Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Austausch, Rezepte und Erste Hilfe für die Ernährungsumstellung bei Zöliakie, Milcheiweißunverträglichkeit, Lactoseintoleranz, etc.

Moderator: britje

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Sumselsum
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Sumselsum »

Guten Morgen Ihr Beiden und vielen Dank für Eure Erfahrungen. Das hilft mir gerade wirklich ungemein, weil es den weiteren Ablauf greifbarer macht, bzw. mir aufzeigt das wir weg von starren "Fristen" sollten. Es tut mir zwar fürs Kind leid, die hofft nämlich das sie am Wochenende den Apfel essen darf, den sie sich zur Seite gelegt hat. ICh hab versucht zu erklären das Apfel vermutlich so gut wie gar nichts werden kann, aber das kommt bei einer 6jährigen natürlich nicht so an.

Dann war der Reissyrup von mir wahrscheinlich blöd. Ich hatte halt gelesen das der auch in der Karenzphase gehen würde und ich hatte vorallem gehofft das ich damit dann mal ein Toast backen könnte.
Brot ist nämlich irgendwie komplizierter als gedacht. Ständig ist Zucker oder MAlzextrakt oder sonstwas drin. Toast gekauft geht ja auch überhaupt nicht. Dann lasse ich das selbstgebackene Toast mit dem Syrup vielleicht auch noch ruhen und teste es vielleicht mal wie es wird ganz ohne kleine Süße.
MamaMonster hat geschrieben: 15.04.2024, 21:59 Hier haben wir die ersten Monate jeden Fehltritte gemerkt, es kann also sein, dass die Zeit, die ihr da streng sein müsst, deutlich länger wird und sicher strenger als bisher, sorry. Ich denke, wenn ihr da über eine Ausschlussdiät ein Ergebnis wollt, führt da kein Weg dran vorbei. Alternativen gingen hier die erste Zeit gar keine. Aber das bleibt ja nicht für immer so.
Gefühlt ist es derzeit schon echt eng und streng. Also Gemüse kriegt sie derzeit nur Rote Beete, Gurke, Zuchinie, Spinat, Radieschen und Blattsalate. Aber Blattsalate mochten meine Kinder noch nie so recht, von daher ist das selten auf dem Teller. Ansonsten gibt es selbstmariniertes Fleisch, Kartoffeln, Nudeln, Reis und Milchprodukte.
Den Essensplan von der Kita haben wir mittlerweile auch und schauen so was sie dort an HAuptnahrungsmittel warm essen kann und kriegt dann z.b. die KArtoffelpuffer gestern mit Quark von zuhause statt mit dem Apfelmus aus der Kita.

Was hier wirklich weh tut sind halt die Haselnusscreme, Ketchup und Äpfel. Die 3 Dinge waren in ihrem Leben eigentlich HAuptbestandteile. Mein Mann hat am Wochenende schon extra Mayonaise selber gezogen für den Nudelsalat. Den mochte sie dann nur leider nicht.

Und die Älteste schießt hier halt echt quer mit ihrer Vorpubertät. Wie aus Trotz hat sie am Freitag eine Riesen Tüte mit Süßigkeiten und süßen Getränken gekauft und lässt es ständig demonstrativ rumstehen. Ich muss nochmal versuchen mit ihr zu reden. Wir haben letztes JAhr als die etwa ein 3/4 Jahr keine LAktose vertragen hat auch alle Rücksicht genommen. Sie muss nun endlich anfangen das auch für Ihre Schwester zu tun.

