Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Austausch, Rezepte und Erste Hilfe für die Ernährungsumstellung bei Zöliakie, Milcheiweißunverträglichkeit, Lactoseintoleranz, etc.

Moderator: britje

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MamaMonster
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von MamaMonster »

Äpfel sind hier auch immer noch ein Lieblingsobst und gehen echt besonders schlecht, der Fructose-Anteil ist da ja auch hoch. Und zum strenger: da meinte ich eben den Reissirup oder süssen Joghurt oder die Karenzphase zu früh beenden zu wollen. Aber ja, es ist hart. Brot: wenn ihr einen Bäcker in der Nähe habt, frag nach, das kann sich lohnen. Hier gab es zwei Brote „ohne alles“. Das hilft. Frischkäse war auch immer gut. Gemüse geht ja fast alles, Peperoni (Paprika) war ziemlich das Einzige, was hier nicht ging. Und Kohlenhydrate auch. Milchprodukte in der Karenzphase auch eher wenig, wegen der Lactose, danach konnten wir die schnell steigern. Zum Snacken: Nüsse (ausser Cashew) und Gemüse-Sticks waren ein Dauerbegleiter.

Aber was mir aufgefallen ist: als die Probleme weg waren, hat das Kind angefangen breiter zu essen, also auch andere Sachen als Ketchup und so. Ich denke, dass sie ungern Neues probiert hat, lag auch etwas an den Problemen. Vielleicht entwickelt sich da bei euch auch etwas.
Für nach der Karenzphase gibt es Ketchup bei Frusano, das ist dann auch einen Versuch wert. Majo auch.
Und zum Aufwand: jetzt wo du‘s sagst, fällt mir wieder ein, wie aufwändig das anfangs war, echt bei allem die Zutatenliste zu checken. Und mir ein sinnvolles Menu zu überlegen. Aber das gibt sich. Man kennt recht schnell die Produkte, die gehen und entwickelt eine Art neue Routine. Das bleibt nicht so anstrengend.

Ah, ihr sollt nur die Karenzphase machen? Einfach so als Test? Und dann ohne Tagebuch mit Beschwerden vorher und nachher? Und dann müsstet ihr sie ja nochmal machen, wenn sich die Diagnose bestätigen würde? Das kommt mir schon seltsam vor. Ich meine, wenn die Beschwerden dann weg sind, wäre es ja sinnvoll, die Ernährung dauerhaft umzustellen. Wenn ihr dann noch den Atemtest machen müsst, bringt es doch auch nichts, mit der Diät wieder aufzuhören? Wozu sollt ihr denn dann wieder „normal“ essen, wenn es hilft?
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Valeska
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Valeska »

Sumselsum hat geschrieben: 16.04.2024, 07:40 Dann war der Reissyrup von mir wahrscheinlich blöd.

Ich bin in dem Satz eher über den Apfelessig gestolpert.
Mein Bruder hat auch mit Intoleranzen zu tun (Fructose, Sorbit) und er verträgt Reissirup sowie Beeren in kleinen Mengen inzwischen gut.
Aber Apfelessig lässt er komplett weg 🤔
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MamaMonster
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von MamaMonster »

Ah ja, stimmt, das wollte ich auch schreiben und habs dann vergessen. Und kein Balsamico. Apfelessig ging hier früh, aber erst nach der Karenzphase. All diese „kann gehen“ Lebensmittel erst danach und eins nach dem Anderen, sonst weisst du ja nicht, obs der Sirup war oder der Essig. Und wenn am nächsten Tag noch etwas anderes war, weil die Reaktion verzögert sein kann.
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britje
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von britje »

Gemein ist bei Lebensmittel- bzw. Kohlenhydratintoleranzen oder Unverträglichkeiten ja einfach auch, dass es nicht nur Sofortreaktion gibt. Es gibt Reaktionen noch nach 24h, manchmal sogar nach 48h und um es ganz genau zu nehmen, je nach Zusammensetzen der Ernährung und Darmzustand, sogar noch nach 3-4 Tagen!
Ihr schafft das! Durchhalten!
Liebe Grüße von Christiane
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Pelufer
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Pelufer »

Und dann gibt es noch die Gemeinheit, dass frisch die Sachen gehen, getrocknet oder haltbar gemacht nicht mehr.
Erbsen tiefgekühlt gehen, aus der Dose nicht mehr.
Weintrauben sind frisch unproblematisch als Rosinen der Untergang.
Und mal ehrlich.... Die Schokolade von Frusano schmeckt einfach nicht 🫣
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von lunovis »

