U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
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sarisaurier
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U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Hallo liebes Forum,
ich bin sehr am Verzweifeln und hoffe, ihr könnt mir vielleicht irgendwie mit Rat zur Seite stehen.
Wir waren letzte Woche bei der U7 mit dem Ergebnis: mangelnde Gewichtszunahme. Mein Sohn (gerade 2 Jahre alt geworden) wog bei der U7 10,2 kg bei einer Körpergröße von 84,5 cm. Der Arzt hat die Diagnosen "Gedeihstörung" und "Ernährungsproblematik" in die Akte geschrieben. Er rät dazu, erstmal abzuwarten und in drei Monaten nochmal das Gewicht zu kontrollieren. Jetzt zerbreche ich mir den Kopf darüber und Abwarten fühlt sich irgendwie falsch an.
Mein Sohn ist schon bei Geburt sehr zart gewesen. Er kam drei Wochen vor ET per sekundärem KS zur Welt und wog 2730 g bei einer Größe von 50 cm (leider wurde nicht gut gemessen, er wird eher noch etwas kleiner gewesen sein). Wir haben von Anfang an intuitiv nach Bedarf gestillt. Er hat dann auch sehr gut zugenommen. Mit der Beikost haben wir gestartet, als alle Reifezeichen erfüllt waren. Das war mit etwa sieben Monaten. Wir haben direkt mit BLW gestartet und er hatte viel Freude daran, alle Lebensmittel zu erkunden.
Irgendwann stellte er sich dann aber als sehr wählerischer Esser heraus. Das kam schleichend. Gewissermaßen ist das in dem Alter ja auch normal, weshalb ich mir da keine großen Sorgen gemacht habe. Mittlerweile ist es aber so, dass er am Tag meistens wirklich eher wenig isst. Die Liste der Lebensmittel, die er mag, ist gar nicht mal so kurz, aber er isst mengenmäßig eben wenig. Wir stillen noch immer nach Bedarf und auch recht viel. Damit möchte ich auch auf keinen Fall aufhören. Da wir uns vegan ernähren, achten wir sehr auf Nährstoffe, kochen vor allem sehr eisenreich und unser Kind substituiert zusätzlich Omega 3 und Vitamin B12.
Wir essen immer gemeinsam. Früher immer am Tisch, mittlerweile mag er nicht mehr so lange am Tisch bleiben, nimmt zwei Happen und steht dann wieder auf. Deshalb essen wir auch oft gemeinsam auf dem Sofa oder auf dem Boden, weil er seinem Bewegungsdrang dann besser nachkommen kann. Ich hab den Eindruck, dass so wenigstens etwas mehr Essen gegessen wird. Tischsprüche und Rituale, wie Kerze auspusten nach dem Essen, haben wir auch schon etabliert. Findet er zwar toll, hat aber am Essverhalten nichts verändert. Grundsätzlich mag er lieber snacken als richtige Gerichte zu essen, mit ein paar Ausnahmen. Bei ihm ist viel auch eine Frage der Konsistenz und der Optik.
Ich habe mir immer mal wieder Sorgen gemacht, dass er einen Eisenmangel haben könnte. Das wäre bei seinen Startvoraussetzungen bei Geburt ja auch gar nicht so unwahrscheinlich. Zudem gab es immer mal wieder ein paar Anzeichen, die darauf hindeuten könnten, aber genauso auch normal sein könnten. Er ist zwar super lebhaft, sehr aktiv und selten krank, aber ich weiß auch, dass das nichts bedeuten muss und ein Eisenmangel trotzdem bestehen kann. Der Kinderarzt sieht da allerdings noch keinen Anlass, mal den Ferritin-Wert anzuschauen und hat unsere Sorgen leider beiseite geschoben. Er möchte lieber noch abwarten bis zur Gewichtskontrolle in drei Monaten. Was aber, wenn Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust mit einem Eisenmangel zusammenhängen und somit in den nächsten drei Monaten gar keine große Besserung stattfinden kann?