Vom Kinderarzt kann ich dann aber in der Sache vermutlich nicht mehr viel erwarten oder? Ich würde das Thema Testung halt nochmal ansprechen und nun definitiv nochmal um Ernährungsberatung bitten. Ich versuche echt viel mich einzulesen, aber es frisst so viele Kapazitäten und eigentlich wollte ich lieber mich auf den Zweitversuch meiner PRüfung vorbereiten im Dezember anstatt zu lernen wie der Fructosegehalt irgendwo drin ist,

Ach und was ich auch super anstrengend finde, ist nun "Snacks" für Unterwegs zu finden. Normalerweise hab ich immer ein Messer und Äpfel mitgehabt wenn wir irgendwohin fahren in den Wald, oder Schrebbergarten usw. Das macht mich derzeit fast wahnsinnig ständig nach Alternativen zu suchen.
britje hat geschrieben: 15.04.2024, 23:03 Ich wünsche Sumselsum, dass ihr einen guten Weg für die Diagnose findet. Ich habe einen 35 Jahre langen Leidensweg gehabt um zu wissen, wo bei mir die Probleme (leider einige Baustellen) liegen, obwohl meine Eltern so viel haben testen lassen. Ich finde es so gut, dass ihr die Beschwerden ernst nehmt und sie begleitet!
Ich hab das bei dir still mitverfolgt zum Teil. Und ich bin ehrlich gesagt sehr dankbar fürs Forum, weil man dadurch manche Dinge überhaupt erst erkennt und ernst nimmt. Also danke das du und auch vielle andere immer wieder hier ihre Wege und Erkenntnisse teilen und uns anderen darüber die Chance gebt selber aufmerksamer in unserem Umfeld zu sein und das überhaupt in Erwägung zu ziehen.
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lunovis
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von lunovis »

Hallo du Liebe,

es tut mir sehr Leid, dass ihr da gerade durch müsst bzw euch die Auslassdiät ohne Unterstützung zugemutet wird.

Wenn ihr einmal angefangen habt und es etwas zu bringen scheint (das klang jetzt so?), ist es vermutlich das Beste, dabei zu bleiben. Ansonsten würde ich eher empfehlen, eine längere Phase zum Reinkommen in das Thema und mit Ernährungsberatung voranzustellen, bevor ihr die Karenz durchzieht.

Denn 2 Wochen für das strenge Auslassen sind so schon eher wenig und man kann sich das leider richtig schön kaputt machen, wenn man einige Lebensmittel und Zusätze (zB Sorbit) ignoriert.

Mein Erstkontakt mit dem Thema ist schon lange her. Damals wurde nach langem Leidensweg bei meinem Bruder der Atemtest durchgeführt, aber weitere Unterstützung gab es nicht und meine Eltern waren total überfordert. Das hat letztlich zu sehr langer "sinnloser", weil unvollständiger, Auslassdiät geführt. Das braucht wirklich kein Mensch.

An die relevanten Informationen zu kommen, ist heutzutage zum Glück viel einfacher. Aber es ist trotzdem sehr, sehr viel zu stämmen, und ohne kompetente Begleitung und mit Kita nochmal mehr. Und dabei ist die Auslastung bei euch ja eh eher schon zu hoch, wenn ich das richtig in Erinnerung habe :(

Positiv ist, dass die Auswahl an Gemüse (und später dann auch fructosearmes Obst) um diese Jahreszeit besser ist. Das hilft nicht so viel, wenn das Kind da nicht so experimentierfreudig ist. Aber um Welten besser als Winter.

Ich drücke die Daumen, dass ihr über eine Ernährungsberatung o.ä. noch etwas Entlastung bekommt und natürlich, dass es dem Kind bald besser geht!
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Sumselsum
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Sumselsum »

Danke für deinen Input Lunovis.
Ich hab schon als der Kinderarzt das vorgeschlagen hatte mir gedacht, dass ich das komisch finde so ganz ohne Ahnung da einfach mal "zu testen".

Aber ja es bringt was. Denke ich. Das Kind schwankt gerne mit ihren Aussagen und grundsätzlich ist sie zwischenzeitlich immer wieder der Meinung, dass die Bauchschmerzen ja gar nicht so schlimm wären und sie diese einfach lieber akzeptieren möchte, als weiterhin auf ihre geliebten Äpfel z.b. zu verzichten :|

Ich versuche mal weiterhin beim Kinderarzt telefonisch durchzukommen. Gestern hab ich es gar nicht geschafft und heute ist auch dauerbesetzt.
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Pelufer
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Pelufer »

Wenn es ganz übel drückt, kann ich empfehlen, ein bisschen Geld zu investieren in Bücher/App bei der man gezielt auf Fructose schauen kann. Eigentlich ist das in der Zeit vor der Diagnose ein bisschen in den blauen Dunst hinein, nur wenn es hilft würde es euch alles ein bisschen einfacher machen.

