Eure größten Schreckmomente mit Kindern

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ShinyCheetah
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von ShinyCheetah »

Ah. Stimmt. Ich hab auch noch zwei teilenswürdige Schreckmomente. V ist, als sie gerade 2 Jahre alt war, vom Spielplatz verschwunden. Sie und ihr bester Freund, ein paar Monate jünger, hatten gerade noch friedlich am Klettergerüst im Sandkasten mit Rutsche gespielt und wir drei (!) Erwachsenen (Vater vom Freund, mein Mann und ich) hatten uns unterhalten. Plötzlich kam die Mutter vom Freund, die mit den beiden Großen unterwegs gewesen war, und fragte uns, wo denn die Kleinen wären.

Ich habe wirklich gedacht, es hätte sie jemand entführt. Ich konnte es mir anders nicht erklären. Tatsächlich haben wir sie nach 20 min (?) gefunden, nach einer großen Suchaktion, an der sich auch die anderen Eltern auf dem Spielplatz beteiligt haben. Die beiden Kinder hatten Hand in Hand eine Erkundungstour gestartet und wurden ca. 300 m vom Spielplatz entfernt aufgegriffen, hatten u. a. schon eine Straße überquert. Das waren ziemlich schreckliche 20 min in meinem Leben.

Und F habe ich einmal im Freizeitpark verloren. Zum Glück hatte er meine Handynummer dabei und ich wurde angerufen.
mit Sohn F (Ende September 18)
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Bani
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von Bani »

Stimmt, unser Sohn ist im Zoo mal verschwunden. Da hatte ich aber weniger Angst, weil ich wusste, dass er nicht unendlich weit weg kann und weil er ein Armband mit meiner Handynummer hatte. Es hat uns dann auch ein Herr angerufen und er war gar nicht weit weg 😁
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Pupu
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von Pupu »

Wir hatten auch schon Schreckmomente. Zum Beispiel als die einjährige Quatschbanane im Getummel ihrer Geburtstagsfeier plötzlich weg war - zum Gartentor raus und an die Straße gelaufen 😱 Zum Glück hat ein Nachbar sie aufgegriffen und zurückgebracht. Oder als das A-Möhrchen sich als Bany so in Rage geschrien hat, dass er kurz bewusstlos wurde. Wenn man ein schlaffes Kind in den Armen hält, wird einem echt ganz anders. Oder als das B-Möhrchen morgens statt ins Auto zu steigen plötzlich in halsbrecherischem Tempo Richtung Spielplatz rannte, wo man auch über die Straße muss. Aber am meisten in Erinnerung geblieben ist mir der Schaukelvorfall. Wir hatten eine Schaukel mit Haken in der Decke befestigt, wir dachten es war ein Balken. Eines Tages sitz ich auf dem Klo und hör plötzlichen einen lauten Rums und Weinen. Ich rase hin, Kind auf dem Boden und eine Seite der Schaukel ist komplett aus der Halterung gekommen - aber wie! Der Haken war noch an dem ZIEGEL befestigt, der komplett mit aus der Decke gekommen ist 😵😵😵 Da hatten wir echt sowas von Glück. Wenn der Ziegel auf dem Möhrchen gelandet wäre... ich will gar nicht dran denken. Zum Glück ist nichts passiert außer einem Riesenschreck.
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königsmadl
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von königsmadl »

Wie gut, dass man sowas verdrängt
Diese Schreikrämpfe bis zur Bewusstlosigkeit hatten wir auch. Und dieses Warten, wenn das Kind dann leise ist, ob es weiter atmet.
Das hab ich so weit von mir weg geschoben, dass es mir vorkommt, als wäre es jemand anderem passiert.
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Batinka
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von Batinka »

