Ich hab leider in den letzten zwei Wochen auch mehrfach doof reagiert, als etwas nicht gegessen wurde. Ich finde es so, so anstrengend und nervig. Achja wo ich das hier bei Mäusebaby lese. Maracuja wollte ich doch mal ausprobieren.
Picky Eater Austausch
Moderator: britje
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Waldbewohnerin
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Re: Picky Eater Austausch
Der Große findet sich selbst überhaupt nicht picky und ich denke er glaubt wirklich, dass er viel Gemüse isst
der Kleine hat dafür noch kein Verständnis.
Ich hab leider in den letzten zwei Wochen auch mehrfach doof reagiert, als etwas nicht gegessen wurde. Ich finde es so, so anstrengend und nervig. Achja wo ich das hier bei Mäusebaby lese. Maracuja wollte ich doch mal ausprobieren.
Ich hab leider in den letzten zwei Wochen auch mehrfach doof reagiert, als etwas nicht gegessen wurde. Ich finde es so, so anstrengend und nervig. Achja wo ich das hier bei Mäusebaby lese. Maracuja wollte ich doch mal ausprobieren.
mit Waldwichtel 06/2019 und Zwergi 11/22
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Re: Picky Eater Austausch
Die Große sieht das schon, aber was ändert das? Sie KANN das Essen dann nicht essen. Wir kochen oft extra, mir ist das lieber als mich zu streiten.
Nane85 mit den Mädels (02/13 & 06/15 & 06/19)
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MM85i
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Re: Picky Eater Austausch
Die Kinder sehen sich auch nicht als Picky an, vermutlich haben sie in dem Sinne vielleicht auch recht. Roh essen sie vieles, ich beziehe mein Picky auf warmes, gekochtes Essen. Warmes geht wenig, aber seit einem Quartal oder so, probieren sie plötzlich und essen dann Sachen doch.
Es ist zermürbend immer das gleiche zu kochen und wenn man Pech hat doch wieder angeschrien zu werden. Da ich mich aber noch sehr gut an mich selber erinnern kann, gibt es (sofern ich zeitliche oder emotionale Kapazitäten habe) immer noch schnell Nudeln nach.
Es ist zermürbend immer das gleiche zu kochen und wenn man Pech hat doch wieder angeschrien zu werden. Da ich mich aber noch sehr gut an mich selber erinnern kann, gibt es (sofern ich zeitliche oder emotionale Kapazitäten habe) immer noch schnell Nudeln nach.
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Eliane
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Re: Picky Eater Austausch
Wo ich gerade MM85i lese. Ich glaube ein Teil meines Problems liegt darin, dass ich es so gar nicht nachvollziehen kann wie man so mäkelig sein kann.
Natürlich hab ich als Kind auch nicht alles gemocht, aber ich hab z.B. Komponenten aussortiert oder Sachen raus gepickt, die ich mochte.
Meine Kinder essen dann das ganze Gericht nicht (abgesehen von Reis, Kartoffeln, Nudel, die sie ggf. trocken essen.) Gestern haben wir spontan bei meinen Eltern gegessen und es gab dort eine große Auswahl, da teilweise noch Reste übrig waren. Die Kleine mochte nicht einmal die Nudeln aus der Nudelsuppe essen.
Zum Glück kocht zuhause mein Mann, den stört es in der Regel nicht was extra zu kochen, weil er gerne kocht. Ich fühle mich dagegen jetzt schon gestresst, wenn ich dran denke, dass er im Frühsommer für 2 Wochen nicht da sein wird und ich die Kinder komplett selbst mit Nahrung versorgen muss.
Meine Kinder essen dann das ganze Gericht nicht (abgesehen von Reis, Kartoffeln, Nudel, die sie ggf. trocken essen.) Gestern haben wir spontan bei meinen Eltern gegessen und es gab dort eine große Auswahl, da teilweise noch Reste übrig waren. Die Kleine mochte nicht einmal die Nudeln aus der Nudelsuppe essen.
Zum Glück kocht zuhause mein Mann, den stört es in der Regel nicht was extra zu kochen, weil er gerne kocht. Ich fühle mich dagegen jetzt schon gestresst, wenn ich dran denke, dass er im Frühsommer für 2 Wochen nicht da sein wird und ich die Kinder komplett selbst mit Nahrung versorgen muss.
mit der Großen (2018) und der Kleinen (2021)
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Tefira
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Re: Picky Eater Austausch
Hallo in die Runde! Ich habe vor Jahren hier mal mitgeschrieben und mich, glaube ich, mit Mäusekind zu Brotboxen ausgetauscht. Da mich das Thema aber aktuell wieder sehr beschäftigt, noch einmal ein bisschen allgemeiner.
