern oder sich die Augen aus dem Kopf reibt, ist damit Schluss.
Zu der Zeit als er so gar nicht einschlafen wollte, bin ich abends sehr langweilig geworden. Habe mich mit Buch oder Handy ins Bett gelegt und ihn kaum beachtet. Gespielt wurde nicht mehr und ich habe immer wieder gestillt, solange bis er endlich eingeschlafen ist.

Vielleicht macht es dir ein wenig Mut wenn ich dir erzähle, dass mein Sohn mittlerweile ganz freiwillig seinen Schlafsack anschleppt, wenn er schlafen will. Das Einschlafen ist hier zur Zeit ein Traum und hättest du mir das vor einem halben Jahr erzählt, wäre ich wahrscheinlich in hysterisches Gelächter ausgebrochen.

Ich drück die Daumen, dass es auch bei euch bald besser wird.

GENAU!!!!!!

Ich mach ihm gegen halb Acht Abendessen, dann zieh ich ihn um (Geschrei hoch zehn), dann ab zur Couch, ich kitzel ihn, wir machen guckguck spielen und sobald die Stimmung kippt, hab ich ihn mir zur Brust genommen, TV angemacht (leise). Und das hat halt ne Weile jetzt nicht mehr so gut funktioniert und dann betrat mein Mann die Bühne.

Zum Einschlafstillen liegen ich übrigens auf dem Rücken und Kind über mir macht Liegestütze und stillt gleichzeitig. Die Hände klatschen rythmisch auf Bauchspeck und Brust nieder. Das ist bei uns ganz normal. Diese Energie, das ist der Wahnsinn. Wie Papa eben.

Beim Nichtbeachten schreit und weint er halt sehr viel, und das "traue" ich mich dann nicht.
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bienenmeister
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von bienenmeister »

Wirklich wahr, er schläft, und ich kann einfach nicht mehr schlafen :(
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Sycorax
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Sycorax »

nur kurz, denn ich muss wirklich ins Bett.

Ich drücke dich fest, denn ich weiß genau wie es dir geht. Bei uns war es bis vor kurzem genauso und ich habe mich sogar schon mal schreiend ins Bad eingeschlossen, weil ich nicht mehr konnte. Ich hatte gar keine freie Zeit mehr. Das Kind war immer wach.
Es ist jetzt besser. Nicht richtig gut, aber viel besser und gut erträglich. Warum kann ich nicht genau erklären. Sie hatte Osteopathie, ich habe Osteopathie, vielleicht wars ne Phase...?
Wir stillen nicht mehr zum Einschlafen. Ich stille sitzend und lege sie dann neben mich, wenn sie fertig getrunken hat. Manchmal möchte sie noch gestreichelt werden, aber länger als 20 Minuten braucht sie gerade nicht zum Einschlafen.
Nachts wird sie aber wieder etwas häufiger wach (2-6 Mal) und möchte dann auch gestillt werden. Dann reicht das Streicheln nicht, da wird sie sauer.

Die Taktik deines Mannes habe ich auch versucht: Kind müde spielen.
Klappt garantiert nicht, denn das Kind überwindet so seine müde Phase und dreht nochmal auf.
Und nein, sie haben keinen Hunger, sie wollen nicht schlafen.

Ich drücke dich und schicke dir Kraft!!!
Viele Grüße von Sycorax mit Missy (*2/2009) und Minimissy (*1/2012)

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Pupu
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Pupu »

Zum Einschlaftragen nochmal: könnte das auch der Papa übernehmen? Auf Papis Rücken und los geht's? Wir haben auch verschiedene Variationen durch. Einschlaftrageb per hin- und herlaufen in der Wohnung bleibt erfolglos. Einschlaftragen, während man dabei die Küche aufräumt schon eher. Kind nicht beachten und sich auf lagweilige Hausarbeit konzentrieren, die ohnehin gemacht werden muss... Da schläft unsere Maus ein. Wenn wir dagegen mit dem Gedanken herumlaufen, sie möge doch bitte einschlafen, wird es nichts. Man muss sie wirklich auf dem Rücken "vergessen" und einfach sein Ding machen.