Es ärgert mich so. Ich bin eigentlich immer sehr im Vertrauen gewesen, hab auf mein Bauchgefühl gehört und auf sein intuitives Essverhalten vertraut. Und jetzt bin ich so verunsichert, dass mein Bauchgefühl komplett durcheinandergeraten ist, meine Gedanken nur noch darum kreisen und ich schwanke zwischen dem Druck, dass sich jetzt ganz schnell etwas verändern muss und dem Bedürfnis, diesen Druck rauszunehmen, weil zu viel Druck ja auch kontraproduktiv für alle Beteiligten ist. Aber ich merke auch, dass mein Verhalten beim Essen sich durch diese Sorgen schon verändert hat und mein Sohn wird das sicherlich spüren - auch nicht hilfreich. Ich habe Sorge, irgendwann irgendwas falsch gemacht zu haben, bei der Beikost, beim Setting rund ums Essen, etc., und meinem Kind damit nun geschadet zu haben. Es nagt wirklich sehr an mir.
Ich wäre euch wahnsinnig dankbar, wenn ihr mir weiterhelfen könntet!
ich bin sehr am Verzweifeln und hoffe, ihr könnt mir vielleicht irgendwie mit Rat zur Seite stehen.
Wir waren letzte Woche bei der U7 mit dem Ergebnis: mangelnde Gewichtszunahme. Mein Sohn (gerade 2 Jahre alt geworden) wog bei der U7 10,2 kg bei einer Körpergröße von 84,5 cm. Der Arzt hat die Diagnosen "Gedeihstörung" und "Ernährungsproblematik" in die Akte geschrieben. Er rät dazu, erstmal abzuwarten und in drei Monaten nochmal das Gewicht zu kontrollieren. Jetzt zerbreche ich mir den Kopf darüber und Abwarten fühlt sich irgendwie falsch an.
Mein Sohn ist schon bei Geburt sehr zart gewesen. Er kam drei Wochen vor ET per sekundärem KS zur Welt und wog 2730 g bei einer Größe von 50 cm (leider wurde nicht gut gemessen, er wird eher noch etwas kleiner gewesen sein). Wir haben von Anfang an intuitiv nach Bedarf gestillt. Er hat dann auch sehr gut zugenommen. Mit der Beikost haben wir gestartet, als alle Reifezeichen erfüllt waren. Das war mit etwa sieben Monaten. Wir haben direkt mit BLW gestartet und er hatte viel Freude daran, alle Lebensmittel zu erkunden.
Irgendwann stellte er sich dann aber als sehr wählerischer Esser heraus. Das kam schleichend. Gewissermaßen ist das in dem Alter ja auch normal, weshalb ich mir da keine großen Sorgen gemacht habe. Mittlerweile ist es aber so, dass er am Tag meistens wirklich eher wenig isst. Die Liste der Lebensmittel, die er mag, ist gar nicht mal so kurz, aber er isst mengenmäßig eben wenig. Wir stillen noch immer nach Bedarf und auch recht viel. Damit möchte ich auch auf keinen Fall aufhören. Da wir uns vegan ernähren, achten wir sehr auf Nährstoffe, kochen vor allem sehr eisenreich und unser Kind substituiert zusätzlich Omega 3 und Vitamin B12.
Wir essen immer gemeinsam. Früher immer am Tisch, mittlerweile mag er nicht mehr so lange am Tisch bleiben, nimmt zwei Happen und steht dann wieder auf. Deshalb essen wir auch oft gemeinsam auf dem Sofa oder auf dem Boden, weil er seinem Bewegungsdrang dann besser nachkommen kann. Ich hab den Eindruck, dass so wenigstens etwas mehr Essen gegessen wird. Tischsprüche und Rituale, wie Kerze auspusten nach dem Essen, haben wir auch schon etabliert. Findet er zwar toll, hat aber am Essverhalten nichts verändert. Grundsätzlich mag er lieber snacken als richtige Gerichte zu essen, mit ein paar Ausnahmen. Bei ihm ist viel auch eine Frage der Konsistenz und der Optik.
Ich habe mir immer mal wieder Sorgen gemacht, dass er einen Eisenmangel haben könnte. Das wäre bei seinen Startvoraussetzungen bei Geburt ja auch gar nicht so unwahrscheinlich. Zudem gab es immer mal wieder ein paar Anzeichen, die darauf hindeuten könnten, aber genauso auch normal sein könnten. Er ist zwar super lebhaft, sehr aktiv und selten krank, aber ich weiß auch, dass das nichts bedeuten muss und ein Eisenmangel trotzdem bestehen kann. Der Kinderarzt sieht da allerdings noch keinen Anlass, mal den Ferritin-Wert anzuschauen und hat unsere Sorgen leider beiseite geschoben. Er möchte lieber noch abwarten bis zur Gewichtskontrolle in drei Monaten. Was aber, wenn Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust mit einem Eisenmangel zusammenhängen und somit in den nächsten drei Monaten gar keine große Besserung stattfinden kann?
