Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
- Larala
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Langsam sprechen, einfache Sätze, wichtige Wörter, die als erstes gelernt werden sollen, betonen und wiederholen, dazu zeigen, was gemeint ist. Vielleicht könnt ihr zusätzlich mit Piktogrammen oder Bilderwörterbüchern arbeiten?
mit der Ritterin vom "Ni" 5/17
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neara
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Es ist individuell. Es spielen viele Sachen mit rein - neben Charakter, Sprachentwicklung etc auch wie sicher / entspannt sich die Kinder in der Kita fühlen (also wie aufnahmefähig das Gehirn ist).
Beim Großen hat es mehrere Monate gedauert, bis er sich einigermaßen verständigen konnte (oder wollte) und bestimmt mindestens ein Jahr, bis er sich mit den Erzieherinnen und anderen Kindern unterhalten hat. Genau weiß ich es nicht mehr.
Die Kleine dagegen verwendete schon nach ein paar Wochen ganze Sätze, obwohl sie noch voll in der (ebenfalls schwierigen) Eingewöhnung steckt. (Neulich auf meine Frage, ob sie sich immer noch ein konkretes Legoset wünscht, auf D "Nee, das is nur Kackwurst." - läuft, denke ich.
)
Hier keine besonderen Techniken seitens der Erzieherinnen. Wie MCM und Larala sagen, deutlich und einfach sprechen, keywords wiederholen (Magst du Wasser haben? Hier, dein Wasser. Noch mehr Wasser?), alles mit Körpersprache begleiten. Viel mit den Kindern sprechen, auch wenn wenig zurückkommt, alles benennen, gemeinsam singen, lesen, so die Klassiker...
Beim Großen hat es mehrere Monate gedauert, bis er sich einigermaßen verständigen konnte (oder wollte) und bestimmt mindestens ein Jahr, bis er sich mit den Erzieherinnen und anderen Kindern unterhalten hat. Genau weiß ich es nicht mehr.
Die Kleine dagegen verwendete schon nach ein paar Wochen ganze Sätze, obwohl sie noch voll in der (ebenfalls schwierigen) Eingewöhnung steckt. (Neulich auf meine Frage, ob sie sich immer noch ein konkretes Legoset wünscht, auf D "Nee, das is nur Kackwurst." - läuft, denke ich.
Hier keine besonderen Techniken seitens der Erzieherinnen. Wie MCM und Larala sagen, deutlich und einfach sprechen, keywords wiederholen (Magst du Wasser haben? Hier, dein Wasser. Noch mehr Wasser?), alles mit Körpersprache begleiten. Viel mit den Kindern sprechen, auch wenn wenig zurückkommt, alles benennen, gemeinsam singen, lesen, so die Klassiker...
Herbstkind 11/19, Winterkind 12/22 und Herbststern '17 im Herzen
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neara
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich mag noch von uns ein Update geben. Vielleicht als Motivation für andere. Die Kids wachsen ja mit 3+1 Sprachen auf (zwei Eltersprachen, Deutsch als Umgebungssprache und Englisch passiv als Paarsprache) und anfangs gab's viel Skepsis uns gegenüber.
Es läuft aber. Beide Kids sprechen jetzt altersentsprechend sehr gut ihre Elternsprachen und der Große mittlerweile recht gut Deutsch. Er zeigt auch immer mehr Interesse an English, kann anscheinend oft einschätzen, worüber ich mit dem Mann rede, und sagt manchmal etwas dazu ("No, Herbstkind isn't tired."
). Vor allem hat er aber so ein positives Verhältnis zu seiner Mehrsprachigkeit (noch, zumindest). In seinen Augen ist es seine Superkraft und er will später alle Sprachen der Welt lernen.
Die Kleine läuft mit und labert alle voll, andere Kinder auf Klingt-wie-Deutsch. Singt hier grad ihre Version von Tannenbaum (Oh danke Wal, oh danke Wal, nanana sehr gut ma-cheen!
). Dabei ist sie erst in der Eingewöhnung.
Beide wechseln problemlos unter den Sprachen und übersetzen für andere, wenn nötig. Miteinander sprechen sie je nachdem, wer noch im Raum ist.
Klar ist es eine Momentaufnahme und wahrscheinlich werden die Erstsprachen in den Hintergrund rücken, wenn auch die Kleine gut genug D spricht und D durch die Schule wichtiger wird. Aber das ist auch vollkommen okay. Der Grundstein ist da und es fühlt sich alles natürlich an. In dem sonstigen Wahnsinn hier etwas wirklich Schönes.
Werde mich freuen, wenn ihr auch berichten mögt. Und ich verstehe vollkommen, dass es aus den unterschiedlichsten Gründen nicht immer läuft. Wir hatten viele gute, nicht selbstverständliche Voraussetzungen (und neue Herausforderungen werden ganz sicher kommen).
Es läuft aber. Beide Kids sprechen jetzt altersentsprechend sehr gut ihre Elternsprachen und der Große mittlerweile recht gut Deutsch. Er zeigt auch immer mehr Interesse an English, kann anscheinend oft einschätzen, worüber ich mit dem Mann rede, und sagt manchmal etwas dazu ("No, Herbstkind isn't tired."
Die Kleine läuft mit und labert alle voll, andere Kinder auf Klingt-wie-Deutsch. Singt hier grad ihre Version von Tannenbaum (Oh danke Wal, oh danke Wal, nanana sehr gut ma-cheen!
Beide wechseln problemlos unter den Sprachen und übersetzen für andere, wenn nötig. Miteinander sprechen sie je nachdem, wer noch im Raum ist.
Klar ist es eine Momentaufnahme und wahrscheinlich werden die Erstsprachen in den Hintergrund rücken, wenn auch die Kleine gut genug D spricht und D durch die Schule wichtiger wird. Aber das ist auch vollkommen okay. Der Grundstein ist da und es fühlt sich alles natürlich an. In dem sonstigen Wahnsinn hier etwas wirklich Schönes.
Werde mich freuen, wenn ihr auch berichten mögt. Und ich verstehe vollkommen, dass es aus den unterschiedlichsten Gründen nicht immer läuft. Wir hatten viele gute, nicht selbstverständliche Voraussetzungen (und neue Herausforderungen werden ganz sicher kommen).
Herbstkind 11/19, Winterkind 12/22 und Herbststern '17 im Herzen