U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Was kommt nach dem Vollstillen?

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sarisaurier
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von sarisaurier »

Nane85 hat geschrieben: 24.04.2026, 08:17 Mir tut es auch Leid, dass du dich so sorgst. Und ich kenne das auch. Meine Jüngste hatte bei der U7 10,0 kg auf 83 cm, also ziemlich ähnlich zu deinem Sohn. Nur war sie nicht schon immer schlank, sondern war bis zur U6 immer auf der 50. Perzentile unterwegs. Das war also hoch auffällig.

Wir waren dann kurz darauf (wegen etwas anderem) in Reha und da wurde einiges getestet. Wir mussten Ernährungsprotokoll führen, sie haben irgendwelche Immunwerte angeschaut, Zöliakie und Mukoviszidose wurden ausgeschlossen. Es kam letztlich nichts raus, und der Kinderarzt sagte "es muss ja auch die Kinder auf der 3. Perzentile geben". Solange sie nicht darunter fällt, würde er vorerst nichts machen. Sie ist nun fast 7, aktiv und immer noch leicht und klein. Ich glaube, beim letzten Wiegen war sie auf der 7. Perzentile.

Natürlich muss man ausschließen, dass eine Erkrankung vorliegt, aber bitte mach dich nicht verrückt! Stillt ihr noch?
Ich danke dir für deine Worte! Es tut gerade schon sehr gut, zu lesen, dass wir nicht allein damit sind! Ich versuche, ruhig zu bleiben und seit gestern komme ich schon wieder etwas besser zur Ruhe.

Tatsächlich war mein Sohn auch nicht dauerhaft so schlank. Er ist vom Gewicht her auf der 8. Perzentile geboren, ist dann mit der Zeit auf die 25. hochgerutscht und dann im Verlauf des letzten Jahres auf die 6. Perzentile abgerutscht. Das korrigierte Alter ist hier allerdings nicht berücksichtigt worden.

Und ja, wir stillen noch. Nach Bedarf und auch noch sehr viel und gerne, sowohl tags als auch nachts.
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von sarisaurier »

Reh hat geschrieben: 24.04.2026, 09:44 Ich bin da auch bei Nanes Kinderarzt: die Perzentilen bilden gesunde Kinder ab. Das heißt, es muss gesunde Kinder geben, die auf oder ggf. sogar unter der 3. Perzentile liegen, denn sonst wären die Perzentilen keine Perzentilen.
Meine Kinder sind auch alle drei ziemlich weit unten in den Perzentilen unterwegs. Das Rehlein zuletzt auf der 5., glaube ich, und das heißt, wenn ich hundert gesunde Kinder nehme, die 2/18 geboren sind, sind 4 leichter als das Rehlein und 95 schwerer. Und das soll so.

Natürlich ist es richtig, hin zu schauen, denn es kann sein, dass etwas dahinter steckt.
Bei uns war es beim Rehlein damals ähnlich, es hat wenig gegessen und auch nicht mal besonders abwechslungsreich. Bei der U 7a wog es 11 kg und da hieß es auch, wir sollten in drei Monaten wieder kommen, und wenn dann die Zunahme nicht gepasst hätte, hätte es eine Diagnostik gegeben, Zöliakie, Eisenmangel, etc. Es war aber dann nach 3 Monaten so, dass alles passte, 11,3 kg waren es dann glaube ich.
So eine Diagnostik ist ja auch nicht ganz ohne; gerade wenn es deinem Kind gut geht (guter Allgemeinzustand, fit, aktiv, läuft, spricht) finde ich es einen guten Gedanken, nicht sofort die ganz große Maschinerie anzuwerfen.

Beim Reh-Mini (sekundäre Sectio 3,5 Wochen vor ET mit 2690g auf 49cm) hieß es bei der U mit sechs Monaten schon, es sei auffällig, und wir haben mit einer Stuhlprobe begonnen und hatten schon den Termin für die weitere Diagnostik. Dann hatte das Rehkitz seine U 7a und die Kinderärztin hat festgestellt, dass meine Kinder einfach alle drei diejenigen sind, die unten auf den Perzentilen sind, und es bei uns in der Familie liegt.

Ein Argument der KiÄ war dabei auch, dass wir Eltern auch beide als Kinder sehr zart waren - wie war das denn bei euch? Das könnte noch ein Punkt sein, der dich beruhigen könnte, wenn ihr Eltern auch beide eher zarte Kinder wart und/oder jetzt schlanke Erwachsene.
Danke für deine Gedanken dazu!