Unsere Tochter (wird im Sommer 12) ist seit Beikosteinführung sehr picky. Immer mal wieder kommen Lebensmittel dazu oder es fallen Lebensmittel weg, in Summe empfinde ich ihr Essverhalten aber schon immer als sehr eingeschränkt, ohne deutliche Tendenzen zur Entspannung. Sie isst nur bestimmte Lebensmittel in bestimmten Zubereitungsformen und wenn sie die nicht bekommt, isst sie nicht. (Z.B. auch nicht auf der Skiwoche - da hat sie zum Frühstück ein Brötchen gegessen, sich manchmal für Mittag noch eines mitgenommen und sonst nur Gurke gegessen.)
Aktuell isst sie: Obst: große Bandbreite (Beeren, Äpfel, Birnen, Steinobst, Trauben etc.), Gemüse: nur Karotte roh, manchmal Paprika oder Gurke, aber eher selten und ungern; Ei hat sie mal gegessen, mag sie jetzt eher nicht mehr; Kohlehydrate: Reis ging mal, jetzt aber nicht mehr, Kartoffeln im Rohr oder als Pommes, Nudeln gehen gut, Brot unterwegs eher nur Weißbrot, zu Hause auch mal Roggenbrot, wenn ganz frisch; Hülsenfrüchte: keine; Fleisch: Hühnerkeulen, Schnitzel, Würstchen, manchmal Patty; Fisch: Räucherforelle, manchmal Fischstäbchen oder Fisch in der Pfanne in anderer Zubereitungsform; Milchprodukte: Milch, Kakao, bestimmte Käsesorten, Trinkjoghurt. Diese Lebensmittel gehen einzeln, zusätzlich geht Pizza Margherita, Palatschinken. Süßigkeiten gehen tendenziell besser, aber auch nicht alles, und das ist ja auch nicht wirklich das Ziel.
Unser Problem liegt auf mehreren Ebenen:
Einerseits ist es sehr aufwendig, immer etwas für sie bereitzustellen, wir leiden irgendwie alle unter dem langweiligen Speiseplan, weil wir es oft nicht schaffen, mehrfach zu kochen. Und ich fühle mich immer wieder völlig unfähig, weil ich daran scheitere, mein Kind zu ernähren, das äußert sich dann unterschiedlich und ist immer wieder ein Konfliktpunkt zwischen uns.
Vor allem aber mache ich mir tatsächlich zunehmend Sorgen: Gerade für die Schule gelingt es mir oft nicht, ihr Essen mitzugeben, mit dem sie auf eine ausreichende Kalorienmenge kommt und das dann vielleicht noch einigermaßen ausgewogen ist. In der Jausenbox mag sie z.B. kein dunkles Brot, aber auch kein aufgeschnittenes Obst. Und seit sie eine Zahnspange hat, isst sie in der "Öffentlichkeit" nichts mehr, das irgendwie hängen bleiben könnte. Bisher hat sie sich einigermaßen in der Norm entwickelt, inzwischen ist sie aber mit 34kg auf 1,56cm schon deutlich abgerutscht. Ich mache mir Sorgen, dass ihr sowohl Kalorien als auch Nährstoffe fehlen, und weiß nicht, ob die Strategie, die Situation mehr oder weniger hinzunehmen, klug ist.
Wie handhabt ihr das? Wo zieht ihr die Linie zwischen im Alltag anstrengend und besorgniserregend bei euren Picky Eatern? Checkt ihr regelmäßig Blutwerte etc.? Hat jemand von Euch Erfahrung mit professioneller Hilfe (evtl. im österreichischen Kontext)? Ich versuche mich gerade ein bisschen zu sortieren. Habe keine Ahnung, wo man hingehen würde, und möchte das Thema auch nicht unnötig aufblasen, weil ich das Gefühl habe, dass das auch kontraproduktiv sein kann. Sorry, falls das hier schon mal Thema war, habe jetzt nur zwischendurch immer mal wieder hinein-, aber nicht den ganzen Thread durchgelesen.
Sie selbst findet sich übrigens auch zu dünn (zum Glück), sieht aber nur so halb Handlungsbedarf, weil sie findet, dass sie ja eigentlich durchaus Vieles isst.
Unsere Tochter (wird im Sommer 12) ist seit Beikosteinführung sehr picky. Immer mal wieder kommen Lebensmittel dazu oder es fallen Lebensmittel weg, in Summe empfinde ich ihr Essverhalten aber schon immer als sehr eingeschränkt, ohne deutliche Tendenzen zur Entspannung. Sie isst nur bestimmte Lebensmittel in bestimmten Zubereitungsformen und wenn sie die nicht bekommt, isst sie nicht. (Z.B. auch nicht auf der Skiwoche - da hat sie zum Frühstück ein Brötchen gegessen, sich manchmal für Mittag noch eines mitgenommen und sonst nur Gurke gegessen.)
