Gartenplanung 2025

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Valeska
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Valeska »

Ringelblume versamt sich aber doch super (bei mir). Man darf halt nicht die verblühte Blüte mit den Samen abschneiden und wegschmeißen. Ich hab vor zig Jahren mal Ringelblumensamen gekauft, seitdem haben wir jedes Jahr welche. Ich zerbrösel immer die vertrockneten Blüten und streu die Samen aus. Oder sammel sie und tu sie im nächsten Frühjahr gezielt irgendwo hin.
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Tyaris »

Sam hat geschrieben: 01.03.2025, 07:39 Ja, ich habe mich zu ungenau ausgedrückt 🤷‍♀️ ich wohne am Land und unser Baumarkt ist der Markt für Landwirte. Ich habe eine Bio-Nützlingsweide mit deklarierten Samen gekauft. Und nein, Natur ist mir nicht egal, wir wohnen hier seit 2 Jahren, bearbeiten auf mein Dringen 1ha Grund möglichst ohne Maschinen, mähen 2x jährlich mit der Hand, sammeln dabei Blindschleichen und Schlangen ein um sie nicht zu töten, haben auf 1000m2 mit Laubbäumen aufgeforstet, 10 alte Sorten Obstbäume als Streuobstwiese gepflanzt, halten auf dem Grund 5 Schafe und 10 Hühner und verwenden unser Auto maximal 1x wöchentlich bzw. nur wenn es wirklich nötig ist. Wir machen bestimmt viele Fehler, bemühen uns aber nach besten Wissen und Gewissen. Auch wenns “überspitzt” ist, ich glaube es gibt wenige Menschen, die im Garten nach uns den ersten Stein werfen dürfen.
Entschuldige bitte, das war nicht gegen dich.
Mir war es nur ein Anliegen allgemein darauf aufmerksam zu machen, dass diese Mischungen aus dem Baumarkt eben nur was fürs Auge sind und damit "ich möchte was für die Natur tun" nicht wirklich zutrifft.
Und ja, vielleicht bin ich da gerade etwas empfindlich, weil wir das Thema in den letzten Wochen quasi ständig im Bekanntenkreis hatten (und das leider oft echt hartnäckige Diskussionen mit Fachpersonal/Gärtnern).
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Mondenkind »

RegenbogenSchweinchen hat geschrieben: 23.02.2025, 09:32 Zum Leidwesen meiner Nachbarn stehen im Vorgarten die verblühten Stängel mancher markhaltiger Stauden auch den ganzen Winter über, letztes Frühjahr hab ich auch gesehen das aus manchen was raus gekommen ist.
Aber ihr könnt euch sicher diese Unordnung vorstellen. Schrecklich, dieses tote Gestrüpp im Vorgarten. Mir tun meine armen Nachbarn echt leid, die das immer sehen müssen....
Ich lass das auch alles stehen. Was ich abschneide im Frühjahr, lasse ich erst nochmal liegen. Da können noch Insekten drin sein, die dann irgendwann rauskommen.

@wilde Brombeere: schmeckt toll, ist aber ne echte Qual. Kommt bei uns auch an allen möglichen Stellen.
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Tyaris »

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass oft eben im Kopf ist, es blüht, also ist es gut für Bienen. Gerade auch, wenn man da Bienen/Hummeln dran sieht.
Was deutlich weniger bekannt ist, ist eben die Tatsache, dass das in vielen Fällen Honigbienen sind, die als Generalisten eh alles fressen und zudem letztendlich Haus/Nutztiere sind, die im Zweifelsfall im eh vom Imker über den Winter zugefüttert werden.
Viele Wildbienen/Wespen/Schmetterlinge hingegen sind auf einige wenige heimische Pflanzen spezialisiert und gehen dann eben leer aus, sterben regional aus und sind einer der Gründe für das große Artensterben.
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Tyaris »

Sam hat geschrieben: 01.03.2025, 07:39 Ja, ich habe mich zu ungenau ausgedrückt 🤷‍♀️ ich wohne am Land und unser Baumarkt ist der Markt für Landwirte. Ich habe eine Bio-Nützlingsweide mit deklarierten Samen gekauft. Und nein, Natur ist mir nicht egal, wir wohnen hier seit 2 Jahren, bearbeiten auf mein Dringen 1ha Grund möglichst ohne Maschinen, mähen 2x jährlich mit der Hand, sammeln dabei Blindschleichen und Schlangen ein um sie nicht zu töten, haben auf 1000m2 mit Laubbäumen aufgeforstet, 10 alte Sorten Obstbäume als Streuobstwiese gepflanzt, halten auf dem Grund 5 Schafe und 10 Hühner und verwenden unser Auto maximal 1x wöchentlich bzw. nur wenn es wirklich nötig ist. Wir machen bestimmt viele Fehler, bemühen uns aber nach besten Wissen und Gewissen. Auch wenns “überspitzt” ist, ich glaube es gibt wenige Menschen, die im Garten nach uns den ersten Stein werfen dürfen.
Das klingt übrigens traumhaft.
Tut mir wirklich leid, dass das so falsch rüber gekommen ist :cry:
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Labello86 »