Du hast schon Recht.. jetzt direkt mit großer Diagnostik zu starten, obwohl es vielleicht nicht notwendig ist, wäre natürlich auch krass. Deshalb hab ich bisher auch meine Gedanken zum Eisenmangel nicht weiter verfolgt. Der Gedanke an eine große Blutabnahme gruselt mich ganz schön.

Mein Mann war als Kind auf jeden Fall sehr zart. Seine Mutter sagte schon häufiger. Und mein Mann erinnert sich da auch noch dran. Ich selbst kann es bei mir nicht ganz erinnern. Ich meine, als Kleinkind eher im mittleren Bereich gewesen zu sein, später dann etwas schlanker. Also wenn, dann hat mein Sohn das eher von meinem Mann.
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von sarisaurier »

FloppyDisc hat geschrieben: 25.04.2026, 07:42 Ich hab auch kleine schmale Kinder, vor allem der Kleine wächst brav anhand seiner <3 Perzentile und muss alle 6 Monate zur Größenkontrolle. Gerade in dem Zeitraum, in dem Kinder vom überwiegend gestillt werden zum überwiegend selbst essen übergehen, hab ich den Eindruck, dass es da so einige gibt, die durchs Stillen "zu gut" zugenommen haben und sich dann eher auf ihr eigentliches "normal" einpendeln. Es schadet sicherlich nicht, zu überlegen ob es genetisch Sinn macht, wenn das Kind eher schmal ist. Aber für die nächsten 3 Monate bis zur ersten Kontrolle möchte ich dir auch Mut zu ein wenig Gelassenheit zusprechen 😊
Vielen Dank! Das hilft mir sehr! Ich versuche gerade, wieder mehr zu meinem Bauchgefühl und in mein Vertrauen zurückzukommen und seit gestern kann ich schon wieder etwas entspannter sein.

Deinen Gedanken finde ich total schlüssig. So könnte es bei uns auch sein. Mein Sohn ist ja auf der 8. Perzentile geboren, durch das Stillen (wir haben schon immer sehr viel gestillt, einfach intuitiv und nach Bedarf) auf die 25. gerutscht und nach seinem ersten Geburtstag wieder runtergerutscht bis die 6. Perzentile. Vielleicht ist sein eigentliches "Normal" auch eher im unteren Bereich.

Natürlich will ich mich darauf nicht ausruhen, es könnte ja trotzdem etwas anderes im Spiel sein. Aber beruhigend ist der Gedanke allemal!
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von sarisaurier »

FloppyDisc hat geschrieben: 25.04.2026, 07:48 Ah, was ich vergessen habe: bei uns wurde ein Eisenmangel festgestellt und behandelt und das Kind hat danach nicht mehr gegessen als vorher. Wenn ihr eh auf eisenhaltige Kost achtet, ist das ja schon toll. Bei uns als 'Allesesser' hakt der Kinderarzt das ja nur ab, aber ehrlich gesagt hat unser Sohn so wenig Fleisch gegessen zu dieser Zeit, dass bestimmt in vielen vegan essenden Familien da eine bessere Versorgung stattfindet.
Das ist spannend! Ich habe oft gelesen, dass der Eisenmangel die Ursache für den wenigen Appetit war und dieser dann nach erfolgreicher Behandlung zurückkam. Hatte dein Kind denn Symptome für einen Eisenmangel? Ich bin da etwas aufmerksam, weil mein Sohn ja drei Wochen vor ET per sekundärem KS zur Welt kam, die Nabelschnur nicht auspulsieren durfte und das ja nicht die besten Startvoraussetzungen für eine gute Eisenversorgung sind. Aber eindeutige Symptome hat er meines Erachtens nach nicht. Wir haben von Anfang an versucht, so eisenreich wie möglich zu kochen und das, was er isst, dann auch anzureichern.
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von sarisaurier »

Kleine hat geschrieben: 25.04.2026, 09:08 Ich (als Mama von einem Kind, das aus mehreren Gründen nut sehr unzureichend selbst isst und an der 1. Percentile in Größe und Gewicht auch gut lebt) würde diese 3 Monate abwarten und weitermachen wie bisher. Offenbar ist dein Kind in der übrigen Entwicklung unauffällig, sonst hätte der Arzt sofort reagiert. Klar kannst du versuchen, ihm kalorienhaltigere Dinge vermehrt anzubieten und schmackhaft zu machen, vielleicht klappen ja schon so Sachen wie lustige Formen mit Ausstechern herzustellen oder das Essen zum Spiel werden zu lassen (sich gegenseitig füttern zum Beispiel oder Türme zu bauen und die dann aufzuessen).