Es ärgert mich so. Ich bin eigentlich immer sehr im Vertrauen gewesen, hab auf mein Bauchgefühl gehört und auf sein intuitives Essverhalten vertraut. Und jetzt bin ich so verunsichert, dass mein Bauchgefühl komplett durcheinandergeraten ist, meine Gedanken nur noch darum kreisen und ich schwanke zwischen dem Druck, dass sich jetzt ganz schnell etwas verändern muss und dem Bedürfnis, diesen Druck rauszunehmen, weil zu viel Druck ja auch kontraproduktiv für alle Beteiligten ist. Aber ich merke auch, dass mein Verhalten beim Essen sich durch diese Sorgen schon verändert hat und mein Sohn wird das sicherlich spüren - auch nicht hilfreich. Ich habe Sorge, irgendwann irgendwas falsch gemacht zu haben, bei der Beikost, beim Setting rund ums Essen, etc., und meinem Kind damit nun geschadet zu haben. Es nagt wirklich sehr an mir.
Ich wäre euch wahnsinnig dankbar, wenn ihr mir weiterhelfen könntet!
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Apis
- alter SuT-Hase
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Guten morgen,
Erstmal tut es mir leid, wie Du Dich fühlen musst und wie der Arzt reagiert hat. Du sorgst Dich um Dein Kind und tuts, was Dir möglich ist. Bitte sei deswegen nicht böse mit Dir. Du machst es gut!
Und jetzt ist etwas „aufgeploppt“, wo hingeschaut werden sollte - und Du kümmerst Dich direkt. Bestimmt spricht der Artzt auch aus Erfahrung, wenn er erstmal 3 Monate abwarten und dann nochmal kontrollieren möchte. Es gibt wirklich Kinder, die „plötzlich“ das Essen entdecken. Aber hinzuschauen ist in meinen Augen (und mit meiner Erfahrung) nicht verkehrt - denn es gibt auch die Kinder die lange Picky bleiben.
Bei uns war die Jüngste in etwa dem gleichen Alter auffällig. Denn ihr Gewicht stagnierte relativ lange. Letztendlich kam die Diagnose Zöliakie heraus. Auch dies ist etwas, was man im Blut kontrollieren kann - und ich rate mittlerweile jedem bei Gedeihstörungen (und vielem Anderen) das abklären zu lassen.
Durch die Ernährungsumstellung nimmt meine Tochter nun ganz normal zu. Ein Picky Eater ist sie bis heute… Das gibt es auch noch länger
.
Ich wünsche Euch alles Gute.
Erstmal tut es mir leid, wie Du Dich fühlen musst und wie der Arzt reagiert hat. Du sorgst Dich um Dein Kind und tuts, was Dir möglich ist. Bitte sei deswegen nicht böse mit Dir. Du machst es gut!
Und jetzt ist etwas „aufgeploppt“, wo hingeschaut werden sollte - und Du kümmerst Dich direkt. Bestimmt spricht der Artzt auch aus Erfahrung, wenn er erstmal 3 Monate abwarten und dann nochmal kontrollieren möchte. Es gibt wirklich Kinder, die „plötzlich“ das Essen entdecken. Aber hinzuschauen ist in meinen Augen (und mit meiner Erfahrung) nicht verkehrt - denn es gibt auch die Kinder die lange Picky bleiben.
Bei uns war die Jüngste in etwa dem gleichen Alter auffällig. Denn ihr Gewicht stagnierte relativ lange. Letztendlich kam die Diagnose Zöliakie heraus. Auch dies ist etwas, was man im Blut kontrollieren kann - und ich rate mittlerweile jedem bei Gedeihstörungen (und vielem Anderen) das abklären zu lassen.
Durch die Ernährungsumstellung nimmt meine Tochter nun ganz normal zu. Ein Picky Eater ist sie bis heute… Das gibt es auch noch länger
Ich wünsche Euch alles Gute.
