muh hat geschrieben:Sch...., du arme und das arme kind. Das klingt schlimm. Ich an deiner stelle würde das kind schnappen und mich ins bett verziehen. Da sind dann zumindest weniger eindrücke...
Oder mit tragetuch probieren.
Jaaa, mein Kind tut mir soooo Leid
Im Schlafzimmer hat leider gar nicht geklappt. Im Schlafzimmer glaube ich klappt schlichtweg nicht, weil er es Tatsache nicht gewöhnt ist. Tragetuch gab auch heftig Protest. Ich habs "wie immer" auf der Couch gemacht, TV leise angemacht, hat GsD, leider aber wieder mit Tränen und wildem Kung Fu (Arme und Beine rudern), geklappt. Ich bin der Überzeugung, weil er das Einschlafen dort "kennt" und das Licht/Temperatur angenehm ist, und entsprechend seinem Naturell es nicht stockeduster und leise ist (hat noch nie gut geklappt, am Besten schläft er inmitten einer lauten turbulenten Krabbelgruppe ein

).
kuscheltiger, die Rezensionen bei amazon fand ich jetzt nicht so gut, aber ich behalte es im Hinterkopf! Vielleicht sollte ich doch mal reingucken oder besser, meinem Mann schenken
Mondenkind hat geschrieben:Puh, klingt doof.
Mir fallen spontan ein paar Punkte ein:
- zu viel Tagschlaf. wieviel schläft er tagsüber?
DAAAAAAANKE! Mein Mann glaubt mir das nämlich nicht, dass es das gibt, dass ein Kind zuviel tagsüber schläft. Klar schläft er locker mit Papa 2-3h wenn sich beide zusammen ins Bett legen. Das war jetzt oft der Fall, dank Feiertage. Ist Papa auf Arbeit und Mama muss alles alleine wuppen, sieht das anders aus, ich habe schlichtweg nicht die Zeit den ganzen Mittag im Bett zu liegen. Dann schläft Alexander im Tuch und eigtl auch nur dort und wenn er mir zu schwer wird, hole ich ihn da auch raus, weil ich finde, wenn er so müde ist, dass er den Schlaf wirklich braucht, dann kann er aus dem Tuch geholt ja gerne im Bett weiterschlafen. Wird er schon beim Ausbinden wach, habe ich kein schlechtes Gewissen, und setze ihn mitten ins Getümmel. Ich bin der Überzeugung, wäre er "zu" müde dafür, würde er sich schon melden.
Mondenkind hat geschrieben:
- Einschlafstillen funktioniert nicht ewig. Vielleicht braucht ihr ein neues Abendritual?
Oh wow, du nimmst mir meine Illusionen

Gut, wir brauchen ein Abendritual.
Mondenkind hat geschrieben:- Läuft da irgendwie ein "Machtkampf" zwischen Dir und Deinem Mann? Wie könnt Ihr das klären, könntet Ihr da noch mal in einer ruhigen Minute darüber reden? Damit Ihr Euch irgendwie einig sein könnt, wie Ihr es macht.
- Und, ganz sicher: es ist nur eine Phase!
Komisch zu erklären, es ist eben kein Machtkampf, weil wir dank unserer schrecklichen Eltern sämtliche auf Macht basierende Beziehungen verabscheuen. Er versucht mir wirklich damit zu helfen, weil er ja merkt, wie allein ich mit der Betreuung des Kindes bin und abends sicher das eine oder andere Mal genervt war, wenns nicht auf der Couch geklappt hat. Und er möchte auf keinen Fall, dass eventuelle Bedürfnisse des Kindes unerhört bleiben, er hat wirklich die Sorge, das Kind könne Hunger/Durst/Spiellust o.ä. haben uns schläft deswegen nicht. Und er möchte sicherstellen, dass das Kind "freiwillig" schläft, das möchte ich ja auch. Aber ich habe es eher so gesehen, dass wir dem Kind mit einem Abendritual helfen, in den Schlaf zu finden und nicht ihn zum Schlaf per Gewöhnung zwingen, damit die Eltern ihre Ruhe haben. Ich glaube wirklich, dass wir uns hier jeden Abend diesen Affentanz liefern, weil jeder von uns eben doch das Beste fürs Kind will.
mucha hat geschrieben:
Was mir in schlimmen Phasen immer geholfen hat, war eine Änderung meiner Einstellung. Knick die Abende. Es gibt in nächster Zeit einfach keine Abendzeit für dich. Mach deinen Frieden damit und gestalte euer gemeinsames Insbettgehritual. Esst gemeinsam, mach den Kleinen und dich bettfertig, geht ins Schlafzimmer, schaut ein kleines Büchlein, sing ein Lied, mach das Licht aus und still ihn, wenn er mag. Schlaf ein und hadere nicht mit deinem Schicksal. Es kommen auch wieder andere Zeiten.
Nimm den Druck raus. Vermutlich wird er eine Million mal wieder aufstehen. Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, verbreite Schlafstimmung. Du musst aber wirklich dahinter stehen und nicht darauf lauern, bald wieder ins Wohnzimmer zu kommen.
Die Zeit spielt für dich.
Danke! Der letzte Satz hat mir wirklich geholfen. Ich habe kein Problem damit, alles für mein Kind zu tun. Ich kann auch die Abende knicken. Aber ich kann nicht mehr schlafen. Es war einfach viel zu lange so, dass ich das Kind abends im Tuch spazieren getragen habe und dann einschlafgestillt und dann ans Bett gefesselt war (und ja, mein Mann hat dann im WoZi gesessen und Fußball geguckt