Mein Sohn hat nebenbei sogar eine PEG, die ihn zwar in einen normalen Gewichtsbereich brachte, aber „dickfüttern“ klappt damit bis heute nicht… er ist einfach sehr schlank, immer an der Grenze zum Untergewicht. Gebe ich mehr über die Sonde, isst er weniger 🤷‍♀️

In drei Monaten kannst du dir auch noch Sorgen machen… man vergisst neben diesem so existenziellen Thema schnell, sein Kind zu genießen…
Danke für deinen Input und deinen Bericht! Die Essenssituationen versuche ich gerade schon, noch schöner und schmackhafter zu gestalten.

Ja, du hast schon Recht. Die Tage nach der U7 ging es mir wirklich schlecht damit, ich habe mir selbst Vorwürfe gemacht und gleichzeitig total den Druck gespürt, ganz viel verändern zu müssen. Ich war dann so verkopft, dass ich gar nicht mehr richtig genießen konnte und nur gegrübelt habe. Da stimme ich dir absolut zu! Und geholfen hat es auch nicht, klar. Mein Kind hat das ganz sicher gespürt, da bin ich mir sicher.
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von AnnaKatharina »

Du erwähnst mehrfach, dass ihr noch sehr viel stillt - es gibt eine Korrelation zwischen "viel Milch trinken im 2. Lebensjahr" und unterdurchschnittlich zunehmen. Ob das daran liegt, dass die Kinder, die Problemen mit dem essen haben (egal ob wegen Motorik, Grunderkrankung oder Eisenmangel) intuitiv dann mehr Milch holen, oder ob "viel MIlch" auch einfach zu "weniger Essen" führt, aber den Bedarf nicht mehr gut decken kann, ist umstritten.
Wenn ich es recht im Kopf habe, empfiehlt die WHO, dass um den 2. Geburtstag noch maximal 30% der Kalorien aus Muttermilch kommen sollten, aber vielleicht habe ich mir das auch falsch gemerkt.
Auf jeden Fall sollten es 4-6 MZ feste Kost am Tag sein, sagen sie.

Ich finde das Ernährungsverhalten deines Sohnes schon auffällig, (viel Stillen, immer nur "ein paar Happen" essen, Probleme mit bestimmten Konsistenzen, allgemein wählerisch, usw) und in Kombination mit der mangelnden Zunahme (hier würden mich die Perzentilen interessieren, hast du die Gewicht mal in die WHO-Perzentilen eingegeben?) würde ich mir da auch Sorgen machen und ehrlich gesagt schlichtweg auf einer Blutentnahme bestehen. Ich finde Blutentnahmen bei kleinen Kindern aber auch nicht schlimm, und verstehe die Hemmungen nicht, die viele Kinderärzte da haben.
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von FloppyDisc »

sarisaurier hat geschrieben: 25.04.2026, 16:08
FloppyDisc hat geschrieben: 25.04.2026, 07:48 Ah, was ich vergessen habe: bei uns wurde ein Eisenmangel festgestellt und behandelt und das Kind hat danach nicht mehr gegessen als vorher. Wenn ihr eh auf eisenhaltige Kost achtet, ist das ja schon toll. Bei uns als 'Allesesser' hakt der Kinderarzt das ja nur ab, aber ehrlich gesagt hat unser Sohn so wenig Fleisch gegessen zu dieser Zeit, dass bestimmt in vielen vegan essenden Familien da eine bessere Versorgung stattfindet.
Das ist spannend! Ich habe oft gelesen, dass der Eisenmangel die Ursache für den wenigen Appetit war und dieser dann nach erfolgreicher Behandlung zurückkam. Hatte dein Kind denn Symptome für einen Eisenmangel? Ich bin da etwas aufmerksam, weil mein Sohn ja drei Wochen vor ET per sekundärem KS zur Welt kam, die Nabelschnur nicht auspulsieren durfte und das ja nicht die besten Startvoraussetzungen für eine gute Eisenversorgung sind. Aber eindeutige Symptome hat er meines Erachtens nach nicht. Wir haben von Anfang an versucht, so eisenreich wie möglich zu kochen und das, was er isst, dann auch anzureichern.
Die besten Voraussetzungen für einen guten Eisenwert hatte unserer als Frühchen (geboren exakt 1 Monat vor ET) auch nicht. Bei uns wurde der Eisenmangel festgestellt, als wegen der geringen Zunahme/dem geringen Wachstum Blut abgenommen wurde (das war kurz bevor er 4 wurde), um Zöliakie auszuschließen. Symptome in dem Sinne hatte er nicht, halt immer wenig gegessen und er hat auch ab 1,5J nicht mehr gestillt. Ich hatte mir damals auch ein bisschen erhofft, dass es damit dann einfach erledigt sei, aber er ist halt einfach klein. Bei uns passte das Gewicht auch immer ganz gut zur Größe, bei der U7 hatte er 10kg auf 79cm.
LG Floppy
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von FrauSchmitt »