Ich habe keinen größten, sie arbeiten hart an Mutters Nerven…
-Geburtstagskleinkind läuft blau an, wir fischen ihm schokoverschmierte Alufolie aus dem Hals- jemand hatte ans Geschenk für die Einjährige einen Schokokäfer dekoriert…
-weitläufige, sehr spaltenreiche Höhle in Thailand, Mann und Kind (5) vorne, ich mit den anderen weiter hinten. Ist sie bei dir- nein, ich dachte bei dir. War eine lange Viertelstunde, bis sie wieder da war…
-neulich morgens: Kind startet auf Roller zur Schule, statt wie immer auf dem Bordstein fährt sie aus irgendeinem Grund direkt auf die Fahrbahn. Das Auto hat gerade noch gebremst…
-Kind mit Ganzkörpernesselsucht und „Mama, ich Krieg so schlecht Luft“. Seitdem mit Anaphylaxie-Set unterwegs…
-Kind fällt von Schaukel platt auf dem Bauch und atmet erstmal nicht…
-Kind mit Infekt, grau angelaufen, zitternd in Embryonalstellung auf dem Sofa finden…
-alles, was erstmal viel Blut beinhaltet, wobei da der Lerneffekt, dass viel Blut oft erstmal eine dann doch harmlose Platzwinde ist, mittlerweile hilft.
Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist.

12-10-7
Teelicht
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von Teelicht »

Mir fällt gerade ein anderer Schreckmoment ein. Mein Großer war im zweiten Pandemiejahr zu Ostern im Krankenhaus, weil er eine Folgekrankheit bekam, die Kinder ein paar Wochen nach Covid bekommen haben. Ja, er hatte hohes Fieber als er ins Krankenhaus kam (eine Entscheidung am Samstagnacht, da er zu dem Fieber über Atembeschwerden klagte). Ich war da zwar beunruhigt, aber zuversichtlich. Aber als mein Mann, der mit ihm mit war, anrief und davon redete, dass sie zu einem größeren Krankenhaus geflogen werden sollten, weil irgendwas mit dem Herzen, da war ich richtig erschrocken.
Nach dem Krankenhausaufenthalt sollte er Kortison nehmen, weil der Körper sich abgewöhnen muss (wenn ich es richtig verstanden habe). Die Apothekerin wollte mir nicht die ganze Menge geben, weil sie es für zu viel hielt. Darüber denke ich auch noch manchmal nach. Sie hat mich dadurch gezwungen, nach einer Woche noch mal dahin zu gehen, damit ich den Rest bekomme. Als ob ich zu viel Freizeit hatte, mit einem angeschlagenen Kind zu Hause.
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Meeresbrise
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von Meeresbrise »

Ich habe heute die Kids zusammen gepackt um einkaufen zu gehen. Biomüll in der Hand, eine Glaspfandflasche Milch in der anderen. Die Glasflasche hab ich in die Einkaufstasche gepackt und kurz am Schuhregal abgelegt. Eigentlich wollten wir schon gehen, ich musste aber noch kurz meine Geldbörse holen. Ich war drei Sekunden weg - hörte ich einen Knall. Meeresprinzessin hat die Tasche runtergezogen. Gasflasche komplett kaputt aber zum Glück alle Scherben in der Einkaufstasche, keine einzige bei der Meeresprinzessin.
Trotzdem ach Mann wie kann man so gedankenlos sein... Sie ist überall dran und das Schuhregal hat nur eine geringe Höhe. Ich ärgere mich über mich.
Ich habe die Flasche irgendwie vergessen. Hätte die Meeresprinzessin zuerst in den Buggy setzen sollen und dann die Geldbörse holen. Warum kommt man, obwohl man eher ängstlich als zu locker ist trotzdem in so gefährliche Situationen? Ich habe jetzt 12 Tage nur in 20 Minuten Etappen geschlafen, die letzte Nacht fast gar nicht. Trotzdem darf mir sowas nicht passieren als umsichtige Mutter. Ich wollte den Müll gleich mitnehmen um Wege zu sparen und ich bin unkonzentriert und gedankenlos manchmal.
Macht das stillen eigentlich vergesslich und unkonzetriert? Oder der Schlafmangel? Oder darf ich mir das jetzt behalten. Ich merke beim Arbeiten deutlich, dass ich viel weniger leistungsfähig bin und jetzt auch mal wieder mit einem Knall im Alltag.
I tried to hold on but it hurts too much
I tried to forgive but it′s not enough
To make it all okay
You can't play on broken strings
You can′t feel anything
That your heart don't want to feel
I can't tell you something that ain't real
Oh, the truth hurts and lies worse
How can I give anymore
When I love you a little less than before?