Sam hat geschrieben: 01.03.2025, 07:39 Ja, ich habe mich zu ungenau ausgedrückt 🤷‍♀️ ich wohne am Land und unser Baumarkt ist der Markt für Landwirte. Ich habe eine Bio-Nützlingsweide mit deklarierten Samen gekauft. Und nein, Natur ist mir nicht egal, wir wohnen hier seit 2 Jahren, bearbeiten auf mein Dringen 1ha Grund möglichst ohne Maschinen, mähen 2x jährlich mit der Hand, sammeln dabei Blindschleichen und Schlangen ein um sie nicht zu töten, haben auf 1000m2 mit Laubbäumen aufgeforstet, 10 alte Sorten Obstbäume als Streuobstwiese gepflanzt, halten auf dem Grund 5 Schafe und 10 Hühner und verwenden unser Auto maximal 1x wöchentlich bzw. nur wenn es wirklich nötig ist. Wir machen bestimmt viele Fehler, bemühen uns aber nach besten Wissen und Gewissen. Auch wenns “überspitzt” ist, ich glaube es gibt wenige Menschen, die im Garten nach uns den ersten Stein werfen dürfen.
Das klingt total cool, auch nach sehr viel Arbeit natürlich.
Habt ihr schon mal überlegt, Urlaub am Bauernhof anzubieten? Wir wären eure ersten Gäste und würden auch mithelfen😅
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Schlumpfine32 »

Valeska hat geschrieben: 01.03.2025, 10:11 Ringelblume versamt sich aber doch super (bei mir). Man darf halt nicht die verblühte Blüte mit den Samen abschneiden und wegschmeißen. Ich hab vor zig Jahren mal Ringelblumensamen gekauft, seitdem haben wir jedes Jahr welche. Ich zerbrösel immer die vertrockneten Blüten und streu die Samen aus. Oder sammel sie und tu sie im nächsten Frühjahr gezielt irgendwo hin.
Ja, das hat keiner bezweifelt. Aber die Ringelblume ist eben auch eher etwas für Generalisten.
Tyaris hat geschrieben: 01.03.2025, 11:44 Irgendwie hab ich das Gefühl, dass oft eben im Kopf ist, es blüht, also ist es gut für Bienen. Gerade auch, wenn man da Bienen/Hummeln dran sieht.
Was deutlich weniger bekannt ist, ist eben die Tatsache, dass das in vielen Fällen Honigbienen sind, die als Generalisten eh alles fressen und zudem letztendlich Haus/Nutztiere sind, die im Zweifelsfall im eh vom Imker über den Winter zugefüttert werden.
Viele Wildbienen/Wespen/Schmetterlinge hingegen sind auf einige wenige heimische Pflanzen spezialisiert und gehen dann eben leer aus, sterben regional aus und sind einer der Gründe für das große Artensterben.
Tyaris, ich habe mal versucht mich da recht intensiv mit zu befassen. Das ist aber echt nicht so leicht. Es stimmt natürlich, dass es viele Pflanzen gibt, die im Wesentlichen für Generalisten interessant sind. Und es steht außer Frage, dass die Spezialisten die sind, die wirklich bedroht sind. Aber die meisten Spezialisten haben auch sehr spezielle Ansprüche an ihr Brutplätze und den Lebensraum an sich. Und dann brauchen die meisten Spezialisten große Mengen ihrer Nahrungspflanzen. Das kann man im kleinen Hausgarten gar nicht bieten.

Also ja, ich schaue schon drauf, dass ich heimische Pflanzen setze aber ich denke es ist recht unwahrscheinlich dass man spezialisierte Wildbienen in den Garten lockt. Viele Wildbienen sind zum Glück doch eher Generalisten. Spezialisten schützt man mE im Wesentlichen durch den Schutz der Lebensräume.
Anders sieht es natürlich bei landwirtschaftlichen flächen aus.