Wie geht es euch denn inzwischen, sumselsum?
lunovis mit dem großen Sohn (9/13), der ziemlich großen Tochter (9/16), dem großen Kleinen (10/19), der Babymaus (5/24), den Sternengeschwisterchen und ganz besonders tollem Mann
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Pelufer
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Pelufer »

Ich wollte euch mal einen Glücksgriff zeigen. Es ist ja durchaus schwierig Süßigkeiten im offline Handel zu finden. Ich hab was gefunden 😁
Keine Fruktose drin
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von SingtoMe »

Hallo zusammen,

ich geselle mich mal hier zu, da bei meinen Töchtern eine Fruktosemalabsorption diagnostiziert wurde per Atemgastest, der Darm hat bei beiden auch schon gelitten. Heute hatte ich das Gespräch mit der Heilpraktikerin wie es nun weiter geht mit der Ernährung. Sie sagt, dass wir 4 Wochen möglichst gar keine Fruktose nehmen sollen, also gar keine Süßigkeiten und kein Obst, muss noch gucken, welche Gemüse erlaubt ist. Bei meiner einen Tochter kommt noch Glutenunverträglichkeit dazu :( und Histamin sollen wir auch erstmal meiden. Ich denke wir schaffen die 4 Wochen aber nicht komplett ohne Ersatzmittel. Die sollen wir eigentlich auch erstmal nicht nehmen, also so fruktosearme Kekse o.ä. aber das finde ich mit Kindern sehr schwierig. Ich werde bei Frusano was kaufen, weil sie ja ansonsten in der Schule gar keinen Nachtisch essen können, während alle anderen diesen essen.

Wie macht ihr das bei euren Kindern?

Viele Grüße Sing
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von tetris »

Hier Mal ein Rückmeldung Jahre nach der Diagnose, die Große hat inzwischen fast noch Probleme, wir haben auch wieder angefangen mit normal Zucker zu backen.

Apfel und Trauben sowie Sorbit vermeiden wir weiter und es geht ihr gut damit.
Mit groß J 10/13 und klein J 9/17
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Jule »

SingtoMe hat geschrieben: 17.09.2025, 16:43 Hallo zusammen,

ich geselle mich mal hier zu, da bei meinen Töchtern eine Fruktosemalabsorption diagnostiziert wurde per Atemgastest, der Darm hat bei beiden auch schon gelitten. Heute hatte ich das Gespräch mit der Heilpraktikerin wie es nun weiter geht mit der Ernährung. Sie sagt, dass wir 4 Wochen möglichst gar keine Fruktose nehmen sollen, also gar keine Süßigkeiten und kein Obst, muss noch gucken, welche Gemüse erlaubt ist. Bei meiner einen Tochter kommt noch Glutenunverträglichkeit dazu :( und Histamin sollen wir auch erstmal meiden. Ich denke wir schaffen die 4 Wochen aber nicht komplett ohne Ersatzmittel. Die sollen wir eigentlich auch erstmal nicht nehmen, also so fruktosearme Kekse o.ä. aber das finde ich mit Kindern sehr schwierig. Ich werde bei Frusano was kaufen, weil sie ja ansonsten in der Schule gar keinen Nachtisch essen können, während alle anderen diesen essen.

Wie macht ihr das bei euren Kindern?

Viele Grüße Sing
K1, damals 12 hat von sich aus durchgehalten. Es ging ihr auch echt schlecht ( fast 3 Wochen nicht zur Schule wegen Bauchweh/ Übelkeit) als die Diagnose endlich gestellt wurde. Wir haben Ketchup und ein paar Frusano Sachen gekauft, aber gar nicht so viel. Wir waren bei der Ernährungsberatung und das hat dann auch mit dem langsamen Wiederbeginn gut funktioniert.
K2 war schwieriger. Letztendlich hat sie nicht diese harte Diät gemacht sondern „ nur“ viel weniger davon gegessen. Aber ihr ging es auch nicht so schlecht vorher.
Fazit: wenn der Wille und ggf Ersatzprodukte da sind, kann es gut klappen, sonst wird es schwierig. ( also ich konnte K2 nicht durchgängig kontrollieren, sie war auch ca12 ( oder 13).
Liebe Grüße von Jule mit den Mädels 06/05 und 08/07 und dem Mini-Weihnachtsmädel '13
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