Zweite Einschlaftragvariante, die bei uns zum Erfolg geführt hat: rausgehen. Kind auf den Rücken, Tragejacke drüber und nochmal eine Runde Spazierengehen. Dabei kann man sich auch prima mal mit dem Partner unterhalten, ohne dass man von Tv, Hausarbeit und Einschläferversuchen ständig abgelenkt wird. Frische Luft ist auch schlaffördernd. Dabei ist es auch egal, wer trägt. Vielleicht ist das ja wenigstens zwischendurch mal was, als Abwechslung? Muss ja nicht täglich sein, aber bringt Entspannung rein. Im "schlimmsten" Fall hat man dann eben einen Spaziergang mit wachem Kind gemacht. Vielleicht hilft die frische Luft dennoch beim Einschlafen. Beo ins schlafen die Konder umso besser, je mehr sie tagsüber draußen waren. Am besten zweimal täglich.

Und last but not least... Ich hätte es auch nie für möglich gehalten, aber zur Zeit ist Papi erfolgreicher beim Zubettbringen als ich. Erst stille ich und dann gehe ich raus... Und irgendwie bringt der Papi sie zum Schlafen, ganz ohne Brust! Wenn ich das probieren würde, egal ob mit derselben Methode, würde das NIE klappen. Vielleicht einfach mal die beiden machen lassen? Vielleicht könnten sie ja im Bett spielen, und sich irgendwann zusammenkuscheln wenn der Zwerg müde wirkt. Vielleicht schläft er ja "einfach so" ein, wenn Mama garnicht dabei ist. So ist es zumindest bei uns. Bin ich da, gibt es Busenturnen deluxe samt sämtlicher Verrenkungen. Bin ich weg, legt sie sich plötzlich schlafen. Papi ist milchlos wohl zu langweilig *g*
Lg aus Finnland von Pupu mit Wildgurke 🥒 (02/09), Quatschbanane 🍌 (08/11) und zwei Minimöhrchen 🥕🥕 (07/17)

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Mondenkind
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Mondenkind »

bienenmeister hat geschrieben:
Mondenkind hat geschrieben:Puh, klingt doof.

Mir fallen spontan ein paar Punkte ein:
- zu viel Tagschlaf. wieviel schläft er tagsüber?
DAAAAAAANKE! Mein Mann glaubt mir das nämlich nicht, dass es das gibt, dass ein Kind zuviel tagsüber schläft. Klar schläft er locker mit Papa 2-3h wenn sich beide zusammen ins Bett legen. Das war jetzt oft der Fall, dank Feiertage. Ist Papa auf Arbeit und Mama muss alles alleine wuppen, sieht das anders aus, ich habe schlichtweg nicht die Zeit den ganzen Mittag im Bett zu liegen. Dann schläft Alexander im Tuch und eigtl auch nur dort und wenn er mir zu schwer wird, hole ich ihn da auch raus, weil ich finde, wenn er so müde ist, dass er den Schlaf wirklich braucht, dann kann er aus dem Tuch geholt ja gerne im Bett weiterschlafen. Wird er schon beim Ausbinden wach, habe ich kein schlechtes Gewissen, und setze ihn mitten ins Getümmel. Ich bin der Überzeugung, wäre er "zu" müde dafür, würde er sich schon melden.
Also, wir haben bei beiden Kindern irgendwann (wann, weiß ich nicht mehr genau) angefangen, den Tagschlaf zu begrenzen. Bei der Großen irgendwann mit 2, glaub ich, bei der Kleinen schon viel eher. Wenn die tags zu lange oder zu spät geschlafen haben, dann gehen die erst um 11 ins Bett und das schaff ich einfach nicht.