Aktuell isst sie: Obst: große Bandbreite (Beeren, Äpfel, Birnen, Steinobst, Trauben etc.), Gemüse: nur Karotte roh, manchmal Paprika oder Gurke, aber eher selten und ungern; Ei hat sie mal gegessen, mag sie jetzt eher nicht mehr; Kohlehydrate: Reis ging mal, jetzt aber nicht mehr, Kartoffeln im Rohr oder als Pommes, Nudeln gehen gut, Brot unterwegs eher nur Weißbrot, zu Hause auch mal Roggenbrot, wenn ganz frisch; Hülsenfrüchte: keine; Fleisch: Hühnerkeulen, Schnitzel, Würstchen, manchmal Patty; Fisch: Räucherforelle, manchmal Fischstäbchen oder Fisch in der Pfanne in anderer Zubereitungsform; Milchprodukte: Milch, Kakao, bestimmte Käsesorten, Trinkjoghurt. Diese Lebensmittel gehen einzeln, zusätzlich geht Pizza Margherita, Palatschinken. Süßigkeiten gehen tendenziell besser, aber auch nicht alles, und das ist ja auch nicht wirklich das Ziel.
Unser Problem liegt auf mehreren Ebenen:
Einerseits ist es sehr aufwendig, immer etwas für sie bereitzustellen, wir leiden irgendwie alle unter dem langweiligen Speiseplan, weil wir es oft nicht schaffen, mehrfach zu kochen. Und ich fühle mich immer wieder völlig unfähig, weil ich daran scheitere, mein Kind zu ernähren, das äußert sich dann unterschiedlich und ist immer wieder ein Konfliktpunkt zwischen uns.
Vor allem aber mache ich mir tatsächlich zunehmend Sorgen: Gerade für die Schule gelingt es mir oft nicht, ihr Essen mitzugeben, mit dem sie auf eine ausreichende Kalorienmenge kommt und das dann vielleicht noch einigermaßen ausgewogen ist. In der Jausenbox mag sie z.B. kein dunkles Brot, aber auch kein aufgeschnittenes Obst. Und seit sie eine Zahnspange hat, isst sie in der "Öffentlichkeit" nichts mehr, das irgendwie hängen bleiben könnte. Bisher hat sie sich einigermaßen in der Norm entwickelt, inzwischen ist sie aber mit 34kg auf 1,56cm schon deutlich abgerutscht. Ich mache mir Sorgen, dass ihr sowohl Kalorien als auch Nährstoffe fehlen, und weiß nicht, ob die Strategie, die Situation mehr oder weniger hinzunehmen, klug ist.
Wie handhabt ihr das? Wo zieht ihr die Linie zwischen im Alltag anstrengend und besorgniserregend bei euren Picky Eatern? Checkt ihr regelmäßig Blutwerte etc.? Hat jemand von Euch Erfahrung mit professioneller Hilfe (evtl. im österreichischen Kontext)? Ich versuche mich gerade ein bisschen zu sortieren. Habe keine Ahnung, wo man hingehen würde, und möchte das Thema auch nicht unnötig aufblasen, weil ich das Gefühl habe, dass das auch kontraproduktiv sein kann. Sorry, falls das hier schon mal Thema war, habe jetzt nur zwischendurch immer mal wieder hinein-, aber nicht den ganzen Thread durchgelesen.
Sie selbst findet sich übrigens auch zu dünn (zum Glück), sieht aber nur so halb Handlungsbedarf, weil sie findet, dass sie ja eigentlich durchaus Vieles isst.
* 2014 *2016 *2021
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Labello86
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- Beiträge: 4937
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Re: Picky Eater Austausch
Ich finde das nicht übertrieben mal abklären zu lassen. Dass du dir Sorgen machst, ist eigentlich der beste Indikator. Und ich habe ihre Daten grad in einen Perzentilenrechner eingegeben, da ist sie mit dem BMI schon deutlich zu niedrig.
Falls ihr ein Krankenhaus mit Kinder- Planambulanz in der Nähe habt, würde ich da einen Termin ausmachen.
Wir (ich arbeite in der Kinderabteilung eines peripheren Krankemhauses in Westösterreich) machen häufig Abklärungen bei Gewichtsverlust bei Jugendlichen. Da kann zB eine Zöliakie dahinterstecken oder eine Schilddrüsenüberfunktion, es gibt einige Blutwerte, die man anschauen sollte. Außerdem machen wir immer einen Termin bei der Diätologie im Haus für eine Ernährungsberatung. Das wäre bei deiner Tochter sicher auch sinnvoll, weil es ja schwierig bis unmöglich ist, sie ausreichend und abwechslungsreich zu ernähren.
Falls ihr ein Krankenhaus mit Kinder- Planambulanz in der Nähe habt, würde ich da einen Termin ausmachen.
Wir (ich arbeite in der Kinderabteilung eines peripheren Krankemhauses in Westösterreich) machen häufig Abklärungen bei Gewichtsverlust bei Jugendlichen. Da kann zB eine Zöliakie dahinterstecken oder eine Schilddrüsenüberfunktion, es gibt einige Blutwerte, die man anschauen sollte. Außerdem machen wir immer einen Termin bei der Diätologie im Haus für eine Ernährungsberatung. Das wäre bei deiner Tochter sicher auch sinnvoll, weil es ja schwierig bis unmöglich ist, sie ausreichend und abwechslungsreich zu ernähren.
Mit großem Schulbub (10/2017) und nicht mehr so kleinem Mädchen (10/2019)