Hallo, ich melde mich hier selten, aber das Thema kenne ich. Und ich würde behaupten, du kannst da gar nicht mehr am "Setting" o.ä. schrauben...diese Kinder gibt es einfach, und sei es, dass eine Erkrankung dahinter steckt, dann will man das doch schnell wissen.
Ich will AnnaKatharina zustimmen und dich ermutigen, keine Angst vorm Blutabnehmen zu haben. Es ist ein relativ kurzer blöder Moment, den du aber ja begleitest und der dir dann bald Klarheit verschafft. Du haderst, suchst nach möglichen Gründen, aber ich habe den Eindruck, dass die Nervosität und Anspannung bleiben, weil du es nicht 100% rausfinden wirst. Ermächtige dich. Drei Monate sind lang.
Kannst du dir vorstellen, dich direkt nochmal beim Kinderarzt zu melden und deine Sorge zu schildern? Vielleicht sogar mit der Bitte um eine baldige Blutabnahme...
02/2021
04/2024
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von sarisaurier »

Kleine hat geschrieben: 25.04.2026, 15:02 Naja, dein Kind isst sehr selektiv und offenbar auch für dein Gefühl nicht ausreichend, also besteht im Moment eine Ernährungsproblematik. Und er hat in diesem Moment eine Gedeihstöhrung, wril sein Gewicht nicht zu seiner Größe passt und er vermutlich ja auch seine Gewichtspercentile verlassen hat… da gibt es jetzt grad nicht so viel zu diskutieren oder weiter zu diagnostizieren, das sind erstmal einfach Fakten dieser Momentaufnahme. Der Arzt muss das jetzt so dokumentieren, denn wenn irgendwann mal die Frage aufkommt, seit wann diese Thematik besteht, dann ist das der Zeitpunkt der U7. Das bedeutet ja nicht, dass diese Diagnosen bleiben.
Und Laufen lernen sorgt bei den meisten Kindern für einen kleinen Knick, das spielt da nicht so die große Rolle.

Mach das mal in Dir nicht so groß, das merkt dein Kind sonst nämlich deutlich und kann es nicht einordnen. Er ist fit und lebhaft, hängt nicht matt, weinerlich und blass in der Ecke und ist für nichts zu motivieren. Für diese Checks sind die Us ja da.

Der Sohn von Freunden hat auch eine Zöliakie und ausser mangelndem Gedeihen keinerlei Symptome… aber das muss auch nicht auf dein Kind zutreffen.

Bei meinem weiß man nicht, warum er so klein ist, am Essen liegt es jedenfalls nicht. Er wurde mehrfach komplett durchgecheckt und es wurde keine Ursache gefunden. Auch das gibt es…

Wenn der KiA jetzt Blutabnehmen würde, ihn vollkommen auf den Kopf stellen würde und dann nimmt er aus dem Nichts heraus deutlich zu, dann würdest du dir Vorwürfe machen, warum du euch beide da durchquält hast, wegen gar nichts… 😘
Ich muss sagen, dass mich diese ganze Geschichte dermaßen durcheinander gebracht hat. Mir war zwar vorher schon klar, dass er recht wählerisch isst und auch gewisse Rahmenbedingungen braucht, um gerne zu essen. Aber ich habe das nie als großes Problem wahrgenommen, da er ja trotzdem isst und bestimmte Lebensmittel und Gerichte auch super gerne isst. Seit der U7 bin ich so sehr auf dieses Thema gepolt, dass ich total das Gefühl dafür verloren habe, wie selektiv und wie ausreichend es denn nun wirklich ist. Ist es nur für mein Gefühl wenig oder ist es tatsächlich wenig? Die Liste an Lebensmitteln und Gerichten, die er gern isst, ist nämlich gar nicht so wahnsinnig kurz. Es fällt mir aktuell sehr schwer, das richtig einzuschätzen.

Ab wann geht man denn davon aus, dass er seine Perzentile erreicht hat, auf der er dann bleiben sollte? Weißt du dazu was?

Ich glaube, mein Kind hat definitiv gemerkt, dass irgendetwas los ist bei mir. Ich hab so viel gegrübelt und mich beim Essen, glaube ich, auch anders verhalten. Das hat sich dann auch in seinem Essverhalten gezeigt. Seit gestern bin ich wieder beruhigter und siehe da, auch das hat er gespürt und wieder viel mehr Lust auf Essen gehabt. Ich glaube, gestern und heute waren recht gute Tage was das Essen angeht.