Insgesamt ists natürlich "je besser desto besser" aber gleichzeitig denke ich, dass eine beliebige Bienenmischung immer wertvoll ist.
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Mondenkind »

Es ist aber schon wichtig, darauf zu achten. Es ist halt Augenwischerei, sich einen Schmetterlingsflieder in den Garten zu holen und so zu tun, als täte man was für die Insekten. Also lieber Holunder oder Felsenbirne nehmen zB. Und eine Ecke mit Brennesseln stehen lassen. Oft sind die wertvollen, einheimischen und damit für die Tierwelt nützlichen Pflanzen halt nicht so fancy.
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Schlumpfine32 »

Mondenkind hat geschrieben: 01.03.2025, 14:04 Es ist aber schon wichtig, darauf zu achten. Es ist halt Augenwischerei, sich einen Schmetterlingsflieder in den Garten zu holen und so zu tun, als täte man was für die Insekten. Also lieber Holunder oder Felsenbirne nehmen zB. Und eine Ecke mit Brennesseln stehen lassen. Oft sind die wertvollen, einheimischen und damit für die Tierwelt nützlichen Pflanzen halt nicht so fancy.
Bei der Felsenbirne dann aber bitte die Amelanchier ovalis bzw. rotundifolia und nicht die üblicher Weise angebotene lamarkii.
Natürlich ist es sinnvoll drauf zu achten und insbesondere bei der Auswahl von Gehölzen drauf zu achten, was man sich in den Garten setzt.
Mein Eindruck ist bloß, dass sich zunehmend Lager bilden. Die einen pflegen ihren Rollrasen, die anderen verteufeln jede nicht heimische Pflanze.
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Re: Gartenplanung 2025

Beitrag von Tyaris »

Schlumpfine32 hat geschrieben: 01.03.2025, 12:55
Valeska hat geschrieben: 01.03.2025, 10:11 Ringelblume versamt sich aber doch super (bei mir). Man darf halt nicht die verblühte Blüte mit den Samen abschneiden und wegschmeißen. Ich hab vor zig Jahren mal Ringelblumensamen gekauft, seitdem haben wir jedes Jahr welche. Ich zerbrösel immer die vertrockneten Blüten und streu die Samen aus. Oder sammel sie und tu sie im nächsten Frühjahr gezielt irgendwo hin.
Ja, das hat keiner bezweifelt. Aber die Ringelblume ist eben auch eher etwas für Generalisten.
Tyaris hat geschrieben: 01.03.2025, 11:44 Irgendwie hab ich das Gefühl, dass oft eben im Kopf ist, es blüht, also ist es gut für Bienen. Gerade auch, wenn man da Bienen/Hummeln dran sieht.
Was deutlich weniger bekannt ist, ist eben die Tatsache, dass das in vielen Fällen Honigbienen sind, die als Generalisten eh alles fressen und zudem letztendlich Haus/Nutztiere sind, die im Zweifelsfall im eh vom Imker über den Winter zugefüttert werden.
Viele Wildbienen/Wespen/Schmetterlinge hingegen sind auf einige wenige heimische Pflanzen spezialisiert und gehen dann eben leer aus, sterben regional aus und sind einer der Gründe für das große Artensterben.
Tyaris, ich habe mal versucht mich da recht intensiv mit zu befassen. Das ist aber echt nicht so leicht. Es stimmt natürlich, dass es viele Pflanzen gibt, die im Wesentlichen für Generalisten interessant sind. Und es steht außer Frage, dass die Spezialisten die sind, die wirklich bedroht sind. Aber die meisten Spezialisten haben auch sehr spezielle Ansprüche an ihr Brutplätze und den Lebensraum an sich. Und dann brauchen die meisten Spezialisten große Mengen ihrer Nahrungspflanzen. Das kann man im kleinen Hausgarten gar nicht bieten.

Also ja, ich schaue schon drauf, dass ich heimische Pflanzen setze aber ich denke es ist recht unwahrscheinlich dass man spezialisierte Wildbienen in den Garten lockt. Viele Wildbienen sind zum Glück doch eher Generalisten. Spezialisten schützt man mE im Wesentlichen durch den Schutz der Lebensräume.
Anders sieht es natürlich bei landwirtschaftlichen flächen aus.

Insgesamt ists natürlich "je besser desto besser" aber gleichzeitig denke ich, dass eine beliebige Bienenmischung immer wertvoll ist.
Sind es nicht gerade die kleinen Trittsteine/Inseln, die den Tieren auch in einer zunehmend urbanisierten Welt das Überleben sichern? Und man kann durchaus im Garten auch Spezialisten beobachten, wenn man die passenden Pflanzen hat.

Wir haben übrigens gerade die Amelanchier Lamarkii rausgemacht, und gestern ist die ovalis als Ersatz angekommen. Zusammen mit einem Faulbaum für den Zitronenfalter (und knapp 30 weiteren Gehölzen)
Klar soll es auch was fürs Auge sein, aber auf invasives finde ich, sollte man trotzdem im Garten verzichten. Allein dieses Bewusstsein würde schon weiter helfen. Da empfinde ich übrigens die Schweiz als fortschrittlicher...
Tyaris mit der Löwin (9/19) und der kleinen Wölfin (6/23) an der Hand und dem kleinen Vögelchen (12/25) im Arm und einen Sternchen (4/21) im Herzen
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