). Ich kam an den Punkt, dass ich meine eigene Stimme in meinem Kopf nicht mehr gehört habe, weil ich mich komplett aufgegeben habe und ich hab zwar einen Weg gefunden, so weiterzumachen (ohne aggressiv gegen mich selbst oder das Kind zu werden), aber ich bin kreuzunglücklich. Wenn mein Kind wenigstens einfach nur aufstehen und wach sein würde, aber es ist ja immer schreien schreien schreien, gefolgt von Jammern und Kung Fu. Er ist so laut und so oft unzufrieden, ich kann das nicht im Liegen im Schlafzimmer
ertragen. Entweder wir stillen oder wir stehen auf. Dazwischen gibts für mich nicht mehr. Und mit Ruhe ist ja nicht, wenn er wach wird, seilt er sich mittlerweile auch gleich aus dem bett ab, krabbelt weg und weint und schimpft dann dort wo er gelandet ist *ratlosbin*
Pupu hat geschrieben:Wie schaut es aus mit Einschlaftragen? Klappt das?
Das klappt nicht mehr, bzw. dauert länger, als ich bereit bin das zu machen (ich trage Vollzeit und pack das nimmer, ihn Abends noch zwei Stunden zu tragen).
novi hat geschrieben:
Ich denke, es ist schon wichtig, dass Ihr mit Eurem Sohn dennoch versucht, das Schlafritual weiterzuleben, so dass er es eben nicht verlernt.
Aktiv spielen würde ich nicht mit ihm, ihm eher verdeutlichen, dass "seine" Zeit vorbei ist.
Auf jeden Fall klingt der kleine Mann nach einem aufgeweckten kleinen Jungen, der um nichts in der Welt eine Minute von der spannenden Umwelt verpassen möchte.

Das mit dem Aktiv spielen finde ich eben auch wenig hilfreich. Und ja, mein Junge ist zu aufgeweckt für ein ruhiges Ritual, er sitzt zum Beispiel nicht auf dem Schoß - ein Buch angucken oder so das klappt nicht. Ohne Stillen legt er sich auch nicht hin (und auch Stillen mag er im Wachzustand eigentlich nur im Vierfüßlerstand oder auf meinem Oberschenkel reitend). Wenn er wach wird, geht er in den Vierfüßlerstand oder in den Kniesitz und nichts anderes, man kann auch nicht mit ihm "kuscheln" oder so, irgendwas bewegt sich bei ihm immer, und wenn es ein Fuß ist, der vehement klopft und wackelt.
Sibi hat geschrieben:Bienenmeister,
das hört sich anstrengend an! ((()))
Vor einem Jahr hatten wir auch so ein Kind, das gegen Mitternacht zur Ruhe kam. Kurz darauf wurde der zweite Tagschlaf gekippt (von selbst) und Kind schlief um 19 Uhr - das war auch erst mal komisch!
Gerade sind wir dabei, den Mittagsschlaf abzuschaffen und haben ebenfalls wieder ein um 20 Uhr statt um 22 Uhr plus x schlafendes Kind.
Ich weiß nicht, ob es dir Hoffnung macht, aber es ändert sich bestimmt bald von selbst.
Zum Bespielen: Wenn das Kind nicht müde ist - ja, haben wir auch gemacht, unabhängig von der Zeit. Wenn es müde ist, ist unseres immer zum Einschlafstillen gekommen.

Wie schafft man Schlafphasen ab?
Dank euch! Kind meckert...