Ich habe eine Einkaufsführer für Lebensmittel, ein Kochbuch für Fructoseinoleranz und eine App bei der ich zusätzlich noch die Histaminintoleranz einstellen kann und mir nur Lebensmittel angezeigt werden, die ich problemlos essen kann.
Das erleichtert das Leben für mich enorm, allerdings habe ich natürlich schon Atemtest, Bluttest etc alles hinter mir und gesicherte Diagnosen und bin da nicht mehr so in der Schwebe und muss auf Verdacht verzichten


Was mir noch einfällt, warum übergehst du den Kinderarzt nicht, und wendest dich direkt an eine Gastroenterologie?
Die haben da meist mehr Erfahrung als der Kinderarzt, weil das ja in ihr Fachgebiet fällt.
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Sumselsum »

Pelufer hat geschrieben: 16.04.2024, 10:35 Was mir noch einfällt, warum übergehst du den Kinderarzt nicht, und wendest dich direkt an eine Gastroenterologie?
Die haben da meist mehr Erfahrung als der Kinderarzt, weil das ja in ihr Fachgebiet fällt.
Das hatte ich am Anfang schon überlegt. Ich hatte sogar geschaut ob und wer hier sowas behandelt. Dann hatte ich in der Nachbarstadt bei einem Gastroenterologen für Kinder angerufen und die Sprechstundenhilfe erklärte mir dann, dass Sie nur Patienten aufnehmen die vom Kinderarzt direkt zu Ihnen geschickt werden inklusiv aller Proben und Daten. Wir haben aber ja bisher nichts weiter gemacht, als auf Verdacht was weggelassen. Sie erklärte mir dann, dass Sie auch erstmal nur die Karenzphase machen würden. Grundsätzlich sind die aber wohl auch eher für Zöliakie zuständig dort.

Naja und dann dachte ich mir, dass wir scheinbar beim Kinderarzt das Thema weiter machen müssen bis wir an dem Punkt sind das wir zum Facharzt wechseln notfalls.
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Pelufer
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Pelufer »

Oh je 🫣 schade dass du nicht in meiner Nähe wohnst. Der Gastro der mich diagnostiziert hat, hat auch die Nachbarstochter mit 11 diagnostiziert.
Da gab es vorab schon Beratung, einen Stapel an Informationen schön aufbereitet und ausgedruckt, ganz viel Aufklärung und dann eben die Diagnostik. Komplett ohne Überweisung zu benötigen. 🤯
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Ella2017 »

Darf ich mal zwischenfragen?
Kann auch eine Intoleranz bestehen, wenn der Test unauffällig war?
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Pelufer »

Ella2017 hat geschrieben: 16.04.2024, 12:29 Darf ich mal zwischenfragen?
Kann auch eine Intoleranz bestehen, wenn der Test unauffällig war?
Es kann sein dass du dann nicht auf Fructose reagierst, sondern auf was anderes. Laktose, Histamin, Gluten etc .. Da überschneiden sich teilweise Symptome und Lebensmittel
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von britje »

Pelufer hat geschrieben: 16.04.2024, 10:46 Einen Stapel an Informationen schön aufbereitet und ausgedruckt, ganz viel Aufklärung und dann eben die Diagnostik. Komplett ohne Überweisung zu benötigen. 🤯
Könntest du den Stapel 'inoffizell' kopieren und weitergeben?
Liebe Grüße von Christiane
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Re: Fructoseintoleranz - ein paar Fragen...

Beitrag von Pelufer »

Ich muss mal meinen Mann dazu bekommen das einzuscannen. Alternativ kann ich Fotos machen 🫣
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