Liebe Grüße von Apis
mit großem Bruder (+* 8/09), kleiner Schwester (*9/11) und kleinster Schwester (*9/15)
mit großem Bruder (+* 8/09), kleiner Schwester (*9/11) und kleinster Schwester (*9/15)
- Nane85
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- Registriert: 20.08.2012, 21:58
Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Mir tut es auch Leid, dass du dich so sorgst. Und ich kenne das auch. Meine Jüngste hatte bei der U7 10,0 kg auf 83 cm, also ziemlich ähnlich zu deinem Sohn. Nur war sie nicht schon immer schlank, sondern war bis zur U6 immer auf der 50. Perzentile unterwegs. Das war also hoch auffällig.
Wir waren dann kurz darauf (wegen etwas anderem) in Reha und da wurde einiges getestet. Wir mussten Ernährungsprotokoll führen, sie haben irgendwelche Immunwerte angeschaut, Zöliakie und Mukoviszidose wurden ausgeschlossen. Es kam letztlich nichts raus, und der Kinderarzt sagte "es muss ja auch die Kinder auf der 3. Perzentile geben". Solange sie nicht darunter fällt, würde er vorerst nichts machen. Sie ist nun fast 7, aktiv und immer noch leicht und klein. Ich glaube, beim letzten Wiegen war sie auf der 7. Perzentile.
Natürlich muss man ausschließen, dass eine Erkrankung vorliegt, aber bitte mach dich nicht verrückt! Stillt ihr noch?
Wir waren dann kurz darauf (wegen etwas anderem) in Reha und da wurde einiges getestet. Wir mussten Ernährungsprotokoll führen, sie haben irgendwelche Immunwerte angeschaut, Zöliakie und Mukoviszidose wurden ausgeschlossen. Es kam letztlich nichts raus, und der Kinderarzt sagte "es muss ja auch die Kinder auf der 3. Perzentile geben". Solange sie nicht darunter fällt, würde er vorerst nichts machen. Sie ist nun fast 7, aktiv und immer noch leicht und klein. Ich glaube, beim letzten Wiegen war sie auf der 7. Perzentile.
Natürlich muss man ausschließen, dass eine Erkrankung vorliegt, aber bitte mach dich nicht verrückt! Stillt ihr noch?
Nane85 mit den Mädels (02/13 & 06/15 & 06/19)
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Reh
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- Registriert: 30.04.2018, 11:24
Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Ich bin da auch bei Nanes Kinderarzt: die Perzentilen bilden gesunde Kinder ab. Das heißt, es muss gesunde Kinder geben, die auf oder ggf. sogar unter der 3. Perzentile liegen, denn sonst wären die Perzentilen keine Perzentilen.
Meine Kinder sind auch alle drei ziemlich weit unten in den Perzentilen unterwegs. Das Rehlein zuletzt auf der 5., glaube ich, und das heißt, wenn ich hundert gesunde Kinder nehme, die 2/18 geboren sind, sind 4 leichter als das Rehlein und 95 schwerer. Und das soll so.
Natürlich ist es richtig, hin zu schauen, denn es kann sein, dass etwas dahinter steckt.
Bei uns war es beim Rehlein damals ähnlich, es hat wenig gegessen und auch nicht mal besonders abwechslungsreich. Bei der U 7a wog es 11 kg und da hieß es auch, wir sollten in drei Monaten wieder kommen, und wenn dann die Zunahme nicht gepasst hätte, hätte es eine Diagnostik gegeben, Zöliakie, Eisenmangel, etc. Es war aber dann nach 3 Monaten so, dass alles passte, 11,3 kg waren es dann glaube ich.
So eine Diagnostik ist ja auch nicht ganz ohne; gerade wenn es deinem Kind gut geht (guter Allgemeinzustand, fit, aktiv, läuft, spricht) finde ich es einen guten Gedanken, nicht sofort die ganz große Maschinerie anzuwerfen.
Beim Reh-Mini (sekundäre Sectio 3,5 Wochen vor ET mit 2690g auf 49cm) hieß es bei der U mit sechs Monaten schon, es sei auffällig, und wir haben mit einer Stuhlprobe begonnen und hatten schon den Termin für die weitere Diagnostik. Dann hatte das Rehkitz seine U 7a und die Kinderärztin hat festgestellt, dass meine Kinder einfach alle drei diejenigen sind, die unten auf den Perzentilen sind, und es bei uns in der Familie liegt.