Und ja, du hast auf jeden Fall Recht! Vor dem Blutabnehmen hat es mir immer sehr gegruselt und natürlich wäre es schön, ihm das ersparen zu können. Ferritin kann man, meines Wissens nach, ja auch per Fingerpieks messen, aber leider bieten das viele Praxen hier gar nicht an. Und das Kind fixieren, um Blut über die Vene abzunehmen, stelle ich mir total schlimm vor :( Aber ja, ich versuche, wieder entspannter zu werden und wie du sagst, nicht so groß werden zu lassen. Danke dir!
sarisaurier
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig

Beitrag von sarisaurier »

Apis hat geschrieben: 25.04.2026, 15:17 Ich finde Du musst Dich nicht ägern. Deinem Sohn geht es gut. Er isst, wenn auch wenig, er ist wahnsinnig aktiv und er könnte essen, wenn er wollte und das wichtigste kann/darf er sich noch immer über die Muttermilch holen. Ich wünschte Dir, dass Du sanfter zu Dir sein könntest, denn Du achtest auf ihn und lässt schauen!

Ob Kinderärzte solche Diagnosen so schnell stellen, dazu kann ich nichts sagen. Wir hatten nicht die Diagnose Gedeihstörung, es hieß (da sie zwischenzeitlich (vollgestillt) von der 25er (meine ich) bei Geburt schnell auf die 97er Perzentile wanderte) jetzt würde sich das alles wieder verwachsen… Ich glaube, da sie seit der Diagnose und der Essenumstellung bald auf der 50er war, dass sie eben kein Kind ist, was auf die 25er Perzentile oder tiefer „gehört“. Mein Mann und ich waren auch immer auf der 50er Perzentile oder drüber. Das geringe Geburtstgewicht kam durch die frühe Geburt… Die Gewichtsstagnation bestimmt durch die Zöliakie.

Ja, meine Tochter hatte Symptome: geblähter Bauch nach dem Essen - der tat wohl auch weh, sie legte sich immer wieder mal auf die kalten Fliesen; sie hatte Schwierigkeiten mit dem Trockenwerden (und war davon sehr gefrustet) - im Monat nach der Umstellung war sie sehr rasch komplett trocken und ist dabei super zuverlässig; außerdem war sie oftmals sehr weinerlich/launisch - das hat sich auch deutlich gebessert. Durchfall hatte sie nicht - das gilt oftmals ja als typisches Zeichen. Aber es gibt so viele, viele Symptome, die hinter einer unentdeckten Zöliakie stecken können. Deshalb heißt die Krankheit auch gerne Chamäleon…
Ca. 1% der Menschen haben diese Autoimmunerkrankung. Es kann also auch ganz viel Anderes die Ursache bei Deinem Sohn sein. Eine Freundin von mir hat 3 Töchter. 2 sind schon immer ganz, ganz dünn und auch eher klein. Die dritte ist ganz „normal“. Die eine Tochter hatte zu wenig Wachstumhormone, die andere ist ganz gesund. Da lässt sich gar nichts als Ursache finden. Sie ist einfach klein und zart und isst Picky und wenig. Aber dennoch ist sie fit und macht viel. Ist gut in der Schule und hat Hobbys und Freunde. Wie schon die anderen schrieben. Es gibt auf der ganzen Perzentilkurve Kinder. Es kann auch einfach so sein bei Deinem Sohn. Nachschauen macht bestimmt Sinn, aber verrückt machen, brauchst Du Dich meines Erachtens nicht. Und Deine Gefühle in Zweifel stellen auch nicht 🤗.
Danke für deine lieben Worte! Das macht wirklich Mut! Ich bin leider immer sehr kritisch mit mir selbst, gerade als Mama, weil ich so unbedingt das Beste für mein Kind möchte. Da darf ich unbedingt noch lernen, sanfter mit mir zu sein! Und du hast schon Recht. Es geht ihm gut, er ist aktiv, lebensfroh, voller Energie, er isst und er isst einige Dinge auch super gerne und stillt dazu noch. Kann natürlich trotzdem sein, dass irgendwas nicht ganz passt, was sich jetzt im Perzentilabsturz zeigt. Und ich hoffe, dass da keine schlimme Ursache hintersteckt und ich diesbezüglich dann bald vollständig aufatmen kann.

Gut, dass die Zöliakie erkannt wurde, wenn sie sich so gut tarnen kann! Die Symptome klingen echt gemein :(
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