bienenmeister hat geschrieben:
Mondenkind hat geschrieben: - Einschlafstillen funktioniert nicht ewig. Vielleicht braucht ihr ein neues Abendritual?
Oh wow, du nimmst mir meine Illusionen :lol: Gut, wir brauchen ein Abendritual.
Ich hab mich auch lange dagegen gesträubt, fand das spießig oder so. Aber es hilft. Den Kindern, abends zur Ruhe und in die richtige Spur zu finden. Und uns, weil wir wissen, es dauert noch ca. so und so lange an diesem oder jenem Zeitpunkt. Das hilft mir sooo sehr, entspannter zu sein im Verlauf des Abends!
bienenmeister hat geschrieben:
Mondenkind hat geschrieben:- Läuft da irgendwie ein "Machtkampf" zwischen Dir und Deinem Mann? Wie könnt Ihr das klären, könntet Ihr da noch mal in einer ruhigen Minute darüber reden? Damit Ihr Euch irgendwie einig sein könnt, wie Ihr es macht.
- Und, ganz sicher: es ist nur eine Phase!
Komisch zu erklären, es ist eben kein Machtkampf, weil wir dank unserer schrecklichen Eltern sämtliche auf Macht basierende Beziehungen verabscheuen. Er versucht mir wirklich damit zu helfen, weil er ja merkt, wie allein ich mit der Betreuung des Kindes bin und abends sicher das eine oder andere Mal genervt war, wenns nicht auf der Couch geklappt hat. Und er möchte auf keinen Fall, dass eventuelle Bedürfnisse des Kindes unerhört bleiben, er hat wirklich die Sorge, das Kind könne Hunger/Durst/Spiellust o.ä. haben uns schläft deswegen nicht. Und er möchte sicherstellen, dass das Kind "freiwillig" schläft, das möchte ich ja auch. Aber ich habe es eher so gesehen, dass wir dem Kind mit einem Abendritual helfen, in den Schlaf zu finden und nicht ihn zum Schlaf per Gewöhnung zwingen, damit die Eltern ihre Ruhe haben. Ich glaube wirklich, dass wir uns hier jeden Abend diesen Affentanz liefern, weil jeder von uns eben doch das Beste fürs Kind will.
Aber das beste für das Kind wollen kann auch mal heißen, sich sicher zu sein, dass man weiß, was jetzt richtig ist, auch wenn das Kind protestiert. :oops: Meiner Meinung nach zumindest. Ist hier glaub ich eher unüblich im Forum, ich weiß. Aber meine Kleine kommt auch oft nicht zur Ruhe und protestiert heftig, wenn der Papa sie in den Tai nimmt (hier macht meist der Papa das Insbettbringen der Kleinen, sie schläft beim Stillen meist nicht mehr ein). Sie motzt und meckert und dann dauerts keine 5 Minuten und sie pennt weg. Wenn es doch nicht richtig war, dann reagiert er darauf auch und nimmt sie wieder raus, aber kurzen Protest nehmen wir in Kauf, einfach weil sie völlig übermüdet ist und trotzdem weiterspielen will, weil sie nichts verpassen will zB. Ist nicht jedermanns Sache, aber ok finde ich, wenn man sein Kind kennt und trotzdem flexibel auf die Situation schaut.

bienenmeister hat geschrieben:Wie schafft man Schlafphasen ab?
Wir haben entweder geweckt, damit der Tagschlaf nicht zu lang war, oder drauf geachtet, dass der Tagschlaf früh genug stattfand. Es war mir auch erst suspekt, so in den Schlaf einzugreifen. War letztlich aber ok bei uns.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

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Kleeblattmama
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Kleeblattmama »

Gerade wenn du schreibst, dass er immer gleich wegkrabbelt und auch immer mit Armen und Beinen rudert, aber gleichzeitig nicht weiß, wohin mit sich:
Kann es sein, dass er (obwohl er schon relativ "groß" ist) im Grunde noch mehr Begrenzung braucht?

Meine Kleine ist in dem Alter am besten eingeschlafen, wenn ich sie seitlich liegend im Arm hatte und quasi im Klammergriff. Also Arme festgehalten und teilweise auch noch die Beine. Anders kam sie kaum zur Ruhe. Und wenn ich sie geklammert habe, dann wollte sie natürlich da raus, hat sich gewehrt und getobt, aber nie länger als eine Minute allerhöchstens. Und dann war sie binnen der nächsten Minute eingeschlafen.

Wildes Spielen halte ich in dem Moment auch für ziemlich kontraproduktiv. Sicher, ihr wollt euren Sohn nicht zum Schlafen zwingen, wenn er selbst das noch nicht will. Hilft aber alles nix, manchmal wissen die Kleinen für sich selbst eben doch nicht, wohin, und dann müsst ihr als Eltern den Weg weisen.

Liebe Grüße
die Kleeblattmama
Mama mit ihrem Glückskleeblatt 9/02, 8/04, 5/07 und 2/11

Wenn deine Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln. Wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel.
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