Ein Argument der KiÄ war dabei auch, dass wir Eltern auch beide als Kinder sehr zart waren - wie war das denn bei euch? Das könnte noch ein Punkt sein, der dich beruhigen könnte, wenn ihr Eltern auch beide eher zarte Kinder wart und/oder jetzt schlanke Erwachsene.
Meine Kinder sind auch alle drei ziemlich weit unten in den Perzentilen unterwegs. Das Rehlein zuletzt auf der 5., glaube ich, und das heißt, wenn ich hundert gesunde Kinder nehme, die 2/18 geboren sind, sind 4 leichter als das Rehlein und 95 schwerer. Und das soll so.
Natürlich ist es richtig, hin zu schauen, denn es kann sein, dass etwas dahinter steckt.
Bei uns war es beim Rehlein damals ähnlich, es hat wenig gegessen und auch nicht mal besonders abwechslungsreich. Bei der U 7a wog es 11 kg und da hieß es auch, wir sollten in drei Monaten wieder kommen, und wenn dann die Zunahme nicht gepasst hätte, hätte es eine Diagnostik gegeben, Zöliakie, Eisenmangel, etc. Es war aber dann nach 3 Monaten so, dass alles passte, 11,3 kg waren es dann glaube ich.
So eine Diagnostik ist ja auch nicht ganz ohne; gerade wenn es deinem Kind gut geht (guter Allgemeinzustand, fit, aktiv, läuft, spricht) finde ich es einen guten Gedanken, nicht sofort die ganz große Maschinerie anzuwerfen.
Beim Reh-Mini (sekundäre Sectio 3,5 Wochen vor ET mit 2690g auf 49cm) hieß es bei der U mit sechs Monaten schon, es sei auffällig, und wir haben mit einer Stuhlprobe begonnen und hatten schon den Termin für die weitere Diagnostik. Dann hatte das Rehkitz seine U 7a und die Kinderärztin hat festgestellt, dass meine Kinder einfach alle drei diejenigen sind, die unten auf den Perzentilen sind, und es bei uns in der Familie liegt.
Ein Argument der KiÄ war dabei auch, dass wir Eltern auch beide als Kinder sehr zart waren - wie war das denn bei euch? Das könnte noch ein Punkt sein, der dich beruhigen könnte, wenn ihr Eltern auch beide eher zarte Kinder wart und/oder jetzt schlanke Erwachsene.
5 * im Herzen, Rehlein 02/18, Rehkitz 07/20, Reh-Mini 03/23
Ich kann Groß- und Kleinschreibung, mein Handy nicht immer...
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Ich hab auch kleine schmale Kinder, vor allem der Kleine wächst brav anhand seiner <3 Perzentile und muss alle 6 Monate zur Größenkontrolle. Gerade in dem Zeitraum, in dem Kinder vom überwiegend gestillt werden zum überwiegend selbst essen übergehen, hab ich den Eindruck, dass es da so einige gibt, die durchs Stillen "zu gut" zugenommen haben und sich dann eher auf ihr eigentliches "normal" einpendeln. Es schadet sicherlich nicht, zu überlegen ob es genetisch Sinn macht, wenn das Kind eher schmal ist. Aber für die nächsten 3 Monate bis zur ersten Kontrolle möchte ich dir auch Mut zu ein wenig Gelassenheit zusprechen 
LG Floppy
mit Krötenkind 9/16 und "Paulchen" 5/19
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Ah, was ich vergessen habe: bei uns wurde ein Eisenmangel festgestellt und behandelt und das Kind hat danach nicht mehr gegessen als vorher. Wenn ihr eh auf eisenhaltige Kost achtet, ist das ja schon toll. Bei uns als 'Allesesser' hakt der Kinderarzt das ja nur ab, aber ehrlich gesagt hat unser Sohn so wenig Fleisch gegessen zu dieser Zeit, dass bestimmt in vielen vegan essenden Familien da eine bessere Versorgung stattfindet.
LG Floppy
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Ich (als Mama von einem Kind, das aus mehreren Gründen nut sehr unzureichend selbst isst und an der 1. Percentile in Größe und Gewicht auch gut lebt) würde diese 3 Monate abwarten und weitermachen wie bisher. Offenbar ist dein Kind in der übrigen Entwicklung unauffällig, sonst hätte der Arzt sofort reagiert. Klar kannst du versuchen, ihm kalorienhaltigere Dinge vermehrt anzubieten und schmackhaft zu machen, vielleicht klappen ja schon so Sachen wie lustige Formen mit Ausstechern herzustellen oder das Essen zum Spiel werden zu lassen (sich gegenseitig füttern zum Beispiel oder Türme zu bauen und die dann aufzuessen).