Meeresbrise ist so glücklich mit Sonnenstrahl (02/21) und Meeresprinzessin (06/24) an der Hand
Gute Reise ihr kleinen Sternchen *** - 02/23 u. 07/23
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Valeska
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von Valeska »

Meeresbrise hat geschrieben: 03.07.2025, 14:34 Ich ärgere mich über mich.
Ich habe die Flasche irgendwie vergessen. Hätte die Meeresprinzessin zuerst in den Buggy setzen sollen und dann die Geldbörse holen.
Und dann hätte sie sich in den drei Sekunden aus dem Buggy gestürzt und du wärst auch nicht glücklicher ;-)
Und wenn du sie aufm Arm mitgenommen hättest, hättest du stolpern können etc.
Ehrlich, bitte mach dir keine Vorwürfe. Sowas passiert eben manchmal und es sind ja keine Scherben auf das Kind niedergegangen, sondern wie du schreibst, war alles in der Tasche. Das ist doch für so ein Missgeschick quasi der optimale Ausgang.
Valeska mit Adventkind 2019 und Septemberkind 2022

Maschinen: Brother Innov-is 10A, Juki MO-4S, Elna Easycover, WiMiUs S26 :mrgreen:
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ShinyCheetah
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von ShinyCheetah »

Meeresbrise hat geschrieben: 03.07.2025, 14:34 [...] Ich habe jetzt 12 Tage nur in 20 Minuten Etappen geschlafen, die letzte Nacht fast gar nicht. Trotzdem darf mir sowas nicht passieren als umsichtige Mutter.
Natürlich nicht, denn mit der Geburt werden wir plötzlich zu Übermenschen, für die - anders als für den Rest der Bevölkerung - Perfektion der Mindestanspruch sein muss! ;)

Nein im Ernst. Du, als umsichtige Mutter die du bist, versuchst bestmöglich den Bedürfnissen deiner Kinder und den Erfordernissen des Lebens nachzukommen. Tu dir bitte den Gefallen und sei gnädig mit dir selbst, gerade weil dein Umfeld an der Stelle echt zu wünschen übrig lässt.
Macht das stillen eigentlich vergesslich und unkonzetriert? Oder der Schlafmangel? Oder darf ich mir das jetzt behalten. Ich merke beim Arbeiten deutlich, dass ich viel weniger leistungsfähig bin und jetzt auch mal wieder mit einem Knall im Alltag.
Der Schlafmangel definitiv, das Stillen mWn eher nicht. Ich muss sagen, bei mir ist es leider immer noch so, dass ich deutlich weniger leistungsfähig und unkonzentrierter bin als früher. Auch vor Kindern sind mir schon ärgerliche Fehler passiert - ich hab mal bei der Arbeit Labormaterialien im Wert mehrerer 1000€ durch einen wirklich dummen Konzeptionsfehler verbrannt z. B., da kamen mir echt die Tränen, als ich das realisiert habe - aber jetzt ist es deutlich häufiger und auch im Alltag. Je schlechter es mir geht, desto schlimmer wird es. Da spielen auch depressive Verstimmungen rein. Mal sehen, ob es besser wird, wenn die Kinder älter und nicht mehr so wahnsinnig anstrengend sind. (Das ist unfair. F ist echt nicht mehr sonderlich anstrengend. Aber V. Maaaaan)
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königsmadl
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Re: Eure größten Schreckmomente mit Kindern

Beitrag von königsmadl »

Dann bin ich die schlimmste Mutter aller Zeiten 🤔
Meine Kinder bleiben Stickstoff stehen, wenn iwo Glas splitter. Ich schmeiße ständig was runter und es geht gefühlt täglich was zu Bruch. Bisher sind aber alle noch am Leben. Ich dachte das gehört dazu 😉
Königsmadl mit L.M. 05/15 und T.B. 08/17
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