Mein Sohn hat nebenbei sogar eine PEG, die ihn zwar in einen normalen Gewichtsbereich brachte, aber „dickfüttern“ klappt damit bis heute nicht… er ist einfach sehr schlank, immer an der Grenze zum Untergewicht. Gebe ich mehr über die Sonde, isst er weniger
In drei Monaten kannst du dir auch noch Sorgen machen… man vergisst neben diesem so existenziellen Thema schnell, sein Kind zu genießen…
Mein Sohn hat nebenbei sogar eine PEG, die ihn zwar in einen normalen Gewichtsbereich brachte, aber „dickfüttern“ klappt damit bis heute nicht… er ist einfach sehr schlank, immer an der Grenze zum Untergewicht. Gebe ich mehr über die Sonde, isst er weniger
In drei Monaten kannst du dir auch noch Sorgen machen… man vergisst neben diesem so existenziellen Thema schnell, sein Kind zu genießen…
LG
Anika
mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
Anika
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sarisaurier
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Vielen lieben Dank für deine Worte!Apis hat geschrieben: 24.04.2026, 07:09 Guten morgen,
Erstmal tut es mir leid, wie Du Dich fühlen musst und wie der Arzt reagiert hat. Du sorgst Dich um Dein Kind und tuts, was Dir möglich ist. Bitte sei deswegen nicht böse mit Dir. Du machst es gut!
Und jetzt ist etwas „aufgeploppt“, wo hingeschaut werden sollte - und Du kümmerst Dich direkt. Bestimmt spricht der Artzt auch aus Erfahrung, wenn er erstmal 3 Monate abwarten und dann nochmal kontrollieren möchte. Es gibt wirklich Kinder, die „plötzlich“ das Essen entdecken. Aber hinzuschauen ist in meinen Augen (und mit meiner Erfahrung) nicht verkehrt - denn es gibt auch die Kinder die lange Picky bleiben.
Bei uns war die Jüngste in etwa dem gleichen Alter auffällig. Denn ihr Gewicht stagnierte relativ lange. Letztendlich kam die Diagnose Zöliakie heraus. Auch dies ist etwas, was man im Blut kontrollieren kann - und ich rate mittlerweile jedem bei Gedeihstörungen (und vielem Anderen) das abklären zu lassen.
Durch die Ernährungsumstellung nimmt meine Tochter nun ganz normal zu. Ein Picky Eater ist sie bis heute… Das gibt es auch noch länger.
Ich wünsche Euch alles Gute.
Es ärgert mich einfach so, dass es jetzt so gekommen ist. Ich frage mich, ob ich nicht schon vorher hätte reagieren und ärztlichen Rat suchen sollen, weil ich ja wahrgenommen habe, dass er sehr zart ist und beim Essen wählerischer geworden ist. Gerade mit meinen Gedanken an einen Eisenmangel, die ich immer mal wieder hatte, aber dann doch wieder verworfen habe, weil es ihm immer sehr gut ging. Es fühlt sich so an, als hätte ich es jetzt so weit kommen lassen durch mein Nichthandeln.
Auch frage ich mich, ob es so üblich ist, dass ein Kinderarzt direkt solche harten Diagnosen stellt. Oder hätte man nicht vielleicht erstmal die Gewichtskontrolle in drei Monaten abwarten sollen, ehe man solche gesicherten Diagnosen in die Akte schreibt? Dazu kommt, dass auch andere Faktoren dabei nicht berücksichtigt wurden. Mein Sohn war vor der U7 zwei Wochen mit RSV krank und hat in dieser Zeit sehr wenig gegessen und zeitweise auch gar nicht gestillt. Auch Wachstumsschübe, Laufenlernen und andere Faktoren können ja Einfluss nehmen. Mein Sohn läuft seit Dezember frei und ist seitdem pausenlos auf den Beinen. Solche Dinge wirken sich doch bestimmt auch auf das Gewicht aus, wurden aber vom Kinderarzt überhaupt nicht berücksichtigt. Es ist nicht so, dass ich seine Expertise in Frage stelle, aber die Diagnostik fühlt sich für mich sehr vorschnell und auch unvollständig an.
Dass Zöliakie Ursache sein kann, habe ich auch schon bei meiner Recherche gelesen. Hatte deine Tochter damals Symptome gezeigt, abgesehen davon, dass ihr Gewicht stagnierte und sie wählerisch beim Essen war?
- Kleine
- Power-SuTler
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Naja, dein Kind isst sehr selektiv und offenbar auch für dein Gefühl nicht ausreichend, also besteht im Moment eine Ernährungsproblematik. Und er hat in diesem Moment eine Gedeihstöhrung, wril sein Gewicht nicht zu seiner Größe passt und er vermutlich ja auch seine Gewichtspercentile verlassen hat… da gibt es jetzt grad nicht so viel zu diskutieren oder weiter zu diagnostizieren, das sind erstmal einfach Fakten dieser Momentaufnahme. Der Arzt muss das jetzt so dokumentieren, denn wenn irgendwann mal die Frage aufkommt, seit wann diese Thematik besteht, dann ist das der Zeitpunkt der U7. Das bedeutet ja nicht, dass diese Diagnosen bleiben.
Und Laufen lernen sorgt bei den meisten Kindern für einen kleinen Knick, das spielt da nicht so die große Rolle.
Mach das mal in Dir nicht so groß, das merkt dein Kind sonst nämlich deutlich und kann es nicht einordnen. Er ist fit und lebhaft, hängt nicht matt, weinerlich und blass in der Ecke und ist für nichts zu motivieren. Für diese Checks sind die Us ja da.
Der Sohn von Freunden hat auch eine Zöliakie und ausser mangelndem Gedeihen keinerlei Symptome… aber das muss auch nicht auf dein Kind zutreffen.
Bei meinem weiß man nicht, warum er so klein ist, am Essen liegt es jedenfalls nicht. Er wurde mehrfach komplett durchgecheckt und es wurde keine Ursache gefunden. Auch das gibt es…
Wenn der KiA jetzt Blutabnehmen würde, ihn vollkommen auf den Kopf stellen würde und dann nimmt er aus dem Nichts heraus deutlich zu, dann würdest du dir Vorwürfe machen, warum du euch beide da durchquält hast, wegen gar nichts…
Und Laufen lernen sorgt bei den meisten Kindern für einen kleinen Knick, das spielt da nicht so die große Rolle.
Mach das mal in Dir nicht so groß, das merkt dein Kind sonst nämlich deutlich und kann es nicht einordnen. Er ist fit und lebhaft, hängt nicht matt, weinerlich und blass in der Ecke und ist für nichts zu motivieren. Für diese Checks sind die Us ja da.
Der Sohn von Freunden hat auch eine Zöliakie und ausser mangelndem Gedeihen keinerlei Symptome… aber das muss auch nicht auf dein Kind zutreffen.
Bei meinem weiß man nicht, warum er so klein ist, am Essen liegt es jedenfalls nicht. Er wurde mehrfach komplett durchgecheckt und es wurde keine Ursache gefunden. Auch das gibt es…
Wenn der KiA jetzt Blutabnehmen würde, ihn vollkommen auf den Kopf stellen würde und dann nimmt er aus dem Nichts heraus deutlich zu, dann würdest du dir Vorwürfe machen, warum du euch beide da durchquält hast, wegen gar nichts…
LG
Anika
mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
Anika
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Apis
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Re: U7 - Gedeihstörung - Kind (2) isst nur wenig
Ich finde Du musst Dich nicht ägern. Deinem Sohn geht es gut. Er isst, wenn auch wenig, er ist wahnsinnig aktiv und er könnte essen, wenn er wollte und das wichtigste kann/darf er sich noch immer über die Muttermilch holen. Ich wünschte Dir, dass Du sanfter zu Dir sein könntest, denn Du achtest auf ihn und lässt schauen!
Ob Kinderärzte solche Diagnosen so schnell stellen, dazu kann ich nichts sagen. Wir hatten nicht die Diagnose Gedeihstörung, es hieß (da sie zwischenzeitlich (vollgestillt) von der 25er (meine ich) bei Geburt schnell auf die 97er Perzentile wanderte) jetzt würde sich das alles wieder verwachsen… Ich glaube, da sie seit der Diagnose und der Essenumstellung bald auf der 50er war, dass sie eben kein Kind ist, was auf die 25er Perzentile oder tiefer „gehört“. Mein Mann und ich waren auch immer auf der 50er Perzentile oder drüber. Das geringe Geburtstgewicht kam durch die frühe Geburt… Die Gewichtsstagnation bestimmt durch die Zöliakie.
Ja, meine Tochter hatte Symptome: geblähter Bauch nach dem Essen - der tat wohl auch weh, sie legte sich immer wieder mal auf die kalten Fliesen; sie hatte Schwierigkeiten mit dem Trockenwerden (und war davon sehr gefrustet) - im Monat nach der Umstellung war sie sehr rasch komplett trocken und ist dabei super zuverlässig; außerdem war sie oftmals sehr weinerlich/launisch - das hat sich auch deutlich gebessert. Durchfall hatte sie nicht - das gilt oftmals ja als typisches Zeichen. Aber es gibt so viele, viele Symptome, die hinter einer unentdeckten Zöliakie stecken können. Deshalb heißt die Krankheit auch gerne Chamäleon…
Ca. 1% der Menschen haben diese Autoimmunerkrankung. Es kann also auch ganz viel Anderes die Ursache bei Deinem Sohn sein. Eine Freundin von mir hat 3 Töchter. 2 sind schon immer ganz, ganz dünn und auch eher klein. Die dritte ist ganz „normal“. Die eine Tochter hatte zu wenig Wachstumhormone, die andere ist ganz gesund. Da lässt sich gar nichts als Ursache finden. Sie ist einfach klein und zart und isst Picky und wenig. Aber dennoch ist sie fit und macht viel. Ist gut in der Schule und hat Hobbys und Freunde. Wie schon die anderen schrieben. Es gibt auf der ganzen Perzentilkurve Kinder. Es kann auch einfach so sein bei Deinem Sohn. Nachschauen macht bestimmt Sinn, aber verrückt machen, brauchst Du Dich meines Erachtens nicht. Und Deine Gefühle in Zweifel stellen auch nicht
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Ob Kinderärzte solche Diagnosen so schnell stellen, dazu kann ich nichts sagen. Wir hatten nicht die Diagnose Gedeihstörung, es hieß (da sie zwischenzeitlich (vollgestillt) von der 25er (meine ich) bei Geburt schnell auf die 97er Perzentile wanderte) jetzt würde sich das alles wieder verwachsen… Ich glaube, da sie seit der Diagnose und der Essenumstellung bald auf der 50er war, dass sie eben kein Kind ist, was auf die 25er Perzentile oder tiefer „gehört“. Mein Mann und ich waren auch immer auf der 50er Perzentile oder drüber. Das geringe Geburtstgewicht kam durch die frühe Geburt… Die Gewichtsstagnation bestimmt durch die Zöliakie.
Ja, meine Tochter hatte Symptome: geblähter Bauch nach dem Essen - der tat wohl auch weh, sie legte sich immer wieder mal auf die kalten Fliesen; sie hatte Schwierigkeiten mit dem Trockenwerden (und war davon sehr gefrustet) - im Monat nach der Umstellung war sie sehr rasch komplett trocken und ist dabei super zuverlässig; außerdem war sie oftmals sehr weinerlich/launisch - das hat sich auch deutlich gebessert. Durchfall hatte sie nicht - das gilt oftmals ja als typisches Zeichen. Aber es gibt so viele, viele Symptome, die hinter einer unentdeckten Zöliakie stecken können. Deshalb heißt die Krankheit auch gerne Chamäleon…
Ca. 1% der Menschen haben diese Autoimmunerkrankung. Es kann also auch ganz viel Anderes die Ursache bei Deinem Sohn sein. Eine Freundin von mir hat 3 Töchter. 2 sind schon immer ganz, ganz dünn und auch eher klein. Die dritte ist ganz „normal“. Die eine Tochter hatte zu wenig Wachstumhormone, die andere ist ganz gesund. Da lässt sich gar nichts als Ursache finden. Sie ist einfach klein und zart und isst Picky und wenig. Aber dennoch ist sie fit und macht viel. Ist gut in der Schule und hat Hobbys und Freunde. Wie schon die anderen schrieben. Es gibt auf der ganzen Perzentilkurve Kinder. Es kann auch einfach so sein bei Deinem Sohn. Nachschauen macht bestimmt Sinn, aber verrückt machen, brauchst Du Dich meines Erachtens nicht. Und Deine Gefühle in Zweifel stellen auch nicht
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